Friday, July 9, 2010
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Geschrieben von Inomum03:26 PM | in:
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Monday, September 15, 2008
Sarah Palin
Sarah Palin

Nun möchte auch ich mich einmal zum amerikanischen Wahlkampf äußern. Sarah Palin, designierte Vizekandidatin von Sen. John McCain. Sie ist zwei Jahre jünger als Barack Obama, ist zurzeit Governeurin von Alaska und wird nun von der amerikanischen Rechte als Heilbringerin gefeiert. Ziel der McCain-Strategie diese junge und auch sehr unerfahrene Frau auf's "Ticket" zu bringen, scheint momentan aufzugehen.

Sie macht ihn jünger (er ist 72 Jahre alt), sie macht ihn unkonventionell und gibt ihm das Image des Unberechenbaren. Ebenso sollen auf diese Art und Weise die enttäuschten Hillary-Anhängerinnen ins Boot der Republikaner geholt werden. Dieses Ziel wird McCain allerdings nicht erreichen. Dafür sind diese Frauen zu klug und emanzipiert. Es zeigt sich, dass besonders konservative Frauen, Palin als repräsentativ empfinden. "Babys, Waffen & Jesus" - das beschreibt Palins Attitüde und politische Richtung wohl am besten. Hillarys Frauen sind damit nicht zu ködern, wohl aber konservative Frauen, die sonst nicht zur Wahl gingen.



Interessant ist, dass es McCain mit dem Palin-Coup geschafft hat, den Spieß umzudrehen. Nun steht er plötzlich für "Change" - "Yes, we can" - "Anti-Washingtoner-Establishment" -  Obama wirkt dagegen regelrecht langweilig mit seinem erfahrenen Haudegen als Vizekandidat.
Obama kann zurzeit eh tun, was er will, er wird schlecht aussehen. Hillary hat sich schon längst geweigert, Palin zu attackieren, das kann sie auch nicht - es würde ihr selbst mehr schaden als nützen. Hillary als starke Vorkämpferin darf nun nicht derjenigen Schaden zufügen, die den Traum einer weiblichen (Vize)Präsidenten lebt.

Angriffe auf Palin, so berechtigt sie auch sind, werden schnell zu Eigentoren. Das zeigte schon die Affäre um das "a pig with lipstick is still a pig" - wo Obama fälschlicherweise als Sexist gezeichnet wurde.
Aber es ist ganz klar, so sehr Sarah Palin als Polit-Frau gefeiert wird, so sehr wird sie instrumentalisiert. Miriam Meckel beschrieb es in Ihrem Blog vor kurzem sehr treffend: "Hillary Clinton ist die Jeanne d’Arc der politischen Emanzipation, Sarah Palin die politische Jungfrau, die von ihrem Gönner in die Manege geführt wird."
Sie ist die Quotenfrau, die Obama schlecht aussehen lassen soll. Es sollen sich alle daran erinnern, wie Obama Hillary ausgekontert hat. Dabei
ist Sarah Palin, meiner Meinung nach, weder bereit noch fähig Vizepräsidentin zu werden. Ein Blick auf das letzte Interview mit ABC bewies dies vortrefflich. Man hat sich regelrecht fremdgeschämt. Das ging nicht nur mir so, sondern auch anderen Bloggern. (Maik Bohne)
Es war mir wirklich richtig peinlich. Das Interview wirkte eher wie eine Prüfungssituation als ein politisches Interview. Palin war alles andere als souverän. Sie war unsicher, ihre Antworten schienen auswendig gelernt (waren sie sicher auch) und schienen wie nach dem Baukastensystem zusammengestückelt zu sein. Auf die Frage nach der Bush-Doktrin, die außenpolitische Strategie der Bush-Regierung, nach der auch Präventivkriege rechtmäßig sind (Irakkrieg), konnte Palin nichts antworten. Sie kannte sie gar nicht. Das ist eigentlich undenkbar.

Auf die Frage, ob sie schon einmal im Ausland gewesen sei, meinte sie Kanada und Mexiko. Und natürlich die Reise vor kurzem nach Kuwait und Deutschland, wo sie die Truppen besucht hatte. (A trip of a lifetime...)
Schlimmer noch, fand ich, waren Ihre Aussagen zum Russland/Georgien-Konflikt. Der Angriff Russlands sei absolut ohne Provokation geschehen und sei in keinem Falle gerechtfertigt gewesen. - Man kann den diesen Konflikt betrachten wie man will, aber tatsächlich zu sagen, der Angriff absolut 'unprovoked' gewesen ist nun einfach sachlich falsch. - Die Frage, welchen Eindruck sie von Russland zurzeit habe, beantwortete Sie mit, man könne Russland von Alaska aus sehen. (!)  Das war wohl sicher mit der peinlichste Moment im Interview.




Aber seht für Euch selbst.

Die republikanische Seite hat dieses Interview allerdings gefeiert. Palin hätte sich gut geschlagen, und
Charlie Gibson sei herablassend gewesen. Das sei mal wieder eine typische Medienattacke gewesen. Dass die Medien Palin und McCain schlecht gesinnt seien und unfair behandelten, ist auch eine momentane Kampagnenstrategie des McCain-Lagers. Jüngstes Opfer dessen war just Oprah Winfrey, die sich geweigert hatte, Palin in ihrer Show auftreten zu lassen. Seitdem rufen republikanische Anhänger regelmäßig zum Boykott der Winfrey Talkshow auf.

Hoffen wir, dass der Wahlkampf endlich wieder sachlich wird und der Hype um Sarah Palin bald abflacht.


Geschrieben von Inomum11:52 PM | in:
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Monday, August 18, 2008
Erdbeere ist ein Nuss
Leute,

jetzt ist es amtlich, die Erdbeere ist keine Beere, sondern eigentlich eine Nuss.

Erdbeere

Viele von Euch haben sich vielleicht nie darüber Gedanken gemacht, aber es ist klar, dass sich die Erdbeere stark von Ihren Brüdern und Schwestern wie der Johannesbeere oder der Heidelbeere unterscheidet.
Dieses Rätsel, welcher Gattung nun die Erdbeere tatsächlich zugehörig ist, hat mich in den letzten Wochen nicht losgelassen. Ich musste erst auf einen weit entfernten Bauernhof im Thüringischen Wald fahren, um herauszufinden, dass die Erdbeere den "Sammelnussfrüchten" zugeordnet wird.

Also, ab jetzt, wenn ihr mal was Schlaues auf einer Cocktail-Party sagen möchtet....

die Erdbeere ist keine Beere sondern eine Nuss!


Moni


P.S.:  I really need to get a life...!
Geschrieben von Inomum09:47 PM | in:
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Sunday, August 10, 2008
Bruno!
Jeff Dunham & Peanut

 
Geschrieben von Inomum03:55 PM | in:
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Sunday, August 10, 2008
Akte X - der 2. Film
Gestern war ich mit Freunden im Kino  - und habe wohl eine der größten Enttäuschungen des Jahres miterleben dürfen. Scully und Mulder wieder im Einsatz. Ich frage mich wie sehr man ein so gutes Konzept so kaputt machen kann.



1. Scully und Mulder führen jetzt, 10 Jahre später, so eine Art Beziehung. Offensichtlich hatten sie auch ein Kind zusammen, das dann aber leider gestorben ist. Trotz dieser doch recht innigen Beziehung, die sie wohl miteinander haben, merkt der Zuschauer davon nur sehr wenig. Sie küssen sich, liegen sogar zusammen im Bett aber alle ohne Funken und Leidenschaft. Es macht auch alles gar keinen richtigen Sinn. Er lebt vereinsamt als Eremit in seinem Haus und hat so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt. Diese Liebesbeziehung wirkt so unglaublich gestellt, dabei hätte man es doch bei einer Freundschaft belassen können - es passt einfach gar nicht.
Besonders nervig und einfach unvollständig, sind die pseudo-psychologisch  Dialoge der beiden, die die Handlungen zwischen den beiden aufpeppen oder prickelnder machen sollen. Sie sprechen in Rätseln, deuten an, aber nicht genug, um sie ansatzweise verstehen zu können.

2. Die Story - unglaublich platt. Sicherlich war es ein guter Gedanke. Es geht um einen schwerkranken Mann, der von seinem Lebensgefährten immer wieder neue Körperteile ersetzt bekommt, damit er weiterleben kann. Natürlich sind es Russen, und natürlich sind es arme unschuldige Amerikanerinnen, die als Ersatzteillager verbraucht werden. Warum der Mann sich nicht lieber einen Männerkörper zulegt, anstatt sich lauter Frauenkörperteile (z.B. Arm) annähen zu lassen, wird leider nicht erklärt.
Zum Schluss scheint es sogar der Plan zu sein, ihm einen völlig neuen, weiblichen Körper an seinen Kopf anzunähen. Aber auch das wird nicht erklärt, und wie das alles funktioniert - im schrummrigen Schuppen im Wald (unsteriler geht es nun eigentlich nicht mehr, zumal überall Hunde herumlaufen...) - bleibt natürlich auch im Dunkeln. Schully murmelt zwar was von experiementeller Stammzellenforschung, aber Sinn macht das alles nicht.

3. Dann, der Tabubruch. Als übersinnlichen Helfer hat man sich nun einen pädophilen Priester ausgesucht. Immerhin hat er 37 Jungs/Mädchen missbraucht. Dass gerade er als der Gute, dem Vergeben wird - schlimmer noch - jener, der Scully zurück zum Glauben führt - dargestellt wird, erscheint mir als äußerst gewagt und hinterlässt einen fahlen Beigeschmack. Die Verbindung zwischen ihm und dem Täter ist dann auch jene, dass es sich um ein ehemaliges Opfer von ihm handelt.
Die Pädophiliegeschichte scheint zwar zu Beginn ganz interessant zu werden, immerhin lebt der Täter in einer Einrichtung für Triebtäter und Scully begegnet ihm mit viel unprofessioneller Ablehnung, aber selbst das bringt keine Spannung in den Film.

Vielmehr handelt es sich um eine Verfilmung, die sich um das Innenleben, der beiden Hauptcharaktere drehen soll. Die Szenen, in denen sich beide nahe sein sollen  und im ständigen Gewissenskonflikt stehen (kann Scully es zulassen, dass Mulder wieder die Dunkelheit mit nach Hause bringt?)  werden bis zur Unerträglichkeit ausgewalzt. So wird in fast jeder Hellseher-Szene mindestens zweimal die Fragen gestellt: Du glaubst ihm doch nicht etwa? Auch die weiteren FBI-Agenten nerven mit ihrer Skepsis, die natürlich angebracht ist, aber doch nicht zwei Stunden lang auf solch flachen Niveau.

4. Der Subplot. Und dann ist da auch noch der kleine sterbende Junge. Scully hat ihre Arbeit als FBI-Agentin aufgegeben und arbeitet nun als Ärztin in einem katholischen Krankenhaus. (Warum? - wird nicht beantwortet.) Glücklich scheint sie dort auch nicht zu sein, denn alle Entscheidungen müssen mit der Kirche abgesprochen werden. Und so kommt es auch hier zu einem Konflikt. Der Junge leidet an einer unheilbaren Krankheit, die Kirche möchte ihn ins Hospiz bringen, Scully möchte ihn einer experimenteller Therapie unterziehen.
Normalerweise ist es ja so, dass solche Nebengeschichten zum Schluss zum Großen Ganzen zusammengefügt werden. Der Junge hat irgendeine Verbindung zum Täter oder zum Hellseher oder könnte eventuell selbst Opfer werden. Nicht aber hier. Hier wird diese Geschichte nur genutzt, um zum x-ten Male Scullys innere Auseinandersetzung mit ihrem Gottesglauben breizutreten. Und so ist es dann auch zum Schluss, dass der Pädophile Hellseher Scully in einem visionären Moment verrät, sie solle nicht aufgeben.

Dieser Rat, den man wohl in jedem Selbsthilferatgeberbuch auf Seite 1 finden kann, zieht sich dann durch den ganzen Film. Was soll sie nicht aufgeben? Den Jungen, Mulder? Die entführten Frauen? Sich selbst? Ihre Beziehung zu Mulder? 

Wind machen, wo keiner ist scheint das Motto dieses Films zu sein.

Die Spannung kommt auf jeden Fall zu kurz. Auf jede aufregende Szene folgen fünf Szenen voller Mulder/Scully-Selbstfindungtrips. In der Serie war das nett, sogar sehr aufregend. Jede Handbewegung, jeder Blick, ja selbst eine Umarmung sagte damals mehr als tausend Worte - 10 Jahre später bleibt davon nicht viel. Weder die Nähe, noch Liebe ist zu spüren. Einzig und allein zwei ehemalige FBI-Agenten, die sich in ihrem jetzigen Leben nicht zurechtfinden und anscheinend nur noch einander haben. Eine Art Zweckbeziehung.

Zu loben jedoch ist, Gillian Anderson, die trotz der Widrigkeiten, eine gute Leistung erbringen konnte.

Hier der, trotz allem der deutsche Trailer:


Geschrieben von Inomum10:23 AM | in:
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Monday, July 28, 2008
Für alle, die gern tippen!
Für alle, die gern tippen. Hier gibt's eine sehr gute Übung, tipp um die Wette mit anderen:


http://play.typeracer.com/
Geschrieben von Inomum08:43 PM | in:
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Friday, July 18, 2008
Neues Video
Geschrieben von Inomum06:22 PM | in:
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Monday, April 28, 2008
Sind wir besser als vor 200 Jahren?

Ich saß letzte Woche in meinem Literaturseminar. Wir diskutierten über die Abschaffung der Sklaverei in England und wie die Engländer damals das Hautfarbe und Rasse definierten. Thomas Clark war einer der größten Anti-Sklaverei-Anhänger, der es mit Hilfe der Quaker und anderen Unterstützern schaffte nach jahrelangem Kampf, den Sklavenhandel durch Engländer zu verbieten. Sklaverei an sich wurde dadurch noch nicht verboten, allerdings stand der mörderische Dreieckshandel nun unter Strafe.

Ich fand es interessant, dass wir alle im Seminar saßen und uns so erhaben fühlten gegenüber den intoleranten, rassistischen Engländern. Wir alle saßen da mit dem selbstverständlichen Wissen, dass alle Menschen egal welche Hautfarbe sie haben, gleich zu sein haben. In unseren Köpfen sind wir alle ja auch gleich. Spielen wir Fussball, ist es egal, ob Asamoha schwarz ist oder weiß. Er spielt in unserem Team. Wir feuern ihn an. Es ist auch egal, dass Klose und Podolski eigentlich aus Polen kommen. Sie spielen für uns. Innerlich haben wir alle heute das Gefühl, wir seien Menschenfreunde, offene, tolerante Studenten. Wir lieben anderen Kulturen, schauen uns indische, französische oder türkische Filme an, essen thailändisch oder mexikanisch und reisen gern.

Aber eigentlich sind wir doch Heuchler.

Natürlich denken wir heute noch, dass es Menschen gibt, die weniger wert sind als wir. Wir sind der Meinung, dass wir zuerst kommen, dann erst die anderen. Wir haben uns kein Stück weiterentwickelt seit dem 18. oder 19. Jahrhundert. Wir sind zwar keine Rassisten mehr, die Hautfarbe ist egal. Aber wir unterdrücken geographisch. Wir leben auf dem Rücken der anderen. Sie leben weit weg, wir kennen sie nicht. Manchmal hören wir im Fernsehen Geschichten, sehen Kinder und Mütter, die aus verschmutzten Erdlöchern ihr Trinkwasser holen müssen. Wir hören von französischen Luxusyachten, die von somalischen Piraten gekapert werden. Wir hören von Afrikanern, die entgegen allen Menschenverstandes alles riskieren, um nach Europa zu kommen.

Europa heißt unser großes Projekt. Die Menschen sollen Wohlstand haben, billige Lebensmittel, billig heizen können und zweimal im Jahr in den Urlaub fahren können. Brot darf nicht mehr als zwei Euro kosten, Tomaten nicht mehr als 1,99 Euro, Salat nicht mehr als 80 Cent. Mais aus der Dose nicht mehr als 49 Cent, ein Brathähnchen nicht mehr als 1,50 und Fisch nicht mehr als drei Euro.

Aber für welchen Preis bekommen wir unsere billige Nahrung?

Wir leben in absoluter Überversorgung. Tagtäglich werden mehrere Tonnen Brot weggeschmissen, Mais wird angebaut, um später wieder verbrannt zu werden. Wir lassen den Regenwald abholzen, um dort billiges Soja anzubauen, welches wir dann wieder nach Europa bringen lassen, um unserer Schweine zu füttern. Es gibt fast kein natürliches Saatgut mehr. Echte Auberginen sehen gar nicht so aus, wie wir sie aus dem Supermarkt kennen. Sie glänzen nicht so, sie sind viel schmaler und haben manchmal Flecken. Unser Gemüse und Obst wird aus Hybridsamen hergestellt. Samen, die nur eine Ernte zulassen, die unser Gemüse zu Hightechfrüchten heranwachsen lässt, die zwar gut aussehen aber keinen wirklichen Geschmack haben.

 

Unsere Landwirtschaft wird von der EU subventioniert. Deshalb sind unsere Lebensmittel so billig. Nicht, weil es billig ist, sie herzustellen, im Gegenteil es kostet viel. Sie sind so billig, weil die Union fast 1/3 ihrer Ausgaben in die Landwirtschaft fließen lässt. Das Geld kommt jedoch nicht den kleinen Betrieben zu Gute, sondern fließt fast ausschließlich in die großen Agro-Businesses, die auf Masse produzieren und nicht auf Qualität.

 

Wo führt das alles hin?

Weil wir billige Tomaten wollen, billige Gurken, billiges Brot, billigen Mais, billiges Fleisch, billige Eier, billigen Fisch und nicht gewillt sind, mehr dafür auszugeben, subventioniert die EU die Landwirtschaft. Das führt dazu, dass unsere Tomaten aus Südspanien zu unglaublich billigen Preisen angeboten werden können. Europa produziert jedoch zu viel. Die restlichen Tomaten werden dann in anderen Ländern angeboten, beispielsweise in Afrika. Dort können sie, aufgrund der Subventionen, zu einem Preis verkauft werden, der ein Drittel weniger ist, als der für die einheimischen Tomaten. Die einheimischen Bauern können somit anbauen und arbeiten so viel sie wollen, ihre Tomaten und anderen Produkte werden immer teurer sein als die aus Europa.

Der Bauer kann sich somit nicht mehr auf dem Markt behaupten, seine Produkte sind qualitativ besser, schmecken besser, sehen aber nicht so schön aus wir unser künstlich hoch gezüchtetes Gemüse, das noch dazu billiger ist.

Der afrikanische Bauer muss seinen Betrieb aufgeben, er kann davon nicht mehr leben. Da es keine andere Arbeit gibt, kann er versuchen, in ein anderes Land zu kommen,  kriminell werden oder verelenden.

 

Im 18. Jahrhundert war es ein bisschen ähnlich. Die Leute in England fingen an, sich an die Produkte, die durch Sklaverei entstanden zu gewöhnen. Sie liebten ihren Zucker, vor allem, weil er so erschwinglich war. Sie liebten Tabak und Kaffee. All diese Produkte konnten nur so viel und so billig nach England exportiert werden, weil Sklaven die Arbeit verrichteten.

Die Engländer an sich, wussten gefühlsmäßig, dass das alles nicht richtig war. Aber die Sklaverei war weit weg, man hörte nicht viel davon. Manchmal wurden Geschichten von Aufständen erzählt oder von Meutereien auf Schiffen, oder auch davon dass Schiffskapitäne mal die Hälfte der Sklaven über Bord warfen, um den Ausbruch von Epidemien auf Schiffen zu vermeiden und so ihre Sklavenfracht zu schützen. Aber das Elend war weit weg. (Zong Massaker)


 


Heute tun wir so, als wären wir so offen und menschenfreundlich, als wären Menschenrechte und die Gleichheit aller etwas Selbstverständliches. Aber es ist es nicht.

Wir denken zwar nicht, dass die Menschen in Entwicklungsländern weniger wert seien. Wir sagen auch nicht, dass sie weniger wert seien. Aber unsere Taten sprechen eine andere Sprache. Wir wollen Wohlstand, und wir beanspruchen ihn für uns. Ja, wir tun so, als sei es eine Selbstverständlichkeit für uns, in so viel Reichtum und Überfluss zu leben.


Aber steht es uns überhaupt zu?

 

 

 


Geschrieben von Inomum12:17 PM | in:
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Sunday, April 27, 2008
Google Trends
Gestern abend hatte ich mal wieder zu viel Zeit. Nachdem Anne Will mit ihren Gästen zu Ende diskutiert hatte, besuchte ich das neue kleine Werkzeug, welches Google seit geraumer Zeit anbietet: Google Trends.



Hiermit kann man nachverfolgen, welche Stichworte in letzter Zeit am häufigsten gegoogelt wurden. Es ist auch möglich Stichworte miteinander zu vergleichen. Ebenso werden die Regionen, aus welcher die meisten Anfragen kommen, angezeigt.

Zum Beispiel kann erkenntlich werden, dass Barack Obama in den letzten drei Monaten fast viermal so häufig im Internet gesucht wurde wie Hillary Clinton. Die meisten Leute, die nach Obama suchen, kommen - nicht überraschend - aus seiner Heimatstadt Chicago. Oprah Winfrey wird neuerdings am häufigsten von Südafrikanern gesucht. Osama Bin Laden wird momentan von Indonesern und Indern gegoogelt, in Deutschland suchen die Frankfurter am häufigsten nach Bin Laden.

Tippt man nun einmal das Wort "sex" in die Google Trend-Maschine ein, so kommt meines Erachtens ein ganz überraschendes Ergebnis heraus. Man könnte meinen, dass allein proportional gesehen, die bevölkerungsstärksten Städte am häufigsten nach Pornographie im Internet suchten, da einfach dort die meisten Menschen mit Internetanschluss zu finden seien. Aber das Gegenteil ist der Fall.

An oberster Stelle in Deutschland steht die Ruhrpott-Kleinstadt Wesel , Einwohnerzahl knapp 60,000. Dann kommen Bayreuth, Oldenburg und Heilbronn. Bremen ist übrigens das Bundesland mit den meisten Sexsuchen im Internet. Und während in allen geprüften Städten in den Sprachen Englisch oder Deutsch gegoogelt wird, scheinen die meisten Nutzer aus Hessen  eine arabische Tastatur zu haben.

Das Land mit den meisten Sexnachfragen ist übrigens zurzeit nicht die USA oder Deutschland wie man vielleicht munkeln könnte (lange Zeit stand Deutschland auf Platz 2 in Sachen Internetpornographie, nach den USA) - momentan suchen die Vietnamesen am häufigsten nach Sexangeboten im Internet. Aber das kann sich wohl auch wieder schnell ändern. Die Inder sind ihnen ganz nah auf den Fersen.

Im Jahr 2004 belegte übrigens der Iran Platz 1 [die Saudis waren Vizemeister], 2005 war er nur noch auf Platz 2, 2006 war das Land schon gar nicht mehr unter den Top 10.


Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte:

http://www.google.de/trends



Geschrieben von Inomum10:05 PM | in:
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Thursday, April 3, 2008
Kreditkrise erklärt
Kreditkrise erklärt

Geschrieben von Inomum08:23 AM | in:
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Monday, February 25, 2008
Junge oder Mädchen? Oder ist es intersexuell?

Das Phänomen Intersexualität


Ist es ein Junge oder ein Mädchen? Diese Frage stellt sich Eltern und Verwandten zuerst, wenn das Neugeborene auf der Welt ist. Aber was passiert, wenn das Geschlecht nicht so einfach zu bestimmen ist?

 

 

 


Jedes 2000. Kind kommt mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt. Die Frage, ob es nun ein Mädchen oder Junge sei, ist dann nicht so leicht zu beantworten. Es kommt vor, dass beide Merkmale vorhanden sind, oder der Körper Testosteron nicht erkennen kann, dass das Kind äußerlich zwar wie ein Junge erscheint, innerlich jedoch Eierstöcke und Gebärmutter vorhanden sind. Es kommt sogar vor, wenn auch nur sehr selten, dass die eine Körperhälfte des Menschen männlich ist (mehr Muskelmasse, starke Behaarung, Hoden etc.) und die andere Seite weilblich (Eierstock, Uterus, weibliche Gesichtszüge etc.) In der Medizin ist dieses als Chimärismus bekannt.

Sind das Unfälle? Störungen? Oder einfach nur Besonderheiten? Für uns, die wir meistens mit Körpern geboren wurden, die der Norm entsprechen, scheinen dass Absurditäten zu sein. Wir glauben niemanden zu kennen, der von diesem Phänomen betroffen ist. Rein statistischen gesehen jedoch, kennt jeder von uns mindestens einen intersexuellen Menschen.

Während in der Antike 'Zwitter' als besonders magisch und spirituell angesehen wurden, in manchen indigenen Völkern hermaphrodite Menschen verehrt und als heilig erklärt wurden, ging man in den 1960er Jahren dazu über schnell zu handeln und chirurgisch einzugreifen.
Nach der Auffassung, von der modernen Frauenbewegung geprägt, die Geschlechtsidentität sei ein gesellschaftliches Konstrukt - Fußball oder rosa Kleidchen seien allein anerzogen - ging man dazu über sich so schnell wie möglich auf ein Geschlecht festzulegen. Von den beiden vorhandenen Geschlechtsmerkmalen wurde eines entfernt (zumeist der Penis) und eine Hormonbehandlung wurde begonnen. Aus Scham wurden diese Eingriffe dem Kind meistens verschwiegen. Viele fanden erst im Erwachsenenalter heraus, dass sie früher eigentlich zweigeschlechtlich gewesen waren.

John Money, einer der größten Verfechter dieser Behandlung, ging sogar so weit, und operierte einen Jungen, im Alter von 7 Monaten, komplett zu einem Mädchen um, als bei dessen Beschneidung der Penis stark verletzt wurde. Nach medizinischen Aufzeichnungen fügte sich das Kind in sein neues Geschlecht, es galt sogar als Vorzeigepatient. Als er/sie jedoch erfuhr, dass man im Kindesalter das Geschlecht umgewandelt hatte, brach er/sie sämtliche Hormonbehandlungen ab und ließ sein ursprüngliches Geschlecht wiederherstellen. Nach langer Depression nahm er sich Mitte der 90er Jahre das Leben.   
Wir mögen das Vorgehen von Dr. John Money als absolut unethisch betrachten, aber wie soll denn nun tatsächlich verfahren werden?
Seit Jahren sind Mediziner, Psychologen, Soziologen, Eltern, Betroffene und Medizinethiker im großen Streit. 

Das Kind solle ohne Eingriffe aufwachsen. Intersexualität ist keine Störung sondern vielmehr eine Besonderheit, so argumentieren zumindest die Verbände und Vereine, in denen intersexuelle Menschen organisiert sind. Kinder mit diesen Merkmalen sollten erst operiert werden, wenn sie selbst über ihre Geschlechtsindentität entscheiden können. Juristisch bedeutet dies in Deutschland ab 14 Jahren.

Aber dann seien diese Jugendliche, so die Meinung vieler Ärzte, selbst in der Pubertät. Können sie dann überhaupt eine solche Entscheidung treffen. In manchen Fällen ist es dann auch schon längst zu spät, da die Hormone schon ab 10 oder 11 Jahren einsetzen und das produzierte Testesteron einen Menschen, der sich weiblich fühlt, in einen Jungen verwandeln kann. Ebenso sind Operationen in den frühen Kindesjahren weitaus erfolgreicher, wenn es um die Herstellung funktionstüchtiger Organe geht. Nur wenn man sich früh entscheidet, kann die Fruchtbarkeit und das Lustempfinden gewährleistet werden.

Und was ist mit dem Anderssein? Soll das Kind bis zu seinem 14. Lebensjahr als 'Zwitter', als Drittes Geschlecht existieren? Viele Psychologen befürchten Traumata, wenn das Geschlecht zu spät festgelegt wird. Andere Experten befürchten, dass eine falsche Festlegung gerade schwere Traumata auslösen können. So geschehen im Falle der heute 48-jährigen Christiane Völling.

Der Menschenrechtler und selbst Betroffene Michel Reiter kämpft seit Jahren für die Anerkennung einer dritten Geschlechtskategorie in Deutschland. Mehr als dreimal ist er schon vor den deutschen Gerichten gescheitert.

Was ist überhaupt Geschlecht? Und warum ist es so ungemein wichtig, ob wir nun männlich oder weiblich sind? Warum verlangt der Staat sich innerhalb von drei Wochen eine amtliche Kategorisierung?

 

Weitere Links:

1. Christianes Geschichte

2. Ein Blog


Und was macht uns wirklich zu Jungs oder Mädchen? Warum spielen Mädchen angeblich lieber mit Puppen und Jungs mit Bauklötzen? In Deutschland wird jeden Tag ein Kind geboren, dessen Geschlecht nicht eindeutig ist. Fachleute schätzen die Zahl intersexueller Menschen in Deutschland auf 100.000.

Was bedeutet das für sie, was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Für viele Mediziner ist das einfach nur eine Erkrankung, die therapiert werden muss. "Wir vollenden, was Gott nicht mehr geschafft hat," ist die Meinung vieler Ärzte.

Aber wer bestimmt, wie ein Mensch auszusehen hat? Wer sagt denn überhaupt, dass der Mensch nur Frau oder Mann sein darf? Und warum entscheiden allein die Ärzte darüber wie ein Mensch auszusehen hat, was ihn oder sie glücklich macht?

Was ist, wenn die Natur viel vielfältiger ist als wir es denken? Was ist, wenn es einfach mehr gibt als nur Mädchen oder Junge, schwarz oder weiß?

 
Geschrieben von Inomum08:25 PM | in:
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Thursday, February 14, 2008
Klimawandel zweite Impression

Ist es nicht interessant, dass die Gründe, die uns aufhalten etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun, rein psychologischer Natur sind? Wenn ich mich persönlich frage, Moni, warum tust Du nichts, warum ist Deine Heizung auf vier während Du das Fenster angekippt hast, warum hast Du keine einzige Energiesparlampe, warum duscht Du statt fünf Minuten lieber zehn oder sogar 15 Minuten? Wieso willst Du unbedingt so billig wie möglich so vieles haben? Und Antworten lauten: Ich bin einfach zu bequem, ich allein kann eh nichts ändern, niemand merkt es, wenn ich mein Verhalten ändere, niemand überprüft wie ich lebe, was ich tue…die Wirtschaft soll was ändern, die Konzerne sind die Schuldigen, Indien, China, USA, die sind doch Schuld, nicht wir guten Europäer und schon gar nicht wir Deutschen. Die Hauptgründe warum ich mein eigenes Verhalten nicht ändere sind Ignoranz, Resignation und pure Faulheit. Wie kommt das? Obwohl ich so gut informiert bin, die Auswirkungen kenne, sogar die Ursachen klar benennen kann, ist der Klimawandel bei mir persönlich überhaupt nicht angekommen, bzw. ich fühle mich in keinster Weise verantwortlich.


 

Es sind wir selbst, die sich im Wege stehen, etwas zu verändern. Wir mögen zwar die Politik verantwortlich machen. Es gibt keine verbindlichen Regeln, Gesetze, Steuererleichterungen etc. Wir geben auch der Wirtschaft die Schuld, den Konzernen, dem Markt, der so was regeln soll. Wir geben sogar den anderen Ländern die Schuld. Der Klimawandel ist abstrakt. Er vollzieht sich langsam. Es gibt kein großes mediales Ereignis, das die Menschheit zusammenschweißt. Kein 9/11. Der Klimawandel erlaubt kein schwarz/weiß-Denken. Die Kausalität zwischen Täter und Opfer gilt nicht mehr. Wir sind alle Täter und Opfer zugleich. Die einen mehr, die anderen weniger. Wir sind alle die Zuschauer, ja sogar Gaffer, die im U-Bahn-Abteil sitzen und zuschauen wie jemand belästigt wird. Wir stehen nicht auf, wir fühlen uns nicht angesprochen. Wir fühlen uns unbehaglich, wir wissen, wir sollten eventuell etwas tun, aber mein Nachbar von der anderen Seite könnte ja auch aufstehen und was tun. Und wozu überhaupt?  

Ich finde das einen sehr interessanten Gedanken, denn früher oder später wird etwas getan werden müssen. Und die Frage ist wie werden wir diese psychologischen Blockaden überwinden? Wie bringt man Menschen zusammen, so dass sie zusammen für eine Sache kämpfen? Wir brauchen eine soziale Bewegung, wir benötigen sozialen Druck. Selten, ganz selten, gelingt es uns, etwas Großes zu bewegen. Ganz selten gibt es Menschen, die diese Bewegung entfachen und erhalten können. Menschen wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Sie inspirieren, wecken Emotionen und reißen mit. Dem Klimawandel ist nicht allein durch Aufklärung und Wissen zu begegnen, die globale Erwärmung muss emotional begriffen werden.

Geschrieben von Inomum10:44 PM | in:
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Tuesday, May 8, 2007
Moni trifft...
Da niemand mehr wach ist, den ich anrufen kann, muss ich das jetzt hier auf meine Seite schreiben. Ich habe gerade den Fernseher angemacht und gesehen, dass der Dalai Lama gestern in der Nachbarstadt angekommen. Er hält morgen früh eine Rede, ich bin dabei!


Geschrieben von Inomum10:56 AM | in:
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Sunday, April 8, 2007
Happy Easter!!
Fröhliche Ostern!

Auch hier in Amherst feiern wir Ostern, obwohl es bei weitem nicht so groß zelebriert wird wie bei uns in Duderstadt. Zwar kennt man hier Karfreitag und Ostersonntag, auch gehen einige zur Kirche, jedoch das traditionelle Eierbemalen, Verstecken und das wunderbare Osterfrühstück sind hier weitgehend unbekannt.
Aus diesem Grund beschlossen Markus und ich, ein großes Osterbrunch zu organisieren. Mit sämtlichen Eier-Wettbewerben, von Eierbemalen, Eierlauf, Eierverstecken etc. Natürlich durfte - das gehört in den USA zur Pflicht - das große Buffett nicht fehlen.
Das Osterbrunch war ein voller Erfolg, schon unsere Einladung an unsere Gäste fand großen Zuspruch:

Come to our Easterbrunch!

ostern

Weitere Bilder:

das Buffett, die Eierbemal-Jury und Jamie, der seinen Eierlaufpokal stolz präsentiert:


foto   ostern
ostern   ostern
ostern   ostern
     

Der Eierlauf:

Jamie hat am Ende gewonnen.

Danach ging es darum möglichst viele versteckte Süßigkeiten zu finden. Unsere "Hausmutter" Dana hat dabei mit 8 Schokoladenteilchen das  Rennen gemacht.

Das schönste bemalte Ei ging an Prof. B., die mit ihrem grün-braun gepunkteten Ei, die ganze Konkurrenz ausstach.

Trotz des schönen Osterfestes ist hier in Amherst der Frühling noch lange nicht eingekehrt. Vor zwei Tagen hat es schon wieder geschneit... 
Geschrieben von Inomum10:51 AM | in:
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Sunday, April 8, 2007
Global Warming & Deutschland

Wir sollten alle etwas gegen die Globale Erderwärmung tun. Die Amerikaner denken immer, wir Deutschen seien in Sachen Umweltschutz Musterschüler. Sie denken, wir hätten alles im Griff. Immerhin kompostieren wir ja, wir machen unseren Joghurt selbst, fahren Bahn, drehen die Klimaanlage noch nicht ganz so weit auf, tragen Frösche über die Straße und beschweren uns über den vielen Müll, den ein McDonaldsbesuch verursacht. Kurz um - Deutschland ist ein "grünes" Land.

Ja, ich selbst habe lange Zeit geglaubt, uns könnte man von allen Ländern in Europa, nichts ankreiden, immerhin haben wir es als einziges Land in unsere CO2-Emissionen um 20% zu senken.

Aber all das ist falsch. Deutschland ist und war es immer der größte Klimasünder in Europa. Wir produzieren das meiste CO2 von allen anderen EU-Staaten. Pro Kopf verursacht ein Portugiese 6 Tonnen, ein Franzose circa 7 Tonnen CO2, ein Brite 9 Tonnen und einer Deutscher 10 Tonnen CO2. Deutschland sieht in Wirklichkeit nur auf dem Papier so gut aus. Die CO2-Emissionen konnten wir seit 1990 nur so weit reduzieren, weil die Wirtschaft in Ostdeutschland zusammenbrach, in Wirklichkeit hat die BRD ihre Emissionen kein bißchen reduziert, sondern klimatechnisch von der Wiedervereinigung profitiert.


Wir müssen uns der Wahrheit stellen: wir sind die größte Wirtschaftsmacht in Europa - auch wenn es sich für uns oftmals nicht so anfühlt - und wir tragen damit eine genauso große Verantwortung wie die USA.

"Die Klimaschutzziele der Europäischen Union können nur dann durchgesetzt werden, wenn mit Deutschland auch die größte Volkswirtschaft Europas mitzieht." So der EU-Umweltkommissar Stavros Dimas zur der "Welt am Sonntag“ und er hat absolut Recht.

 

 

Ich finde, wir müssen jetzt langsam der Tatsache ins Auge blicken und einsehen, dass unser Wohlstand und unsere Bequemlichkeit in ein paar Jahren vielen Menschen das Leben kosten wird. Die globale Erwärmung bedeutet nicht nur, dass es bei uns ins Deutschland längere Sommer geben wird und vielleicht hier und da mal eine große Hitzewelle mit ein paar Todesopfern, sondern dieses Phänomen wird weltweite Konsequenzen haben – es wird mehr Stürme geben, mehr Dürren, Überschwemmungen, Krankheiten, Tierarten werden aussterben, Menschen werden verhungern, in großen Überschwemmungen ihre Häuser und Habseligkeiten verlieren, es wird Kriege um fruchtbares Land um Trinkwasser geben.

 

 

All das sind leider keine Übertreibung, sondern wissenschaftliche Prognosen sämtlicher Wissenschaftler, die sich mit der globalen Erwärmung beschäftigt haben.

Hier ist der offzielle UNO-Bericht. Bitte einmal anschauen!

Moni

 

Geschrieben von Inomum03:31 AM | in:
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Sunday, April 8, 2007
Schlittenfahren, Teil 2


Und so war es dann auch. Zu dritt sind wir bei Schneegestöber den riesigen Berg runtergeschlittert. Zugeben, es war ziemlich kalt, und vor lauter Schnee konnten wir zum Teil nicht wirklich sehen, wohin wir schlitterten. Aber es war großartig. Nach reichlichem Schlittenfahren haben wir eine ausgiebige Schneeballschlacht gemacht. Uns war danach so kalt, dass wir kaum noch laufen konnten. Es war großartig!

Hier ein Video:


Geschrieben von Inomum02:58 AM | in:
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Saturday, March 17, 2007
Schlittenfahren!!
Antonina, Markus, Susi und ich werden uns gleich auf den Weg begeben, um illegal am Memorial Hill Schlitten zu fahren. Ich habe zwei Tabletts aus der Cafeteria gestohlen, auf denen wir dann den 100 Meter langen und riesigen Berg runterdüsen werden.



Amherst wurde nämlich absolut eingeschneit! Seit Stunden schneit es, alles steht still. Es ist wunderbar!

Wir hoffen, dass uns die Campus Police nicht erwischt, sonst gibt es eine saftige Strafe. Naja, vielleicht komme ich so noch zu meinem Gefängiserlebnis. Seit Wochen lauere ich darauf in Kontakt mit den Polizisten zu kommen, die mich dann mal in eine Zelle einschließen!

Geschrieben von Inomum01:01 AM | in:
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Monday, February 26, 2007
Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin
Sissi



Unsere Filmreihe hat begonnen. Zuerst zeigten wir den neuen Sophie Scholl Film. Vor ein paar Tagen dann Sissi, und nächste Woche wird dann sogar noch der Rest der Triologie vorgeführt.

Ich muss sagen, ich habe den Film vollkommen unterschätzt. Romy Schneider und Heinz Böhm sind ganz entzückend, und kulturell gesehen, können unsere Studenten unheimlich viel lernen.

Neuerdings grüßen sie sich alle mit "Servus" und verabschieden sich mit "Bussi". Das finde ich ganz putzig. So kam meine Professorin auf mich zu und gab mir den Auftrag, die nächste Stunde auch diesen Film zu behandeln. Erst war ich ganz verzweifelt. 50 Minuten über Sissi diskutieren?

Hmm...

Dann kam mir der rettende Gedanke - wie wäre es mit einem Rollenspiel?

Die königliche Familie in Familientherapie! Und so kam es dann auch.

So saßen Sissi und die böse Stiefmutter Kaiserin Sophie sich gegenüber. Sissis Vater und ihr Mann Kaiser Franz waren auch dabei. Alle natürlich dargestellt von meinen Studenten. In der Mitte der Therapeut und die hoffnungslose Aufgabe hatte zwischen meinen Figuren zu schlichten. Holla, fauchten sich meine Studenten daraufhin an!

"Sie ist dumm!" hisste Kaiserin Sophie.
"Sie ist alt und trocken!" konterte Sissi.
"Sie darf nicht raus aus dem Palast. Sie kann sie die Natur auch von drinnen anschauen. Und außerdem hat sie mir noch gar keine Kinder geboren!" schaltete sich der junge Kaiser Franz ein.
"Ach, ich hab genug Kinder. Ich gebe Dir noch welche..." meinte dazu Sissis Vater.
Alles Schlichten meines eingesetzten Therapeuten half nichts.
"Jetzt sagen sie doch mal was Liebes, Kaiserin Sophie." sprach der Therapeut.
"Naja, sie ist ganz hübsch..." konnte die Kaiserin gerade noch über die Lippen bringen.
"Ja, ich bin viel hübscher als du!!" schrie Sissi daraufhin. Alles eskalierte...und meine kleinen Konversationsstunde war beendet.
Geschrieben von Inomum08:35 AM | in:
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Sunday, February 25, 2007
Paul ist da!
Paulchen ist da!!!
Geschrieben von Inomum05:19 AM | in:
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Sunday, December 10, 2006
Nikolaus
  Da hat uns doch Frau Schütz gebeten, im Deutsch 1 Kurs als Nikolaus und Gehilfe aufzutreten.

Markus und ich verkleideten uns daraufhin, bekamen einen Sack voller Geschenke in die Hand, eine Rute und ein goldenes Buch, woraus Markus Deutschübungen vorlesen sollte.
Ich musste eigentlich gar nichts tun, nur  daneben stehen und die kleinen Geschenke verteilen, wenn die

Studenten ihre Aufgabe ('John, konjugiere bitte das Verb -laufen-.'/ 'Mary zähle alle Dativpräpositionen auf.')  richtig lösten.

Markus und ich kamen also in die Klasse und nachdem er laut "Ho Ho Ho" gerufen hatte, zeigte er auf mich.

Ich sollte mich vorstellen, war aber in dem Moment - warum auch immer - so perplex, dass ich vergaß, wen ich eigentlich darstellte.
"Ich bin der Nikolaus! Und das ist..." dabei zeigte Markus auf mich - alle starrten mich an...ja, wer war ich noch mal...ich hatte es vergessen, und konnte mich nur noch an den Namen Knut erinnern.

"Ich bin Knut Rechtrub!" sagte ich also endlich, laut und deutlich. Frau Schütz guckte mich verdutzt an, Markus kniff die Augen zusammen und drehte sich fragend zu mir.

"Wer bist Du?" fragte er nochmals. "Ich bin Knut Rechtrub." sagte ich noch einmal, dieses Mal bestimmter.

Peinliche Stille.

"Ich habe euch Geschenke mitgebracht, ward ihr denn auch alle gute Studenten?" fuhr Markus verwirrt fort.

Auch Frau Schütz sagte nichts.

Falls ihr demnächst also amerikanischen Studenten begegnet, die darauf bestehen, dass am 6. Dezember Nikolaus und Knut zusammen Kindern Geschenke bringen...bitte einfach so tun, als sei das so richtig....
Geschrieben von Inomum06:24 AM | in:
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