Liebe Freunde, Bekannte, Spender und alle anderen die auf meine Seite stoßen!
15:06, 20.11.2007
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Ich habe hier sehr lange nichts mehr hinterlassen, es tut mir leid, aber die Zeit rast und ich hatte viel um die Ohren. Nicht zu guter letzt habe ich einen langen Bericht über meine Arbeit und mein Leben hier geschrieben. Dieser wird auch bald hier online zu finden sein. Mir geht es sehr gut hier in der Ferne. Ich habe nun das Gefühl angekommen zu sein und habe mich sehr gut eingelebt. Die Arbeit im Centro comunitario Santa Inés hat sich super entwickelt, ich habe mich gut integriert und ich fühle mich einfach sehr wohl dort. (Mehr dazu im Bericht der bald kommen wird) Mit dem Spanisch läuft es auch gut. Einige Wörter klar muss man mir noch erklären, aber meistens geht das schon alles sehr gut ohne Wörterbuch. Ich habe mich langsam in die Sprache meiner Barriokinder reingehört und verstehe auch sie, meistens;) Das Sprechen ist so ne Sache, es klappt, aber oftmals wird über meine Betonung, Aussprache gelacht. Besonders mein r finden sie sehr amüsant;) naja, aber das passt schon alles, ich lach einfach mit und supiJ lachen bringt Menschen zusammen und das wirkt sich alles super auf unser Verhältnis aus.
Ich möchte euch von heute erzählen. Ich bin mit meiner Betreuerin Chaque unterwegs gewesen. Auf unserer Hauptstrasse war eine Demo. Die Menschen versperrten die Strasse. Sie demonstrierten gegen den „Plan social“.Sie haben dieses Geld beantragt, es aber nicht bekommen. So ganz habe ich das nicht verstanden. Es waren mehrere Kreuzungen gesperrt. Ich erschrak als ich die Jugendlichen sah. Einige hatten sich mit Shirts vermummt. Nur noch Ihre Augen waren zu sehen. In einer Hand hielten sie eine Eisenstange oder einen Holzknüppel bereit. So standen sie in einer Reihe um die Autos aufzuhalten. Für mich war diese Situation so unglaubwürdig. Es zeigte mir noch mal sehr deutlich, was für eine andere Welt es hier ist. Diese Gewaltbereitschaft in welcher sie dort waren erschreckte mich sehr. Es stand nur jeweils ein Polizist an den beiden enden der Straßensperren um ein wenig den Verkehr zu regeln. Für mich eine Situation in welcher mir wieder sehr klar wurde, dass es hier einfach anders abläuft. Dies war wieder ein Moment in welchem ich dachte, hier geschehen Dinge, die es in Deutschland so einfach nicht gibt. Ein Wochenende in den letzten Wochen war ich auf einem Fussballspiel von dem Verein von Florencio Varela. Dort herrschte eine super Stimmung, die Tribüne wackelte, ich dachte gleich stürzt alles zusammen. Ein sehr gelungener Abend. (Mehr dazu im bald folgenden Bericht). Das letzte Wochenende waren Carina und ich in Capital. Wir waren von der deutschen Botschaft zum Sommerfest eingeladen. Im end Effekt war es dann ein Oktoberfest. Es gab Sauerkraut, Kartoffelsalat und Weischwurst, dazu Bier und die schöne blau weiße Garnitur. Es liefen Menschen im Dirndl und in Lederhosen rum. Es wurde Marschmusik gespielt und die Krönung war ein Konzert von Mia. Ein tanzendes Herz mitten in Buenos Aires. Total verrückt. Es war ein schönes NachmittagJIch war erstaunt wie viele deutsch sprechende Menschen sich hier aufhalten und es war sehr schön mal wieder die schöne deutsche Sprache um sich zu hörenJ Abends sind wir dann mit anderen Volontären unterwegs gewesen. Wie hier üblich gingen wir um 2 Uhr los. Wir waren in einer Disco wo es für gute 5 € Frei trinken gab. Es war schön mal wieder richtig tanzen zu gehen. Aber was ich euch mal von den Männern hier erzählen möchte, unglaublich. Hier wird nicht geflirtet, hier wird direkt angefasst. Wenn man als Frau durch die Menge geht, wird man von allen Seiten angegrabscht und herangezogen. Einfach nur dreist. Naja, man muss denen klar machen, dass man nicht auf 30jährige, dicke Männer steht und sie ignorieren oder wegstoßen. Als wir um 8 Uhr aus dem Club kamen war es natürlich schon hell. Wir schliefen bei Freunden schön aus und fuhren am nächsten Abend wieder nach Hause.
Nun bin ich schon über zwei Monate hier, die Zeit rast, die Wochen vergehen und bald bekomme ich schon Besuch vom Dixi. Unglaublich dass es schon so weit ist. Da freue ich mich schon sehr drauf. Wir werden zusammen mit Carina in den Nord-Osten nach Misiones reisen uns die berühmten Wasserfälle von Iguazu anschauen und dann in Rio de Janero an der Copa Cabana, mit einem riesigem Feuerwerk welches aus dem Meer aufsteigt, das neue Jahr ein klingen lassen. Danach würden Carina und ich noch sehr gerne den Nord- Westen erkundschaften, aber das steht noch nicht ganz fest, ist aber gerade alles in Planung. So, ich habe es nun auch endlich mal geschafft meine Kamera mit auf die Arbeit zu nehmen. Ich hoffe ihr könnt euch dann einen noch besseren Eindruck machen was ich tue und wo ich mich herumtreibe. Übrigens, nicht dass ihr denkt ich habe hier schöne Sonne, nix da, es ist eisig kalt und das auch in unserer Wohnung. Das ist nicht normal für den Frühling hier in Argentinien, doch genau wie in auch in Deutschland spielt das Wetter hier ein wenig verrückt. Was ich noch loswerden möchte, ich freue mich immer sehr über Gästebucheinträge und Kommentare und auch über andere Nachrichten mache ich Luftsprünge vor Freude. Also, nicht schüchtern und schreibt mir! Ganz liebe Grüße aus Argentinien Eure VanessaKommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 8 von 14 } { Nächste Seite } |
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