Punk ist, was du draus machst.


Home || Profil || Archiv


Famous Last Words.

Unbenannt
Was war und ist.
Was war und ist und ob noch was kommt.
Was war und ist, kommt und hier sowieso von niemandem gelesen wird.
Top 10 Konzerte 2015.


Web 2.0 - Insecuritate.

Twitter.
last.fm.
YouTube.
MySpace.
Konzertfotos.
Rezensionen.
Musik-Sammlung.


Und sonst so?

Whois.
Randpop.
Tome-Blog.
Strickleiter.
Arbeitgeber.
Herz im Kopf.
Synchronkartei.
nullzeitgenerator.
Poemas eróticos.
ConcertBlog Hamburg.
Mehr Getöse um fast nichts.

Persönliche Wochencharts

RockRendezvous's Last.fm Weekly Artists Chart

Aping my soul
You stole my overture
Trapped in God's program
Oh I can't escape

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
Why, why, why?

I can't forgive you
And I can't forget

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we in here?

-----

Rise above the crowds
And wade through toxic clouds
Breach the outer sphere
The edge of all our fears
Rest with you
We are counting on you
It's up to you

Spread our codes to the stars
You must rescue us all
Spread our codes to the stars
You must rescue us all

Tell us
Tell us your final wish
Now we know you can never return
Tell us
Tell us your final wish
We will tell it to the world

-----

Let's start over again
Why can't we start it over again?
Just let us start it over again
And we'll be good
This time we'll get it
We'll get it right
It's our last chance to forgive ourselves



Wer auch immer das hier liest, sollte mich nicht auf Inhalte und Äußerungen fest nageln, die ich vor zwei, drei Jahren geschrieben habe. Ich weiß, daß vieles davon Blödsinn ist, aber zum Löschen oder Verbessern ist es auch zu schade. Das meiste davon sollte sich ja in Folgebeiträgen richtig gestellt haben.

I.D.

Kettcar - Uncut


Hier könnt ihr meine Rezension zum aktuellen Kettcar-Album "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" lesen. Da die Redaktionsleitung () jedoch darauf bestand, den Text aufgrund der vielen Zitate zu kürzen, gibt es unter dem Link leider nur eine geschnittene Version. Das ungekürzte Original bleibt dem verehrten Blogleser vorbehalten:


"Du betratst den Raum und wir wussten bescheid. / Ich und mein Stolz wussten: gleich ist es vorbei."

So oder so ähnlich erging es Kettcar wohl, als sie auf der Suche nach einem Plattenvertrag für ihr erstes Album "Du und wieviel von deinen Freunden" waren. Kein Label war bereit, die zugegebenermaßen etwas eigenwillige Band unter Vertrag zu nehmen. Als Alternative blieb schließlich nur, sich selbstständig zu machen und eine eigene Plattenfirma zu gründen. Heraus kam schließlich das "Grand Hotel van Cleef". Das Debüt wurde veröffentlicht und die großen Firmen rissen sich plötzlich um die Band - vergeblich. Kettcar sind nach wie vor dem Grand Hotel treu, "Du und wieviel von deinen Freunden" verkaufte sich mittlerweile 30.000 Mal.

2005 warfen Kettcar mit "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" ihr zweites Werk auf den Markt, dass von Anfang an von Erfolg gekrönt sein sollte. Wie das Debüt zwitschern uns auch die Spatzen allerlei Geschichten aus dem Alltag vom Dach. Dabei wird an verwirrenden und zweideutigen Phrasen keinesfalls gespart, allerdings ist jeder Text klar nachzuvollziehen.

Nehmen wir zum Beispiel das anfangs zitierte "48 Stunden", eindeutig das Herzblut dieses Albums. In seiner unverwechselbaren Art und Weise brummt uns Marcus Wiebusch von einem wunderbar traurigen Abschied vor, den sicher jeder von uns früher oder später einmal erleben wird.

"Eine grenzenlose Liebe gegen die paar hundert Kilometer / und wenn das hier mal ein Traum war, ist er böse, denn hier geht er. / ... / Wir sind nicht dafür geschaffen, uns zu belügen / und 48 Stunden können allen, aber nicht uns genügen. / Mach immer, was dein Herz dir sagt."

Selten wurden die Tatsachen so klar auf den Tisch gelegt, selten fühlte man sich selbst so gut verstanden. "Mit einfachen und klaren Sätzen, die einmal kurz klarstellen." Mehr muss dazu nicht gesagt werden.

Ganz so ernst geht es jedoch nicht immer zu. "Stockhausen, Bill Gates und ich" beispielsweise wird zwar in den auf der Bonus-DVD enthaltenen Linernotes - nur in der limitierten Erstauflage dabei - als wahr verkauft, versteht sich aber als gelungene Fantasieanekdote über das Event einer Schlägerei zwischen Karlheinz Stockhausen - einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts - und Bill Gates.

"Es ist besser, für das was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden."

Trotz aller Herumalberei trägt auch dieses Lied eine ernste Botschaft in die Welt.
Sätze, die die Welt erklären. In dieser Kategorie ist "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" die erste Adresse.

Musikalisch darf man allerdings keine Höchstleistungen erwarten - es handelt sich hier schließlich immer noch um eine Band, die die Welt ein Stück besser machen will. Dass dieses Vorhaben aufgrund mangelnder Angebote von Seiten der Plattenfirmen beinahe gescheitert wäre, wird in "Handyfeuerzeug gratis dazu" schonungslos gerächt.

"Dein Glaube ist gut, dein Herz ist richtig / ganz egal, ich höre den Hit nicht. / Und nur keine Angst, das sind nur Bands. / Nein, die tun nichts, die wollen nur spielen."

Neben Handyfeuerzeugen und Klingeltönen werden auch in "Einer" Trends miteinander verknüpft und bieten so Zündstoff für neue Verschwörungstheorien.

"Immer auf der Suche nach / der Suche nach den Schuldigen. / Einer muss es immer sein. / Einer muss, ganz allein."

Anstoß zu diesem Song war wohl das Schulmassaker in Erfurt und dessen Suche nach dem wahren Grund dafür. War es nun "Counter-Strike, Markus Merk, MP3s, Courtney Love"? "Die Entscheidung lag dann nicht mehr in unserer Hand."

Mitten rein in dieses wunderschöne Album sticht mit Balu eine herzerweichende Ballade, deren Inhalt sich um die Schwierigkeit dreht, einen überlegenen Menschen an seiner Seite zu haben. Will heißen, eine wunderbare Ode an die vermutlich wundervollste Frau der Welt. Die Metropole, neben der man wie ein kleines, verlorenes Dorf erscheint.

"Manche sagen es wär einfach, ich sage es ist heikel. / Du bist New York City, und ich bin Wanne-Eickel."

Vergessen ist dieser Zustand jedoch erst, wenn "du vergisst, was du weißt / in dem Gefühl wir wären eins." Oberflächlich betrachtet und fernab von jedem Zusammenhang zum Rest des Liedes kann man es auch anders ausdrücken: "Frieden ist, wenn alle gleich sind."

Kettcar sind vielleicht nicht elegant und cool, aber wenn man da hingeht, wohin die Songs von Kettcar gehen, ist elegant und cool eh unglaublich weit weg. "Deiche brechen richtig - oder eben nicht."

Kettcar beherrschen das, was immer weniger beherrschen oder beherrschen wollen: Kümmernde Songs, die aus sich selbst die Welt beschreiben.

"Und schwarz wird zu grau wird zu rot wird zu Licht / und benommen, verschwommen erkennen, was man will. / Meine Welt aufgehoben, meine Welt in 3 Wörtern erklärt."


Geschrieben am 27.01.2006 um 14:15 Uhr.
Kommentieren

Vorherige Seite | Nächste Seite