Hallo meine Lieben weit in der Ferne, in Deutschland oder sonst wo in der Welt verteilt!

02:24, 24.02.2008 .. 0 Kommentare .. Link
Ich hoffe, Ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit, schöne Feiertage, einen guten Rutsch und einen gutem Start im neuen Jahr.
Ich möchte mich nun erst einmal dafür entschuldigen, dass es nun so lange nichts neues mehr zu lesen gab hier auf meiner Seite. Aber entweder streikte die Technik und ich konnte mich nicht einloggen oder ich war unterwegs oder natürlich viel beschäftigt.

Nun möchte ich euch über meine wunderschöne Urlaubszeit berichten.
An fing sie für mich als ich den lang ersehnten Besuch, Dixi, am 14.12 2007 vom Flughafen abholte. Es war sehr schön ein vertrautes Gesicht von zu Hause hier in meiner zweiten Heimat zu empfangen. Die erste Woche blieben wir hier in Buenos Aires um die Stadt zu besichtigen, ihm unsere Projekte zu zeigen und zu guter Letzt noch um zu arbeiten. Da es aber die letzte Woche vor den Sommerferien war gab es viele Ausflüge und Verabschiedungsfeiern.
Die Umgebung in der wir hier leben und das Leben was wir uns hier aufgebaut haben mit jemanden zu teilen, bzw. zu zeigen war eine sehr schöne Sache. Somit ist es viel einfacher mit ihm über die Dinge hier zu sprechen. Das fängt schon bei kleinen Dingen an, z.B.: dass er die Wohnung kennt, dass er weiß wie der Blick aus dem Fenster ist….. aber auch, dass er die Menschen kennen gelernt hat mit denen wir hier zusammen sind. Es war eine sehr schöne Erfahrung mit ihm eine kurze Zeit diese Dinge teilen zu können.



Am 22.12.2007 ging es dann richtig los. Morgens stiegen wir am Retiro in den Bus nach Rosario. Dort verbrachten wir einen Tag und schauten uns die Innenstadt an. Dort gab es viele schöne alte Gebäude und es war einfach schön eine fremde Stadt zu erkunden. Abends in unserem Hostel gab es dann auch direkt eine große Party wegen des Jahresabschlusses. Es gab schöne Musik und ich habe direkt einige Leute kennen gelernt.
Am nächsten Abend ging es dann auf zur nächsten Station nach Cordoba. Dies ist die zweitgrößte Stadt Argentiniens. Es ist eine Studentenstadt mit einer herrlichen Innenstadt mit vielen alten Gebäuden, kleinen Gassen und schönen Parks. Dort haben wir dann am 24.12 einen kompletten Sightseeing Tag eingelegt. Haben uns alle Sehenswürdigkeiten angeschaut und haben uns in einem kleinen süßen Cafe ein Bierchen gegönnt. Den Heiligabend verbrachten wir dann nach einem kleinen Schläfchen im Hostel. Um 10Uhr gab es ein riesiges und sehr leckeres Asado (Grill): wir aßen alle sehr lecker zusammen. Mit Menschen aus aller Welt diesen Abend zu verbringen war mal eine ganz andere Erfahrung und auch die Art, hier Weihnachten zu feiern war einfach so anders. Erst aßen wir alle zusammen und dann um Mitternacht gab es ein großes Feuerwerk, es wurde angestoßen und sich ein frohes Fest gewünscht. Auch wurde den ganzen Abend Lampionähnliche Lufthütte in den Himmel gelassen. Es war sehr schön diese leuchtenden Lufttütten in den schwarzen Himmel verschwinden zu sehen. Mal ein ganz anderes Weihnachten, jedoch war es eine sehr schöne Erfahrung. Ich hab mir das Weihnachten in Deutschland natürlich nicht ganz entgehen lassen. Um 16 Uhr unserer Zeit waren wir gerade bei 39 grad in der Stadt unterwegs und dort habe ich meine Familie angerufen um wenigstens für einen kurzen Moment bei ihnen zu sein.

Am nächsten Mittag mussten wir leider schon wieder los. Fuhren dann ca.20 Stunden mit dem Bus bis wir dann in einer ganz anderen Gegend angekommen waren. Unser Reiseziel hieß Iguazu was ganz im Nord-Osten Argentiniens liegt. Eine Dschungellandschaft mit roter Erde. Dort in dem Dreiländereck sind die weltberühmten Wasserfälle welche wir besichtigten. Einen Tag verbrachten wir auf der brasilianischen Seite und einen auf der argentinischen Seite. Ein so beeindruckendes Naturschauspiel habe ich noch nie in meinem Leben sehen dürfen. Die Maßen an Wasser die sich so viele Meter in die tiefe Stürzen, darum ein Naturpark mit vielen exotischen Tieren und Insekten, einfach sehr beeindruckend.



Mir persönlich hat die argentinische Seite besser gefallen weil man dort richtig durch angelegte Wege durch den Dschungel gelaufen ist. Dort liefen Nasenbären sowie riesige Exen und allerhand Insekten rum. Auch flogen dort sehr große bunte Schmetterlinge herum, bunte Vögel und wir sahen sogar ein Krokodil und viele Schildkröten. Es war so schön überall gab es kleine Wasserfälle, auf so einer Insel nahe eines Wasserfalles konnte man sogar schwimmen gehen, herrlich. Ich habe mich an diesem Tag gefühlt als währe ich im Paradies. Es ist sehr schwierig dieses Gefühl zu beschreiben, aber ich hoffe es kommt ein wenig über die Fotos rüber. In diesem Park feierten wir dann auch den Geburtstag von Dixi, ich mein was will man mehr als seinen Geburtstag an so einem wundervollen Ort zu verbringen.



Doch auch unsere Zeit dort ging leider viel zu schnell zu Ende.
Von da aus ging dann eine Höllentour los. Wir fuhren mit einem Bus welcher eher schlecht als recht war nach Rio de Janeiro. Wir verbrachten 28 Stunden in diesem Bus, standen irgendwann mitten in der Nacht im Nichts mit Motorschaden und mussten zwei Stunden warten bis dann ein neuer Bus kam. Zwei weitere Buswechsel folgten. Ich sage euch eine solche Tour wünsche ich keinem. Der Bus war so unbequem, wir hatten weder Beinfreiheit noch konnte man den Sitz soweit zurückklappen um irgendwie schlafen zu können. Nach dieser Tour waren wir einfach nur fertig, aber anstatt dann, als wir ankamen, direkt ein Hostel zu haben, standen wir erstmal am Bahnhof und mussten uns ein Hostel suchen, was über die Silvestertage gar nicht so einfach war. Alle Hostels hatten nur Pakete über Silvester wo man mindestens fünf Tage bleiben musste. Wir wollten aber nur 3 Tage dort verbringen. Nach ewiger Suche und fast vollkommener Erschöpfung hatten wir dann endlich ein einigermaßen günstiges Hostel gefunden, was ziemlich zentral lag. Den restlichen Tag haben wir dann an der Copacabana verbracht.



Es ist einfach ein absoluter Traumstrand, weißer Sand, blaues Meer und Berge im Hintergrund zwischen welchen sich die Stadt entlang schlängelt. Am 30.12 haben wir dann einen richtigen Touritag eingelegt und haben uns alles angesehen was man gesehen haben muss wenn man in Rio ist. Wir waren auf dem Zuckerhut. Das ist der zweitgrößte Berg in Rio. Mit einer Gondel fuhren wir auf den ersten Berg hoch. Von da aus hatte man schon eine herrliche Aussicht über die Stadt das Meer und die Inseln. Doch dann, als wir ganz oben angekommen waren, ein Traum…….ein Blick über die ganze Stadt, den nationalen Flughafen mit einer nur 1,2km langen Startbahn, viele Strände und vor allem kann man von dort die Copacabana sehen. Wie Ameisen sahen die tausenden Menschen aus die Ihre Freizeit am Strand verbrachten. Von dort aus hatte man erstmal einen Überblick, wie viele Menschen an diesem Strand waren, unglaublich.

Nach diesem schönen Erlebnis und der schönen Sicht mussten wir natürlich auch noch auf den höchsten Berg von Rio auf welchem die Christusstatue steht. Diese kann man von fast jeder Stelle Rio´s sehen und sie wacht über die Stadt, sagt man. Auf dem Weg nach oben kamen uns schon die Menschenmassen entgegen. Wunderschön war es da oben und sehr beeindruckend diese 60m hohe Statue aus der nähe betrachten zu können und diesen Ausblick aus dieser Höhe zu haben. Jedoch war es kein wirklicher Genuss, da diese Plattform so überfüllt war, dass man schnell Fotos machen musste bevor man weggedrängelt wurde. Im Ganzen jedoch ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Den Abend ließen wir dann mit einer kleinen Abkühlung am Ipanema, der andere sehr bekannte Strand von Rio und mit einem noch besseren Ruf, ausklingen. Herrlich im Wasser zu stehen, wenn einen nicht gerade eine der riesigen Wellen umhaut, und den Feuerball von Sonne hinter den Bergen der Stadt untergehen zu sehen.
Am nächsten Tag konnten wir leider nicht mehr viel machen, da am letzten Tag dieses Jahres fast alles geschlossen hatte. Wir waren dann in einem „Naturpark“. Für mich war es kein richtiger Park, da es einfach nur eine Strasse war, welche durch den Wald, Dschungel führte. Auch wenn die Autos ein wenig nervten war es sehr schön in dieser Umgebung zu sein. Wir sahen riesige Schmetterlinge und bekamen sogar eine Affenbande mit Babyaffen zu Gesicht. Dort gab es zwischendurch Wasser was durch Rohre als Wasserfälle, bzw.: Duschenähnlich runterkam. Dort konnte ich mich dann zwischendurch immer schön abkühlen, was mir als Wasserratte natürlich sehr gut gefallen hat und sehr viel Spaß brachte.
Für den Weg zur Copacabana abends wollte das Hostel für uns ein U-Bahn Ticket besorgen womit wir dann zwischen 21-22 Uhr an den Strand kommen. Für die Silvesternacht ist es nämlich so geregelt, dass man ab 18 Uhr nur noch mit diesem speziellen Ticket mit der Bahn fahren darf. Naja, kurz bevor wir los wollten erfuhren wir dann, dass diese Tickets ausverkauft waren. Nun mussten wir zusehen wie wir zum Strand kamen. Letztendlich sind wir dann mit dem Taxi gefahren. Der Fahrer lies uns jedoch viel zu früh raus und somit mussten wir noch ein ganzes Stück laufen. Aber auch das war eine sehr schöne Erfahrung, wir mussten nämlich einfach der Menge folgen die alle Richtung Strand zogen. An jeder Ecke verkauften die Straßenhändler Bier und Blumen. Dort ist es nämlich ein Brauch Silvester Blumen ins Meer zu werfen und in weiß zu kommen. Somit hatten 90% der 2-3 Millionen Menschen welche an der Copacabana waren weiße Kleidung an. An diesem Abend wollten wir uns noch mit einem Freund, der sein Freies soziales Jahr außerhalb von Rio macht, treffen. Wir hatten uns an einem Hotel verabredet, da wir jedoch aufgrund unseres etwas längeren Weges viel zu spät waren, hätte ich niemals gedacht, dass wir ihn wirklich noch treffen werden. Wie es der Zufall jedoch wollte, haben wir ihn unter den Millionen von Menschen dann doch noch gefunden. Auch sehr schön einen Menschen den man lange nicht mehr gesehen hatte an einem ganz anderen Ort der Welt wieder zu treffen.

Nach einigen Bieren und einer ewig langen Schlange am Klo war es dann endlich soweit. Wir standen am Meer und sahen das Feuerwerk wie es über dem Meer hochging. Dixi und ich stürzten uns in die Wellen und genossen diesem Moment. Wunderschön, vor uns der Ozean mit den vielen bunten Lichtern der Silvesternacht und hinter und der Strand mit den tausenden Menschen und das in dieser wunderschönen Stadt Rio de Janeiro. Nach 20 min. ging auch dieses Feuerwerk zu ende. Wir tranken noch schön Kokosnüsse und tanzten ein wenig. Auch gab es eine Sambashow.



Gegen zwei Uhr wurde es dann alles ein wenig ruhiger. Die Musik wurde abgestellt und die Leute chillten am Strand. Einige Leute bauten sich ein Zelt auf, andere schliefen einfach so am Strand. Auch wir traten dann irgendwann den Heimweg an, da wir am nächsten morgen schon früh raus mussten um Dixi zum Flughafen zu begleiten. Die schöne Zeit meines kleinen Stückes Deutschland hier in der Ferne, Dixi, ging zu Ende. Leider viel zu schnell. Die Zeit mit Ihm war wunderschön und ich habe sie in vollen Zügen genossen mit dem krönenden Abschluss in Rio de Janeiro.
Die nächsten beiden Tage verbrachten Carina und ich noch mit dem Freund, Jan aus Rio. Wir fuhren an einen Ort ein wenig Außerhalb von Rio in ein Surferhostel. Dort nahmen wir eine Surfstunde und genossen den, im Gegensatz zur Copacabana, leeren Strand. An unserem Surftag fuhren wir mit einem alten Bulli mit den Bords auf dem Dach an einen abgelegeneren Strand. Dort verbrachten wir dann den Tag. Wunderbar, surfen ist echt was Tolles und für mich als totale Anfängerin war es ein echter Erfolg wenige male halbwegs auf dem Bord zu stehen.



Ein wunderbares Erlebnis und ich habe einmal am eigenem Leibe gemerkt wie toll surfen ist. Nun wollten Carina und ich in den Nord-Osten von Argentinien, nach Salta reisen. Doch dies war nicht so einfach. Nach 2 Tagen Fahrt, mehreren Stopps z.B.: in Sao Paulo wo wir uns den Zoo anschauten, Asuncion (Paraguay), Resistencia und Tucuman waren wir endlich in Salta angekommen. Nach langer Hostelsuche hatten wir dann eins gefunden, jedoch naja, sagen wir eher schlecht als recht. Deshalb wechselten wir dann am nächsten Tag zu einem viel schöneren und zentraler gelegenem Hostel. In Salta haben wir schnell Leute kennen gelernt die uns die Stadt zeigten und mit denen wir in kleine Bars gingen und somit viele schöne Insidertipps bekamen. Am ersten Abend waren wir in einer Bar mit einer Folklorevorführung. Wunderschön, die Tanzenden in Tracht der Gauchos. Später habe ich mich auch zu so einem Tanz überreden lassen, eine sehr schöne Erfahrung. Am nächsten Tag ging es dann früh morgens auf zu unserer ersten Exkursion. Wir fuhren die Strecke des bekannten „Tren de los nubes“. Wir fuhren in die Berge hoch, die Landschaft wurde immer kahler. Die Kaktuslandschaft fing an, riesige Kakteen zwischen der mittlerweile Steinlandschaft zwischen den rot, grün, braunen Bergen. Wunderschön.
Wir machten einen Zwischenstopp in einem kleinen Dorf mit gerade mal 50 Einwohnern. Auch besuchten wir Inkaruinen in den Bergen. Die Luft war sehr dünn und man musste sich langsam bewegen um nicht sofort aus der puste zu kommen. Wir fuhren durchs nichts und ich wunderte mich wie man dort wohnen konnte, abgeschlossen von der Außenwelt. Wir fuhren kilometerweit durch die Landschaft und dann stand da ein Häuschen in welchen Menschen wohnen. Für mich unvorstellbar dort zu Leben. Langsam hörten auch die Kakteen auf und wir kamen in eine Landschaft in welcher nur noch Sträucher bis zu 50cm hoch wuchsen.

Wir kamen an unserem ersten richtigem Ziel an, der Stadt San Antonio de los Cobres. Eine Stadt in welcher es keinen natürlichen Schatten gibt und in welcher die Sonne sehr stark ist, die Einwohner jedoch trotzdem mit Mütze und Wollpullover rumlaufen. Diese Stadt lebt von dem Tourismus und ist ganz darauf eingestellt. Jeden Tag kommen viele Touristenbusse dort hin und sobald man aus dem Wagen steigt wird man vollgequatscht von den Straßenhändlern. Darunter Kinder mit gerade einmal vier Jahren. Eine sehr arme Stadt auf ca. 2500m über dem Meeresspiegel.
Ich möchte euch von meiner Geschichte in dieser Stadt erzählen. Carina und ich saßen auf dem Platz vor der Kirche der Stadt um zu Picknicken, als ein 10 jähriges Mädchen ankam um uns etwas zu verkaufen. Wir schlugen ihr Angebot ab und kamen jedoch mit ihr ins Gespräch. Dieses Mädchen wohnt circa 1 ½ Stunden zu Fuß von dieser Stadt entfernt mit ihrer Familie auf einem kleinen Hof. Da sie zurzeit Ferien hat ist die jeden Tag in der Stadt um ihre selbst gemachten Steindinge zu verkaufen. Sie läuft jeden Tag drei Stunden um durchschnittlich 5 Pesos (~1€) am Tag zu verdienen. Um zur Schule zu kommen läuft sie von ihrem Haus aus auch 1 Stunde hin und eine zurück.
An ihren Schultagen werden nachmittags die Dinge hergestellt (Häuschen aus geschnitztem Stein etc.) welche sie verkauft. Am Wochenende geht es dann wieder auf in die Stadt um diese Dinge zu verkaufen. Dieses Leben eines zehnjährigen Kindes hat mich wieder sehr traurig gestimmt und gezeigt, dass es in armen Familien keine richtige Kindheit gibt. Sobald sie laufen können wird gearbeitet um die Familie über Wasser zu halten, da gibt es kein Spielen.
Dieses Mädchen hat auch noch nie die Berge verlassen. Um in die nächste zivilisierte Stadt zu kommen sind es viele Kilometer die man nicht mal eben zu Fuß hinter sich bringen kann. Es war sehr interessant eine solche Geschichte, als Beispiel für viele solche Geschichten die es gibt, von einem kleinen Mädchen persönlich zu hören. Wir kauften ihr nun doch einige Dinge ab und erinnern uns nun oft an dieses Erlebnis zurück. Es war insgesamt ein sehr komisches Gefühl in dieser Stadt zu sein. Ich kam mir vor wie ein Eindringling. Überall die Einwohner der Stadt und dann diese Touristen. Ich finde da gibt es zwei verschiedene Ansichten, einerseits ist es gut das die Touris kommen, weil die Menschen dort davon leben, aber andererseits haben die Touristen das kulturelle Leben dort durch ihr Eintreffen zerstört.

Nach 2 Stunden Fahrt über einen Schotterweg mit Sicht auf die Lamaähnlichen Tiere welche in der Steppe wohnen, kamen wir dann zu den Salinas. Das ist eine Salzwüste. Es ist so beeindruckend gewesen. Wir fuhren durch die Steppenlandschaft und dann fing auf einmal die weiße Fläche an. Soweit das Auge reicht weiß, wie Schnee, der Unterschied es war sehr heiß. Die Sonne ist an diesem Ort auch viel intensiver, da sie reflektiert wird. 15 Minuten auf dem Salz wirken wie zwei Stunden Sonne an einem anderen Ort.
Die Menschen die dort arbeiten müssen Schutzkleidung tragen, welche den ganzen Körper bedeckt, damit sie nicht verbrannt werden. Wir schauten uns diese Landschaft ein wenig an, es gab kleine Salzhügel und Salzbecken. Alles bestand dort aus Salz. Sie sind gerade dabei ein Haus aus Salzblöcken zu bauen. Es gab Figuren aus Salz und man konnte andere Dinge aus Salz kaufen. Ein unvergessliches Erlebnis mal ein solches Naturwunder aus der nähe betrachten zu können.
Wir überquerten den höchsten Punkt unserer Reise mit 4170 m über dem Meeresspiegel bevor es dann auf 30 km 2000m runter ging.

Unser letztes Ziel war Purmamarca, ein kleines Dorf was jedoch aufgrund ihres sieben farbigen Berg sehr bekannt ist. Ein Ort der immer überfüllt von Touristen ist. Dort waren wir auf einem kleinen Markt und genossen die Aussicht. Da man diesen bekannten Berg in seiner vollen Farbenpracht jedoch nur morgens richtig zu Gesicht bekommt, haben wir leider nicht alle Farben sehen können. Nun ging es die restlichen Kilometer non stopp zurück zum Hostel. Ein unvergesslicher aber auch sehr lange Tag, so dass wir abends sofort ins Bett fielen und schliefen denn am nächsten Tag hieß es schon wieder früh raus.

Es war unser Cabalgata Tag. Wir fuhren auf eine Farm in den Bergen nahe Saltas und machten und einen Reitertag. Dort angekommen ging es auf unsere erste Tour. Carina ich und unserer Guide zogen los. Mittags gab es ein richtig leckeres Asado (Grill) und nach einer kurzen Siesta ging es dann wieder los. Dieses mal mit noch einigen anderen und dann richtig durch den Wald. Ein wunderschöner Ritt durch eine Landschaft wo ich niemals gedacht hätte das Pferde auf solchen Wegen gehen können, aber wie man so schön sagt: Übung macht den Meister;). Auch dieser wunderschöne Tag ging zu Ende…

Noch einen Tag verbrachten wir in den Höhen der Berge nahe Saltas. Dieses Mal ging es nach Catchi, einer anderen Stadt in den Bergen. Die Fahrt dorthin wieder wundeschön. Anfänglich geprägt von grünen Bergen, später wieder von Kakteen und Steinbergen. Diese wunderschöne Sicht die man auf diesen Höhen hat einfach herrlich. Die Stadt geprägt von Kaktusholz wie vieles in dieser Gegend. Dort gibt es dies in maßen. Es ist wunderschön und sehr leicht. Es wird für so viel verwendet, einerseits Schmuck, aber auch für Fensterrahmen, Schilder etc. In Catchi verbrachten wir unsere Mittagspause bevor es dann wieder abwärts und unsere letzte Excursion zu ende ging.

An den Abenden in Salta waren wir in den verschiedensten Bars. Das Leben dort ist ein ganz anderes wie wir es hier in Buenos Aires kennen gelernt haben. Viel offener und die Kultur ist noch viel mehr zu sehen. Wie man z.B.: an diesem Abend gut zusehen bzw. hören bekam. Wir waren in einer Bar und auf einmal packte einer seine Gitarre aus und fing an zu spielen, dann packte der nächste seine Gitarre aus sie spielten und sangen zusammen. Es wurde getanzt und es wurden Sprüche gekloppt. Die Männer haben aus voller Seele gesungen und es war eine wunderbare Stimmung, alle standen um die Musik herum und es wurde geklatscht, gelacht und gesungen. Noch von einem tollen Erlebnis in Salta möchte ich euch erzählen. Wir waren in dem Museum „la reina del cerro“. Dort werden Inkagegenstände ausgestellt. Vor einigen Jahren wurde auf 6000m Höhe eine sehr bedeutende Ausgrabung gemacht.
Es wurden Kinder gefunden mit all ihren Opfergaben. Diese sind 600 Jahre alt und stammen aus der Inkazeit. Das einzigartige an dieser Ausgrabung ist, dass diese Dinge und diese Kinder unberührt und noch total gut erhalten sind. Die Gegenstände hätten gestern in irgendeiner Firma hergestellt werden können. In diesem Museum war eines dieser Kinder ausgestellt, unglaublich. Dieses Mädchen sitzt im Schneidersitz und hat ihre Hände in ihrem Schoß gefaltet. Sie ist komplett erhalten, Ihre Haare, Ihre Kleidung, Ihre Haut. Wenn man sie sieht denkt man sie wacht gleich aus ihrem 600 jährigem Schlaf auf. Aufgrund dieser besonderen Naturverhältnisse in dieser Höhe sind diese Dinge so gut erhalten. Es hat sehr lange gedauert bis man überhaupt eine Möglichkeit gefunden hatte sie auszustellen. Nun kann man diesen wunderbaren Fund in Salta in dem Museum betrachten, ein muss für jeden Urlauber in Salta.

Jeder Urlaub geht zu ende und auch wir mussten uns langsam mit dem Gedanken abfinden bald wieder in unsere zweite Heimat zurück zu kehren. Mit dem Bus ging es dann in 18 Stunden zurück in die Metropole Buenos Aires. Ich wäre so gern noch weitergereist, andererseits habe ich auch schon meine Leute hier vermisst und freute mich sehr alle wieder zu sehen. Das gab mir noch einmal das Gefühl richtig angekommen zu sein. Diese Reise hat mir so viel gegeben, wir waren an so wundervollen Orten und durften so viel Erleben. Es ist ein sehr schönes Gefühl ein wenig des Landes kennen gelernt zu haben. Es ist einfach ein so wunderschönes Land.
Ich bin sehr froh hier ein Jahr wohnen zu dürfen und hoffe noch einiges mehr von diesem Traumland kennen lernen zu können.

Jedem Urlauber kann ich nur raten einmal nach Argentinien zu reisen. Am besten noch bevor ich im August zurückkomme, da Ihr dann einen persönlichen Guide für Buenos Aires hättet ;)

Liebste Grüße, eure Vanessa
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