nachtrag zu tianjin
22:57, 13.05.2010
.. Geschrieben in gedanken .. LinkTianjin ist ruhiger, erholsamer und einfach relaxter als Peking. Mal einen Tag aus Peking fliehen und sich in den ruhigen Straßen von Tianjin ergehen scheint eine prima Idee.
Hinzu kommen noch die schönen erhaltenen und langsam verfallenden Villen aus der Kolonialzeit der Stadt. Die Verträge von Tianjin 1858 hatten damals die Stadt den westlichen Kolonialmächten zugänglich gemacht. Zu diesen Staaten gehörten GB, Frankreich, Japan, Deutschland, Russland, k.u.k. Habsburg, Italien und Belgien.
Interessant war auch der sogenannte "Kirchenvorfall" im Juni 1870, als französische Missionare in der Wanghailou Kirche beschuldigt wurden, die Augen chinesischer Kinder in Glaeser einzulegen. Wahrscheinlich rührte dies von einem Missverständnis her, da die Missionare kleine Glaszwiebeln in Gläser einlegten und diese als Kinderaugen angesehen wurden. Die Kirche wurde am Ende niedergebrannt, genauso wie das französische Konsulat, und die Qing-regierung musste den Franzosen Kompensation bezahlen.
Zum Glueck sind die Zeiten vorbei, in denen die Ausländer sich hier in China als Kolonialherren aufführen können. Komischerweise haben die Deutschen in Qingdao, wo sie von 1898 bis zum ersten Weltkrieg eine Kolonie hatten, immer noch ein positives Image.
Ein interessanter Link zur Geschichte Tianjins ist hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Tianjin
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über die Kolonie und Images21:38, 31.05.2010 .. Geschrieben von Anonymous
Jens, woher hast Du gewusst, dass Deutschland in Qingdao immer gute Images hat? Und weißt du die Gründe?