Poesie in der lauten lauten welt fordert einmal sie zur ruhe auf und im schnellen schnellen lauf hält einmal sie das tor der stille auf Poesie ist eine Kunstform, die vom Leser ein hohes Maß an Mitwirkung erfordert. Wer sich jedoch darauf einläßt, gewinnt ein hohes Potential an Konzentration, an Stille und Muße für neue kreative Gedanken.

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Edelstein im Meer der Kiesel

Geschrieben von Reinhardb2 am 15.04.2011 um 20:21 . 0 Kommentare. Link.

Du Edelstein schimmerst im Felsen,

darunter ich Kiesel liege.

 

Leise knirscht der Sand mir und langsam schiebt mein
Bett mich in des Baches kühles Tal, aus den

hohen trauten Wäldern tritt zum Trank
edles Wild zart und bloß auf blanke Flur.

In der lustig Wellen Spiel spiegeln Schuppen
sich, Glitzern Sehnsucht weckt in mir nach Deinem

fernen Schein. Einsam fällt‘s ins Auge
mir, Dunkel schließt mein zitternd Lid zur Ruh.

Nur in Träumen küss' ich Dich, fernes Glück, ich
komm zu Dir und mit Dir nur spreche ich, denn

als einst ich schlief, war ein Samen da, gesät
von Dir, daraus ein Bild es wächst in mir.

Ein Bild gemalt in meinen Sinn, ist gereift
ein Ton, ein Lied gelegt in meinen Geist, in

Deinem Schoß ein Kleinod wacht und lebt
im Tag der Liebe nur ein hoher Traum.

Weiches Wasser morgens kühlt das Herze mir,
gnädig Welle meine kalte Wange küsst,

und der allerhellste Morgenstrahl,
bricht glänzend aus der Wolken klaffend Kluft,

zeigt tausend Kiesel um mich her, Kiesel, ge-
schliffen auf dem Weg zum Meer, zeigt Deinen Fels,

Deinen Ort, in Deinem Licht, gleichsam
in Deinem Glanz erwache ich, ein kalter

Kiesel nur, ein brennend Herz und um mich her
nur grauer Staub der steinern Zeit. So kommt ein

neuer Tag, einer von tausenden
von Tagen in abertausenden von

Jahren, die mich, der einst gebrochen wurde aus
dem tiefsten Steine dort im fernsten Gebirg‘

von dort hierher getragen, gekrochen zu
den golden Füßen Dir. Nun bin ich hier.

Kommt ein Tag, der die Tage mehrt, die ich ge-
blickt ins Firmament, die ich geweint gelacht

wo ich gesehnt gedacht nur Dich, den
Edelstein. Dann warst Du da und in mein

 

Herz ein Sehnen strahlt, so neu erwacht, ein Strahl
von Dir nur hat es geweckt, so selige

Erinnerung, so nah, ein Funke glimmt,
in mir vor Glück ein lichtes Segel weint.

Der Sonne letzter Schein gleitet in die Dämm‘rung mich, in die
Nacht und sie birgt mein müdes Sehn. Der Tag er

zieht mich weiter fort, der Fels mit Dir,
er steht am festen Ort noch seh‘ ich Dich,

 

noch sehnt mein Blick Dein nahes Glück, doch Sonne
taucht ins Abendrot und Wasser gräbt ein Bett dem

Tod, ein Abschied noch des Scheidens Schmerz
und Träne bricht stumm aus dem steinern Herz.

 

Ich muss geh‘n, mich zieht der Bach in mir, doch selbst
im Finstern spür ich Dich und greift mein Geist Dein

Lächeln sich, ein Blitz erhellt die fins-
t‘re Nacht, grell ein Donner schallt und aus den

 

Wettern, dunkle Winde, hallt ein Schrei, er fällt
den bebend Hain und auch der Fels, entzwei, er

zittert nun in wilder Pein und in
der tiefsten Not, der größten Flut der Fels,

 

er stöhnt und lässt Dich frei, Du Edelstein, ein Schimmer
nur von Blau ein Hauch, ringsumher, wirft Dich nah

zu mir ins Kieselmeer. All der Schliff
so rund um Dich, glänzt Dir nah, Facetten

 

scheint Dein Licht, so frei von nah, Dein Lied es klingt
nun fort in mir. Wir hör‘n, wo unsre einig

Seele birgt ein Band und unser Sein
wird innig Ketten gleich, flutend Sand

 

treibt zwischen uns und unser Wille kreist, denn
listen ab der Erde wir den tausendlan-

gen Weg; doch reicht die eine müde
Kraft für die eine Drehung nur, einzig

 

möglich hin zu Dir - dringt meine Zeile durch
des Wassers rauschend Klang und blüht sodann für

diesen Sang dein Ohr und greift graue
Muschel Dich mein Herz aus Gram Dein Herz aus

Stein? „Ein trautes Treffen, wie ein Pfeil aus Blut,
ein Augenblick, ein Liderschlag Wange an

Wange, fügt Lippe an Lippe sich
und Poren meiner Kieselhaut spüren

schwärmend hold die Hitze deiner heißen Glut
ein Kuss entführt die Sinne mir, dem Stein und

in die tiefsten Tiefen Deiner Hand
da dring ich ein und öffne Deinen Strahl,

die Wundgeburt sie füllt Dich und mich mit Meer.
Wir zwei sind eins im Strahlenland so bedeckt

von Staub, versteckt von Laub, erkennen sich
im Wogenraum, die Schale schwillt, wir lieben

dämmernd uns im Sonnensand, glücksgekoste
Stunden, klare tiefe funkelnde Saphire“

Noch zwei Spiegel sind‘s eingebettet
zwischen Himmeln und den Wassern. DOCH ACH

 

die letzte Welle sinkt am leeren Strand,
das Beet bleibt leer und Schweigen tropft aus Furchen

Deiner Spur, Dein Schimmer bricht sein Bann,
verborgen bleibt im Traum, ein Körnchen heiß wo

 

Du wohl einst gelegt Dein Schattenkleid, von Blu-
men feinst und jetzt so bleich die blaue Träne

Deiner Schönheit weiht, die leise Stimm‘
nur bin ich, im tosend Strudel rauschen

 

Bäche mein, sie flehn nach Dir, ein traurig‘ Sänger
stummgeweint, so bleib ich hier, ein kaltes Grab,

ein leises Weh, ein Glitzern noch von
weit weit her, mein Boot allein, es treibt so

 

schwer der Duft zu Regenland und Nebelsee.

© Reinhard Eberl-Pacan 02/2011

Der dunkle Bote

Geschrieben von Reinhardb2 am 15.09.2010 um 06:25
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 I

wir fliehen vor/ des tags almo/sen
rauben nächten/ lichter glanz

 frierend wacht der/ dunkle bote

wir zehren wenn/ vor morgenro/sen
lüster beben/ tote ganz

 II

stoss’ geliebter/ zinnen walte
spinn den lanzen/ lange enden

draußen schleicht der/ dunkle bote

tanz geliebte/ erfüllte spalte
hege sehnsucht/ bittrer lenden

 III

lass geliebter/ leere logen
von Deiner wei/ne träume trin/ken

 in Nachen rinnt/ der dunkle Bote

lausch geliebte/ ferne wogen
an unsrer See/len Küste sin/ken

 IV

wir fühlen dass/ durch Nachtgespins/te
für uns ein wa/cher Adler kreist

 aus Mauern fällt/ der dunkle bote

wir lieben dass/ durch Liebesküns/te
in uns ein hel/ler Schwan noch reist

Reinhardb2 ©10

Einladung zu einer Reise

Geschrieben von Reinhardb2 am 14.01.2009 um 06:39
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Meine Feundin/ meine Schwester    
einst vereint/ an wehend’ Bord    
einst verwebt wie/ Vogelnester    
einst verwandt bei/ mir mit lachend’/ Wort  
                    
 
Zählst dem Lieben/ deine Wunden   
gebrannt gemalt/ der Funken Wand  
gebannt der Stab/ dunkler Stunden 
getilgt dein Bild/ ein and’res Land

 

 
Deiner Augen/ weiße Strände       
färben sich/ mit buntem Sand      
farbig schweift Ge/liebte Ferne   
fahrend Lied schenk/ dir ein klingend’/ Band   
                 
 
Harrst der Wogen/ deiner Wellen   
tief der Netze/ ewiger Fluss      
tief die morgen/hellen Quellen
tief der Gezeit/ verzagter Kuss   

 

 
Vagabund du/ Dünen entbunden
dein Wille/ weit wehte fort 
dein Mut an Win/de gebunden 
dein Herz so frei/ zum Bleiben kein/ Ort

©08 Reinhardb 2

The Mill

Geschrieben von Reinhardb2 am 21.10.2008 um 06:33 . 0 Kommentare. Link.

A story telling of the life in the Bavarian Forest For Lea Written by her father

I was born on a mill. It was a water mill. A tiny river, running down from a small stony moun-tain, called The Lusen, was divided into two small creeks. The right side one was flowing his usual bed downhill between meadows, going under an old wooden bridge and crossing a small bosk of trees and bushes. The little creek on the left side was going through a tiny watergate, gains height by running aside the barns in a narrow wooden bed, perforated by holes over holes, with clear water pouring out and creeping over a broad splashy meadow, where geese and hens were chasing after thousands of earthworms, polliwogs and small frogs. This wooden channel was carried by a lot of flimsy pillars, underpinned with dozens of thin slats. Its end then was marked by something like a giant wooden hut, blackened with pitch, hiding a not minor giant wheel, also heavy black and made of pitched wood, whose centre was based on the level of the earth and whose edges were running three meters high as well as three meters deep into the ground. This big wheel was driven slowly but con-stantly by one part of the water in the wooden chan-nel, while the other lot of water was falling down a white and foggy cascade in front of the wheel-house. It falls down to the ground again, forming there a pool of tumbling and misty water, rich in oxygen, full of trouts and the mist forming a small rainbow, when the early morning sun was sending beams of sunlight through it. In cold and chilly winter times, the cascade got frozen to a mighty column of bright white ice, bearing inside still the falling water, while you could see everywhere on the channel and the wheelhouse lots of long and thin icicles, gleaming in the winter sunlight.

On late evening, when we children were ex-pected to go to bed, even on hot summer days a mood of coolness and darkness fell over the mill house, which was built by adding part to part over centuries. There were dark and endless corridors running through the house, with suddenly appearing wooden stairs, leading up or down to even darker rooms and more frightening to us children. You ex-pected witches, spooks or gnomes after every corner or behind every wardrobe and every door. When we finally reached our bedrooms, safe and tired, we jumped into our chilly beds with heavy blankets and thick pillows. We were allowed to leave the electric lights switched on during the night, because it was powered by an antiquely old light-ning dynamo, powered – like nearly everything in the mill house – by the steadily flowing water. The light of the electric bulb was pale and flickering, following gently the rising and ebbing of rhythm of the falling waters. It put the narrow bed-room into a yellow twilight, shadows going up and down the walls and windows. But the everlasting sound of the rushing wa-ters, mixed with the monotonous noise of rotation wheels and millstones, made us children finally sleep well at night and woke us up with the early sunshine – not to forget the loud and strong cock-a-doodle-doo.

The bathroom for the morning rituals was a small and damp washhouse between the barns, where all the laundry was done together with the washing of all the farm staff. Outside of the wash-house the small creek was going by, from early fall till late spring there was broken ice swimming in it, resulting from the long lasting and heavy frosts and snowfalls up in the hills. With freezing fingers and cold blood running through every vessel, we got our teeth brushed and our faces washed. Back in the big and comfortably warm living room, we lined up before the heated tiled stove to get back our normal temperature.

The living room was a spacious room for eve-rything. Children were playing, grown ups working and elder ones gossiping about everything under the sun. But most important and exiting were lunch times. Big bowls and plates were brought in from the kitchen for so many people – the farmer, his wife, his children and mother, two younger sisters, his menial staff and even sometimes neighbours, rela-tives or friends, all the lot sat around the big and massive dining table.

Waiting hungry for their food, they squatted before flat holes, carved into the thick and mighty wooden board of the table, made to absorb floods of milky potage and masses of meaty food. With spoons and forks the community took its meals and clay jugs served for its drinks, mostly fresh and clear water from a dwell or a wellspring nearby.

After the meal, especially on the evening, the whole family and staff stayed on their old and nagged chairs to listen to the stories of the farmer and maybe to one of the older menials. They told stories of the life in the dark and gloomy forests, stories of lumberjacks and charburn-ers, of hikers and climbers, of hunters and poachers, of tollkeepers and smugglers, of witches and fairies, of giants and midgets, of bears and wolves.

Often the stories told of the poorness of those, living in the hostile environment of the dense woods, sometimes they ended up in strange fights between deadly ene-mies or with the last and straight breath of a brave and lawful man, killed by the wrongful hand of a perfidious murderer. We children couldn’t even shut our mouths by listening to these fascination tales and stories, hop-ing they would never end and not send us on our dangerous way through the nightly house, where we got more and more afraid of meeting the one or the other frightening guise out of a story.

An old widow was living in one of the flats, black clothed and sometimes roaming shy through the narrow chambers. She once was the wife of the former Landlord, selling the whole property after his death to my grand father. We thought her a witch in her black and mostly rugged dresses, she never speaks a word or losts even a greeting. With her cane as buckled as her scabby back she could be heard shuffling over her wooden floor, maybe back and forth, maybe in circles. Lonely for an eternity she might have lost her voice and even more her sense of hearing. Nobody knows even if she could see anything or if she was only walking the same way day by day, counting her steps or orientating herself by the bare smell of the wooden, spotted walls or the tattered carpets.

My grandfather – I guess – always dreamed of running a mill instead of an usual farmhouse. Born himself on an old and humble farmhouse, build on a tiny spot surrounded by this Bavarian kind of dark woods, composed of high and compact spruce trees, filled with scrubs over scrubs with fruits and berries, the bottom littered with moss, blueberries and mush-rooms, always dark cold and dusty with little sun-beams ever reaching the ground. Maybe by running this technical house, he feels himself some kind of an engineer or a master. Looking after the millstones and all the varied mechanism for milling, beating, grinding and kibbling the wheat, the oats, the barley and the rye, he reigns over his own operating and rotating Empire. I never really saw him working. Maybe I don’t remember, but this small lank man for me never was to be seen between the working farm staff.

Maybe he was guarding his machines instead or working on new innovations for them, when he was out of sight, I think, nobody really knows what he was doing. Even meal was seldom seen on the mill, not regarding the white, floury and powdery air going through the building, filling nearly every space with its dry and droughty smell and leaving adamant liners on the edges of floors, walls, stair, handrails, on the few furniture and the battered draperies. But we rarely were confronted with this smooth, white and bulky powder, coming out of these high-rise refining machines, which were reaching from basement to the top of the roofs.

©08 Reinhardb 2

Der Liebe Ende

Geschrieben von Reinhardb2 am 11.05.2008 um 06:17
in wo keine Liebe wohnt. 0 Kommentare. Link.

An der Liebe End'
schweig still, leis', kein Wort
frag nicht, stand es in uns'rer Macht 
verschwende nicht die letzte Nacht
heb auf, trag hin, fort
diese stumme Trän'

 

Bei der Liebe Bruch
Asch' und einsam Frost
der Jahre Zeit nur Funkenspiel
wo Himmels Röte unser Ziel
Eis jetzt, falscher Trost
in uns Brandgeruch

 

In der Liebe Mord
stich du Rosendorn
einst farbig' Blüten unter uns
als helle Zukunft unser Wunsch
vergiß, flieh, verlor'n
gähnend öder Hort

©08 Reinhardb 2

 

Anfang einer Geschichte

Geschrieben von Reinhardb2 am 22.04.2008 um 21:17 . 0 Kommentare. Link.

Ein Mann im Wald
eine Frau in der Stadt
Hubert und Henricke

sie können zueinander nicht finden
was wäre wenn sie sich treffen würden?
Sprechen sie die gleiche Sprache?
Welche Geschichte liegt dazwischen?

außen

Hubert hat Zeit er kann warten bis die Spaziergänger vorübergehen auf den richtigen Moment
Ein Mann schreitet durch den Wald. Er trägt schwere Stiefel, Stiefel aus Leder und Fell. Eine grobe Stoffhose, eine dunkle Lederjacke, einen Hut mit Feder. Auf den Bäumen singen lustig die Vögel, Rehe springen
Hubert als Schäfer (Bergschäferei bei Buckow) Schafe geraten in einen Zug? Zug entgleist Menschen werden verletzt, Hubert gibt die Schäferei auf. zieht in die Stadt
 

Fenster in der Stadt tausend Augen blicken auf ihn tausend Augen von Teddybären in einem Spielzeugladen. Immer ein Gegenüber, kein freier Blick, er sieht die Nachbarn Feste feiern, streiten, bumsen,


Henricke Wachsende Ringe auf dem Rasenplatz, Kinder spielen Ringelreien, Henricke hat das lange nicht mehr gesehen, erinnert sich an ihre Kindheit, auf der Parkbank, denkt sie an Topfblumen, an die frühen Freuden und die frühen Freunde. Sie sieht hinüber zum Teich und beobachtet die Tauben und Enten. Spaziergänger laufen über  Wege, Menschen liegen auf Wiesen und spielen mit Bällen und Ringen.

innen

7 Uhr Morgens der Tag noch jung. Sie denkt nicht daran der Vergangenheit nachzutrauern. Weg damit! Aus und vorbei!

Sie hat sich schön gemacht für den Ball, (Caroline Beil) ihr Kleid eine Wucht, dunkles glänzendes Grau mit Dekollté Träger Querfalten (Begriff suchen Plissékleid?) Lichter spielen auf dem glänzenden Stoff, die Farbe passt so gut zu ihren grünen Augen wie Smaragde, ihr blutroter Mund ein langgestrecktes Herz ihre blonden Haare Seitenscheitel mit einer frechen Welle Locken auf den Schultern eines jener Kleider, die ihre schlanke Figur betonen, ihr hohen gewölbten Brüste, ihre schmale Taille, ihre makellose Haut, schimmerndes Porzellan, lange schwarze Handschuhe, ihr Schmuck Ohrringe Perlen Silber und Diamanten, ihr breites Collier über ihrem straffen Hals, eine Brosche seitlich am Träger über dem Dekollté

In der Damentoilette, ihr ist übel, sie beugt sich über die Kloschüssel und ihr necklace Collier fällt hinein. Sie steht lange davor, verzweifelt, kreidebleich, eckelig, so voller gräßlichem Eckel, was soll sie tun?

Plötzlich dunkel. Draußen bewegt sich eine Tür, kalter Hauch, scharrende schleifende Geräusche, harte feste Schritte auf klirrenden Fliesen, Stiefel vielleicht, jemand öffnet die Türen der Nebenkabinette, kommt langsam näher und näher, ihr Blut erstarrt, Tränen in ihren Augen, ihr Makeup fließt über die Wangen, die Lippen beben der Hals atemlos, geballte Fäuste an ihren Schläfen (Angst beschreiben) oh Gott beten

Er denkt sie ist verletzt, will ihr helfen, sie schlägt tritt nach ihm, ihr Stöckelschuh bricht, er blutet am Schienbein,

Er hat sich eingerichtet in dem Gebäude, in den Winkeln, Fluren, Keller, Schächten er wohnt da er sieht sie an mit seinen grünen Augen, Froschaugen, ganz groß ganz traurig
 

©08 Reinhardb 2

Warum Lesen?

Geschrieben von Reinhardb2 am 21.04.2008 um 21:15 . 0 Kommentare. Link.

Lesen
warum lesen?
Wort für Wort Zeile für Zeile Texte erschließen Schneisen schlagen in die unbekannte wilde Welt deren Abbild und Modell vor unseren Augen liegt schwarz auf weiß und deren Ahnung und Herausforderung in uns schwebt blau in gelb
Satz für Satz Kapitel für Kapitel Sinn, Melodie, Gefühl entnehmen entreißen aus einem Knäuel wiederkehrender scheinbar ziellos geworfener Zeichen und Leerzeichen, gebändigt eingesperrt meist in weißen Rechtecken, in flachen flatternden Kuben biegsam unzerbrechlich gefüllt inhaltsschwer
Rücken für Rücken Regal für Regel Wissen Weißheit Willkür Werden und Wollen entdecken schürfen schaufeln und sieben
siebend neu schaffen aus Fächern Folianten Büchern Blättern Papieren Pergamenten Lexika Lektionen Schriften Stapeln

Lesen
jene unerhörte und seltener werdende aussterbende Tätigkeit, die den Zeichen erst Bedeutung gibt über das Bild hinaus durch eine uralte archaische Verständigung und Gemeinsamkeit des Lesenden mit dem Schreibenden, des Nehmenden mit dem Gebenden, im Wissen dass es ein etwas weitergetragen werden muss und verbreitet
jene ziellose rastlose ungerichtete Suche Sucht und Leidenschaft, fordernd geifernd nach Lust und Lebendigkeit im Abseitigen

Lesen
die Wörter gehen lange Wege vom Erlebenden Wissenden Denkenden Schreibenden hin zum Neugierigen Fragenden Lesenden
die Wörter fragen nicht nach dem Weg, nach Anfang nicht und Anbeginn und nicht nach Ende und Ziel, kurz können sie leben und lange liegen sie begraben, wenn abwendet sich unser Auge.
Schwach und wenig sind die Wörter ohne uns, ohne uns’re Hilfe. Aber mächtig und gewaltig können sie werden, wenn wir ihnen unsere Gefühle schenken, unsere Träume, unser Zeugnis und unser Wollen. Mit Bild und Wort berühren sie uns, Freude und Trauer locken sie aus unserem Innern und Kraft und Ziel werfen sie uns zurück und die Welt wird anders!

©08 Reinhardb 2

Jorinde

Geschrieben von Reinhardb2 am 20.04.2008 um 21:12 . 0 Kommentare. Link.

Durchs herz glüht - plötzlich Deine Kühle
Kommt ungestüm - und flammenschwert

Wir brachen – uns’rer freude blume
Wuchs ungepaart - und kräfte wert

Durch blicke – unterlag Dein wille
Gingst unerkannt – und unerforscht

Dein name – "Jorinde", Du schöne
Lastet fort – kein letztes wort

©08 Reinhardb 2

Delilah

Geschrieben von Reinhardb2 am 19.04.2008 um 21:10 . 0 Kommentare. Link.

von der Seele geschoren
ein Vers stand verloren
im Raum - den gnädig erhellt
ein Komet
taumelnd durch Deine goldene Welt

©08 Reinhardb 2

Auf einer Reise

Geschrieben von Reinhardb2 am 15.04.2008 um 06:07
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Mein Aug meine Seele
in anderen Wänden
Dein Schatten weht fort

leben zu leiden
lieben zu scherzen
leben die Stunden
lieben und lachen 

Du an Deinem Herzen
die Winde gebunden
zum Bleiben kein Ort

©08 Reinhardb 2

Der Schatz

Geschrieben von Reinhardb2 am 14.04.2008 um 22:35 . 0 Kommentare. Link.

Ich habe wenig. Nur einen kleinen Schatz. Für mich ist es ein Schatz. Ganz tief in mir fühle ich das.

Der Schatz ist einem Kästchen. Das Kästchen hat einen kleinen Schlüssel.

Mein Schlüssel aber ist verloren. Ich will meinen Schlüssel wiederhaben. Weinend gehe ich durch den Garten und trample über den Rasen.

Am Ende des Gartens finde ich eine blaue Blume. Die Blume tröstet mich. Nur eine letzte Träne fällt auf die Blüten und aus der Blume wächst eine neue Knospe.

Die Knospe springt auf und in der Knospe liegt der Schlüssel zu dem Kästchen zu meinem kleinen Schatz. Ich freue mich

©08 Reinhardb 2

Let's get lost

Geschrieben von Reinhardb2 am 14.04.2008 um 00:13 . 0 Kommentare. Link.

Lass Dich Dich verlieren
Licht weißes gesicht
Lass mich mich untergehn
Dunkel und dunst

 

©08 Reinhardb 2

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