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Aping my soul
You stole my overture
Trapped in God's program
Oh I can't escape

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
Why, why, why?

I can't forgive you
And I can't forget

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we in here?

-----

Rise above the crowds
And wade through toxic clouds
Breach the outer sphere
The edge of all our fears
Rest with you
We are counting on you
It's up to you

Spread our codes to the stars
You must rescue us all
Spread our codes to the stars
You must rescue us all

Tell us
Tell us your final wish
Now we know you can never return
Tell us
Tell us your final wish
We will tell it to the world

-----

Let's start over again
Why can't we start it over again?
Just let us start it over again
And we'll be good
This time we'll get it
We'll get it right
It's our last chance to forgive ourselves



Wer auch immer das hier liest, sollte mich nicht auf Inhalte und Äußerungen fest nageln, die ich vor zwei, drei Jahren geschrieben habe. Ich weiß, daß vieles davon Blödsinn ist, aber zum Löschen oder Verbessern ist es auch zu schade. Das meiste davon sollte sich ja in Folgebeiträgen richtig gestellt haben.

I.D.

Plattenstreit: Vampire Weekend - Contra.


In dieser Rubrik diskutiere und präsentiere ich Alben, bei denen ich mit mir selbst hadere, ob ich sie mag oder nicht. Wahnsinn und Genie liegen hier oft dicht nebeneinander. Gelegentlich wird sicher das ein oder andere Album einfach nur verrissen, wenn es sich als glatter Fehlkauf herausstellt. Angelehnt an die Alben des Monats handelt es sich hier vorwiegend um aktuelle Platten, meist wird aber mit einiger Verspätung berichtet, da es eben Streitfälle sind, über die man nicht unbedingt sofort urteilen möchte.

Ich muss zugeben, ich habe mir "Contra" hauptsächlich deswegen gekauft, weil Vampire Weekend von allen Seiten gehypt wurden. Und um den Versandhandel cdwow.net mal zu testen. Das ist eigentlich nicht meine Art. Zwar hatte ich auf gotv um die Neujahrszeit bereits mal flüchtig das Video zur Single "Cousins" gesehen, war also damit vertraut, wie die Band ungefähr klingt, kannte aber sonst nichts weiter von ihnen. Eigentlich wollte ich mir das Album ob der scheinbar großartigen Single direkt am Veröffentlichungstag kaufen, habe dann aber doch einen Rückzieher gemacht - und es ein paar Tage später doch bestellt.

Bereits beim ersten Durchlauf musste ich feststellen: "Scheiße, du bist einer Hype-Band aufgesessen!" Was andere laut unzähliger Lobhudeleien in diversen Foren scheinbar in pure Verzückung verfallen lässt, lässt mich eher kalt. Das Album dümpelt größtenteils vor sich hin, besondere Akzente setzt es nicht. Auch nach mehrmaligem Hören bleiben mir lediglich die wenigsten Songs hängen. "Cousins" ist ein Überhit, ohne Frage. Und danach? Eine riesige Lücke. "Diplomat's Son" folgt vielleicht am ehesten auf Rang 2, beißt sich aber vermutlich auch nur wegen seiner sechs Minuten und der ständig wiederholten Titelzeile ins Gehirn. Trotz der Länge einer der leichtgängigsten Songs des Albums. Ebenso wie "Holiday". Und dann ist da noch "White Sky", das mit seinem Gejaule Aufmerksamkeit auf sich zieht, gleichermaßen aber auch ziemlich nervt.

Die hochgelobten afrikanischen Klänge, wie man sie beispielsweise in "California English" oder "Run" hört, passen meiner Meinung nach nicht zur Band, das wirkt alles zu sehr gewollt und zu wenig gekonnt.
Klar, auch diese Songs haben immer mal wieder ihre guten 5 Sekunden, das Gesamtbild ist aber doch sehr verschmiert und lieblos hingeklatscht. Man will unbeschwert klingen, verkrampft sich in der Fröhlichkeit aber so sehr, daß es schon wieder traurig wird. So, als wenn ein Politiker zu einem Pressetermin in eine Schule kommt und die Schüler mit locker flockigem High Five und einem kessen Spruch begrüßt. Man nimmt es lächelnd an, weil man eben muss, aber innerlich wächst Fremdscham allerhöchster Güte.

Ehrlich gesagt habe ich beim Verfassen dieses Textes nebenbei mal kurz auf die eBay-Preise geschielt mit dem Gedanken, dieses Album möglichst bald möglichst verlustfrei abzustoßen. Und dann läuft es wieder durch und landet just in diesem Moment punktgenau bei "Cousins". Mist, wieder rumgekriegt.


Geschrieben am 4.03.2010 um 01:55 Uhr.
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Album des Monats - Februar 2010.


Der kürzeste Monat des Jahres war genau so schnell rum, wie man es vermutet hätte. Musikalisch bot er für mich nicht sehr viel. Vielleicht stimmt meine Prognose ja letztlich doch.

Trotz allem stach auch diesen Monat ein Album ganz besonders hervor. Zugegeben, es ist nicht schwierig, aus vier Alben heraus zu stechen, von denen zwei Live-Alben sind, aber ich kann mir vorstellen, daß dieses Album auch am Ende des Jahres noch herausstechen wird.
Die Rede ist vom neuen Sterne-Album "24/7". "24/7" ist ein symptomatischer Titel, beschreibt er doch für manche ihr Selbstverständnis des geilen Party- bzw. Clublebens mehr als treffend.

Die Sterne sind eine der Bands, die schon lange in meinem Kopf herumschwirren und die wir 2006 ja auch fast mal live gesehen haben, ein Album hatte ich bislang aber auch hier nicht vorzuweisen, da ich ob der recht großen Auswahl nie wusste, womit ich am besten anfangen sollte. Hier ist nun der Anfang. Daß "24/7" anders klingt als die meisten anderen Sterne-Alben, ist mir dabei durchaus bewusst.

Bereits nach kurzem Probehören der MySpace-Proben war klar, daß dieses Album ein Überalbum sein würde. Ich hörte mir jeweils nur die ersten paar Sekunden an und auch nur von drei oder vier Songs, den Gesang hatte ich bei keinem gehört, denn das, was ich da gehört hatte, würde jeden Gesang sowieso in den Hintergrund rücken. Und genau so kam es auch. Bei den ersten drei oder vier Durchläufen drangen die Texte - wenn überhaupt - nur sehr marginal zu mir durch, wurden vom Elektrosound förmlich weg geschoben. Nach und nach drangen Textfetzen durch, erst zusammenhangslos, später auch im Kontext. Weisheiten, Schwachsinnigkeiten, Schlagfertigkeiten, Auszeiten. Die Sterne sind eine der wenigen übrig gebliebenen Bands, die für mich einen großen Unbekanntheitsfaktor haben und über deren Ernsthaftigkeit ich rein gar nichts sagen kann. Einerseits stehen da auch hier mal wieder Systemkritik und kryptische Lyrik, andererseits aber auch so ein Song wie "Ein Glück", einer der beiden Bonussongs auf der Special Edition, der keinen anderen als den letzten Platz auf dem Album verdient hat, da zumindest ich nach dessen Hören geschlagene 5 Minuten lachen musste. Es ist reinster Infantilismus, der dort zum Lachen anstiftet. Hihi, er hat "ficken" gesagt.

Was ich weiß: "24/7" ist voller Hits, Texte hin oder her. "Passwort" zum Beispiel hat einen ziemlich dämlichen Text, avancierte aber bereits beim alleinigen Lesen des Textes im Booklet zu einem meiner absoluten Favoriten. "24/7" greift viele Elemente aktueller Trends auf, aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich auf diese vermeintlichen Trends gerade verschärft ein Auge werfe. Fakt ist aber, daß Wave sich bei mir immer mehr ausweitet. Ob ich mich immer weiter reinfuchse oder immer mehr Bands zufällig oder gewollt diese Sparte bedienen, sei dahin gestellt.


Geschrieben am 3.03.2010 um 20:05 Uhr.
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CeBIT sounds!


Vom 2. bis zum 6. März findet die CeBIT 2010 statt.

Die CeBIT in Hannover gilt als größte Messe für moderne Technologien in Deutschland, hat aber wie so viele Wirtschaftszweige in den letzten Jahre mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen. Dem versucht man in diesem Jahr entgegenzuwirken, indem man wieder mehr junge Leute anspricht. Das geht zum Beispiel mit Musik.
Darum widmen sich die Stände in Halle 22 in diesem Jahr einzig und allein der Musik, beziehungsweise dem Zusammenhang zwischen Musik und Business. Das Ganze nennt sich dann "CeBIT sounds!". In dieser Halle werden jungen und aufstrebenden Bands Chancen gegeben, sich vorzustellen. Viele junge, deutsche Bands spielen in der Zeit der CeBIT nun über den Tag verteilt also Showcases von je 30 Minuten. Bis auf eine von MySpace-Usern gewählte Newcomerband spielt jede Band dabei nur je einmal. Abends gibt es dann an drei von fünf Tagen richtige Konzerte von ein bis zwei Bands.

Das klingt alles sehr verlockend, jedoch wird viele Interessierte der hohe Eintrittspreis der CeBIT abschrecken, der bei 33 EUR für Tagesbesucher liegt. Abhilfe schaffen viele Gewinnspiele und Aktionscodes, die man im Ticketsystem der CeBIT einlösen kann. Wenn man zum Beispiel diese Umfrage der Uni Göttingen vollständig ausfüllt, hat man schonmal eine Tageskarte sicher. Nachdem man sich im CeBIT-Ticketsystem registriert und seinen Freischaltungscode aktiviert hat, kriegt man eine E-Mail mit einem PDF-Ticket inkl. Barcode, das man an einem Tag seiner Wahl einlösen kann. Prima Sache. Viele Blogs und Webseiten sammeln zudem aktuelle Aktionscodes, mit denen man sich weitere Online-Tickets freischalten kann. Ich bin so z.B. innerhalb kürzester Zeit zu 4 Tagestickets gekommen, für die ich sonst über 120 EUR bezahlt hätte.

Für die Konzerte am Abend braucht man separate Tickets. Ich habe bisher aber noch nicht herausgefunden, ob man die nur gewinnen kann oder ob es die auch irgendwo zu kaufen gibt. Ein Ticket (bzw. einen Gästelistenplatz o.ä.) habe ich jedenfalls bereits über das CeBIT-Facebook-Profil gewonnen. Man sieht: Es ist nicht schwer, sich sein CeBIT-Wunschprogramm zusammen zu stellen, man muss nur ein bißchen die Augen aufhalten. Perfekt wäre, wenn das +1 wäre, sonst hätte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen, war ich doch damals quasi schuld, daß wir Die Sterne auf dem Rocco del Schlacko-Festival nicht gesehen haben und bisher noch keine Chance zum Erstbesuch hatten. Daher ist es durchaus wünschenswert, daß ich die Freundin mitnehmen kann, die leider versäumt hat, am Gewinnspiel teilzunehmen (es gab 33 Karten zu gewinnen, es haben nichtmal 40 Leute teilgenommen).

Showcases spielen unter anderem: Ghost of Tom Joad, Eat The Gun, Timid Tiger, Dennis Lisk, Enno Bunger, Pohlmann, Tim Neuhaus, Duncan Townsend, Ira Atari & Rampue, Jasper, Les Sauvignons

Das Abendprogramm:
03.03.10 Ja, Panik, Die Sterne
04.03.10 Oil Sex Paint, Timid Tiger
05.03.10 The Bosshoss


Geschrieben am 25.02.2010 um 16:05 Uhr.
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Album des Monats - Januar 2010.


Keine schwere Entscheidung. Die Konkurrenz ist zahlreich, aber nicht groß. Das erste von mir gehörte ist gleichzeitig auch das beste Album des Monats. Tegan & Sara standen zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion um eine andere als diese Position. "Sainthood" heißt das gute Stück, das in Deutschland am 26.01. erschien, international allerdings bereits im Oktober des Vorjahres.

Tegan & Sara betören mich seit dem Hurricane Festival 2008 in unregelmäßigen Abständen in Gedanken, ein Album besaß ich bisher aber noch nicht. Lediglich die Kollaboration von Sara mit der kanadischen Band The Reason an einem der Songs ihres Albums "Things Couldn't Be Better" hielt mich bei der Stange. Ich muss gestehen, daß ich eigentlich auch nicht vorhatte, mir "Sainthood" direkt zur deutschen Veröffentlichung zu kaufen. Eigentlich war es die bloße Langeweile und die Tatsache, daß ich ein Musikgeschäft ungerne ohne gekaufte Ware verlasse, die mich dazu trieb. Ungefähr 4 1/2 Tage läuft dieses Album nun also schon mehr oder weniger in Dauerrotation auf meinem iPod, unterbrochen nur ab und zu von den anderen interessanten Alben des Januars. Keines davon begeistert auch nur im Ansatz so sehr wie dieses.

Ich bin immer wahnsinnig schlecht darin, etwas wirklich Gutes angemessen zu beschreiben, weil mir ob der mir zu Füßen liegenden Großartigkeit einfach die passenden Worte fehlen. Ich kann aber feststellen, daß "Sainthood" vor allem dann seine besten Momente hat, wenn es laut wird. Das Lauteste -  "Northshore" - ist ein ganz großer Anwärter darauf, am Ende des Jahres in den Top 10 der besten Songs zu stehen. Und steht dabei vermutlich in schärfster Konkurrenz zu mindestens der Hälfte der auf diesem Album vorhandenen Songs, die allesamt für sich absolute Hits sind, aber auch als Album unfassbar gut funktionieren.

"Sainthood" verbindet mehrere Stile und Epochen in sich, die ausgezeichnet miteinander harmonieren. Allein der Opener "Arrows" zum Beispiel zeigt das eindrucksvoll, indem er mit einem 80er-Synth beginnt, um im Refrain auf eine leise Akustikbegleitung herunter zu fahren, um den der feine Gesang verführerisch herum tanzt.
Daß "The Cure" nach der gleichnamigen Band klingt, konnte man ja bereits der namhaften Fachpresse entnehmen, für mich klingt es stimmlich vor allem auch nach La Roux. Nicht nach der quietschigen Elly Jackson aus "In For The Kill" oder "Quicksand", sondern der unverzerrten, wie man sie z.B. in "Growing Pains" hören kann.

Ich weiß noch nicht genau, ob sich dieses Album langfristig bewähren wird, unzugängliche Songs wie der Abschluss "Someday" mit seinem unrhythmischen Gesang jedoch lassen hoffen, daß "Sainthood" nicht allzu schnell seinen Reiz verliert.


Geschrieben am 2.02.2010 um 03:30 Uhr.
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24 Hour Party People.


Seit Weihnachten letzten Jahres ist die Rolling Stone Music Movies Collection ein fester Bestandteil dieses Haushalts. Teil dieser Box ist auch "24 Hour Party People".

Der Titel gibt ungefähr das Tempo vor, denn wer hier nicht aufpasst, hat schnell was verpasst. In der durch Schauspielern nachgestellten Quasi-Doku über real geschehene Ereignisse und Begebenheiten nimmt der anfänglich noch ausschließlich als Fernsehmoderator arbeitende Tony Wilson den Zuschauer von Anfang an bei der Hand und lässt ihn bis zum Schluss nicht allein.

Alles beginnt beim ersten Konzert der Sex Pistols in Manchester, das nur 42 Besucher zählt, die aber allesamt später zu mehr oder weniger großer Bekanntheit gelangen - abgesehen vom Postboten. Er ist und bleibt... ein Postbote.

Ausgehend davon erfährt der Zuschauer in den nächsten gefühlt 5 Minuten, wie Tony Wilson den Sex Pistols wenig später in seiner Show "So it goes" eine Plattform bietet und sie somit fördert, wenig später einen Deal mit dem Besitzer eines Clubs über regelmäßig stattfindende, von Wilson organisierte, Konzertabende abschließt - die sogenannten Factory-Abende - und dort später namhaft werdende Bands wie Joy Division oder Cabaret Voltaire auftreten lässt.

Eins ist schnell klar: Wer hier kein Vorwissen mitbringt, guckt sehr schnell sprichwörtlich in die Röhre, denn auf Nachzügler wird hier keine Rücksicht genommen. Im Sauseschritt geht es durch einen der bedeutendsten und interessantesten Abschnitte zeitgenössicher Musik und ehe man sich's versieht, ist Factory Records, eines der einflussreichsten Labels aller Zeiten, mit Tony Wilson als Geschäftsführer gegründet und wenig später baumelt Ian Curtis auch schon tot von der Decke.

Etwa 45 Minuten sind bisher vergangen. 45 Minuten, in denen viele kleine Details versteckt sind, die Musikgeschichte geschrieben haben. Zum Beispiel die Serviette, auf der Wilson mit seinem eigenen Blut die kurzen, aber bedeutsamen Konditionen notiert, zu denen Bands mit Factory Records zusammen arbeiten. 45 Minuten, die einem relativ bekannt vorkommen, wenn man das wesentlich bekanntere Joy Division-Biopic "Control" schon einmal gesehen hat. Nach diesen 45 Minuten ist Ian Curtis nun also tot und die Geschichte geht da weiter, wo Control aufgehört hat. Es folgen absurde Szenen an Curtis' aufgebahrtem Leichnam. Man muss lachen, obwohl man weinen möchte.

Tony Wilson wird ein ums andere Mal als genialer, aber ungemein gewissenloser Geschäftsmann geoutet. Es ist unter anderem die Intention des Filmes, das schwierige Verhältnis, das er mit seinen Künstlern hatte, zu übertragen. Die zweite Hälfte des Films beschäftigt sich in Ansätzen mit den aus Joy Division entstandenen New Order und ihrem finanziellem "Blue Monday"-Minusgeschäft, vor allem aber mit der eigens von Factory Records erbauten "Fac 51 Hacienda", einem Club, der sich als absolutes finanzielles Desaster heraus stellt und nur eines der vielen Beispiele für die Misswirtschaft bei Factory Records repräsentiert. Nichts desto trotz dokumentiert "24 Hour Party People", wie an diesem Ort die heute weit verbreitete Rave-Kultur ihren Urpsrung fand.

Musikalisch wird die Geschichte des Labels im zweiten Teil vor allem mit den Happy Mondays erzählt, die sich zunächst als Wunderknaben heraus stellen, später aber der Skrupellosität Wilsons in nichts nachstehen und somit nicht unschuldig am finalen Niedergang Factory Records' zeichnen.

Viele im Film von Schauspielern dargestellte Beteiligte haben im Film kleine Cameorollen, richten zum Teil gar selbst das Wort an das Publikum, um gewisse Dinge richtig zu stellen. "24 Hour Party People" ist - nur in englischem Originalton mit deutschem Untertitel - kurzweilig erzählt, immer wieder spricht Tony Wilson direkt in die Kamera, was die Bindung verstärkt. Dieser Film ist ein - nachgestelltes - Dokument moderner Musikgeschichte und sollte von jedem gesehen werden, der sich auch nur ansatzweise für Rock- und Popmusik interessiert. Also jeder.


Geschrieben am 30.01.2010 um 04:00 Uhr.
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Album des Monats.


Eine Sache, die ich im letzten Jahr wunderbar hätte machen können - weil da quasi jeden Monat genug Alben erschienen, um darüber einen wunderbaren internen Plattenstreit auszuführen -, soll dieses Jahr hier eingeführt werden. Ich nehme mir vor, zu Anfang jeden Monats die von mir gehörten Alben des Vormonats Revue passieren zu lassen und ein Album des Monats zu küren und etwas dazu zu schreiben. Vielleicht sogar wieder Rezensionen, man wird sehen. Ob ich dann auch die Konkurrenz erwähne oder nur den Gewinner vorstelle, bleibt vorerst offen, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich hoffe, damit wieder regelmäßig den sogenannten Content bieten zu können, den sicherlich niemand vermisst. Ich hoffe, daß jeden Monat was schreibenswertes herauskommt, ich erwarte mir von 2010 eigentlich nicht so viel.

Ferner folgen in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft Berichterstattungen zu den letzten muff potter.-Konzerten sowie die übliche Fest van Cleef-Geschichte. Deadline für letzteres ist aber wie jedes Jahr erst der erste Festivaltermin im Folgejahr. Berichte zu diesjährig stattfindenen Konzerten sind momentan nicht in meinem Plan vorgesehen, ich wünsche mir da ein bißchen mehr Intimität im Vergleich zu den Vorjahren, aber zu den großen und speziellen Events wird es sicher das ein oder andere unvermeidbare Wort zu lesen geben.

Ich denke im Moment über ein neues Konzept für diesen Blog nach, um ihn für mich und die eventuellen Leser wieder interessant zu machen. Ich würde gerne wieder mehr über Musik schreiben, überlege schon lange über eine Überführung des irgendwie nicht wirklich beachteten, aber von mir heiß geliebten Rezensionsblogs in den Fluss dieses Blogs hier, aber ich fürchte, daß die Texte hier untergehen. Außerdem wäre es schade um die schöne "Surrogat"-Endung.
Es ist ein kleiner Umbruch in Gange und ich habe wieder Lust, mehr für dieses Projekt hier zu tun, das im September immerhin seinen fünften Geburtstag feiert. Ich bin gespannt, was wird und hoffe, ich bin da nicht der einzige.


Geschrieben am 30.01.2010 um 03:15 Uhr.
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POPSALON OS.1


Osnabrück bekommt in diesem Jahr Festivalzuwachs. Im April findet das erste Popsalon-Festival statt. Vom 15. bis zum 17. April treten in der Kleinen Freiheit, dem Glanz & Gloria und der Lagerhalle ca. 15 Bands auf.

Das Festival wird von der Agentur Zukunftsmusik organisiert, die seit 2006 bereits das Lokpop-Festival veranstaltet.

Bisher bestätigt sind: Timid Tiger, Beat! Beat! Beat!, Kissogram, Hundreds, Turbostaat, Enno Bunger, Egotronic, Miyagi und Smoke Blow. In gewissen Kreisen wird über die streitbare Band Katzenjammer gemunkelt.


Es wird sowohl 3-Tages- als auch 1-Tages-Tickets geben, der genaue Preis steht noch nicht fest, aber es wird sich wohl irgendwo um 35 EUR für drei und je 19 EUR für einen Tag einpendeln. Alle Preisangaben ohne Gewähr.

www.pop-salon.de


Geschrieben am 28.01.2010 um 01:45 Uhr.
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