Da bin ich wieder und zwar mit einer brandheißen Eilmeldung:
Die Beführworter der Studiengebühren erklären immer, die Gebühren dienten ja besseren Studienbedingungen und damit uns, den Passauer Studierenden. Das mag sein. Doch
vor kurzer Zeit ist eine Geschichte herausgekommen, die ein ganz anderes Licht auf die Angelegenheit wirft. In der Regel fließen 1,2 Millionen Euro in die Universitäts-Bibliothek. So weit, so gut.
Nun wurden aber 580 000 Euro von diesem Geld hauptsächlich in die Tiefgarage und in die
Innsteg Aula gesteckt. Das Defizit bei der Bib musste natürlich ausgeglichen werden. Womit?
Na klar, mit unserem Geld, den Studiengebühren, die dafür ganz sicher nicht vorgesehen sind. Veruntreung nennt man so etwas.
Nun hat sich die Unileitung an uns Studierende gewendet. Wir sollen entscheiden, wie damit umgegangen werden soll. Die Vorschläge der Unileitung: man spart an der ein oder anderen Stelle, wie zum Beispiel bei den studentischen Mitarbeitern. Oder wir zahlen alle eine Zeit lang
weniger Studiengebühren. Klingt erst einmal super, bringt uns aber im Endeffekt nur Nachteile bei den Studienbedingungen. Oder wir schenken der Unileitung einfach das falsch angelegte Geld.
Wie ihr merkt, sind alle vorgeschlagenen Lösungen zu Lasten der Studierenden. Das darf
nicht sein!
Deshalb gibt es morgen eine Sondersitzung des Studentischen Konvents, bei der
über alternative Lösungsvorschläge diskutiert werden soll. Denn so etwas können wir uns nicht
bieten lassen! Klar, es lohnt sich immer, sich mal anzuschauen, was unsere Studentenvertreter
da eigentlich so machen. Aber gerade morgen ist es extrem wichtig, dass soviele wie möglich
vorbeischauen und mitdiskutieren. Denn das geht uns alle was an! Der Konvent ist eine
öffentliche Veranstaltung, ihr seid alle morgen, Donnerstag den 21.1., herzlich eingeladen um
20 Uhr in den Raum 403 im NK zu kommen. Als Gast wird der Universitätskanzler Herr Bloch
anwesend sein.
Ich weiß, die Prüfungen stehen vor der Tür. Ich weiß, es kann anstrengend sein immer weiter zu kämpfen, obwohl es das ein oder andere Mal so scheint, als komme man keinen Schritt weiter.
Aber wir kommen weiter! Die Uni ist uns was schuldig, sie bittet uns um eine Entscheidung.
Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.