31.10.2010

Anlässlich des Herbstes und viel positiver Presse des dt. Feuilleton, hier nun ein Hinweis auf aktuelle Ausstellungen, die es zu besichtigen gilt, bzw. deren Besichtigung sich tatsächlich lohnt:

Im Oktober hatte die Lichtenstein-Austellung im Museum Ludwig Köln oberste Priorität. Davor: Neo Rauch im MdbK Leipzig und der Pinakothek der Moderne München. "Poplife" in Hamburg (August) habe ich leider verpasst. Nun muss ich mich mit den Eindrücken aus Pittsburgh von 2004 zufrieden geben.  Da der September sehr turbulent war, habe ich es auch nicht geschafft,  Ad Reinhardts "Letzte Bilder" (Ruhrgebiet) zu sehen und hoffe, das im November nachholen zu können. Außerdem sind in der Ausstellungshalle Dt. Guggenheim (Berlin) bis Anfang Januar die "Color Field Paintings" der US-amerikanischen Nachkriegsschule zu sehen. Am Allermeisten jedoch freue ich mich auf  "Female Pop Art" (z.Zt. in der Kunsthalle Wien), die 2011 in Hamburg gezeigt werden wird. Darunter Kunst von Evelyn Axell und Kiki Kogelnik.

Natürlich gibt es auch Ausstellungen in anderen Museen, deren Besuch in Erwägung gezogen werden sollte:

Tutanachmun zum Beispiel. Bis vor kurzem noch in Hamburg, nun  zeitgleich in Köln (EXPO XXI), Madrid und Manchester. Bisher wurde mir ein Besuch hier wärmstens empfohlen und die Schilderungen meiner Bekannten, haben mich tatsächlich neugierig gemacht. Noch bis 20. März 2011 ist Zeit, Tutanchamun, zumindest in Köln, zu sehen.

Im Ethnologischen Museum in Dahlem sind zur Zeit Exponante des haiitianischen Voodoo-Kults zu betrachten. Die Wanderausstellung namens "Vodou" (zuvor in Genf) ist ab demnächst auch in Hamburg verortet. Wichtig hierbei: das Potenzial der lebensgroßen Figuren ist nicht zu unterschätzen. Eine Berliner Museumsführerin weigerte sich nach einiger Zeit sogar, weitere Touren anzubieten, da sich (trotz vorheriger "Entzauberung der Exponante") nicht logisch nachvollziehbare Geschehnisse nach den offiziellen Öffnungszeiten ereignet haben sollen. Wer sich jetzt an die "Blechtrommel" erinnert fühlt, dem sei ein Besuch empfohlen. Außerdem allen, die am Brauchtum Halloweens interessiert sind,

Auch im Kino gibt es interessante Neuheiten:

"Chandani und ihr Elefant" ein (auch für Kinder geeigneter) Dokumentarfilm zum Beruf des Mahout (Elefantenführers), den ein sri-lankisches Mädchen erlernen möchte. Die deutsche Synchronisation liebevoll inszenierten Filmes wurde allerdings aufs Ärgste verissen. Sofern möglich, also im Orginal ansehen.

Auch neu: (und lang erwartet) "Guru" - die Geschichte des Bhagwan (auch bekannt als OSHO), erzählt von zwei ehemaligen Anhängern und Gefährten des indischen Kult-Oberhaupts. Als Doku in englischer Sprache mit dt. Untertiteln ist die Geschichte der Sannyasins noch bis Mitte/Ende kommender Woche (1.-7.11.2010)  zu sehen. Zuvor lohnt sich sicher eine Recherche zu Sheela Birnstiel, um sich ein objektives Bild ihrer Aussagen im Film zu machen.

Wenn jemand Interesse hat, eine Ausstellung oder einen Film gemeinsam zu sehen, meldet euch. Vielleicht lässt es sich ja auch mit einem Couchsurfing- oder Twittertreffen verbinden.

In diesem Sinne, auf einen kunstvollen Herbst; Natalie

 

 

 

Geschrieben von Natalie um 12:40
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