Ein Volk voller Ängste und Ressentimens

Historie eines Volkes oder unser einig Mulattenland!

14:11, 13.02.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link
Es war einmal in uriger Urzeit, als die minus-zwölf-bit-Computer noch so gigantisch waren, daß sie wohlweislich lieber erst gar nicht erfunden wurden, ein Sammelsurium wilder Germanenstämme. Diese wilden Horden durchmischten sich um 2000 vor Christus mit der hierzulande ansässigen nichtindogermanischen Urbevölkerung. Zu der wilden Völkerehe gesellten sich die Kelten hinzu.

Schließlich überfielen die Römer — Veni, Vidi, Vici — diesen flotten Dreier. Bald hatten sie das ganze linksrheinische Gebiet und später den Südwesten Deutschlands erobert, bis Arminius den Antikimperialisten asterixgleich Einhalt gebot. Von den in Nieder- und Obergermanien stationierten römischen Legionären waren nur wenige hohe Verwaltungsbeamte und Offiziere Römer, die Majorität bestand aus allen von Rom unterworfenen Völkern, hauptsächlich Afrikanern, Spaniern, Syriern und Illyriern.

Dieses exotische Völkergemisch siedelte sich nach beendeter Dienstzeit im Schmelztiegel Germanien an und vermischte sich im Laufe der Spätantike mit der römisch-keltischen Bevölkerung zu einer einheitlichen ethnischen Suppe.

Diese Suppe wurde dann von Kimbern, Teutonen, Slawen, Alemannen, Burgundern, Langobarden, Markomannen, Sweben, Wandalen und Normannen gewürzt. Später versuchten die wilden Hunnen aus dem Osten mehrmals vergeblich, auch etwas von diesem scharfen Süppchen abzubekommen. Es ist zu vermuten, daß diese fernöstlichen Krieger in bezug auf die ansässigen Mädels auch gerade keine Suppenkasper waren.

Im frühen Mittelalter fanden viele Kreuzritter ein "Haar-em" in der osmanischen Suppe. "Andere Länder, andere Suppen", sagten sich die Ritter und eroberten viele morgenländische Schönheiten. So wurden von den Kreuzzügen nicht nur Kreuzkümmel, sondern auch viele Rosinas des Arabischen und Osmanischen Reiches für die heimische Fünf-Minuten-Terrine erbeutet.

Dann wüteten die verheerenden Pestepidemien. Viele Suppendeutsche gaben ihren Löffel ab. Die Bevölkerung Deutschlands wurde jedenfalls stark dezimiert. So würzten exotische Beilagen wie Spanier, Böhmen, Schweden, Ungarn, Tschechen, Slowaken, Flamen, Wallonen, Polen, Italiener, Lombarden, Dänen, Schotten und Iren die nun suppenarmen Landstriche Deutschlands. Auch sie verschmolzen nahtlos mit der ansässigen Bevölkerung. Es sind in den drei Jahrhunderten nach 1655 weit mehr Personen aus diesen Ländern nach Deutschland eingeströmt, als es damals hierzulande gab.

Im wilhelminischen Zeitalter war insbesondere der Anteil der eingewanderten Polen 1914 im Ruhrgebiet extrem hoch (in Herne, Oberhausen und Wanne-Eikel über 50 Prozent, in Hamborn über 80 Prozent!). Hier unerwähnt bleiben die Juden als auch die Roma und Sinti, die fast im gesamten Lauf der Geschichte Ehen mit Deutschen eingingen.

Ergo — die Deutschen sind die wohl größten Bastarde! Ein gut durchmischtes Cocktail aus so fast jedem Völkchen zwischen Morgen- und Abendland! Rein statistisch gesehen, geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null, daß auch nur ein einziger reinrassiger Arier sich auf deutschem Boden tummelt! Es ist sogar stochastisch so gut wie sicher, daß auch durch Ihre Adern, meine verehrten LeserInnen, jüdisches Zigeunerblut mit negroider Färbung pulsiert. Diese frappante Tatsache gilt auch dann, wenn Sie groß, blond und blauäugig sein sollten. (Kleine Auffrischung der Oberstufenmathematik: Rechnen Sie’s mal als kleine Knobelaufgabe aus.)

Ein Deutsches Volk existiert daher gar nicht, es gibt nur ein Deutschland als soziopolitgeographisches Subjekt. Ironie des historischen Schicksals, daß gerade unsere deutsche MulattInnenrepublik einer Nationalideologie der Reinheit des deutschen Blutes verfiel. Deutschland war bis zum Ersten Weltkrieg ein Einwanderungsland. Es stünde uns gut an, diese kosmopolitische Tradition zu erhalten. Viele Deutsche haben Angst, ihre genetisch-völkische Identität zu verlieren. Dabei wird übersehen, daß ein deutsches Volk im genetischen Sinne gar nicht existiert.

Da könnte uns passende "Pösie" von unserem guten alten Goethe einfallen. Sie erweckt den Anschein, als hätte er Wiedervereinigung und Neofaschismus schon 1814 vorhergesehen. Zuzutrauen wär’s ihm ja — jedenfalls könnte es nicht aktueller sein:


Verfluchtes Volk! Kaum bist Du frei,

So brichst du dich in dir selbst entzwei.

War nicht der Not, des Glücks genug?

Deutsch oder Teutsch, du wirst nicht klug.

J. W. v. Goethe

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