Aus meiner Satteltasche... |
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Etwas Reklame für BMW gefällig?in Südamerika 2004 Altiplano, eine Hochebene, bei er man das "Hoch" ruhig ernst nehmen kann. Sie zieht sich von Bolivien nach Argentinien und Chile, in einer Höhe von 3800 - 4500m (das Bild hier in der Nähe des Pso. San Franzisco Argentinien/Chile, 4700m hoch). Gebiet von Lamas und Indios, die hier leben können. Und mein Motorrad kanns. Unterwegs hab ich einige getroffen, die in großer Höhe über nachlassende Leistung klagten. Vergaser-Motoren halt. Meine BMW mit Einspritzung und Kennfeldzündung (ja soviel tech talk muß mal sein), ging klaglos da rüber. Überhaupt muß ich BMW loben für die Zuverlässigkeit. 70.000km bin ich damit in Nord-, Mittel- und Südamerika gefahren mit minimaler Wartung. Es gab ja kaum Werkstätten, so daß ich Öl-, Filter- und Reifenwechsel (4 Paar) selbst gemacht hab. Gut, ein Service war dabei in LA, bei BMW-Hollywood, aber der hat auch ein Loch von 600$ in die Reisekasse gerissen. Aber dafür gabs den BMW-Hollywood Stempel ins Serviceheft. Wer hat den schon?
Die MüllabfuhrIn den meisten Ländern in Südamerika hat mans nicht so mit der Umwelt. Ein leeres Flussbett? Ideale Müllkippe. Irgendwann wird der Regen kommen und alles mitnehmen. Eine prallvolle Tüte Abfall? Raus damit aus dem Autofenster, die vielen herrenlosen Hunde wollen auch leben. Ein einsamer Strand? Na. ideal für eine Fuhre Bauschutt, die nächste Flut wird’s schon wegspülen. Schwarze Plastiktüten (die Standard-Einkaufstüte) hängen im Gebüsch, vom Wind verweht. Aber alles was nicht Plastik, Metall oder Stein ist, holt die Müllabfuhr, die Geier. Sie kreisen über den Dörfern in den Tropen, immer auf der Suche. Und die sind hartnäckig. In dem Bild, aus Mexiko, haben sie ein ganzes Rind für sich beschlagnahmt. Das ist natürlich ein Fest. Aber eine wilde Müllkippe, ein überfahrener Hund tuns auch. Die Autofahrer fahren auch schon einmal durch solch eine Horde Geier durch, wenn sie garnicht von der Strasse weg gehen wollen. Fürs Motorrad ist das etwas ungesund, denn die sind vom Kaliber her wie grosse Hühner.
in PeruLima, Februar 2005 Wenn man mitten drin ist ärgert man sich ja über eine Sache wie Grenzer oder Polizisten, aber aus dem Abstand gesehen sagst du: so what? So auch bei diesem, wo mich die Polizisten bald zur Verzweiflung gebracht haben. In Peru sitzen die mit ihrem faulen Hintern in einem schönen großen Toyota Geländewagen an der Straße. Ich hab noch keinen Streife fahren sehn. Dazu wird das Benzingeld nicht reichen. 5-6mal haben sie mich angehalten an einem Vormittag auf dem Weg nach Lima. Zweimal wollten sie Strafe wg. zuschnellfahren (war ich nicht), einmal wg. Verkehrszeichen, (stimmte evtl.) und zweimal nur halt anhalten. Die zwei Schnellfahrstrafen hab ich abgelehnt. Und wenn sie dann so weitergequatscht haben, hab ich den Satz "la misma ley para todos", das gleiche Recht für alle, gebracht, und schau den hier - zisch -, warum muß der nicht bezahlen? Das hat geholfen. Eine Forderung für Strafe zahlen hab ich ganz abgeschmettert, einem hab ich eine "Spende" von ca. 3$ gegeben, einen hab ich 100m auf meinem Motorrad fahren lassen. Und dem mit dem Verkehrszeichen hab ich meinen alten Ersatzreifen gegeben. Der war garantiert zu groß für "sein Motorrad", aber verkaufen kann er ihn sicher. Am nächsten Tag hielt mich wieder einer an (man schüttelt sich dann erst mal die Hand) und sagt: despacio, immer schön langsam Amigo, nochmal handschütteln, schulterklopfen, und weg. Durch Lima durch war dann schon ziemliches Gewürge, die Taxler fahren auf Tuchfühlung, aber echt.
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