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Tag 16: Subway life part 3

11:27, 16.10.2009

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Heute ist wieder was in der U-Bahn passiert. Ich war auf dem Weg zu Kira, meiner Laufpartnerin. Als ich zur Station Margaretengürtel (meine Einstiegsstation) kam, wurde per Lautsprecher verlautbart: Die U4 hat ein technisches Problem und fährt deswegen unregelmäßig. 

Unregelmäßig hieß in diesem Fall zuerst einmal gar nicht. Auf Nachfrage erfuhr ich bei einem anderne Wartenden, dass die letzte Garnitur vor 13 Minuten gekommen war. Dies ist auf einer Strecke, die im Normalfall zu dieser Tageszeit alle 5 Minuten einen Zug fährt, eine ziemlich lange Wartezeit. Ich überlegte schon, ob ich nicht mit dem Bus schneller dran wäre, da fuhr die nächste Bahn ein. 

Rasch schätzte ich meinen Standort auf dem Bahnsteig ab und brachte mich dann durch zwei schnelle Schritte seitwärts in eine strategisch günstigere Position (also in eine Position, welche sich leicht seitlich der voraussichtlichen Stop-Position einer der Türen der U-Bahn befand). Die Bahn war "gesteckt voll". Das soll heißen: Als die Türen sich öffneten, fielen 3 Passagiere auf den Bahnsteig heraus. Ich hatte Glück: Bei meiner Tür wollten ganze 8 Leute wirklich aussteigen (was bedeutete, dass etwa 25 Menschen zuerst aus- und dann wieder einstiegen). Dadurch wurde auch "Platz" für mich. Als ich einstieg, war es noch relativ bequem. Ich meine, wir standen dicht an dicht, aber man konnte stehen, ohne jemanden zu berühren. Leider spornte mein Erfolg die Masse der strategisch weniger weitsichtigen Wartenden an und sie drängten jetzt ebenfalls herein. Das bewirkte, dass mein Hintermann von seinem Hintermann auf mich drauf gestoßen wurde. Ich versuchte, dies durch einen Viertelschritt nach vorne zu kompensieren und dies gelang auch. 
Leider wurde icfh in diesem Moment von links von einem 2-Meter-Wrestler angebodychecked und musste eine Achteldrehung nach Rechts machen, um nicht zu stolpern. Dadurch kan ich in etwa 20 cm Entfernung von einer blonden Endzwanzigerin zu stehen. In diesem Moment fuhr die Bahn ab, den letzten Passagieren wurden beinahe die Nasen abgezwickt und jeder versuchte, sich irgendwo festzuhalten. 
Es gab natürlich bei weitem nicht genügend Bügel und so hielten sich dann doch nur ein paar fest. Mir selbst kamen meine trainierten Balance-Fähigkeiten (siehe Subway life part 2) zugute. 
Leider konnte ich jetzt dank rund um mich nach oben gestreckter Arme so ziemlich gar nichts mehr bewegen (mein Kopf schaffte eine Vierteldrechung nach Rechts). Nun folgten 4 Minuten Indianerblicks mit der Blondine, welchen sie aber beim Karlsplatz plötzlich aufgab, um die U-Bahn zu verlassen. 

War sie einfach zu feige für den Indianerblick, oder musste sie wirklich aussteigen... wir werden es wohl nie erfahren.


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