ReMi in Bali | |
Lombok und Gili Trawangan
04:42, 23.05.2008
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Seit ein paar Tagen sind wir schon wieder zurück, also wird es Zeit von Lombok zu berichten.Die Fahrt Am Sonntag nachmittags ging es kurzentschlossen los mit unserer großen Reise. Mit dem Moped ca. 2 Stunden nach Padang Bai, zum Hafen. Dort angekommen mussten wir uns noch ein paar Minuten mit dem Ticketverkäufer rumschlagen (er wollte das Zehnfache vom eigentlichen Preis verlangen... zum Glück wussten wir aber, dass die Überfahrt mit der Fähre für uns zwei und unser Moped nur 80.000 Rupiah, d.h. 5,70 Euro, kostet!), dann waren wir aber stolze Besitzer eines Lomobok-Tickets. So, wann fährt die Fähre nun?? Der Polizist dort: "um 15 Uhr", ein Hafenangestellter: "um 14:20", ein anderer Beteiligter: "um 16 Uhr" und noch ein anderer: "um 15:30". So... Glücklicherweise haben wirs dann doch geschafft zur richtigen Zeit die richtige Fähre zu erwischen und los ging's mit der vierstündigen Überfahrt von Padang Bai (Bali) nach Lembar (Lombok). Während der Fahrt war natürlich für genügend Unterhaltung gesorgt: eine Gruppe jüngerer Burschen hat ein paar Ständchen zum besten gegeben (und danach natürlich fleißig Geld dafür eingesammelt), Gewand-, Essens- und Eisverkäufer waren auch mit an Bord und natürlich hat auch der Fernseher nicht gefehlt. Die ganze Fahrt lang wurde die indonesische Hitparade auf- und abgespielt (auf voller Lautstärke), Groß und Klein haben mitgesungen - und das bei geschätzten Null Grad (Aircondition) und folierten Plastiksitzen. Es war also eine sehr entspannende Reise. Mataram Als dann endlich (angeblich) Land in Sicht war, war es leider schon dunkel. Gegen 20 Uhr kamen wir in Lembar an und machten uns gleich weiter auf den Weg zur nächsten Stadt (Mataram). Fleißig wie wir sind haben wir natürlich schon sämtliche Hotels im Internet gesucht und auf unsere "schlauen Zettel" ausgedruckt. Somit wussten wir zum Glück schon, wo wir die erste Nacht übernachten konnten. Naja, besser gesagt: wenn wir gewusst hätten, was uns wirklich erwartet (die Bilder im Internet verglichen mit der Realität), dann hätten wir wohl die erste Nacht wo anders übernachtet. Aber egal, hauptsache gut angekommen und ein Schlafplatz. Zum Essen haben wir dafür etwas sehr günstiges und sehr gutes gefunden und haben sogleich einen Tisch voll bestellt (Sate Ayam (kleine Spieße mit Hendlfleisch), Reis, Katang goreng (Pommes), Tahu Goreng (frittierter Tofu), Juice Kelapa (Kokosnusssaft) und Teh Botol (eine Art Nationalgetränk - kalter Schwarztee (natürlich mit viel Zucker))). Kuta Nach unserer ersten Nacht (teuer und nicht so toll), haben wir uns gleich in der Früh auf die Weiterreise nach Kuta (im Süden Lomboks) gemacht. Unterwegs wurden wir von zwei (gutaussehenden und einparfümierten) Polizisten aufgehalten, die uns - nachdem wir erzählt haben wir studieren in Bali - fleißig auf die Schultern geklopft und uns eine gute Weiterreise ("hati hati" = "seids vorsichtig") gewünscht haben. Nach zwei Stunden Fahrt (mit einer kleinen Wassermelonenpause) sind wir im Paradies Kuta angekommen. Ganz im Gegenteil zu Balis Kuta ist der kleine Ort sehr ruhig, nur wenige Touristen findet man dort, wenig erschlossen (ein paar Hotels, ansonsten nichts) und vor allem echt wunderschön! Heller Sandstrand, weiß-türkis-blaues Wasser und lustige Felsspitzen im Wasser, viele Palmen und Grün und echte Idylle. Lediglich ein paar Surfer verschlägts in dieses ruhige Nest, da hier anscheinend ein recht guter (aber auch gefährlicher; viele Felsen usw) Spot zum Surfen ist. Nach längerer Suche haben wir auch schon unser Traumhotel gefunden. Wir können sogar behaupten, dass das unser bestes Hotel bis jetzt war! Und gar nicht mal so teuer (ca. 7 Euro pro Person, inkl. Frühstück). Da haben wir uns natürlich gleich wohl gefühlt. Mittags gabs leckeres Essen (mit Kokosnussöl zubereitet), danach haben wir die Gegend per Moped erkundet und nachmittags dann noch zu einem Fußballspiel. Zwei einheimische Mannschaften hatten ein Match und der Gewinner bekommt 6 Millionen Rupiah (ca. 450 Euro). Da war natürlich die Hölle los und es war sehr amüsant: der Spielfeldrand wurde durch die Zuschauer definiert (übrigens waren natürlich alle mit dem Moped dort), das Spiel ging 10 Minuten, dann wurde abgepfiffen. So schnell konnten wir gar nicht schauen, sind alle zu ihren Mopeds gelaufen, wurden die Motoren gestartet und alle haben sich um das Fußballtor versammelt: 11-Meter-Schießen!! Nach drei versenkten Toren stand dann der Gewinner fest, es gab kurzes Gejubel und schon sind die Massen zu ihren Mopeds gehetzt und heimgefahren. Wir sind schnell zu unserem Moped gelaufen, sonst wären wir da wahrscheinlich nicht so schnell und heil rausgekommen. Den Abend haben wir in unserem Zimmer verbracht, da v.a. der Süden Lomboks keine so sichere Gegend sein soll. Gegen 20 Uhr hatten wir dann aber einen Stromausfall und so haben wir uns in das Restaurant des Hotels gesetzt (dafür hat das Aggregat natürlich schon gereicht) und dort was bei einem Leinwandfilm gegessen. Senggigi Am nächsten Morgen wollten wir uns auf den Weg nach Senggigi machen. Davor machten wir aber noch halt bei einem super gelgenen Café am Hügel von Kuta, von dort aus man eine echt wunderschöne Sicht über die Südküste Lomboks hat. Natürlich haben wir dort auch gleich ein Foto gemacht nur leider kann das auch nicht den schönen Ausblick einfangen (so wie er wirklich war). Auf unserer Weiterfahrt hatten wir dann einen unangenehmen Zwischenstopp: Mopedunfall. Eine Herde von Kühen wurde über die Straße getrieben, der Mopedfahrer vor uns wollte ausweichen und ist voll in einen Graben gefahren. Da sind dann natürlich gleich zehn Leute dagewesen, haben das verbogene Moped und den armen Lenker raufgeholt und dann haben wir's gesehen: seine ganze Hand war voll mit Blut - die Fingerkappe von seinem Mittelfinger war abgerissen! Wir sind natürlich auch stehen geblieben, haben unser kleines "Erste-Hilfe-Zeug" ausgepackt und Michael hat dem Verletzten Desinfektionsspray draufgespritzt. Leider hatten wir nichts besseres da (außer Pflaster, aber die haben da auch nix mehr geholfen) und so haben die Einheimischen den Verunglückten auf das nächste Moped gepackt und zum nächsten Arzt (oder so??) gefahren. So, nach dem Schock gings dann (langsam und vorsichtig) weiter Richtung Senggigi im Nordwesten. Kurz vorm Ziel hat dann unsere Benzinanzeige geblinkt und wir sind gleich zur nächsten "Tankstelle" (ein kleines Holzregal mit 1-Liter-Flaschen gefüllt mit Benzin) gefahren. Da die große Überraschung: als wir den Mopedsitz aufsperren wollten, um den Tank aufzufüllen, ließ sich der Schlüssel im Schloss nicht drehen!!!! Nach genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass letzte Nacht anscheinend probiert hat unser Moped aufzuknacken und dabei unser Schloss ruiniert hat!!! Na toll.... das ist ja klar, genau dann wenn wir keinen Benzin mehr haben um zur nächsten Werkstatt zu fahren. Aber da waren auch gleich ein paar junge Burschen mit ihrem "Werkzeugkasten" zur Stelle, haben ein paar Schrauben rausgeschraubt und mit einem Schlauch einen Liter Benzin für die Weiterfahrt reingefüllt. Mit ein bißchen Sprit sind wir dann auch zur nächsten Hondawerkstatt gekommen, wo sie uns das ganze Schloss austauschen und wir über eine Stunde warten mussten. Aber: Glück im Unglück. Nachmittags kamen wir dann in Senggigi an und machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft, was sich eher als schwierig herausstellte: teuer und schlecht. Nach ewiger Suche (ca. 10 Hotels oder mehr) haben wir uns auf das billigste geeinigt und sogleich auf die Suche nach Essen gemacht (auch sehr teuer und eher schlecht). Bei einem Lokal, dessen Besitzer deutsch konnte (weil er schon mal drei Monate in Wien war - und uns da natürlich jede Einzelheit erzählt hat...), haben wir dann ein halbwegs okayes Nasi Goreng (gebratener Reis) bekommen. Ah ja, einen Tee haben wir uns auch bestellt. Komischerweise hatte der Tee einen sehr scharfen Nachgeschmack, bis wir draufgekommen sind, dass das nicht der Tee, sondern der Löffel war (eine Mischung aus scharf und ätzend)... Also haben zumindest den Tee (und den Löffel) kurzerhand stehen gelassen... Aber wir waren uns einig: dieser Ort sieht uns nicht lange! Und so beschlossen wir, gleich am nächsten Morgen die Weiterfahrt in Richtung Gili Trawangan fortzusetzen. Gili Trawangan Gili Air, Gili Meno und Gili Trawangan sind drei kleine Inseln, nicht weit von Lombok. Gili Trawangan ist die "Partyinsel", da es dort keine Polizei gibt und dort die Leute natürlich die Sau rauslassen (also Magic Mushrooms & mehr). In Gili Meno ist nicht viel los, weil es dort anscheinend Malaria gibt. Und Gili Air ist sehr klein mit wenig Touristen. Eigentlich wollten wir nach Gili Air fahren, um mehr Ruhe zu haben. Aber nach dem Tipp des deutschsprechenden Indonesiers entschieden wir uns für Gili Trawangan, da erstens die Insel sehr viel schöner sein soll als Gili Air und wir zweitens tauchen gehen wollten und es sicher bei einer belebteren Insel mehr Angebote gibt. Also mit einem kleinen Holzschifferl eine dreiviertel Stunde nach Gili Trawangan (man muss am "Hafen" warten, bis 25 Leute sich für die Überfahrt nach Gili Trawangan angemeldet und ein Ticket gekauft haben, dann fährt das Boot. Also keine geregelten Zeiten. Übrigens waren wir dann auch die einzigen Touristen zwischen den einheimischen Händler(frauen) mit ihren Eiern, Obst, Gemüse, lebendigen Hühnern (zusammengebunden an den Haxen und irgendwo auf den Boden vom Boot geschmissen).). Schon einige Meter bevor wir angelegt haben, haben wir gesehen wie schön es dort ist: klares Wasser (man kann wirklich alles am Meeresgrund sehen) und heller Sandstrand. Und vom Strand aus sieht man auf Gili Meno. Also wirklich eine sehr schöne Insel. Außerdem gibt es dort nur Fahrräder und Pferdekutschen als Transportmittel. Dort haben wir gleich einen aus unserer Klasse getroffen, der uns von seiner Unterkunft erzählt hat (eine Hütte, in der sie schon Kakerlaken, riesige Spinnen und sogar einen Skorpion zu Besuch hatten) und so haben wir uns beschloss, ein paar Euro draufzuzahlen und eine bessere Unterkunft zu nehmen. Bald hatten wir auch ein gutes Hotel gefunden. Endlich angekommen haben wir uns auf zu einem Rundgang gemacht und haben sogleich auch die Angebote der Tauchschulen eingeholt. Außerdem haben wir uns gleich Schnorchelausrüstung geliehen und uns ins Wasser begeben. Es war echt super!!! Man braucht sich erstens gar nicht viel bewegen (sehr starke Strömung), sondern lässt sich einfach vom Wasser den Strand entlang tragen und zweitens war das Wasser so klar und wir haben viele Fische, Korallen und auch eine Schildkröte gesehen!!! Abends haben wir es uns dann in einem kleinen Hütterl mit Sitz-/Liegeecke, Fernseher (man kann sich die DVDs aussuchen, die man schauen möchte) und gutem Essen gemütlich gemacht. Am nächsten Tag in der Früh ging's dann auch gleich zum Tauchen. Es war echt super! Entdeckt haben wir unter anderem einen Weißspitzenriffhai, Schildkröten und Oktopusse gesehen. Der Aufstieg war dann auch ein Erlebnis, weil das Meer so unruhig war, dass der ganze Sand aufgewirbelt war und man nichts mehr sehen konnte. Aber unser Guide war natürlich bestens vorbereitet und wir sind auch heil wieder an die Oberfläche gekommen. Am Nachmittag hat der Michael es nochmal mit der Tauchflasche ins Wasser gewagt und ich habs mir am Strand gemütlich gemacht. Am Abend wieder ein Film und gutes Essen und am nächsten Morgen gings dann schon wieder zurück nach Bangsal (Lombok). Rückreise Da wir eigentlich geplant hatten die zweite Woche unserer Ferien nach Java (Yogyakarta) zu fahren und wir eigentlich schon die schönsten Orte von Lombok gesehen haben (Zentrallombok empfiehlt sich nicht so, da dort Malariagefahr besteht), machten wir uns auf die Rückreise. Also von Gili Trawangan (nach längerer Wartezeit - mussten ja warten, bis 25 Leute mit dem Boot fahren wollten) nach Bangsal, über die Berge (in den Bergen waren viele Affen!!) zurück nach Mataram und von dort wieder nach Lembar zur Fähre nach Padang Bai. Die zweite Fahrt mit der Fähre war nicht so toll, wir haben uns anstatt für die halbwegs gemütlichen Plastikbänke im Inneren doch lieber für die Holzbänke im Freien entschieden, da zwischen dem Plastikbesuch ein paar Kakerlakenfamilien gelebt haben. Also doch lieber die ungemütliche Wahl. Die Fähre war dann ca. 4-5 Stunden unterwegs und auch der Wellengang war nicht schlecht. Also wieder so gegen 20 Uhr in Padang Bai angekommen, 1 1/2 Stunden Fahrt mit dem Moped zurück nach Bali und dann wieder in unseren altbekannten guten Warung ("Restaurant") Gong Corner. Lombok war voll schön (unserer Meinung nach um einiges schöner als Bali), die Insel ist bei weitem noch nicht so vom Tourismus bevölkert wie Bali. Jedoch gibts dort auch nicht so viel zu sehen, da es in Lombok weniger Kultur gibt (keine Hinduisten mit Tempel, Zeremonien usw., sondern Moslems), aber die Landschaft ist echt wunderschön! Wir hatten ein paar super Tage in Lombok! Die zweite Woche unserer Ferien haben wir dann doch auf Bali genossen, weil die Reise nach Java etwas schwieriger ist als gedacht (keiner weiß, wann der Zug fährt und fliegen ist ziemlich teuer und nicht sehr sicher). Aber hier ists auch ganz schön :-) Kommentar hinterlassen { Vorherige Seite } { Seite 5 von 17 } { Nächste Seite } |
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