Ein langes Wochenende, keiner (außer Yves) hat Zeit und eisige Kälte in Joburg. Was tun? Vielleicht ein bisschen Ostküste? Ein bisschen subtropisches Klima, ewig weiße Sandstrände und ein 22°C warmer Indischer Ozean? Das hört sich doch verlockend an. Diese Idee kam mir zumindest am vergangenen Montag. Problem; wer kommt mit. Mein kompletter SA-Freundeskreis befindet sich für anderthalb Wochen in Botswana/Namibia. Ursprünglich wollte ich ja auch mit fahren, allerdings hab ich bereits all meinen Urlaub für meine Familie - die mich hier in 2 Wochen zu meinem Geburtstag besuchen wird - verbraucht. Yves war der Einzige, der sofort dabei war. Nach ein paar Recherchen wusste ich auch schon: BUGGYTOUR!
Die Buggytour mit "Afrikar" hatte nämlich schon mein Vorgänger Stephan gemacht und sie mir weiter empfohlen. Man fährt dabei in selbst gebauten Buggys (auf der Basis eines alten VW-Busses) zu zweit durch die Gegend. Das ganze wird von Rob und Marloes geführt, denen die Buggys gehören. Marloes sagte mir, dass die Buggys zur Verfügung stehen. Allerdings lohnt sich das unter vier Personen für "Afrikar" nicht. Kurz im SA-Studentenforum nachgefragt, ob nicht noch jemand Zeit und Lust hat und kurze Zeit später meldeten sich auch Kathrin und Viola (beide aus Joburg).
Dann ging es endlich um 20 Uhr los. Nach 7 Stunden fahrt sind wir dann auch in unserem Zuludorf angekommen.
Eine kurze Nacht und um 9 Uhr dann bei Afrikar. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch gleich los.
Die Buggys sind schon echt toll. Alles selber gebaut. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass der Gang raus springt und nicht mehr rein geht. Doch Rob hat die Buggys gebaut und wusste was zu tun ist. Ein paar Handgriffe und ein bisschen Werkzeug und weiter ging es Richtung "Hluhluwe Dam". Dort gab es dann nen kleinen Snack, und weiter... Vorbei an pinken Zulu-Hütten und einer wunderschönen Landschaft. Übernachtet haben wir in in einer Lodge auf einem Berg mit Blick über das Kawazulu-Natal.


Farbe haben wir auch gut bekommen. Allerdings war das Meiste von der Farbe wieder abwaschbar. Es hat schon sehr ordentlich gestaubt. Die Dusche war eine Wohltat. Ein Abendessen, ein paar Bierchen, interessante Gespräche über das Land und ihre Leute und dann ab ins Bett. Es macht schon sehr müde, wenn man den ganzen Tag an der Luft ist.
Für den nächsten Tag wurde uns angekündigt, dass es zwar nicht mehr durch die Berge geht, dafür aber Dünen und Sand auf uns warten. So war es dann auch. Durch Sand zu fahren ist schon ziemlich cool :) Die Vegetation war auf einmal eine ganz andre. Fast tropisch. ein paar Sonnenstrahlen fielen ab und zu mal durch das grüne Blätterdach und wir hielten kurze Zeit später Mittags am "Lake Sabaya" zum Grillen.

Dummerweise meinte ein Offroad-Carclub auch an diesem Tag zum See zu fahren und haben sich mit ihren Trucks auf den schönen Sandstrand gestellt und Musik laufen lassen. Ein paarmal hat sich das Flusspferd beschwert dann ist es aber entnervt abgetaucht.
Wir haben uns darauf hin auch aus dem Staub gemacht und sind diese Wunderschöne Strecke weiter in Richtung Meer gefahren.
Blackrockbeach hieß das Ziehl. Eine fast unberührte Bucht. Weit weg von der nächsten Stadt oder westlicher Zivilisation und unglaublich schön. Wir waren im Meer schwimmen sind Sanddünen herunter gesprungen und konnten gar nicht glauben, dass wir bald wieder im Büro sitzen würden (so wie ich jetzt wieder
).
Doch leider wurde es schon dunkel und wir sind weiter zur Maputo-Lodge gefahren, wo wir auch übernachtet haben.
Ein Abendessen, ein paar Bierchen, interessante Gespräche mit Willy(ein Aussteiger, dem die Lodge im "Nirgendwo" gehört) über das Land, ihre Leute und Erinnerungsvermögen
und dann ab ins Bett. Die Nacht war relativ kalt (15 Grad), was daran lag, dass die Hütten, in denen wir geschlafen haben offen waren.
Reiten?? Ist ja eigentlich überhaupt nicht mein Sport, aber es wurde dort angeboten und so kam es, das wir am nächsten Morgen nach nem Kaffee um 7:30 los ritten. Ich kann es jetzt auf die Liste abgehakter Tätigkeiten setzen. War auch mal ganz interessant durch die Landschaft zu reiten und an Orte zu kommen, wo man selbst mit den Offroad-buggys nicht hin kommt, aber ich für meinen Teil ziehe Wassersport vor.

Danach gab es noch ein leckeres Frühstück und dann gings auf Richtung Monzi (Heimat von Afrikar). Es war ein wunderschönes Wochenende und ich denke, ich werde Marloes, Rob und Johnossen nicht das letzte mal gesehen haben. Auch fand ich es cool, dass Kathrin und Vio la so spontan mitgekommen sind.
Es war übrigens Johnossens erst Tour. Er ist Afrikars Nachwuchs und gerade mal 11 Wochen alt (Deswegen sind Marloes und Rob im Landrover und nicht im Buggy gefahren).
War ein langer Text, ich weiß - war ja auch ein langes Wochenende ;)
Das komplette Album gibts wie immer Hier:
Bis dahin, Rob