ReMi in Bali | |
Eindrücke aus Bali
05:52, 12.04.2008
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Hallo!Da wir (noch) nichts besonderes zu erzählen haben (außer, dass der Michael gerade dabei ist, seinen Tauchschein zu machen, dann können wir mal zusammen tauchen gehen), wollen wir euch einen kleinen Eindruck vom täglichen Leben hier geben. Verkehr Das Verkehrsmittel Nr. 1 ist das Moped. Jede(r), jeden Alters (also auch eindeutig unter 16-Jährige wurden auf Rollern gesichtet) fährt mit dem Moped. Darunter mischen sich auch einige Autos, wenige LKWs und vor allem Taxis. Verkehrsregeln gibt es hier keine (rechts vor links oder Straßenschilder sind unbekannt. Nur Ampeln gibts hier auch. Wobei bei Rot meistens trotzdem gefahren wird). Dafür wurde die Hupe erfunden. Wer hupt, darf fahren, überholen, in die Straße biegen. Man muss aber auch sagen, dass die Leute hier dafür viel aufmerksamer und rücksichtsvoller fahren. Jeder achtet auf die Vordermänner und man muss sich (in 99% der Fälle) nicht um die Hintermänner/-frauen kümmern, sondern nach vorne orientieren. Bei jeder Ausfahrt (z.B. vor einem Geschäft, Einkaufszentrum, Bank etc.) steht ein Securitymann mit Pfeife und Uniform, der den Verkehr aufhält, damit sich die Autos mühelos in den Verkehr einordnen können. Das ist auch notwendig, denn hier gibt es so gut wie keine Lücke, in der man sich mal-eben-so einordnen kann. Außerdem findet man im Verkehr auch noch Essensverkäufer, die ihr "Wagerl" die Straße entlangschieben. Und es kann sein, dass auf einmal angefangen wird, mitten in der Straße Bauarbeiten durchzuführen, irgendwas aufzureißen etc. (natürlich ohne schon in weiter Entfernung Warnschilder aufzustelllen). Aber es gibt immer einen Weg, wie sich der Verkehr trotzdem vorbeizwingt. Außerdem wird mit den Rollern so ziemlich alles transportiert. Von riesigen Spiegeln, Bildern, langen Holzbanken bis zu den Verkäufern, die ihr ganzes Geschäft am Roller montiert haben und so durch die Gegend gurken (wir hoffen davon noch ein Foto ergattern zu können. Ah ja, auf einem Roller hat natürlich eine ganze Familie platz (Vater, Mutter, 2 Kinder) - -> Typisch Asien eben <-- üblicher Verkehr (kleiner Ausschnitt) Essensverkäufer im Verkehrdaily life Aufgestanden wird hier üblicherweise sehr früh (ca. 6 Uhr). Man lebt hier mit der Sonne, d.h. man steht auf, wenn die Sonne aufgeht und man geht schlafen, wenn sie untergeht (oder ein bißchen später). Das ist v.a. auch deshalb, weil hier Strom relativ teuer ist. Und so kann man natürlich auch sparen. In der Landwirtschaft (also Reisbau etc.) verdient der Mann/die Frau durchschnittlich zwischen 15.000 - 30.000 Rupiah (das sind ca. 1-2 Euro) pro Tag. Im Handel & Tourismus hingegen verdient man durchschnittlich "schon" 30.000-100.000 Rupiah (also ca. 2 - 7 Euro) pro Tag. Und im Dienstleistungsbereich wird am meisten verdient, mit ca. 50.000 - 100.000 pro Tag (3,50 - 7 Euro). Man muss aber auch dazusagen, dass hier auf Bali so gut wie keine "armen" Menschen leben (--> Tourismus). Übrigens lieben die Indonesier Soaps und Liebesgeschichten im Fernsehen. "Cinta" ist hier ein sehr gebräuchliches Wort. Es gibt z.B. die Sendungen "Cinta fitri" (Liebe fitri), "Cinta Indah" (schöne Liebe) usw. usf. Arbeit Die hinduistischen/bramaistischen Balinesen haben sehr viele Feiertage für Zeremonien (200 Tage im Jahr). D.h. ein Arbeitstag wird auf jeden Fall für Zeremonien unterbrochen, egal wie dringend die Arbeit ist. Der Nachteil ist natürlich, dass an diesen Tagen (oder für diese Stunden) das Einkommen fehlt. Deshalb sehen z.B. die Leute aus Java (diese Insel gehört auch zu Indonesien und ist muslimisch) hier ihre Chance, denn sie feiern nicht diese Zeremonien und kommen somit zum Arbeiten hierher. Außerdem sagt der Balinesische Kalender, was man an welchen Tagen tun soll und was nicht. Beispiel: "Ingkel Mina" - schlechter Tag zum Fischen. An diesem Tag geht KEIN Balinese zum Fischen. Falls man doch hier und da Fischer entdeckt, dann sind das Moslems. Ansonsten sind die Balinesen sehr fleißige Menschen. Sie arbeiten oft bis sehr spät in die Nacht. Geschäfte und Stände haben (man beachte jetzt ist Nebensaison) bis ca. 21-22 Uhr geöffnet. Die Supermärkte haben 24-Stunden-Tage. Außerdem wird hier sehr dienstleistungsorientiert gearbeitet. Man kann beim Friseur beispielsweise nicht nur Haare schneiden, färben, behandeln lassen, sondern auch noch Pediküre, Maniküre, Massagen, Blumenbäder, Gesichtsmassage, Makeup, wachsen lassen (und viel mehr). Und das alles für unsere Verhältnisse sehr billig (gestern haben wir für einmal Haare schneiden + waschen, einmal Haare färben und einmal Pediküre insgesamt 7 Euro bezahlt). Sprüche, die man öfter als einmal pro Tag hört "hello! want sunglasses?" - "No, thank you, I already have one." - "want t-shirt?" - "no thank you, I have so many." - "one more, one more!!" UND DANN DAS WICHTIGSTE: "cheap price!! cheap price my friend!!" Wenn man nur ansatzweise interessiert (oder auch desinteressiert) in Richtung eines Standes schaut: "hello!!! come in!!! free for looking!" sehr oft hört man auch: "hello! want massage?" (wobei das massage so lustig ausgesprochen wird) "where are you from?" - "Austria. you know Austria?" - "yes" (--> natürlich haben sie keine Ahnung, wo oder was Österreich ist.... zumindest der Großteil) "what is your name?" - "Michael" - "hahahaha, Michael Jackson!" Übliches Verkaufsgespräch, beispielsweise für ein T-Shirt: "How much is this?" - "170.000 Rupiah (=12 Euro)" - (kurzes Lachen) "very expensive, hm?" - "ya, you can bargain" - "I give you 10.000" - (langes Lachen des Verkäufers) "no, I can't do. you bankrupt me! I buy for more than 10.000" - "ya, and with 170.000 you bancrupt me!" - "okok, give me good price. more than 10.000!" - "15.000" - (wieder Lachen) "no! give me 150.000!" usw. usf. Nach einiger Zeit hat man dann endlich bis 40.000 runtergehandelt. dann wir: "ok, 20.000 is ok." - "no, give me good price, good for you, good for me!" - "ya, 20.000 is good price." - "nooooooooo, I can't do. I buy for 40.000. no profit for me! 40.000, lasts price." - "I give you 20.000" - "no! (schon ein bißchen sauer)" - "20.000? you don't want? okay. thank you, bye!" (und in 9 von 10 Fällen schreien die Verkäufer dann nach 5 Schritten - "okok, mister! ok!") Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 9 von 17 } { Nächste Seite } |
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