Poesie in der lauten lauten welt fordert einmal sie zur ruhe auf und im schnellen schnellen lauf hält einmal sie das tor der stille auf Poesie ist eine Kunstform, die vom Leser ein hohes Maß an Mitwirkung erfordert. Wer sich jedoch darauf einläßt, gewinnt ein hohes Potential an Konzentration, an Stille und Muße für neue kreative Gedanken.
Ein Mann im Wald sie können zueinander nicht finden außen Hubert hat Zeit er kann warten bis die Spaziergänger vorübergehen auf den richtigen Moment Fenster in der Stadt tausend Augen blicken auf ihn tausend Augen von Teddybären in einem Spielzeugladen. Immer ein Gegenüber, kein freier Blick, er sieht die Nachbarn Feste feiern, streiten, bumsen, innen 7 Uhr Morgens der Tag noch jung. Sie denkt nicht daran der Vergangenheit nachzutrauern. Weg damit! Aus und vorbei! Sie hat sich schön gemacht für den Ball, (Caroline Beil) ihr Kleid eine Wucht, dunkles glänzendes Grau mit Dekollté Träger Querfalten (Begriff suchen Plissékleid?) Lichter spielen auf dem glänzenden Stoff, die Farbe passt so gut zu ihren grünen Augen wie Smaragde, ihr blutroter Mund ein langgestrecktes Herz ihre blonden Haare Seitenscheitel mit einer frechen Welle Locken auf den Schultern eines jener Kleider, die ihre schlanke Figur betonen, ihr hohen gewölbten Brüste, ihre schmale Taille, ihre makellose Haut, schimmerndes Porzellan, lange schwarze Handschuhe, ihr Schmuck Ohrringe Perlen Silber und Diamanten, ihr breites Collier über ihrem straffen Hals, eine Brosche seitlich am Träger über dem Dekollté In der Damentoilette, ihr ist übel, sie beugt sich über die Kloschüssel und ihr necklace Collier fällt hinein. Sie steht lange davor, verzweifelt, kreidebleich, eckelig, so voller gräßlichem Eckel, was soll sie tun? Plötzlich dunkel. Draußen bewegt sich eine Tür, kalter Hauch, scharrende schleifende Geräusche, harte feste Schritte auf klirrenden Fliesen, Stiefel vielleicht, jemand öffnet die Türen der Nebenkabinette, kommt langsam näher und näher, ihr Blut erstarrt, Tränen in ihren Augen, ihr Makeup fließt über die Wangen, die Lippen beben der Hals atemlos, geballte Fäuste an ihren Schläfen (Angst beschreiben) oh Gott beten Er denkt sie ist verletzt, will ihr helfen, sie schlägt tritt nach ihm, ihr Stöckelschuh bricht, er blutet am Schienbein, Er hat sich eingerichtet in dem Gebäude, in den Winkeln, Fluren, Keller, Schächten er wohnt da er sieht sie an mit seinen grünen Augen, Froschaugen, ganz groß ganz traurig ©08 Reinhardb 2
eine Frau in der Stadt
Hubert und Henricke
was wäre wenn sie sich treffen würden?
Sprechen sie die gleiche Sprache?
Welche Geschichte liegt dazwischen?
Ein Mann schreitet durch den Wald. Er trägt schwere Stiefel, Stiefel aus Leder und Fell. Eine grobe Stoffhose, eine dunkle Lederjacke, einen Hut mit Feder. Auf den Bäumen singen lustig die Vögel, Rehe springen
Hubert als Schäfer (Bergschäferei bei Buckow) Schafe geraten in einen Zug? Zug entgleist Menschen werden verletzt, Hubert gibt die Schäferei auf. zieht in die Stadt
Henricke Wachsende Ringe auf dem Rasenplatz, Kinder spielen Ringelreien, Henricke hat das lange nicht mehr gesehen, erinnert sich an ihre Kindheit, auf der Parkbank, denkt sie an Topfblumen, an die frühen Freuden und die frühen Freunde. Sie sieht hinüber zum Teich und beobachtet die Tauben und Enten. Spaziergänger laufen über Wege, Menschen liegen auf Wiesen und spielen mit Bällen und Ringen.