Neuigkeiten zum Rostock-Spiel


Wir zeigen beim Heimspiel gegen Rostock die Rote Karte gegen die Anstoßzeiten der DFL!

Vor einer Woche wurden die TV-Rechte nun vergeben, das Ergebnis für uns Fans ist ernüchternd. Nicht nur, dass das angestrebte Modell (siehe unten) abgesegnet wurde, auch das Abstimmungsergebnis der Vereine ist niederschmetternd. Einzig der Vertreter des FC St. Pauli stimmte dagegen, da er aufgrund eines Satzungsbeschlusses dazu verpflichtet war, sich für fanfreundliche Anstoßzeiten einzusetzen. Dies hätten wir auch von unserem 1. FC Nürnberg erwartet, der nach dem Boykott gegen Duisburg ein sehr deutliches Signal seiner Fans, Dauerkartenbesitzer und Mitglieder erhalten hatte und damit nicht im Interesse seiner Anhängerschaft gehandelt hat!
Leider sind also alle Protestaktionen an den jeweiligen Vereinen und Institutionen abgeprallt, ein Umstand der sicher auch der mangelnden, bundesweiten Kooperation und Bereitschaft geschuldet ist, die Nordkurve braucht sich jedoch nichts vorwerfen!

Boykottaktion beendet…

Für das kommende Montagsspiel gegen Rostock wäre normalerweise ein weiterer Boykott angedacht gewesen, nach den Entwicklungen der letzten Wochen, aber v.a. der Entscheidung vom Freitag, den 28.11.08, erscheint uns ein Boykott jedoch nicht weiter sinnvoll. Von Anfang an sollte dieser auf bundesweiter Ebene für Aufregung sorgen, um die Vereine unter Druck zu setzen und die Anstoßzeiten zu überdenken. Dies – das müssen wir knallhart eingestehen – ist leider nicht gelungen: Die Anstoßzeiten sind mittlerweile beschlossene Sache und weder blieben die Kurven Montag für Montag 20 Minuten still, noch konnten wir wenigstens unseren Verein davon überzeugen, sich gegen die neuen Anstoßzeiten auszusprechen. Auch die kommenden Montagsspiele gegen Kaiserslautern und andere werden (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht boykottiert werden. Sicherlich hätten wir aus Frust guten Grund dazu, erneut zu boykottieren, doch mit welchem Sinn, wenn diese Boykottaktion aufgrund der mangelnden Resonanz bei anderen Kurven sich nie wirklich entfalten konnte oder würde?
Dennoch ziehen wir ein positives Fazit für unsere Kurve: Bei den Boykottaktionen in Kaiserslautern und gegen Duisburg hat die Nordkurve eindrucksvoll gezeigt, dass sie doch eine verschworene Gemeinschaft sein kann und vor allem, dass Fanbelange immer noch eine große Rolle spielen! Wir sind eine mündige Kurve, die sich noch nicht allen Mechanismen des Modernen Fußballs angepasst hat und darauf können wir zu Recht stolz sein! Auch wenn wir unser Ziel nicht erreichen konnten, so haben wir dennoch viel für unsere Rechte getan und in diversen Gesprächen mit Vereinen und Medien unser Anliegen weiter verdeutlicht. Wir haben auf unsere Situation aufmerksam gemacht und werden auch in Zukunft daran arbeiten, Verbesserungen herbeizuführen. Wir können auch verraten, dass sich aufgrund unseres Boykotts eine Tür geöffnet hat, hinter der wir uns einiges erhoffen. Genauere Infos werden folgen, doch könnt ihr euch sicher sein, dass wir jede Chance nutzen werden, denn:

Wir müssen damit leben, doch bleiben dagegen!

Gegen Rostock werden wir daher erneut eine große Protestaktion durchführen und in der Nordkurve symbolisch gegen die neuen Anstoßzeiten 10.000 rote Karten auslegen. Wir bitten euch, diese zu Spielbeginn hochzuhalten und ein weiteres deutliches Zeichen zu setzen! Gerade die Montagsspiele wollen wir auch zukünftig für unsere Proteste nutzen!

Ausblick

Wir haben ein Tor kassiert, das Spiel aber noch lange nicht verloren“ – so in etwa könnte man momentan die Gefühlslage bei der NIFA ausdrücken. Das heißt, unsere Arbeit wird weitergehen! Die Homepage wird demnächst in einem neuen Gewand erscheinen und wir werden weiterhin auf die Entwicklung aufmerksam machen. Denn: Die DFL plant in den nächsten Wochen ein Gerichtsverfahren (mutmaßliche Dauer von 2 Jahren) gegen das Kartellamt zu starten, um bei der nächsten TV-Rechtevergabe den ursprünglichen Plan (mehr Exklusivität für die Pay-TV-Sender) und damit noch fanfeindlichere Anstoßzeiten umzusetzen. Wir hoffen, dass ihr stets ein wachsames Auge darauf habt und die Wichtigkeit unserer Arbeit erkennt. Wir wollen euch daher noch einmal auffordern, euch mit eurem Fanclub in die Unterstützerliste der NIFA einzutragen. Einfach eine Mail mit dem Namen eures Fanclubs an anstosszeiten@gmx.de schicken und ihr seid dabei!
Bedanken wollen wir uns noch einmal bei allen Clubberern, die uns bisher – besonders bei den Boykottaktionen – unterstützt haben, sowie den Kurven und Institutionen, die mit uns im regen Kontakt stehen.

Unser Kampf wird weitergehen! Nein zur Deutschen Fernseh Liga!

Bei Fragen, Anregungen, Kritik schickt wie immer eine Mail an: anstosszeiten@gmx.de


Die Anstoßzeiten 2009 - 2013 im Überblick

Insgesamt waren 19 Bieter am Poker um die 37 (!) TV-Pakete beteiligt, folgendes Modell erhielt für 412 Millionen Euro (bisher 405 Millionen Euro) den Zuschlag:

Freitag, 18 Uhr: 3 Spiele der 2. Liga
(Zusammenfassung im DSF Hattrick – Die 2. Liga ab 22:30 Uhr)
Freitag, 20 Uhr: 1 Spiel der 1. Liga
(Zusammenfassung in der ARD Sportschau am Samstag ab 18 Uhr)
Samstag, 13 Uhr: 2 Spiele der 2. Liga
(Zusammenfassung in der ARD Sportschau ab 18 Uhr)
Samstag, 15:30 Uhr: 5 Spiele der 1. Liga
(Zusammenfassung in der ARD Sportschau ab 18:30 Uhr und damit zeitgleich zum Topspiel um 18:30 Uhr)
Samstag, 18:30 Uhr: 1 Spiel der 1. Liga
(Zusammenfassung im ZDF Sportstudio ab 22 Uhr)
Sonntag, 13:30 Uhr: 3 Spiele der 2. Liga
(Zusammenfassung im DSF Hattrick – Die 2. Liga ab 19:30 Uhr)
Sonntag, 15:30 Uhr: 1 Spiel der 1. Liga*
(Zusammenfassung in der ARD Sportschau oder den „Dritten“ ab 21.45 Uhr)
Sonntag, 17:30 Uhr: 1 Spiel der 1. Liga*
(Zusammenfassung in der ARD Sportschau)
Montag, 20:15 Uhr: 1 Spiel der 2. Liga
(Live im DSF Hattrick – Die 2. Liga)

Alle Spiele Live auf Premiere. Zusätzlich werden die Hin- und Rückspiele der Relegation Live von der ARD übertragen.

* Aufgrund von Partien im Europacup können bis zu 5x im Jahr auch 3 Spiele am Sonntag stattfinden








Radio-Interview mit der NIFA


Benjamin Wolf, der kommisarische NIFA-Beauftragter in Nürnberg, hat auf dem Sender "Radio Z" ein hörenswertes Interview gegeben. Ihr könnt es euch jetzt runterladen, es lohnt sich!




Erfolgreicher Fanprotest am Montagabend: Nürnberger und Duisburger Fans setzen klares Zeichen


Die Proteste gegen die ohnehin schon inakzeptablen Anstoßzeiten und den
geplanten Reformplänen der Spielansetzungen erreichten am Montagabend in
Nürnberg einen neuen Höhepunkt. Die Fankurven des 1. FC Nürnberg und des
MSV Duisburg blieben 20 Minuten lang stumm und setzten damit ein klares
Zeichen: Diese Geisterstimmung ist logische Konsequenz, wenn die DFL und
die Vereine ihre Pläne zur Umgestaltung der Spielpläne rücksichtslos
gegen den Willen der Fans durchdrücken.

Schon jetzt erschweren es die Anstoßzeiten in der 2. Bundesliga am
Freitag um 18 Uhr und am Montag um 20.15 Uhr vielen Fans ins Stadion zu
kommen. Gerade Gästefans ist es zu solchen Zeiten fast unmöglich live
dabei zu sein. Die Vorstellung der DFL in Zukunft auch Fußballspiele
sonntags um 12.30 Uhr austragen zu lassen stellt eine weitere
Verschlechterung dar, die nicht nur zu Lasten der vielen Stadionbesucher
geht, sondern auch dem Amateurfußball immensen Schaden zufügt. Die von
der DFL forcierte weitere Zerstückelung des Spielplans ist jedoch nur
ein Teil der Umgestaltung des Bundesligafußballs zugunsten der eigenen
Profitmaximierung. So gelangen schon jetzt weitere Überlegungen an die
Öffentlichkeit, die sich für eine massive Preiserhöhung bei den
Eintrittskarten in der Bundesliga aussprechen.

Erfolgreicher Stimmungsboykott

Der von der "Nürnberger Initiative für fanfreundliche
Anstoßzeiten" (NIFA) initiierte Stimmungsboykott beim Heimspiel des 1.
FC Nürnberg gegen den MSV Duisburg am vergangenen Montagabend war ein
durchschlagender Erfolg! Die zwanzigminütige gespenstische Stille im
Max-Morlock-Stadion vermittelte eine deutliche Forderung an die
offiziellen Vertreter des 1. FC Nürnberg, des MSV Duisburg sowie aller
Bundesligavereine: Setzt euch endlich für fanfreundliche Anstoßzeiten
ein, verhindert die DFL-Pläne und ermöglicht somit allen Fans auch in
Zukunft den Stadionbesuch!

Die NIFA dankt an dieser Stelle allen beteiligten Fans des 1. FC
Nürnberg für die großartige Unterstützung der Protestaktion! Mit eurer
Solidarität und eurem Zusammenhalt habt ihr einen beispiellosen Beitrag
zum Gelingen des Boykotts beigetragen!

Der Stimmungsboykott am Montagabend war somit die erste gelunge,
kurvenübergreifende Protestaktion in Nürnberg seit 1984! Darauf kann die
Nürnberger Fanszene zurecht stolz sein. Die Aktion hat gleichzeitig auch
gezeigt, dass von einem Bruch innerhalb der Fankurve keine Rede sein
kann: Das Nürnberger Publikum steht geschlossen für ihre Interessen ein!

Für die Zukunft gilt es diesen Zusammenhalt nicht nur für den weiteren
Protest gegen die Anstoßzeiten zu nutzen, sondern diesen Schwung auch
mitzunehmen um sich gegen die sportliche Talfahrt des 1. FC Nürnberg zu
stemmen.

Die NIFA betont in diesem Zusammenhang noch einmal, dass die Mannschaft
des 1. FC Nürnberg im Vorfeld über den Stimmungsboykott umfassend in
Kenntnis gesetzt wurde. Mit Sicherheit ist es für eine Mannschaft nicht
angenehm bei einem wichtigen Spiel in einem totenstillen Stadion zu
spielen. Der Boykott war und ist jedoch notwendig um dem 1.FCN auch
zukünftig zu vernünftigen Anstoßzeiten die erforderliche akustische
Unterstützung von Seiten der Fans zu bieten. Dass Fans für dieses Ziel
bereit sind an einem Montagabend 20 Minuten lang zu schweigen, zeugt vom
Herzblut der Anhänger für ihren Verein und dies sollte eigentlich umso
mehr Motivation für die Spieler des 1. FC Nürnberg sein.

Jetzt gilt es: Nicht locker lassen!


Die Fans des 1.FCN sind aufgerufen sich auch weiterhin gemeinsam an den
Protesten zu beteiligen. Mit der Geschlossenheit vom Montagabend können
wir unsere Ziele erreichen!

Die "Nürnberger Initiative für fanfreundliche Anstoßzeiten" wird
weiterhin vielfältige Aktionen durchführen, die nur mit der
Unterstützung aller 1.FCN-Fans erfolgreich sein können. Tragt euch
deshalb mit eurem Fanclub in die Unterstützerliste auf
www.anstosszeiten.de.vu ein, sammelt Unterschriften gegen die geplanten
Anstoßzeiten und beteiligt euch an der laufenden Postkarten-Aktion.
Infos dazu gibt es bei jedem Heimspiel am Stand der NIFA zwischen dem
UN94-Container und der Anlaufstelle des Supporters-Club.

In diesem Sinne: Nur gemeinsam sind wir stark!





Vielen Dank für die Unterstützung!


Die Nürnberger Initiative für fanfreundliche Anstoßzeiten bedankt sich ausdrücklich für die hervorragende Unterstützung des Stimmungsboykotts beim Duisburg-Spiel durch die Nordkurve Nürnberg und dem gesamten Publikum im Max-Morlock-Stadion.

Diese breite Unterstützung und Solidarität hatten wir uns zwar erhofft, aber die Umsetzung hat unsere Vorstellungen um Längen geschlagen.
Wir alle haben gemeinsam ein unübersehbares Zeichen gesetzt gegen die unsäglichen Pläne der DFL, die ohnehin schon inakzeptablen Anstoßzeiten weiter gegen unsere Bedürfnisse zu ändern. Es wurde klargemacht, dass wir keine Minderheit sind, die man einfach übergehen kann im Streben nach noch mehr Profit! Vielen Dank dafür! Allen, die sich am Montagabend am Boykott beteiligt haben, gebührt der größte Respekt!





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