aperture science

20:04, Thursday 20 December 2007. Von pippi

we do what we must because we can

ob er es ist?

19:15, Monday 21 May 2007. Von pippi

Als ich vor wenigen Tagen durch Bree reiste, kehrte ich wie immer im Tänzelnden Pony ein, um das gute Breelandbier zu kosten. Nachdem ich etliche Humpen gestemmt hatte, wollte ich mich auf den Weg zur Einsamen Herberge machen, als mir ein alter Mann mit einem Raben auffiel. Er stand einfach da und rauchte.


Ich gesellte mich zu ihm und zündete mir ebenfalls ein Pfeifchen an. Mir gefiehl die unkomplizierte Art des Alten und seine ungeheure Ruhe angesichts der Hektik, die immer vor dem Tänzelnden Pony herrscht. Während ich aber nun so dastand und den Alten musterte, fiel mir das Gewebe seines schlichten Mantels auf. Es war ganz ähnlich wie das des zerschlissenen Mantels, den meine Tante mir auf die Reise mitgegeben hatte und der mich vor einigen Wochen verlassen musste, da er nicht einmal mehr als Decke taugte. Ich trug nun eine selbstgeschmiedete Eisenrüstung. Der Alte aber hatte, wie gesagt, einen ganz ähnlichen Mantel. Ich überlegte, ob ich den Alten darauf ansprechen sollte. Doch dann sah ich mir sein Gesicht genauer an und hatte plötzlich das Gefühl, in einen zerbrochenen Spiegel zu sehen. Der Alte sah mir seltsam ähnlich. Er hatte einen ganz ähnlichen Bart und trug sein Haar genau wie ich.


Wie ein Blitz durchfuhr mich ein Gedanke: ER ISTS! Es ist mein Vater! Ich sprach also den Alten an und fragte, ob er aus Thal stamme oder zumindest einen Bruder dort hatte. Doch der Alte ignorierte mich. Er stand einfach nur da, rauchte und sah ganz in Gedanken versunken in die Ferne. Nur sein Rage flatterte aufgeregt und wachsam auf und ab. Immer wieder versuchte ich mit dem Alten zu sprechen, doch er hörte mich nicht. Ich war enttäuscht und wollte einfach weg. Also ließ ich ihn stehen und rannte ohne Pause zur Verlassenen Herberge. Als ich dort ankam, trank ich den ganzen Abend Starkbier und erschlug noch in der Nacht etliche Bildwisse und Warge, die dort ihr Unwesen treiben. Am Morgen bereute ich, dass ich die Geduld mit dem Alten verloren hatte. Vielleicht war er ein Zauberkundiger, der neue Kraft schöpfen musste, und mich deshalb gar nicht wahrnahm. Vielleicht wollte er mich auch nur testen. Ich weiß es nicht, aber ich habe nun beschlossen, den Alten wiederzufinden. Dann werde ich ihn auf ein Bier einladen und erfahren, ob er nun mein Vater ist, oder nicht.

mein vater

19:08, Monday 21 May 2007. Von pippi

Lange wusste ich nicht, wer mein Vater ist. Da ich ohne ihn aufwuchs und auch mein Onkel nie über ihn sprach, dachte ich immer, er sei schon lange tot. Doch wenige Wochen bevor ich Thal verließ, gab mir meine Tante einen alten Mantel, der einmal gut ausgesehen haben musste, nun aber schäbig aussah und muffig roch. Immerhin zeigte es sich bald, dass er ein praktisches Reisegewand hergab, denn Regen und Wind kamen durch den dicken Stoff kaum hindurch. Meine Tante sagte, dass diesen Mantel mein Vater immer getragen hatte, wenn er auf Reisen ging. Und an diesem Tag erfuhr ich, dass mein Vater noch lebte, uns aber schon lange verlassen hatte, um für eine seltsame Schar fremder Reisende, die aus dem Westen gekommen waren, ein kundiger Reisebegleiter zu sein. Ich muss zugeben, dass mich diese Nachricht ein wenig kränkte, doch nun dachte ich immer daran, was wohl passieren würde, wenn ich eines Tages meinen Vater treffen würde. Seither halte ich nach ihm Ausschau, aber ich habe schon so viele Männer mit grauem Haar und Bart gesehen, die gute Reisemäntel tragen, dass ich inwzischen die Hoffnung aufgegeben habe, ihn doch noch kennenzulernen.

sonnenaufgang

19:27, Saturday 19 May 2007. Von pippi

Dies sind weitere Aufzeichnungen von HROTBART AUS THAL...


Des nachts ist mir in Eriador nicht geheuer, denn ich bin nachtblind und verlaufe mich zugegebenermaßen immer wieder. Ich habe nun beschlossen, das Reisen und Kämpfen des nachts aufzugeben und dies Handwerk auf den Tag zu verschieben. Dazu werde ich nun aufzeichnen, wann in Eriador die Sonne auf- und untergeht.
13:30 - Nacht - sternenklar
13:50 - Nacht - Vollmond
14:05 - Nacht - ferne Morgendämmerung
14:20 - Morgendämmerung
14:45 - Tag - früher Morgen
Ich muss eingenickt sein, denn als ich wieder zum Himmel sah, war schon Mittag. Aber ob es ncoh derselbe Tag war...das weiß ich wirklich nicht.
18:25 - Tag - Mittag oder Nachmittag
19:00 - oder später - Abenddämmerung
20:00 - Nacht - wirklich dunkel, aber sternenklar

eriador

19:20, Saturday 19 May 2007. Von pippi

Dies sind die ersten Aufzeichnungen von HROTBART AUS THAL...

Seit ich Thal verlassen habe, bin ich stärker und mächtiger geworden, denn viele Wölfe, Bären und Crebain sind meiner Klinge zum Opfer gefallen. Ich habe mich von Achet nach Schluch und Stadel durchgekämpft und halte mich nun oft und gerne in Bree auf. Ein Schmied hat mich sein Handwerk gelehrt und inzwischen habe ich schon einige gute Rüstungen aus Bronze und Eisen angefertigt. Bei einem Schneider habe ich mir das Grundwissen des Schneiderhandwerks angeeignet, so kann ich die Lederriemen, die ich zum Herstellen schwerer Rüstungen benötige, selbst schneidern.


Seit einigen Tagen halte ich mich in Annunor, den Einsamen Landen auf. Manchem mag diese Gegend recht trist und feindlich erscheinen, doch ich schätze die Übersichtlichkeit. Es gibt nur niedriges Gestrüpp, so dass Bären, Keiler und die widerlichen Bilwisse kaum Verstecke finden. Hier fühle ich mich wohl.

champagner

08:51, Tuesday 20 February 2007. Von pippi

Seit ich Shnoofy habe, beachten mich die Leute. Bestimmt finden sie mich immer noch zu dick und vielleicht hässlich, aber zumindest ergreifen sie nicht gleich die Flucht. Sie bleiben erst noch eine Weile, um ihre voyeuristische Ader zu befriedigen und verschwinden dann.
Das macht mich nach wie vor sehr traurig und ich empfinde mein zweites Leben als Qual. (Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich auch ein erstes Leben habe, in dem es mir doch recht gut geht.)
Nein, aber ich schäme mich nicht. Dann bin ich eben dick und vielleicht hässlich. Dann habe ich eben ein seltsames Ding auf meiner Schulter. Na und?
In einem Spielcasino, in dem es auch öde und leer war (wo sind denn immer nur alle?), setzte ich mich auf ein breites, bequemes Sofa und sah mich um. Überall standen Spielautomaten, an denen man für nur 1US-Dollar spielen konnte. Ich war deprimiert, denn im zweiten Leben gibt es scheinbar nichts umsonst (es sei denn man trifft nette Typen wie Katsumoto). Als ich mich also so umsah, bemerkte ich auf einem Tischchen, ganz in der Nähe meines Sofas, einen Eiskübel mit Champagner. Daneben standen zwei Gläser. Ich stand sogleich auf und sah mir die Sache genauer an. Der Champagner sprach zu mir uns sagte, ich solle mir ruhig ein Glas nehmen. Ich griff zu und schon hatte ich das Champagnerglas in meiner Tasche. Ich nahm ein paar Schlückchen und freute mich: es gibt doch etwas umsonst. Seitdem trinke ich unentwegt Champagner, denn dieses Glas wird nie leer (vielleicht ist ja auch nur ganz billiger Fusel drin). Allerdings werde ich auch nicht betrunken davon.
Jetzt frage ich mich nur, was die Leute wohl jetzt von mir denken. Jetzt sehen sie eine dicke, kleine Frau, die vielleicht sogar hässlich ist, die ein komisches Ding auf der Schulter spazieren trägt und unentwegt trinkt. Ach, ist das deprimierend.