So, ma ein kleiner Zwischenbericht

Geschrieben von Rob am Wednesday 28 May 2008 um 17:57.Link.

War in letzter Zeit n bisschen faul, was zu schreiben, was aber auch zum Teil daran lag, dass ich doch etwas Stress mit dem Umzug hab. UMZUG??? Ja, richtig gehört, ich ziehe um. Und zwar von Nigel aus dem firmeneigenen 'Big Brotherhouse' nach Springs zu Kreshen. Der Grund: Kreshen und ich sind die einzigen aus der Firma, die noch in dem Big Brotherhouse wohnen. Und da das Haus eigentlich für 5 Personen ausgelegt ist, hat sich mein Arbeitgeber Supreme Spring kurzerhand dazu entschieden, das Haus aus Kostengründen zu verkaufen. Das Alles kam nicht plötzlich. Ich wusste davon schon seit Wochen.
Die Frage war nur; wo bleibe ich? Mir wurde angeboten bei meinem Chef zu wohnen, aber wer tut das schon gerne. Er hat zwar eine nette Familie, aber ich will nicht zwischen Kinderzimmer und Schlafzimmer meines Chefs leben. Also fragte ich kurzerhand meinen jetzigen Mitbewohner, ob er mir n Zimmer in seinem neuen Apartment zur Verfügung stellen kann. Tatsächlich sind da noch 2 Zimmer frei und eines davon werde ich ab Samstag beziehen. Die Vorbereitungen laufen. Ich werde dann am Sonntag(hoffentlich) einen kleinen Bericht über die Wohnung geben können. Möbel hat er natürlich nicht für mich, aber ich habe da schon mit unserer Personalchefin gesprochen. Ich darf Möbel aus dem Firmenhaus mitnehmen. Sehr gut.

Zu den Wochenenden:
Vorletztes und letztes WE war ich in JoBurg. Nun, was tut man in JoBurg? Richtig, feiern gehen, aus gehen, sich Sehenswürdigkeiten und Museen anschauen... usw.
Bilder davon gibt es natürlich auch.

Something with JoBurg

Vorletztes WE gab es Freitag ein kleines Dub-konzert von "340ml". Vier Jungs aus Mozambik, die ordentlich was drauf haben. (Die seh ich dieses WE bei der Afrotronik wieder *freu* - dann gibts auch n paar Fotos von denen). Am Samstag war dann eine kleine Studi-Fete in Christophs Wohnheim angesagt und Sonntag haben wir Basti verabschiedet. Der ist nämlich nach 6 monatigem Aufenthalt wieder zurück nach Deutschland geflogen.
Die Woche darauf  hieß es dann für mich eine Bleibe zu finden und letztes WE war ich Freitag und Samstag mit Angy und Kenny in nem neu eröffneten Alternativ-Club namens "Black Darlia"(ziemlich cooler Name). An den beiden Abenden haben jeweils Bands gespielt. Freitag waren auch echt gute Bands da(die südafrikanische Version von den Beatsteaks). Allerdings haben sich am Samstag die Veranstalter entschieden Trash-Metal-Bands einzuladen .
Zuvor bin ich am Freitag Mittag noch mal eben nach Joburg gefahren, um mir den "African Day" anzuschauen. Ein großes Spektakel mit Musik, Theater und Artisten.
Fotos davon hier:
African Day in Joburg

Die Woche verging mal wieder wie im Flug und ich habe meine Vorbereitungen zum Umzug getroffen. Die genaue Adresse werd ich hier später noch bekannt geben.
Am Freitag - ich hatte es weiter oben schon erwähnt - fahr ich zur Afrotronic. Ein südafrikanisches Dub und Reagge Festival mit meiner lieblings-südafrikanischen Band "340ml" (eigentlich ja aus Mosambik...) und ner Menge anderer Bands.
Fotos dazu wird es (hoffentlich) Sonntag geben.

Bis dahin - Rob

"Südafrika: Tote bei Gewalt gegen Ausländer"...

Geschrieben von Rob am Monday 19 May 2008 um 11:48.Link.

..titelt die deutsche Presse. Meine Meinung: Bescheidene Berichterstattung!

Es handelt sich dabei AUSSCHLIEßLICH um Gewaltaktionen von einer Bürger-Miliz aus den Townships gegen Schwarze aus den umliegenden Ländern(Botswana,Simbabwe).Und auch nur in den Townships (Schon gar nicht in Nigel). Mir geht es gut,ich habe nix zu befürchten. Bin aber trotzdem vorsichtig und halte die Augen offen. Townships werde ich meiden.

Von Samstag auf Sonntag habe ich bei Nuno und Candy in JoBurg übernachtet. Am Sa.-Morgen erfuhr ich dann von der Maid (Haushälterin - meistens Schwarze), dass ihr Mann, ein legal immigrierter Herr aus Botswana mit südafrikanischem Pass, am Morgen aus ihrem Township in einen Bus gezogen wurde und zurück nach Botswana gebracht worden ist. Sein sämtliches Hab und Gut wurde dabei gestohlen.
Die Miliz behauptet von sich aus, dass die Ausländer aus den umliegenden südlich-afrikanischen Ländern ihnen die Jobs wegnehmen. Miriam, so heißt die Maid, und viele andere Südafrikaner wissen aber, dass es den Tätern ausschließlich ums Ausrauben und Plündern geht.

Eine dumme Geschichte, die von der europäischen Presse trauriger Weise falsch wieder gegeben wird. Es gibt bei diesen Aktionen keine Gewalttaten gegen Europäer, Amerikaner, Asiaten, Australier und anderen "Weltbewohnern". Ein paar Arbeitskollegen behaupten sogar, dass es für einen Weißen in den Townships erstmals UNGEFÄHRLICHER ist als für Schwarze.

Ich für meinen Teil, kann jedem Südafrika empfehlen. Klar gibt es hier eine hohe Kriminalitätsrate, aber die Storys von Leuten, die sagen, dass "man in JoBurg nicht an einer roten Ampel halten darf, weil die Gefahr besteht ausgeraubt zu werden", IST QUATSCH und ärgert mich ein wenig, weil dieses wunderschöne Land in ein falsches Licht gezogen wird.
Es gilt zum überleben hier das gleiche, wie in sämtlichen anderen Teilen der Welt: Augen offen halten, auf die Ratschläge der Einheimischen hören, und Gegenden, die einem suspekt vorkommen meiden. Wäre dieses Land wirklich so schlimm, würden nicht täglich so viele Touristen ein- und ausgehen.

So, das lag mir gerade mal auf der Seele und musste raus. Ein Wochenendsbericht gibt es vielleicht später noch.

Grüße aus Nigel,
rob

Swaziland...

Geschrieben von Rob am Monday 12 May 2008 um 20:00.Link.

... ist eine kleine Monarchie im Osten von Süd Afrika und an der Grenze zu Mosambik. Und es war unser Reiseziel für dieses Wochenende. Ein wunderschönes, warmes Land mit vielen Bergen, viel Grün, viel Sonnenschein und sehr relaxten Einwohnern (kommste heut' nicht, kommste morgen). Swaziland ist die letzte absolute Monarchie in Afrika.
So gegen 16 Uhr ging es für mich (mal wieder) von Nigel aus los, weil es für die Anderen von Jo Burg aus auf dem Weg liegt. Die Grenzstationen machen hier lustiger Weise schon um 22 Uhr zu. D' kommst hier net rein (oder raus)! Wir waren so gegen 20 Uhr an der Grenze - alles Easy. Handynetz gabs allerdings nicht (zumindest nicht für Süd Afrikanische Handys). Unser primäres Ziel war die Sondzela Backpackers Lodge im Miliwane Naturreservat. Die Straßen waren bis dahin alle sehr gut ausgebaut und für meinen tiefer gelegten Toyota Tazz (Tazz=Corolla) kein Problem. Das letzte Stück (ca. 4 km) war dann aber Dirtroad (unasphaltiert und mit Schlaglöchern). Da kam mir doch wieder die Frage auf, warum man in Afrika seine Autos tiefer legt *kopfschüttelndes Unverständnis*!
Am Samstag wurden wir dann von Franz-Joseph an unserer Eingangstür zu unserer Zuluhütte begrüßt.
 
Franz-Joseph, so haben wir ihn getauft, ist ein Strauß. Es war sowieso erstaunlich wie viele Tiere mit uns in der Lodge lebten. Auf den Fotos werdet Ihr auch noch Herbert, den Leguan (wir sind uns nicht ganz einig, ob es einer war) sehen.
Um 9 Uhr wollten wir dann zum Frühstück, was allerdings nur von 6:30 bis 7 Uhr geht. Also sind wir die Dirtroad zurück zur Hauptstraße gefahren, wo wir uns dann in einem kleinem Cafe ein "angemessenes" Frühstück gegönnt haben.
Mittags wurde ein bisschen in der Sonne am Pool gefaulenzt, bis Franz-Joseph uns Gesellschaft leisten wollte und Abends ging es dann zum Sundowner mit einem Geländewagen auf einen Berg, wo wir dann, trotz einigen Wolken einen schönen Sonnenuntergang genießen durften. Abends wurde dann (wie immer) gegrillt.
Am Sonntag hieß es dann 7:00 aufstehen, denn 7 von uns haben sich fürs Wildwater-Rafting eingetragen. Leider gibts davon keine Fotos, weil sich bekannter Weise ja Wasser und Elektronik nicht so gut vertragen. Wir sind mit einem Führer in Schlauchbooten (jeweils 2 Leute pro Boot) den Usutu River runter gejagt. Es hat irre Spaß gemacht und sind auch ziemlich nass geworden, was bei 28-32ºC allerdings auch notwendig ist. Yves und ich saßen in einem Boot und haben uns dann (unfreiwillig) dazu entschieden die letzte Stromschnelle außerhalb des Bootes zu überfahren.
Wieder im Camp, haben wir uns erst einmal unter die Duschen geschmissen und sind dann "wohlriechend" in Richtung Heimat gefahren.

Fotos findet Ihr im Fotoalbum (Wo auch sonst...)

Swaziland

Gruß - Rob

Musiktip der Woche

Geschrieben von Rob am Friday 2 May 2008 um 11:53.Link.

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Hier der Musiktip der Woche: Es handelt sich um den wunderschönen, leichten und doch coolnessbehafteten Track 'Summer Samba' von 'Walter Wanderley'(12 Mai 1932 - 4 September 1986), den man auch gerne als Erfinder der Fahrstuhlmusik bezeichnet. Aber wer kennt schon Walter Wanderley? Allenfalls altgediente Rundfunk-Programmgestalter und eingefleischte Bossa-Nova-Fans. Wie kaum ein anderer verstand es Wanderley, die Sounds der Hammond-Orgel mit dem lockeren Flair brasilianischer Rhythmen zu verschmelzen und dabei die Atmosphäre schummriger Bars zu beschwören. Freunde gepflegter Cocktails und anspruchsvollen Easy Listenings werden mit dem wiederentdeckten Organisten ein akustisches Feuerwerk erleben.
Ihr findet ihn rechts, unter 'Wegbegleiter'.




(ich sollte Musikjournalist werden... muahahahaha)

Umgezogen

Geschrieben von Rob am Thursday 1 May 2008 um 11:55.Link.

Da Rudi und Yugan ihren Job bei Supreme gekündigt haben um wo anders zu arbeiten, wurden im Bigbrother-House (So wird die firmeneigene Bude auch genannt) 2 Räume frei. Ich hab dabei natürlich das Glück gehabt und Rudis Zimmer bekommen. Endlich ma was angemessenes mit begehbaren Kleiderschrank, eigenem Bad und Terassentür. Schon ne feine Sache...
Allerdings nur bis Ende des Monats, denn die Firma will das Haus verkaufen. Für zwei Leute lohnt sich das halt nicht. Ich komm dann wahrscheinlich zu Colin (der mich mal zum Fliegen eingeladen hat). Er hat in seinem Garten noch n kleines Häusschen, wo ich wohnen kann.






Man beachte die große Terassentür



begehbarer Kleiderschrank

eigenes Bad

Sie haben Lind!

Geschrieben von Rob am Wednesday 30 April 2008 um 20:14.Link.



HAHA... ist das nicht großartig!

Von Menschen ohne Lebenserhaltungstrieb und Durban

Geschrieben von Rob am Tuesday 29 April 2008 um 22:26.Link.

Spontan und unerwartet kam auf einmal ein langes Wochenende. Was also tun?! Sandra hatte über n paar andere Leute einn Zimmer in einem Backpackers in Durban organisiert. Da dachte ich mir, Durban, eine Stadt am Meer mit Palmen, durchschnittlich 23°C und 300 Tagen Sonne im Jahr, da willste hin!
Nunja, Durban an und für sich ist jetzt nicht das was man als schön bezeichnen könnte. Macht aber nix, weil ich mich vorher informiert hatte und wusste, dass dieses WE kein Kulturwochenende wird hab ich mir meine Taucherklamotten zusammengepackt und bin mitgefahren. Sandra und Seb sind jeweils am Freitag gegen 15Uhr mit ihren Autos von Joburg zu mir nach Nigel gefahren (alle Namen außer Sandra, die hier genannt werden sind Leute, die ich über Sandra dieses WE kennen gelernt habe). Wie schon letztes Wochenende hat Sandra ihr Auto in meiner Garage geparkt und und wir sind dann zu neunt in zwei Autos weiter zur Küste gefahren.
Es sind in etwa 500 km, die Straßen sind gut ausgebaut und in der Mitte befindet sich ein dicker Grünstreifen, was aber mache Menschen nicht davon abhält einfach mal kurz vor dem Auto die Autobahn zu überqueren. Was ich mittlerweile gelernt habe, ist , dass man diesen Menschen hier schlichtweg den Selbsterhaltungstrieb absprechen muss. Wahnsinnige!
Sicher im Backpackers angekommen (ohne jemanden überfahren zu haben) haben wir uns noch ein bisschen zusammen gesetzt und und den Abend mit nem Feierabendbierchen beendet.
Backpackers - ein Begriff für eine einfache, günstige Übernachtungsmöglichkeit(ähnlich einer Jugendherberge). Aber irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass ich aus versehen im 4 Sterne Apartment lande. Eine unglaublich schöne schöne Lage. 20 km südlich von Durban auf einem Hang direkt mit Meerblick und 200m Luftlinie zum Meer. 2 Pools, ein Grillplatz und einfach nur einer schöne Atmosphäre. Das ich mir dabei das Zimmer einmal mit einer Finnin und am nächsten Abend mit 3 Italienern teilen musste hat mich nicht so sehr gestört.
Samstag bin ich dann in aller frühe erst einmal bei Sonnenaufgang am Meer joggen gewesen, während der Rest noch geschlafen hat. Der indische Ozean war so beeindruckend, dass ich mich nicht ganz auf die ankommenden Wellen konzentriet habe und somt dann in Salzwasserschuhen weiter joggen durfte. Wieder angekommen gabs dann auch schon Frühstückt. Den restlichen Tag hab ich dann versucht erfolglos in den Wellen zu surfen. Ohne Anleitung und Lehrer hab ichs aber dann geschafft wenigstens ein paar mal die Welle zu ergreifen und zumindest auf dem Bauch liegend zu surfen. Auf jeden Fall werde ich das noch einmal richtig probieren - kann ja nicht so schwer sein.
Später haben Basti und ich uns dann noch mit einem Tauchinstructor getroffen, mit dem wir dann ausgemacht haben am nähsten Morgen zu tauchen. Abends wurde dann - wie nicht anders zu erwarten - gegrillt. Diesmal aber haben wir uns an den Tip vom Tauchinstructor gehalten und mit Holz gegrillt.
WOW! Wann immer man die Chance dazu hat mit Holz zu grillen sollte man dies tun. Sowas von lecker und würzig. Bisher nicht zu toppen!
Wohl gezehrt sind Seb und ich dann noch in den Pool gesprungen.
Am nächsten Tag hat der Tauchinstructor Basti (Basti und Seb sind zwei verschiedene Personen, die aber beide Sebastian heißen) und mich abgeholt um zur Tauchbasis zu fahren. Die Mädels wollten währenddessen Reiten gehen.
Ein echt schöner Tauchgang. Schildkröten, Papageifische, klein Nemo und andere Tierchen durften wir sehen. Eine echt lebendige Unterwasserwelt. Ein Mann, der in unserer Tauchgruppe war, hatte für seine Kamera ein Unterwassergehäuse und hat ein paar Fotos geschossen. Ich habe seine Emailadresse und vielleicht gibts ja bald ein paar Unterwasserfotos.
Montag ging es dann für einen Teil der Gruppe schon sehr früh nach hause, weil einer der beiden Sebastians nach 9monatigem Aufenthalt wieder nach Deutschland fliegt und vorher noch einen Tisch im Dross(bekanntes Steakhaus) reserviert hatte. Drei der neun sind von Durban weiter nach Kapstadt geflogen.
Montag Abend haben wir alle (bis auf die in Kapstadt) noch Seb verabschiedet. Und wieder ging ein schönes und anstrengendes Wochenende  zu ende. Das nächste kommt aber bestimmt und diesmal schon am Donnerstag. Ja, ich bin hier nur für zwei Tage. Für das kommende WE ist aber nix großes geplant. Vielleicht ein bisschen JoBurg.

Bis dahin dann
Rob

Von Menschen ohne Lebenserhaltungstrieb und Durban