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9.01.2009 - Auswandern für einen neuen Job. Heute: Spanien

Geschrieben in Internet und Marketing
Wer denkt nicht schon mal ans Auswandern? Gerade wir Deutschen schauen ja gerne mal nach einem neuen Job in der Ferne. Gerade Spanien, als liebstes Urlaubsland, bietet sich doch zum Arbeiten an, oder? Sonne, Sonne und das Meer finden nicht nur die Rentner lebenswert. Und dank der Sendungen im TV zum Thema Auswandern, trägt sich so mancher mit dem Gedanken des Auswanderns.

Schlusslicht Europas

Spanien eignet sich natürlich wunderbar für einen Urlaub, aber die wenigsten wissen wie es denn überhaupt um Arbeitsmarkt und Chancen steht. Fakt ist, Spanien hat rund 46 Millionen Einwohner aber mit 12% (Stand Oktober/November 2008) die höchste Arbeitslosenquote von ganz Europa. Im Monat Oktober haben 200.000 Menschen ihre Jobs in Spanien verloren. Der Trend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen.

Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat

Vor kurzem hat der spanische Ministerpräsident versucht, einen Anreiz für Immigranten zu schaffen, damit diese das Land wieder verlassen. Spanien hatte Anfang des Jahrtausend noch recht wenig Immigranten. In den letzten Jahren ist deren Zahl allerdings auf über 5 Millionen gewachsen. Die größte Gruppe der Einwanderer bilden Rumänen und Marokkaner. Der Anreiz für für eine Rückkehr in deren Heimatländer, sollte die Auszahlung der Sozialversicherungsansprüche sein. Dumm nur, dass dieser finanzielle Anreiz nicht ausreicht, in der jeweiligen Heimat wieder neu zu beginnen. Nur wenige haben das Angebot genutzt.

Immobilienkrise auch ohne USA

2007 ist hier schon die Immobilienblase geplatzt. Allerdings eine hausgemachte. Es wurde so viel gebaut, dass Wohnraum bis zu 2 Jahren leerstand, bis es vermietet oder verkauft werden konnte. Nachdem die Kredite hier zusammenbrachen mussten Bauunternehmer Konkurs anmelden, Makler bekommen nichts mehr verkauft und für die Immobilienbesitzer stiegen die Belastungen. Nun kommt noch die amerikanische Immobilienkrise dazu, wo sich spanische Banken ebenfalls ordentlich verzettelt haben dürften.

Arbeitsmotor Automobilbau

Spanien ist der drittgrößte Automobilhersteller Europas. Noch. Die Autoverkäufe sind auf dem eigenen, spanischen Markt seit Januar 2008 um 24% gefallen. In den nächsten Wochen drohen rund 2000 Beschäftigte in dem Bereich ihren Job zu verlieren und ein Automobilhersteller droht sogar mit dem totalen Rückzug aus Spanien, sollte der Streit mit den Gewerkschaften nicht beigelegt werden.

Soziale Absicherung in Spanien

Spanien hat zwei Arten von Leistungsbezug bei Arbeitslosigkeit. Hat man in den letzten 6 Jahren mindestens 12 Monate in das Versicherungssystem eingezahlt, bekommt man Arbeitslosengeld (Prestaciones de Desempleo). Für die ersten 180 Tage gilt: 70 Prozent der Berechnungsgrundlage; danach 60 Prozent der Berechnungsgrundlage. Als Berechnungsgrundlage dient das durchschnittliche beitragspflichtige Einkommen der letzten sechs Monate. Wenn Kinder im Haushalt sind, gibt es Zulagen.

Danach, oder wenn man nicht eingezahlt hat, gibt es die Arbeitslosenhilfe. (Subsidio por Desempleo) Die Höhe beträgt 75% des jeweiligen Mindestlohnes, der Momentan bei Euro 425,- liegt. Auch hier wird für Kinder und Angehörige im Haushalt entsprechend mehr ausgezahlt. Dennoch, ein schmales Geld.

Fazit

Spanien ist ein wundervolles Land und ich liebe Sprache, Land und Leute. Aber man sollte sich sehr gut überlegen, ob man im Moment eine berufliche Zukunft in Spanien anstreben sollte oder es lieber als Tourist besucht.  In dem Sinne, hasta luego amigos

Quelle:  Auswandern - Arbeiten - Leben - Spanien


Kann zum Thema leben und arbeiten in Spanien noch einiges hinzufügen.

Ich bin seit 2006 in Andalusien und habe reichlich Erfahrungen sammeln dürfen.

1. Job:  Eine Internet-Marketing-Firma in Fuengirola (deutscher Besitzer), 10 Monate Vollzeitbeschäftigung Ende Oktober 2006 bis Ende August 2007 = Habe noch immer die letzten 2 Monatsgehälter von dieser Firma zu bekommen. An Stelle der Bezahlung kam eine Email, das der Besitzer die Firma liquidiert hat und eine Information wie ich evtl. mein Geld dann vom Staat bekommen könnte. Auf meinen Gehaltsabrechnungen war auch nie die firmenmäßige Internetbezeichnung des Unternehmens, sondern erst Lster Invest S.L. und dann IAFA Tours S.A. Das war 2007. Heute Januar 2009 ist nach wie vor die Webseite www.clever-marketing-spain.com im Internet zu finden. VORSICHT!

Habe mich selbstständig gemacht.

2. Job:  Eine Teilzeitbeschäftigung neben meiner Selbstständigkeit,  Hauptsitz der Firma ist in Leverkusen und man betreibt Marktforschung. Das Gehalt von Oktober bekam ich am 12. November. Das Gehalt von November in 2 Teilbeträgen, am 12. und 18. Dezember. Das Gehalt von Dezember 2008 ist angeblich schon überwiesen worden, aber bis heute am 9. Januar 2009 noch nicht auf meinem Konto eingegangen.

Ich bin für pünktliches Erscheinen am Arbeitsort, gute Arbeitsleistung und will dafür auch pünktlich bezahlt werden.

Soviel zum Thema "Arbeiten in Spanien"




Jetzt noch eine Ausführung zum Thema: Mietvertrag und Behördengänge

Mir ist sehr daran gelegen alle erforderlichen Papiere zusammen zu haben, doch der Beantragung der Plastikkarte für die Sozialversicherung konnte ich bis heute hinterher rennen.

Diese Tarjeta (deutsch: Karte) muß vom Arbeitnehmer / Versicherten selber beantragt werden. Wo man hin muß und wie es funktioniert habe ich mir im Internet heraussuchen dürfen. Die Informationen sind aber leider alle in spanisch und zu Beginn meines Aufenthalts hier war ich nicht in der Lage dieses Amts-Spanisch zu verstehen. Na ja, selbst in der eigenen Landessprache hat man damit häufig Probleme.
Weder die 1. noch die 2. Firma gaben Informationen dazu Preis. Von sich aus schon einmal überhaupt nicht und auch nicht auf Nachfrage.
Das sich ein Ausländer in Spanien als erstes seine N.I.E Nummer + Residencia besorgen muß wird einem evtl. noch erklärt, denn ohne die gibt es keinen Arbeitsvertrag, aber das man sich auch in seinem Wohnort anmelden muß und vor allen Dingen wo das Ausländer-Amt dafür ist, die Info erhält man nicht. Beiden Firmen war es vollkommen egal, ob die Mitarbeiter eine offizielle Anmeldung haben und auch, ob diese bereits ihre Anmeldung für die Tajeta der Sozialversicherung getätigt haben. (Wer das nämlich nicht gemacht hat kann jede ärztliche Behandlung privat bezahlen). Mit der Hilfe und den Informationen vom deutschen Konsulat in Malaga hatte ich die entsprechenden Stellen für die Wohnsitzanmeldung in Fuengirola herausfinden können und mich angemeldet.
In meinen jetzigen Wohnort in Mijas gab es dann bei meinem Bestreben mich hier auch offiziell zu melden die nächste unangenehme Überraschung. Ich bin das erste mal dafür kurz nach meinem Umzug in das dortige Rathaus. Habe meinen Mietvertrag und die nötigen Papiere vorgelegt, doch angemeldet wurde ich nicht. In meinem Mietvertrag war nämlich nicht der richtige Eigentümer eingetragen. Nur, der im Computer vom Rathaus verzeichnete Eigentümer des Hauses in dem ich wohne ist seit Jahren tot. Die Ehefrau des verstorbenen Besitzers ist Analphabetin, hatte bereits zwei Schlaganfälle. Sie steht als Vermieterin in meinem Vertrag. Die komplette Abwicklung der Vermietung lief über ihren Neffen und seine holländische Freundin. Fand ich auch in Ordnung in Anbetracht des gesundheitlichen Zustandes der älteren Dame. War für mich also kein Problem, sollte aber eines werden. Von März 2008 bis Januar 2009 bin ich nun wegen dieser Anmeldung beschäftigt gewesen. Im Rathaus bin ich heute auf den Wohnsitz meines Spanischlehrers angemeldet worden. Damit konnte ich dann auch die Anmeldung für meine Sozialversicherungskarte vornehmen.

Ich wünsche allen die sich mit dem Gedanken tragen in Spanien zu leben eine gute Vorbereitung und die Möglichkeit die notwendigen Informationen in deutscher Sprache rechtzeitig im Internet zu finden.

Saludos Ulli




Nachtrag zum Artikel:

Habe am 12. Januar 2009 mein Gehalt von Dezember bekommen. Wie bei dieser Firma üblich als normale Überweisung und nicht als Nomina.  Warum hat die spanische Leyhausen International Spain S.L. kein offizielles Firmenkonto? Denn von dem wären Überweisungen als Nomina (Gehalt) möglich. Die Überweisungen kommen immer von einem privaten Konto.  Ist alles schon sehr dubios.
Leyhausen Fuengirola könnte ein sehr gut laufendes Call-Center sein, doch die guten Mitarbeiter, ob spanisch oder deutsch lassen sich eine solche Behandlung nicht gefallen.  Ist auch kein Wunder, wenn man an die Zahlungsmoral und Zahlungsmodalitäten denkt.
Abgesehen davon sind Aussagen seitens der Büroleitungs-Assistens über die Mitarbeiter als sehr negativ  zu werten. 

Dieses Call-Center kann nur "den Bach runter gehen".  Die Auftraggeber erwarten auswertbare Umfragen (Interwievs), doch dafür bedarf es einer viel besseren Qualität der Büroleitung.  Motivation ist in diesem Office ein Fremdwort.
Schulungen der Mitarbeiter finden nicht statt. Man setzt die neuen Mitarbeiter an den PC, läßt Sie ein Formular lesen und das nennt sich bei Leyhausen Fuengirola Einschulung.  Weder die Büroleitung, noch deren Assistens haben sich während meiner Tätigkeit dort je bemüht einem Mitarbeiter zu zeigen wie dieses Business läuft.
Die Praktikantin in diesem Büro hat allerdings sehr gute Umgangsformen, war immer freundlich und stets hilfsbereit wenn es Probleme mit den PC´s gab.

Man muß vormachen können was man von den Mitarbeitern erwartet



Saludos Ulli
Link

25.03.2008 - Die zielführende Kundenansprache ihrer Homepage

Geschrieben in Internet und Marketing
Da fragen sie am besten die http://www.optimierer-online-schule.npage.de
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Optimierer Online Schule

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