Ein bisschen Demokratie gefälligst?
geschrieben am 8.02.2010 um 19:03 in der Kategorie
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"Deine Uni - Deine Stimme - Deine Wahl!" So stand es auf den Plakaten, die vor knapp einer Woche überall in unserer Uni zu einer Studentischen Vollversammlung einluden. Klar, es war auf jedenfall interessant, wie all die Studierenden über Gerechtigkeit und Leistung diskutiert haben. Aber eine Wahl war es nicht.

Die soll es auch in Zukunft nicht geben, aber immerhin eine Umfrage. Denn bald werden auch Stipendiaten Studiengebühren zahlen und es liegt an uns, zu entscheiden, was mit dem gesparten Geld gemacht werden soll. Soll es ausgegeben werden, so dass sich unsere Studienbedingungen verbessern? Oder sollen bald einfach alle weniger zahlen? Oder sollen hier an der Uni Passau,
die mit dem Slogan "Hier werden Karrieren gamacht!" wirbt, lieber die besten Studenten belohnt werden?

Wir sind die Studierenden, wir sind gefragt! Ab heute steht die Umfrage auf Stud.IP unter
https://studip.uni-passau.de/studip/institut_main.phpauswahl=6d7911a7c5224c453532e780f10a3164&again=yes
online. Gebt eure Stimme ab! Denn man mag sagen was man will, aber diese Umfrage bringt erfreulicherweise zumindest ein bisschen Demokratie an unsere Universität.

Und wo wir gerade von Demokratie sprechen. Es gibt im Moment noch ein anderes Anliegen, bei dem es sich lohnt, die Stimme zu erheben. Denn der Mensazuschuss soll hier in Bayern um 35% gekürzt werden. Was das konkret für uns bedeutet? Es bedeutet, teureres Essen in der Mensa plus höhere Studentenwerksbeiträge.Noch teurer? Noch höher? Das werden sich jetzt wohl einige fragen. Genauso wie die Frage, wieso eigentlich gerade Bayern, das doch nicht gerade zu den ärmsten Bundesländern gehört, immer weniger in die Bildung investieren kann oder will.

Doch auch hier, ist noch nichts entschieden! Tragt euch in die Petition unter www.StudierenInBayern.de ein und zeigt, dass ihr nicht zulasst, wie die Landesregierung mit uns umgeht! Denn alleine kann man vielleicht nichts bewirken, doch gemeinsam werden wir gehört!

Auf den Flyern, die im Moment die Mensa übersäen, heißt es: "Der Freistaat Bayern will Dir noch in diesem Jahr die Butter vom Brot nehemen". In diesem Sinne: Lasst uns etwas dagegen unternehmen!



Morgen Vollversammlung im Audimax!
geschrieben am 1.02.2010 um 17:21 in der Kategorie
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„Die Uni gehört allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben“

So lautete es, das Motto der bundesweiten Bildungsstreik Demo in Frankfurt am Main.
Am Samstag um 15 Uhr versammelten sich mehrere Tausend Protestierende auf dem Bockenheimer Campus und zogen quer durch die Stadt. Sie zu übersehen war wohl kaum möglich. Auch ein paar Passauer Studierende waren mit von Partie. Mal wieder wieder ein Zeichen, dass der Bildungsstreik noch lange nicht zu Ende ist. Dass die Studierenden in der ganzen Welt bereit sind immer und immer wieder auf die  Straße zu gehen - bis es eine Bildung gibt, die wieder gerecht und machbar ist.

Doch auch hier in Passau hat sich einiges getan. Was genau im Rahmen des Bildungsstreiks geschehen ist, erfahrt ihr bei der Vollversammlung morgen um 18 Uhr im Audimax.
Denn es hat sich einiges geändert. So war es zum Beispiel bisher so, dass die vielen Stipendiaten unter uns zusätzlich von der Universität von den Studiengebühren befreit wurden. Das soll sich nun ändern. Aber was soll geschehen mit dem Geld, das somit gespart wird? Soll es auf alle verteilt werden? Sollen es die sozial Bedürftigen erhalten? Oder habt ihr vielleicht noch eine ganz andere Idee? Wir, die Passauer Studierenden, sind gefragt, denn es geht uns alle etwas an! Also kommt morgen, am Dienstag den 2.2., um 18 Uhr zu der Vollversammlung und sagt eure Meinung. Lasst uns noch einmal im Audimax zusammen kommen und mitbestimmen, was an unserer Uni geschieht!



Heute 17 Uhr im Verwaltungsgebäude
geschrieben am 24.01.2010 um 17:55 in der Kategorie
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Heute war es soweit. Gegen 17 Uhr hat sich eine große Gruppe aus Unileitung, Professoren und insgesamt 13 Studierenden im Verwaltungsgebäude versammelt um über die konkrete Umsetzung unserer Forderungen zu diskutieren.

Tatsächlich wurde einiges besprochen:

1. Die Regelstudienzeit: Eigentlich steht die Unileitung hier ja auf unserer Seite. Klar,
4 Jahre Bachelor oder idealerweise eine Wahlmöglichkeit zwischen 3 und 4 Jahren
ist eine ziemlich gute Idee. Immerhin gibt es so ein Konzept schon bei dem Studiengang                        Bschelor European STudies. Allerdings kommen dabei zwei Fragen auf: Soll unsere Uni  dann auch einen einjährigen Master anbieten und ist es uns dann überhaupt noch möglich für den Master den Studienort zu wechseln? Und was hält das bayrische Wissenschaftsministerium überhaupt von alle dem?

2) Die Prüfungsdichte: In Zunkunft soll es pro Modul nur noch eine Prüfung geben. Das klingt schon mal vielversprechend. Und auch eine Wiederholbarkeit bestandener Prüfungen ist denkbar. Allerdings muss man sich genau überlegen, wo denn die Grenze liegen soll. Wie oft darf ich wiederholen?        Eine sehr schöne Idee ist es auch, in Zukunft uns, die Studierenden, auswählen zu lassen, was           wir in die Endnote einbringen wollen und was nicht. Eine große Entlastung wäre es doch sogar schon, wenn die Prüfungen nicht alle auf einmal, sondern sagen wir zu zwei Terminen am Anfang und am Ende der vorlesungsfreien Zeit stattfinden würden.

3) Anerkennung von Leistungen: Es muss sich ändern, dass manche an anderen Unis
erbrachten Leistungen noch immer nicht anerkannt werden. Und es muss sich ändern,
dass es für eine ähnliche Veranstaltung im Ausland weniger ECTS-Punkte gibt und man so
seine 180 Punkte für den Bachelor nicht erreicht. Da könnte eine einfache Regel helfen, die besagt, dass immer die Punktevergabe der Heimatuni zählt.

4) Master für alle: Den können wir wohl erst einmal vergessen. Einen völlig freien Master-Zugang
wird es sobald nicht geben. Allerdings könnte die Bachelornote demnächst nicht mehr
alleine ausschlaggebend sein. Dann zählen auch zusätzliche Dinge wie Einstufungstests. Sofern        wir das denn wollen.

5) Mehr studentische Mitbestimmung: Wir dachten ja, wir hätten schon einiges erreicht,
nämlich einen zweiten studentischen Senator. Der Entwurf liegt tatsächlich bereits in der Schublade
der Unileitung. Blöderweise fehlt noch das OK des Ministers. Was das heißt? Wir müssen uns
wohl noch ein bisschen gedulden.

Das alles klingt nicht besonders konkret, stimmt. Das Treffen heute war ja auch nur
eine Vorbesprechung. Das Wesentliche wird demnächst in einer Arbeitsgruppe aus Präsident und
Vize-Präsident, vier Professoren und fünf Studierenden besprochen.
Mit etwas Glück werden wir dann sehr bald schon etwas von den Ergebnissen zu sehen bekommen.



Versprechen über Versprechen
geschrieben am 24.01.2010 um 17:55 in der Kategorie
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Es gab ja eine ganze Menge Wirbel um die Geschichte mit den Studiengebühren.
Doch was ist dabei jetzt eigentlich heraus gekommen?

"Uni-Zoff endet mit Versprechen" titelte die PNP gestern und liegt damit gar nicht mal
so falsch. Tatsächlich hat unser Universitätskanzler Herr Bloch mittlerweile fest zugesagt, dass
die 580 000 Euro über drei Jahre verteilt zusätzlich in die Bib fließen sollen. Für uns bedeutet das,    dass die begehrten Bücher vielleicht in Zukunft nicht schon 3 Tage nach Semesterbeginn ausgeliehen sind. Ist ja schön und gut. Bleibt nur die übliche Frage: Wo soll das Geld herkommen? Es soll gespart werden und zwar an Stellen an denen es uns Studierenden nicht schadet. Wo das sein soll? Das konnte uns bis jetzt noch niemand so genau sagen.

Also mal wieder ein Versprechen der Unileitung, das kennen wir ja schon. Doch diesmal
wird es und leichter fallen zu kontrollieren, ob tatsächlich etwas geschieht. Denn am 18.2.
treffen sich die Studierendenvertreter mit der Unileitung um zu besprechen, wie man bei den
Haushaltsausgaben mehr Transparenz schaffen kann. Das scheint vielleicht ein kleiner Trost
zu sein. Doch eigentlich ist es schon ein enormer Fortschritt, dass wir überhaupt mitreden
dürfen.                                                                                                                                                                            Es hat sich gelohnt, dass wir, die Passauer Studierenden, mal wieder gezeigt haben,
dass es uns ganz und gar nicht egal ist, was an unserer Uni geschieht.

Und wo wir gerade bei Versprechen sind. Vor ein paar Wochen im Audimax gab uns Professor
Schweitzer ein weiteres, ziemlich großes Versprechen. Er wollte nicht weniger, als alle unsere
Forderungen in Angriff zu nehmen. Ende Januar wollte er uns erklären, was schon geschehen
ist und wie er nun weiter machen will. Der Tag ist gekommen. Morgen treffen sich Studierendenvertreter und auch einige Vertreter des Bildungsstreiks mit Herrn Schweitzer.
Mal sehen, was er uns zu sagen hat.



Kann sich ein Skandal in Luft auflösen?
geschrieben am 22.01.2010 um 17:41 in der Kategorie
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Mittlerweile hat wohl fast jeder davon gehört: "Studiengebühren zweckentfremdet umgeleitet" titelte gestern schon der Bürgerblick (http://www.bb-passau.de/index.php?AID=0000022112). Die Unileitung hat die plötzliche Aufmerksamkeit nicht besonders gut aufgenommen. Das konnten wir an der Atmosphäre merken, die bei der gestrigen Sondersitzung des Konvents geherrscht hat. Neben den 21 Mitgliedern des Konvents tummelten sich ab 20 Uhr auch knapp 50 Zuschauer in dem großen Senatssaal im NK. 

Ihr habt das Spektakel dennoch verpasst? Kein Problem. Man kann es sogar gleich mehrfach nachlesen. Zum Beispiel bei dem Internet-Magazin Mediendenk (http://www.mediendenk.com/index.php?AID=0000022123). Zahlreiche Zitate sind darunter, alle wichtigen Fakten - der amüsanteste Satz ist aber dieser: "Weniger gut informierte Medien fielen auf die geschickt formulierte Erklärung der Uni herein, die im selben Wortlaut seinerzeit auch dem Ministerium gegeben worden war." Dabei sind die ersten drei Wörter mit einem Link zur Internetseite der Passauer Neue Presse versehen.

Tatsächlich. Auch ich hätte mich heute morgen fast an meinem Kaffee verschluckt, als ich eine Blick auf die aktuelle Ausgabe der PNP warf. ""Uni-Skandal" löst sich in Luft auf!" prangt auf Seite 18 groß über einem Blid der Innsteg-Aula. Der Inhalt des Artikels? Die Zweckentfremdung der Studiengebühren sei nur ein "bösartiges Gerücht" und "kalter Kaffe". Ja, es wären Staatsmittel nicht für die Bib, sondern für andere "dringende" Dinge verwendet worden. Aber nein, damit sei nicht die Tiefgarage oder die Innsteg-Aula gemeint. 

Aber macht euch doch einfach selbst ein Bild davon: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-26812145&Ressort=asta&Ausgabe=a&BNR=0

Was wird wohl als nächstes kommen?



Skandal um unsere Studiengebühren!
geschrieben am 20.01.2010 um 23:12 in der Kategorie
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Da bin ich wieder und zwar mit einer brandheißen Eilmeldung:

Die Beführworter der Studiengebühren erklären immer, die Gebühren dienten ja besseren Studienbedingungen und damit uns, den Passauer Studierenden. Das mag sein. Doch
vor kurzer Zeit ist eine Geschichte herausgekommen, die ein ganz anderes Licht auf die Angelegenheit wirft. In der Regel fließen 1,2 Millionen Euro in die Universitäts-Bibliothek. So weit, so gut.
Nun wurden aber 580 000 Euro von diesem Geld hauptsächlich in die Tiefgarage und in die
Innsteg Aula gesteckt. Das Defizit bei der Bib musste natürlich ausgeglichen werden. Womit?
Na klar, mit unserem Geld, den Studiengebühren, die dafür ganz sicher nicht vorgesehen sind. Veruntreung nennt man so etwas.

Nun hat sich die Unileitung an uns Studierende gewendet. Wir sollen entscheiden, wie damit umgegangen werden soll. Die Vorschläge der Unileitung: man spart an der ein oder anderen Stelle,   wie zum Beispiel bei den studentischen Mitarbeitern. Oder wir zahlen alle eine Zeit lang
weniger Studiengebühren. Klingt erst einmal super, bringt uns aber im Endeffekt nur Nachteile bei den Studienbedingungen. Oder wir schenken der Unileitung einfach das falsch angelegte Geld.
Wie ihr merkt, sind alle vorgeschlagenen Lösungen zu Lasten der Studierenden. Das darf
nicht sein!

Deshalb gibt es morgen eine Sondersitzung des Studentischen Konvents, bei der
über alternative Lösungsvorschläge diskutiert werden soll. Denn so etwas können wir uns nicht
bieten lassen! Klar, es lohnt sich immer, sich mal anzuschauen, was unsere Studentenvertreter
da eigentlich so machen. Aber gerade morgen ist es extrem wichtig, dass soviele wie möglich
vorbeischauen und mitdiskutieren. Denn das geht uns alle was an! Der Konvent ist eine
öffentliche Veranstaltung, ihr seid alle morgen, Donnerstag den 21.1., herzlich eingeladen um
20 Uhr in den Raum 403 im NK zu kommen.
Als Gast wird der Universitätskanzler Herr Bloch
anwesend sein.

Ich weiß, die Prüfungen stehen vor der Tür. Ich weiß, es kann anstrengend sein immer weiter zu kämpfen, obwohl es das ein oder andere Mal so scheint, als komme man keinen Schritt weiter.
Aber wir kommen weiter! Die Uni ist uns was schuldig, sie bittet uns um eine Entscheidung.
Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.



Neues Jahr, neue Kraft
geschrieben am 10.01.2010 um 23:12 in der Kategorie
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Zur Jahreswende wimmelt es ja nur so von Rückblicken der vergangenen zwölf Monate.
Auch dieses Jahr blieb das nicht aus.  Nachdem ich mir den ein oder anderen Rückblick mal
angetan habe, musste ich leider feststellen, dass erschreckend oft der Bildungsstreik
gar nicht oder nur am Rande erwähnt wurde. Klar er mag klein erscheinen neben all den
Ereignissen von 2009. Doch für viele von uns ist er eine große Sache. Und das soll er auch
bleiben!

Wir, die Passauer Protestierenden, hatten jetzt ein bisschen Zeit uns von all dem Trubel zu
erholen und frische Kraft zu schöpfen. Denn die werden wir brauchen. Keine Sorge,
selbstverständlich geht der Bildungsstreik auch im Jahre 2010 weiter. Ich würde beinahe behaupten,
dass er womöglich sogar noch größer wird. Lasst uns der Welt zeigen, dass wir nicht aufgeben!

Denn einzelne Dinge haben sich zwar gebessert, doch die Bildung ist immer noch in einem
sehr bedenklichen Zustand. Deshalb treffen sich alle, die sich weiter für Veränderungen einsetzen
wollen, vorraussichtlich am Dienstag den 12.1. um 20 Uhr vor der Mensa (bei Änderungen
informiere ich euch schnellstmöglich).

Für diejenigen unter uns, denen es außerdem unter den Fingern kribbelt und die mal wieder
auf die Straße gehen wollen, bietet die LMU München die ideale Gelegenheit: Am Mittwoch den
13.1. um 11 Uhr
startet am Sendlinger Tor Platz in München eine Großdemo. Ich habe das dumpfe
Gefühl, dass es sich ziemlich lohnen wird, dabei zu sein.

Ihr wart schon letztes Jahr bei den Protesten mit von Partie? Dann macht weiter so und erhebt
euch erneut um für eure Träume zu kämpfen. Ihr habt euch letztes Jahr eher zurück gehalten?
Dann ist genau jetzt der perfekte Zeitpunkt um das zu ändern.

Lasst uns dafür sorgen, dass der Bildungsstreik im nächsten Jahresrückblick eine bedeutende
Rolle spielt. Und vergesst nicht, es ist nie zu spät um etwas zu verändern!



Bildungsstreik 2009 - legitimer Protest oder blinder Aktionismus - was bringt`s?
geschrieben am 13.12.2009 um 16:36 in der Kategorie
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Der Bildungsstreik dauert jetzt schon eine ganz schön lange Zeit an. Viele Leute konnten sich
dafür begeistern, wir haben viel Unterstützung bekommen. Dozenten, Studenten, Menschen in der
Stadt - überall konnten wir Stimmen hören, die es toll finden, was wir machen. 

Dass das Bildungssytem einige Mängel hat, das erkennen viele Menschen. Man muss für eine bessere Bildung kämpfen, keine Frage. Doch wie? Mit Diskussionen, mit Plakaten und Informationsveranstaltungen? Oder muss man nicht doch besser gleich auf die Straße gehen, demonstrieren, sich Gehör verschaffen? Zur Not sogar etwas besetzen, so wie es in vielen Städten noch immer der Fall ist?

Aber vielleicht ist dieser Weg auch gerade der Falsche. Vielleicht bringt es nichts. Vielleicht ist es verhältnismäßig übertrieben. Ist ein Streik, im Sinne vom Blockieren, überhaupt legitim? Ist eine Demonstration legitim? Na klar, das gehört zu unseren Grundrechten, würden einige sagen.

Doch lasst uns einmal alle Meinungen anhören. Lasst uns versuchen, den Argumenten ganz unterschiedlicher Standpunkte zu folgen. Lasst uns eine Diskussion anschauen und mitgestalten, in der genau das möglich ist:

Die Podiumsdiskussion der fünf politischen Hochschulgruppen zu dem Thema "Bildungsstreik 2009 - legitimer Protest oder blinder AKtionismus - was bringt`s?". Die Diskussion findet am Dienstag den 15.12. um 20 Uhr in Raum 017 im ITZ der Uni Passau statt. Wir sollten es uns nicht entgehen lassen.



Kultusministerkonferenz in Bonn
geschrieben am 10.12.2009 um 18:50 in der Kategorie
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Heute ist ein wichtiger Tag für die Studierendenproteste in Deutschland. Denn in diesem Moment findet
eine Konferenz mit den für die deutsche Bildung wichtigsten Männer und Frauen statt: Die Kultusministerkonferenz in Bonn.

Doch nicht nur Politiker versammeln sich heute in der ehemaligen Hauptstadt, sondern auch
etliche Studierende. Genauer gesagt um die 5000, denn so viele sind aus ganz Deutschland angereist um sich einer Großdemonstration anzuschließen, die um 16:30 Uhr vor dem Wissensschaftsministerium endete. Sie, wie wir, fordern vor allem eines: eine gründliche Reform der Bologna-Reform.

Und es gibt sogar schon erste Ergebnisse (http://www.kmk.org/presse-und-aktuelles/meldung/kultusministerkonferenz-und-hochschulrektorenkonferenz-handeln-gemeinsam.html): Erst einmal haben die Minister beschlossen, dass sie die Qualität des
Studiums verbessern und die Mobiltät der Studierenmden erhöhen wollen. Schön und gut, darauf sind die Erfinder des Bologna-Prozesses schon vor mehr als zehn Jahren gekommen. Was aber soll sich  konkret ändern? Es wird in Zukunft nur noch eine Prüfung pro Modul geben, anstatt eine Prüfung für jede Veranstaltung. Außerdem, soll überprüft werden, wieviel wir tatsächlich arbeiten und ob der Bachelor überhaupt zu schaffen ist. Leistungen an anderen Hochschulen sollen leichter anerkannt werden. Die Bachelor/Master-Strucktur soll flexibel gehalten werden, womit wohl gemeint ist, dass es auch möglich ist einen 8-semestrigen Bachelor anzubieten. (Das ist ohnehin schon möglich, wie der Bachelor Europen Studies Major hier, an der Uni Passau, beweist.) Zuletzt dürfen die Länder den Hochschulen nicht mehr massive Einschränkungen machen.

So weit, so gut. Jetzt hoffen die versammelten Minister, dass sie sich mit ihren ehrenwerten Vorhaben zurücklehnen und das Ende der Proteste abwarten können. Doch da haben sie sich wohl geirrt. Denn was ist mit den Studiengebühren? Was ist mit der strengen Vorgabe der ECTS-Punkte, die erreicht werden müssen? Was ist mit Pflichtveranstaltungen? Was ist mit derÖkonomisierung der Bildung? Was ist mit freiwilligen Prüfungswiederholungen? Klar, da verweisen die Kultusminister an die Hochschulen. Die erklären uns wiederum, das müsse die Landesregierung in die Hand nehmen. So dreht sich der Kreis trotz Errungenschaften immer weiter. Und irgendwas sagt mir, dass auch die Studierendenproteste noch lange nicht vorbei sind.



Global Action
geschrieben am 9.12.2009 um 16:35 in der Kategorie
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Habt ihr schon das Neueste gehört? Der Akkreditierungsrat ist, nach ganzen 10 Jahren in denen es schon Bachelor-und Masterstudiengänge gibt, tatsächlich auf die Idee gekommen, mal zu überprüfen, ob diese überhaupt studierbar sind. In ferner Zukunft soll es dann weniger Prüfungen geben. Das ist schön, nützt uns jetzigen Studierenden, aber erst einmal herzlich wenig. Ihr könntet euch darüber aufregen? Ihr wünscht euch endlich Veränderungen, von denen man auch etwas mitbekommt? Dann sagt es!

Morgen ist die Kultusministerkonferenz in Bonn, das wichtigste Gremium der Hochschulen. Zu dem Anlass werden in Bonn tausende Studierende auf die Straße gehen. Bonn ist aber ganz schön weit weg? Stimmt.

Kein Grund zum Verzweifeln. Denn auch hier in Passau wird es nächste Woche wieder Möglichkeiten geben, die weltweiten Studierendenproteste zu unterstützen. Zum Beispiel mit einem Besuch der Podiumsdiskussion am Dienstag den 15.12. um 20 Uhr. Dabei werden Vertreter der fünf politischen Hochschulgruppen zu dem Thema "Bildungsstreik - Legitimer Protest oder blinder Aktionismus - was bringt's?" diskutieren. Ihr habt dazu eine Meinung? Dann kommt vorbei und bringt euch mit erfrischenden Zuschauerfragen ein. Ihr wisst noch nicht so ganz, was ihr zu dem Thema denkt? Dann kommt vorbei, hört euch die Argumente völlig unterschiedlicher Positionen an und entscheidet selbst.

Diskutieren ist schön und gut, aber ihr wollt auch mal wieder wirklich etwas bewegen? Kein Problem. Am nächsten Donnerstag, den 17.12., findet der Global Day of Action statt. Berkeley, Madrid, Wien, Barcelona, Berlin, München, Passau und viele mehr - alle werden sie mitmachen. Denn der Bildungsstreik ist schon lange keine Ansammlung regionaler Proteste mehr. Nein, es ist eine globale Bewegung. Die ganze Welt kämpft für eine bessere Bildung! Lasst uns das zeigen, indem wir am 17.12. gemeinsam auf die Straßen gehen. Denn wir sind nicht nur Passau. Wir sind auch
Berlin, wir sind Nürnberg, wir sind Graz, wir sind Madrid, wir sind eins!

Wie der Global Day of Action in Passau konkret aussehen soll? Das heißt es jetzt zu entscheiden. Genauer gesagt bei der Vollversammlung heute um 18 Uhr im Zeitungszimmer des Nikola Kloster. Jeder der sich einbringen will, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.

Denn es geht um unser aller Zukunft.



Das neue Forum des Bildungsstreiks Passau ist da!
geschrieben am 8.12.2009 um 16:12 in der Kategorie
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Endlich ist es da: Ein Internetforum des Passauer Bildungsstreiks. Hier kann man Informationen ausstauschen, Aktionen planen oder einfach nur über alles und nichts diskutieren. Jeder kann sich einbringen, immer und überall.

Ihr könnt bei dem ein oder anderen Treffen nicht kommen, ihr wollt nur mal hineinschnuppern, euren Senf dazu geben? All das ist euch jetzt möglich. Ein Lob dem Internet.

Also schaut einfach mal vorbei unter http://passau.kilu.de/phpBB3/.

Ihr habt nichts zu verlieren. Im Gegenteil! Ihr könnt nur gewinnen: interessante Neuigkeiten, kreative Ideen, nützliches Wissen, ungewöhnliche Denkanstöße, nette Bekanntschaften, vielleicht sogar ein paar neue Freunde. Neugier kostet nichts.



Freitag Abend in geselliger Runde
geschrieben am 6.12.2009 um 18:15 in der Kategorie
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Am Freitag, den 4.12., war es wieder soweit. Das nächste Treffen der Bildungsstreik-Gruppe fand statt. Zumindest das Treffen derer, die von der Gruppe noch übrig sind. An diesem Freitag waren es um die 20 Studierende, die sich um 20 Uhr vor der Mensa versammelten um das Fortleben des Bildungsstreikes zu planen. Denn ja, auch wenn es viele wohl immer noch nicht mitbekommen haben, der Bildungsstreik lebt weiter – solange bis kein Einziger mehr für eine bessere Bildung kämpfen will! Und das kann dauern.

Neben einem Rückblick auf die internationale Aktionswoche, standen auch zukünftige Aktionen auf dem Tagesplan. So wird zum Beispiel am 15.12. eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der politischen Hochschulgruppen stattfinden. Das verspricht eine interessante Diskussion zu werden. Ich würde sie mir nicht entgehen lassen.

Doch damit nicht genug! Natürlich werden wir, die Passauer Protestierenden, auch auf den Brief unseres Universitäts-Präsidenten an Minister Heubisch regieren. Wir werden zu Bildungsgipfeln wie in Regensburg (11.-12.12.) und in Potsdam (18.-20.12.) fahren. Wir werden auf uns aufmerksam machen, wo wir nur können.

Wir, die Passauer Protestierenden? Seit wann sind es denn nicht mehr die Passauer Studierenden? Seit besagten Freitag den 4.12. Denn dort beschlossen wir, im Laufe einer lebhaften Diskussion, dass wir uns nicht als Repräsentanten der Passauer Studierenden verstehen können. Jeder von uns vertritt in erster Linie sich selbst. In zweiter Linie den Bildungsstreik in Passau. Wir sind keine Studierenden-Vertreter, wir sind eine offene Gruppe Studierender, die für eine bessere Bildung kämpft. Klingt banal, doch auch solch eine Gruppe kann einiges verändern!

 

Ihr wollt nähere Infos? Dann schreibt an streikpassau@googlemail.com oder schaut in unserem Forum vorbei, das gerade in Arbeit ist. Oder lest fleißig weiter diesen Blog. Denn ihr wisst ja, ich halte euch auf dem Laufenden.



Brief des Uni-Präsidenten an den Staatsminister
geschrieben am 3.12.2009 um 01:26 in der Kategorie
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Wie von uns, den Passauer Studierenden, gefordert, hat sich unser Universitäts-Präsident mit einem Brief an den Minister Heubisch gewendet. Ob dieser Brief allerdings tatsächlich unseren Forderungen entspricht? Nun ja, entscheidet selbst.

 

"Sehr geehrter Herr Staatsminister, lieber Herr Dr. Heubisch,

 

beigeschlossen finden Sie die Stellungnahme des Präsidenten der Universität Passau zu den Forderungen des Passauer Bildungsstreikbündnisses 2009. Im Verlauf dieser Diskussion wurde von Seiten der Studierenden an mich herangetragen, bestimmte hochschulpolitische Positionen auch direkt gegenüber Ihnen zu artikulieren; diesem Wunsch komme ich hiermit nach.

 

Ich möchte Sie bitten, sich bei den zuständigen Institutionen dafür einzusetzen, dass die BAföG-Sätze und die zugehörigen Einkommensgrenzen der Unterhaltspflichten deutlich erhöht werden. Mit Interesse habe ich dabei zur Kenntnis genommen, dass Frau Bundesministerin Schavan eine diesbezügliche Initiative bereits angekündigt hat.

 

Desweiteren bitte ich um Unterstützung bei dem Vorhaben, den Stipendienanteil deutlich von gegenwärtig 2% geförderte Studierende auf 10% auszuweiten. Auch hier wurde bereits von Frau Bundesministerin Schavan angekündigt, dass dies geplant sei. Ich weise allerdings vorsorglich darauf hin, dass die dabei geplante Co-Finanzierung durch die Wirtschaft in der Region Ostbayern wegen der gegenwärtigen Wirtschaftslage außerordentlich schwierig zu realisieren sein dürfte.

 

Bei den Aktionstagen wurde von Seiten der Studierenden die Abschaffung der Studienbeiträge mit Argumenten gefordert, denen ich mich nicht anschließen kann. Ich betone ausdrücklich, dass ich aus Gründen der sozialen Fairness und der Verteilungsgerechtigkeit die Erhebung von Studiengebühren befürworte. Ich weise allerdings darauf hin, dass eine Abschaffung – falls sie denn von der Politik geplant wäre – mit der Zuweisung von staatlichen Mitteln in gleicher Höhe ausgeglichen werden müsste, um eine deutliche Verschlechterung der gegenwärtigen Studienbedingungen zu vermeiden.

 

Bezüglich der Studienbeiträge hat die Universität Bayern e.V. von Beginn an darauf hingewiesen, dass für die Übernahme der Studienbeiträge aufgrund von sozial verursachten Befreiungsbeständen nicht die Solidargemeinschaft der Studierenden, sondern der Staat zuständig ist; das gilt im Übrigen auch für die Abführung an den Sicherungsfonds. An der Universität Passau wurden im Wintersemester 2009/2010 32,42% der Studierenden von den Studienbeiträgen befreit, darunter 18,84% aus sozialen Gründen. Bei Zahlung dieser Studienbeiträge durch den Staat, zu dessen Aufgaben die Sozialpolitik gehört, ergäben sich hier durchaus entsprechende Potenziale zur Senkung der Studienbeiträge.

 

Mit großer Sorge betrachten unsere Studierenden die Entwicklung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Studentenwerks Niederbayern-Oberpfalz. Ich bitte Sie dringen, die finanziellen Mittel für den staatlichen Mensazuschuss, den Wohnheimbau und die Sanierung von bestehenden Wohnanlagen merklich zu erhöhen. Bei der Ausbauplanung zur Bewältigung des doppelten Abiturjahrganges 2011 und der steigenden Studierendenzahlen wurde leider übersehen, die Finanzmittel für die Studentenwerke einzuplanen; dieses Versäumnis müsste dringend korrigiert werden.

 

Ohne den Bologna-Prozess mit den gestuften Studienabschlüssen in Frage zu stellen, bitte ich Sie, darauf hinzuwirken, dass Ihr Haus bei der Erteilung des Einvernehmens zu neuen Studiengängen der in den ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen der KMK eröffnete Möglichkeit, 6-, 7- oder 8-semestrige Bachelor-Studiengänge vorzusehen, offen gegenübersteht. Dies sollte sich an den speziellen Erfordernissen eines Studiengangs orientieren und Mobilitätsfenster für Praktika oder Auslandsaufenthalte berücksichtigen; eine generelle Verlängerung auf 8 Semester für alle Bachelor-Studiengänge befürworte ich nicht.

 

Bei den Bachelor-Studiengängen an Universitäten sollte insbesondere für Studiengänge mit mehr als 6 Semester neben der Berufsbefähigung auch die Wissenschaftsbefähigung gefordert werden; hier halte ich eine Unterscheidung zwischen Universitäts- und Fachhochschulstudiengängen unbedingt für notwendig. Auf die Unterscheidung zwischen konsekutiven und nicht-konsekutiven Master-Studiengängen sollte verzichtet werden, um hier nicht den Eindruck zu vermitteln, dass die Berufbefähigung erst nach Abschluss eines konsekutiven Master-Studiengang gewährleistet ist.

 

Die Kleinteiligkeit der Modulprüfungen, deren Wiederholbarkeit, die Überprüfung de Workloads, die Anerkennungspraxis von an in. Und ausländischen Universitäten erworbenen Studien- oder Prüfungsleistungen und die Regelung der Anwesenheitspflicht gehören in den Verantwortungsbereich der zuständigen Universitäts- oder Fakultätsorgane und können im Rahmen des universitätsinternen Qualitätsmanagement geregelt werden. Ich werde an der Universität Passau darauf hinwirken, dass die von den Studierenden angemahnten Verbesserungen konsequent umgesetzt werden.

 

Im Übrigen habe ich mich bei meiner Stellungnahme zum Bologna-Prozess auf die Positionen des KMK-Beschlusses vom 15. Oktober 2009 bezogen, die ich inhaltlich mittrage.

 

Ein Abdruck dieses Schreibens ergeht auf Wunsch der Studierendenvertretung an die Universität Bayern e.V. und an die HRK. Für den Brief an Sie habe ich der Studierendenvertretung erlaubt, diesen universitätsöffentlich bekannt zu machen.

 

Mit verbindlichen Empfehlungen bin ich

 

Ihr gez.

 

Prof. Dr. Walter Schweitzer

Präsident der Universität Passau

 

Anlage

Stellungnahme des Präsidenten der Universität Passau"



Aktionskunst - was ist das?
geschrieben am 1.12.2009 um 01:01 in der Kategorie
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Die AKtionswoche hat die Uni Passau erreicht. Das Programm ist interessant und wird hoffentlich gut angenommen. Doch eine Frage kommt immer öfter:

Aktionskunst? Was meint ihr damit?

Das kann ich euch sagen:

Am Dienstag meinen wir damit ein paar Spiele von der Art, wie sie bei Theatergruppen zum Vorbereiten gespielt werden.

Am Mittwoch meinen wir damit, dass wir uns alle mit zugeklebten Mund in einen Kreis stellen und uns mit Klarsichtfolie umwickeln lassen. Denn wir sind gefangen in den schlechten Vorraussetzungen der heutigen Bildung. Damit schließen wir uns außerdem dem stummen Protest an, wie er am Mittwoch an vielen deutschen Universitäten stattfindet.

Am Donnerstag meinen wir damit, dass wir eine Musikdatei hören, die wir uns vorher herunterladen können und tun was die Stimme auf der Datei sagt. Sieht vorallem für die Leute, die nicht hören was gesagt wird ,sehr lustig aus.

Also schaut vorbei, jeden Tag ab 12 Uhr vor der Mensa.

Und vergesst nicht: Die nächste Vollversammlung findet am 4.12. um 20 Uhr statt. Wir treffen uns auch hierfür auf dem Mensavorplatz. Bis dann, liebe Mitstreiker.



International Plenum of better Education: Manchmal ist es schwer.. und lohnt sich um so mehr
geschrieben am 29.11.2009 um 23:04 in der Kategorie
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Manchmal müssen wir über die Grenzen unserer schönen, streikenden Stadt Passau hinausgehen und all unsere Forderungen und Ideen mit anderen streikenden Universitäten diskutieren. Genau das haben drei Passauer Studierende dieses Wochenende (vom 27. bis 29.11.) getan, indem sie zum International Plenum of better Education nach München gefahren sind. Dort haben sich Studierende von mehr als 40 Universitäten aus ganz Europa eingefunden um sich über ihre Erfahrungen mit dem Bildungsstreik auszutauschen.

Plenum, Fototermin, Arbeitsgruppen, Plenum, Abendprogramm, Abschlussplenum. So stand es auf der Tagesordnung. Die Umsetzung gestaltete sich allerdings ein bisschen komplizierter. Schon in dem Anfangsplenum und den Arbeitsgruppen gab es diverse Konflikte. Völlig normal, könnte man meinen, immerhin sind hier Menschen aus so unterschiedlichen Städten, Struckturen und Umfeldern aufeinander getroffen. Alles schön und gut, also, bis zu dem Abendplenum am Samstag. Eigentlich sollten die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt werden. Doch schon bei der Frage, ob es eine Moderation geben soll, eskalierte die Situation. Es wurde geschrien, geflucht, gejammert. Mich würde es nicht wundern, wenn der ein oder andere sogar geweint hat. Irgendwann gaben die ausländischen Teilnehmer, die zum Teil von so weiten Entfernungen wie Barcelona angereist waren, bekannt, dass sie so nicht weiter machen würden. Das Plenum löste sich auf, eine Band fing an zu spielen.

Also alles vorbei? Ein Desaster? Ganz und gar nicht! Denn es bildete sich in einem anderen Hörsaal ein neues Plenum aus all denen die noch Kraft und Lust hatten, zu diskutieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entstand irgendwann tatsächlich eine produktive, offene und angenehme Diskussion. Dabei ging es allerdings nicht um konkrete Forderunen. Es ging um Aktionen,  um Basisdemokatie, um den Überwachungsstaat, um Elitenbildung, um Sozialismus, um dies und das. Was dabei am Ende heraus gekommen ist? Eigentlich nicht viel. Zumindest nichts Materielles, kein Papier. Doch für die Menschen die dort waren, die bis um 6 Uhr morgens noch zusammen saßen, ihre Meinung artikulierten und auch andere Meinungen mit Respekt anhörten und diskutierten - diesen Menschen hat diese Nacht sogar sehr viel gebracht. Und zwar neue Einsichten, interessante Anregungen, vielleicht sogar ein paar Ideale.. Denn eines konnte man in dieser Nacht ganz deutlich spüren: Der Bildungsstreik, wie es ihn im Moment in sovielen Universitäten gibt, ist keine einfache Protestkampagne. Es ist eine Bewegung, die für viele auch über die Grenzen der Universität hinausgeht und die gesamte Gesellschaft betrifft. Vielleicht müssen wir uns ab und zu daran erinnern, das große Ganze im Blick zu behalten.

Damit aber wir, die Passauer Studierenden, in diesem großen Ganzen nicht fehlen, damit wir wahrgenommen werden, obwohl unsere Uni nicht mehr besetzt ist, müssen wir laut sein. Man muss uns hören, Deswegen erhebt eure Stimme und nehmt eines der vielen Angebote in der kommenden bundesweiten Aktionswoche wahr.



Gestern Abend im Proli
geschrieben am 26.11.2009 um 13:28 in der Kategorie
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Gestern um 21 Uhr, ein paar Tage vor der Schließung des Prolis, war es noch mal ziemlich voll in der beliebten Location. Die meisten der gestrigen Gäste gehörten allerdings alle zu einer einzigen Gruppe, nämlich zu uns den Passauer Studierenden, die wollen, dass der Bildungsstreik weitergeht.

So besprachen wir in geselliger Runde das ein oder andere Gerücht, sowie die Landesastenkonferenz am letzten Sonntag. Die vor weniger als eine Woche gebildeten Arbeitskreise stellten sich noch einmal vor und wurden erfreulicherweise um einige Mitglieder größer.

Doch der Grund weshalb gestern überhaupt ein Treffen angesetzt wurde und wir nicht bis zum geplanten Treffen am 4.12. warten konnten, war ja ein ganz anderer: Die bundesweite Aktionswoche steht vor der Tür! Und Passau hat einiges zu bieten:

Es wird einen Infostand mit einer einladenden Sofaecke geben, an dem sich alle über den Bildungsstreik, unsere Forderungen, Themen wie Studiengebühren, Bologna oder Bafög und weitere Aktionen informieren können.

Für die Durstigen unter euch, bieten wir zusätzlich im Laufe der Woche einen ansprechenden Glühweinstand an.

Auch wird wohl die Tatsache, dass Regeln und Einschränkungen unsere Bildung blockieren symbolisch und unübersehbar veranschaulicht werden.

Selbstverständlich werden auch ausreichend Flyer und Plakate nicht fehlen.

Damit sich aber wirklich jeder konkret mit seinen Beschwerden und Änderungswünschen einbringen kann, wird es eine Mecker-Mauer (auch der Name Klagemauer ist im Gespräch) und eine Mecker-Box geben. In Letztere kann jeder bei uns verfügbare Postkarten einschmeißen, auf die er seine persöhnliche Forderung schreibt. Die Postkarten werden im Anschluss an Minister Heubisch geschickt.

Es wird eine Filmvorführung geben, bei der eventuell ein Zusammenschnitt unserer Passauer Proteste und/oder ein ZDF Beitrag, in den wir uns Passauer Studierende mit einer Videobotschaft einbringen werden, gezeigt.

Voraussichtlich Freitag wird es einen Vortrag eines Professors zum Thema Bologna-Prozess geben.

Außerdem werden wir die ganze Woche über mit abwechslungsreicher Aktionskunst auf uns aufmerksam machen.

Es liegt also eine aufregende Woche vor uns, in der es an der Passauer Universität einiges zu erleben gibt. Wer sich spontan noch an der Organisation der Aktionen beteiligen möchten, kann gerne eine Email an streikpassau@googlemail.de schicken. Ansonsten freuen wir uns über viele Interessierte nächste Woche. Denn vergesst nicht: Der Bildungsstreik lebt! Auch in Passau.



Forderungen an die bayrische Landesregierung, wie sie am 18.11. im Audimax aufgestellt wurden
geschrieben am 26.11.2009 um 13:26 in der Kategorie
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Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf:
 
  
 die Studiengebühren sozialer zu gestalten d.h. einkommensabhängig zu staffeln, wobei der Differenzbetrag vom Staat ausgeglichen wird
-

 
 sich auf europäischer Ebene für einen einheitlichen Stundenschlüssel pro ECTS-Punkt einzusetzen
-

 
 die Verfasste Studierendenschaft wieder einzuführen analog zu den bereits in anderen deutschen Bundesländern erfolgreich erprobten Modellen
-
 
 eine flexible Gestaltung der Regelstudienzeit von Bachelor- und Masterstudiengängen zu unterstützen bei gleichzeitiger Anpassung der BAFöG-Regelungen
-
 
 sich auf Bundesebene für ein regelstudienzeitunabhängiges BAFöG einzusetzen und dabei weitere Kostenfaktoren zu berücksichtigen.) - keine bestätigte Abstimmung
-(
 
 die finanzielle Ausstattung der Studentenwerke durch Staatsmittel an die steigende Studierendenzahl anzupassen.
-

 
 bei einem nicht berufsqualifizierenden Bachelor einen freien Zugang zu einem adäquaten Masterplatz für jeden Bachelor-Absolventen zu gewährleisten
-
 
 bei einem berufsqualifizierienden Bachelor die Gewährleistung eines Masterplatzes nicht nur von der Bachelornote abhängig zu machen
-
 
 
 sich für die Verbesserung der Berufsqualifizierung des Bachelorabschlusses einzusetzen, und um eine bessere Reputation in der Öffentlichkeit zu bemühen
-



Morgen - 21 Uhr - Proli
geschrieben am 24.11.2009 um 23:18 in der Kategorie
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Wie geht es jetzt weiter? Gibt es nächste Treffen? Was ist an Aktionen geplant? Oder ist der Streik in Passau etwa schon zu Ende? So kann man es im Moment an allen Ecken und Enden unserer Passaauer Universität fragen hören. Nein, der Streik ist noch lange nicht zu Ende, liebe Interessierte.

Nächste Woche (vom 31.11. bis zum 6.12.) gibt es eine bundesweite Aktionswoche. Und Passau wird mitziehen! Plakate, Flyer, Banner, Tshirts, Demos, Partys, Vorträge, Diskussionen - es gibt unzählige Möglichkeiten. Für welche wir uns auch entscheiden, wichtig ist der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir, die Passauer Studierenden, noch nicht aufgegben haben! Denn langsam, aber sicher verschwindet Passau wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung. Passau, eine Stadt, deren Studenten (und auch Schüler) sich einmal erhoben haben, wie es kaum einer für möglich gehalten hatte. Doch auch eine Stadt, die dann schnell wieder im Schatten all der anderen streikenden Universitäten versunken ist? Wollen wir, dass man in einiger Zeit so über uns spricht? Das dürfen wir nicht zulassen! Denn das würde unserem Engagement nicht gerecht werden.

Deshalb treffen sich alle Bildungsstreik Teilnehmer und Interessierte morgen am Mittwoch den 25.11. um 21 Uhr im Proli um die Aktionswoche zu planen. Weil wir sobald wie möglich mit den Vorbereitungen beginnen sollten. Weil fleißige Helfer dringend gebraucht werden. Weil man Passau wieder hören muss. Passau schläft? Von wegen.



Interessante Links
geschrieben am 22.11.2009 um 20:56 in der Kategorie
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1. Was sagt die Presse zu den Protesten in Passau?

http://www.mediendenk.com/index.php?AID=0000021367 (Mediendenk)

http://www.trp1.de/act_14-news_3873.html (TRP1)

http://www.br-online.de/b5aktuell/b5-studenten-proteste-ID1258396982241.xml (BR)

http://www.pnp.de/nachrichten/pnp_videonews/index.php?vid=2322&trailer=17_11_09_trp1_studentendemo/17_11_09_trp1_studentendemo.flv (PNP)

http://www.bb-passau.de/index.php?AID=0000021415 (Bürgerblick)

2. Welche Youtube Videos über die Passauer Proteste gibt es...

... zum Streik allgemein?

http://www.youtube.com/watch?v=7gf5S_hk6ro

http://www.youtube.com/watch?v=UVp7sox6DS4

http://www.youtube.com/watch?v=uWFnoEFw7A8

... zur Demo?

http://www.youtube.com/watch?v=rh6s3nNnXQA

http://www.youtube.com/watch?v=98dK0nr9HAc

http://www.youtube.com/watch?v=Z_b2T1P9gPc

... zur Besetzung?

http://www.youtube.com/watch?v=7ktc5pasef0

http://www.youtube.com/watch?v=29WM2MsFGkA (Präsidenten Rede am 1. Besetzungstag)

http://www.youtube.com/watch?v=lQfVVLLZM3c

http://www.youtube.com/watch?v=YvEDTV5cQOw

http://www.youtube.com/watch?v=E1f_7rAiTQI

... zu dem Auftritt der Bands?

http://www.youtube.com/watch?v=DSuLW0y1csA

http://www.youtube.com/watch?v=bWK1gPlnMvE



Was gibt es Neues?
geschrieben am 22.11.2009 um 19:55 in der Kategorie
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In der ganzen Welt tut sich einiges unter den Stundierenden. An der Universität Bekeley in Kalifornien wurden gestern, nach geschätzten 11 Stunden Blockade, rund 40 Stundierende unter Anwendung von Gewalt verhalftet. In was für einer Welt leben wir eigentlich? http://bildungstadtschloss.wordpress.com/2009/11/21/gewalt-gegen-studenten-heute-university-of-california-berkeley

Viele unter uns, den Passauer Studierenden, wollen keine Studiengebühren, aber eine bessere Lehre. Da stellt sich die Frage: Wo soll das Geld herkommen. Ein Lösungsansatz liegt eventuell in der Idee des Bildungsstroms: Dabei sollen durch neue Methoden der Energiewandelung Energie und damit Kosten eingespart werden. Das gesparte Geld kann wiederum in Bildung fließen. Wie diese neuen Methoden aussehen? In erster Linie stützen sie sich auf das Prinzip der Raumenergie. Raumenergie ist nach Definition "die nach der Quantenphysik im „leeren Raum“ selbst (von der Physik auch „Vakuum“ genannt) vorhandene Energie" (http://www.dvr-raumenergie.de/energy/definitons.html). http://www.unsereunibrennt.de/node/169

Solche Konzepte sind wichtig, doch was können wir Passauer Studierenden konkret machen? Wir können Druck machen! Zum Beispiel mit weiteren Demos, wie am nächsten Mittwoch in München um 14 Uhr auf dem Geschwister Scholl Platz. http://s6.directupload.net/images/091121/5gkmlvk8.jpg

Wem die Demo zu kurzfristig und/oder zu weit weg ist, möchte vielleicht stattdessen lieber der Uni Regensburg einen Besuch abstatten. Dort findet nämlich vom 11. bis zum 13. Dezember ein Alternativer Bildungsgipfel mit Workshops und Diskussionsrunden statt. http://www.bildungsstreik-bayern.de/bs_start/alternative-bildungsgipfel-in-regensburg/ 

Wer sich weiter darüber informieren will, was an den anderen Unis so los ist, hat hier eine Liste der Blogs und Homepages anderer streikender bayrischer Unis:

http://www.unsereunibrennt.de 

http://www.bildungsstreik-bayern.de/tag/regensburg/ 

http://bildungsstreikcoburg.blogspot.com 

http://uniaugsburgbrennt.blogspot.com 

http://bildungsstreiknbg.blogsport.de

 









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