Eigenes
Versteckenspielen

24.09.2005 um 21:07 in | Kommentare: [ 0 ] | Kommentieren

Ich nehm' die Hände von den Augen

und schau mich langsam um.

Kann keinen erblicken,

alles ist stumm.

 

Sie haben sich versteckt,

ich hab bis 100 gezählt.

Der Sucher zu sein,

hat mich immer gequält.

 

"Ah, ich hab dich gefunden, komm raus,

du bist jetzt dran!"

Doch öffne ich die Kiste,

ist da nur ein Spielzeugkran.

 

"Komm, lass die Spielchen,

du bist hinter der Tür!"

doch dort steht nur der Besen,

ich kann da auch nichts für.

 

Ich schau hinter'm Vorhang nach

und auch im Schrank,

ich geb' langsam auf,

dieses Spiel macht mich krank!

 

Ich rufe und rufe

und schimpf' vor Verdruss.

"Ich hann nicht mehr, Freunde.

Ich mache jetzt Schluss!"

 

Doch weder Anne noch Peter noch Klaus kommen aus ihren Verstecken heraus.

 

Ich wunder' und frag' mich,

wo sind sie nur hin?

Vielleicht liefen sie raus

und ließen mich steh'n!?

 

Bin ich ganz alleine

in diesem großen Gebäud'?

"Ich habe doch Angst,

was seid ihr für Leut'?"

 

Ich wollte schon weinen,

plötzlich rüttelt einer ganz keck.

"Hab dich, du Schlafmütze!

Ein Bett ist kein gutes Versteck."

 

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Eine alte Deutsch-Hasaufgabe zum Thema "Kindheitsängste"








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