29.04.2008
Wieder mal ein paar Bilder
Aber nix besonderes. Halt nur was mir so vor die Linse gerutscht ist.

Außerdem bin ich froh wieder zu Hause auf der Via Pio IX zu sein. Ich war ja 6 Tage in ein Hostel umgezogen, da meine Wohnung schon für diese Woche mit Bed & Breakfast vorvermietet war, bevor ich meinen Vertrag gemacht hatte. War alles bissl stressig. Wenn man dann noch mit ner 21 jährigen Russin zusammen wohnt, die in drei verschiedenen Sprachen von Selbstmord redet, dann sitzt man plötzlich in einem Film für den man eigentlich keinen Eintritt bezahlt hat (geschweigedenn sehen wollte).

Noch ein kleiner Tipp: Geht nie in einem Land zum Frisör dessen Sprache ihr nicht oder nur wenig sprecht...das Resultat kann erschreckend sein!

Mehr ist erstmal nicht zu berichten

L.-E.
Geschrieben von blubberbilly um 08:51 | in:
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19.04.2008
Frühling in Rom…
…einfach genial! Ich sitze mit Shisha, Käffchen und Laptop um 19:00 bei 20°C auf der Veranda und reflektiere über die vergangene Woche. Die Orangen vom Baum nebenan hängen fast in meinem Gesicht und die Sonne ist in den oberen Etagen auf den Wänden der umliegenden Häuser noch zu sehen. Ein Hund sitzt auf dem Balkon eines Nachbarhauses und beäugt kritisch was ich da mit meinen Fingern auf dem Keyboard und dem Shishaschlauch im Mund so treibe. Hier lässt es sich wohnen.

Gerade ist die Hausherrin Luisa gekommen und macht hier im Garten Frühjahrsputz. Sie wohnt normalerweise nicht hier und hat nur ein Zimmer. Ich bin mit meinem Mitbewohner Lorenzo also die ganze Woche allein. Und der ist ein Italiener wie man ihn sich vorstellt. Ich kann also sehr viel von ihm in Sachen italienische Lebensweise lernen. Außerdem ist er ein echter Virtuose auf der Gitarre. Ab und zu improvisiert er Stundenlang zu unterschiedlichster Musik auf CD – ein echter Genuss. Ich werd mir aus Deutschland meine Mundharmonika mitnehmen und dann mit ihm ein bissl jammen.

Auf Arbeit geht es gut voran. Letztendlich kann ich den ganzen Tag an meinem Zeug arbeiten aber wenn ich Hilfe oder Informationen brauche habe ich genügend Ansprechpartner. So hab ich mir das vorgestellt. Die Stunde Weg zur Arbeit hilft mir auch früh richtig fit auf Arbeit loslegen zu können und abends Abstand von der Arbeit zu bekommen. Ich würde das vielleicht nicht mein ganzes Leben so wollen aber zurzeit ist es eher nützlich als lästig.

Ansonsten widme ich mich hier ganz dem Sport. Immer im Wechsel geh ich einen Tag ins Fitnessstudio und einen Tag im Park laufen. Im Studio habe ich einen guten Trainingspartner gefunden, der ungefähr mein Leistungsniveau hat. Einmal pro Woche gehe ich auch zusammen mit ihm in einem anderen, größeren Park laufen. Hin kommen wir auf seinem Motorroller. Anfangs war ich ja von dem Verkehr etwas entsetzt doch langsam gewöhnt man sich daran. Und mit dem Roller ist man bei all dem Verkehr echt am schnellsten unterwegs.

Meine ersten Versuche einen Salsaclub zu finden sind letztes Wochenende etwas kläglich im Sand verlaufen da die Metro nur bis 21:00 fährt. So ist man am Abend auf Busse angewiese. Und das ist anfangs nicht ganz einfach. Mit Taxi braucht man alleine gar nicht erst anzufangen denn die sind Schweineteuer (zu dritt oder viert ist das dann schon wieder etwas anderes). Ich hab mich dann irgendwo am Arsch der Welt wieder gefunden und hatte keinen Plan wo ich war. Letztendlich bin ich 3 Stunden im Bus quer durch die Stadt gegondelt und bin dann etwas frustriert ins Bett gegangen. Gestern jedoch war mein Plan dann etwas ausgefeilter und der Abend war spitze. Ich hab eine süße, verdammt gut tanzende Ukrainerin kennen gelernt die in Passau studiert und gerade für zwei Wochen in Rom auf Sprachreise ist. Außerdem noch 2 Männer und eine Frau aus Rom die zufällig 200m von meinem Haus entfernt wohnen und mich ab sofort (auch heute) immer mit dem Auto mit zum Salsa nehmen werden. Glück muss man(n) haben. Na mal sehen wo es heute hingeht…

Die Stadt bei Nacht habe ich letztes Wochenende mit einer Kollegin angeschaut. Sie ist Römerin und hat mir viel gezeigt und erklärt. Nebenbei hab ich ja hier Illuminati von Dan Brown gelesen und so weiß ich jetzt schon ne ganze Menge über die Stadt. Ich denke also, dass ich für meinen Besuch aus Deutschland ein ganz guter Führer sein werde.

So, das reicht jetzt erst mal wieder – will ja hier keine Romane verfassen.

Grüße nach Deutschland und bis bald

L.-E.

Geschrieben von blubberbilly um 14:00 | in:
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9.04.2008
09.04. Il lavoro – Die Arbeit
Großstadtleben (besonders in Italien wie mir scheint) ist das richtige für Morgenmuffel. Aufgrund der langen Pendelwege ist vor 8:00 quasi keiner auf Arbeit. In meinem Büro bin ich sogar noch 8:30 stets der Erste. Der lange Anfahrweg mit zweimal umsteigen (Luftlinie 13km/1h mit Metro, S-Bahn & natürlich auf Schusters Rappen) ist für mich natürlich etwas Neues aber ich hab mich eigentlich sehr schnell daran gewöhnt. Und die Menschen morgens und abends in den Bahnen und auf dem Bahnsteig zu beobachten ist schon eine amüsante Angelegenheit. Dass ich prinzipiell mit Englisch angesprochen werde ist mir allerdings noch ein Rätsel. Ich bin normal gekleidet (also nicht Touri-Style) und habe nicht dauernd ein Wörterbuch oder einen Stadtplan in der Hand. Vielleicht sind es die blonden Haare? Keine Ahnung. Aber es hat natürlich auch eindeutige Vorteile, denn mein Italienisch ist nach wie vor eher von rudimentärer Ausprägung.

Und wenn der Rest dann langsam im Büro eintrudelt wird natürlich erstmal Kaffee trinken gegangen – was, zu meiner ausgesprochenen Freude, ca. dreimal am Tag geschlossen in Gruppen, nach Zimmerkomplexen unterteilt, stattfindet. Der Italiener liebt seinen Espresso/Latte Macchiato und die dafür installierten Maschinen (€ 0,16 pro Tasse) liefern ihm dafür auch exzellente Qualität.

Mittagessen gibt es in der Kantine und ist für alle Mitarbeiter kostenlos. Man kann es fast mit einem Restaurant vergleichen außer dass man halt sein Essen mit dem Tablett holt. Das Fleisch (immer mind. 4 Sorten) wird nach individuellem Wunsch zubereitet, vegetarische Gerichte/gebratene Käse sind immer mit im Angebot und die Beilagen sind vielfältigster Natur. Salate, Obstsalat, Baguette und weiß der Teufel noch was sind natürlich auch da. Fazit: Lecker!

Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auf Arbeit ist sehr viel ausgeprägter als ich es sonst irgendwo erlebt habe (bitte überhaupt nicht als Kritik auffassen – es ist mir hier nur besonders aufgefallen). Die überschlagen sich fast um dir ihre Hilfe anzubieten. Außerdem wollen sie mir alle gleichzeitig die Stadt zeigen. Meine Wochenenden sind schon jetzt hoffnungslos ausgebucht mit Essenseinladungen, Stadtführungen, Laziospiel und Night-Life-Touren. Molto bene =)

Was hier auf Arbeit so an jungen, sehr süßen Mädels durch die Gegend hoppelt, ist man(n) aus deutschen/amerikanischen Ingenieursfirmen auch nicht gewöhnt. Hier muss es Ende der ´90iger Jahre/ Anfang des neuen Jahrtausends eine Universitätsinitiative „mehr Frauen für den Ingenieursberuf“ gegeben haben. Das würde der TU-Freiberg auch mal gut tun…

Meine Chefin ist Anfang 30 und ich denke, dass wir sehr gut miteinander auskommen werden. Da ich ja nun schon ca. ½ Jahr an dem Projekt gearbeitet habe sollte ich keine Anlaufschwierigkeiten bekommen. Ich habe sogar ein gewisses Know-how mit nach Italien gebracht und die Vorgesetzten sind allgemein interessiert an dem was ich vorhabe zu leisten. Kommt Zeit, kommt Tat.

 

OK, ich werd jetzt noch paar Bildchen hinzufügen und mich für heute verabscheuen ;-)

 

Bis die Tage L.-E.

Geschrieben von blubberbilly um 09:54 | in:
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5.04.2008
05.04. - die ersten Bilder in der Galerie
Servus,

hab jetzt erstmal ein paar Bildchen von meinem Umfeld hochgeladen. Leider sieht man beim vergrößern der Bilder rechts unten den Button "Close" nicht mehr aber wenn man mit der Maus drüber fährt ist er da. Versteh das auch nicht aber ich hab auf den Fotoalbumquelltext keinen Zugriff. Ich hoffe, dass es trotzdem funktioniert.

Außerdem habe ich eine neue Handynummer: +39 36 653 081 63.

Aso, und hab einen Vertrag in nem spitzen Fitnessstudio gemacht. Sehr groß und klasse Ausstattung (inkl. der süßen Empfnagsmädels ;-)

Bis bald L.-E.
Geschrieben von blubberbilly um 17:50 | in:
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4.04.2008
04.04.08 - Angekommen
Liebe Gemeinde,

 

ik bin all hier! Und ich bin happy! Wieder mal mit keinerlei Erwartungen drauf los gelaufen und ich wurde sehr positiv überrascht. Wenn es jetzt mit der Arbeit noch passt (erst Montag werd ich da mal antanzen), dann wird das hier ne voll geniale Zeit.

 

Aber der Reihe nach:

 

Mit Boxenstop bei meinem Lesterschwein in Augsburg (die ich 1 ½ Jahre nicht gesehen hatte) ging es am Mi. den 03.04. mit Papa in Augsburg los. Bzw. es sollte losgehen aber wir sind erstmal kreuz und quer durch Augsburg gefahren da mal wieder überall gebaut wird. Dann noch ordentlich Stau auf der A8 in Richtung München und wir waren irgendwann gegen 11:00 endlich an München vorbei. Mit Dachgepäcksarg und randvollem Auto sind wir bei Schnee/Regen über die Inntalautobahn den Brenner hochgekraxelt und nach Bella Italia eingefahren. Auf unserer Fahrt brachen auf uns die übelsten Weltuntergangsgewitter in Italien herein aber gegen 19:00 sind wir schlussendlich vom Autobahnring Rom in die Stadt abgefahren (und knapp €60 Autobahnmaut ärmer).

 

Angekommen (denkste)! Versucht nie mit Routenplanerhinweisen in Rom etwas zu finden. Wir haben mindesten 2 Stunden eine Odyssee durch die Stadt erlebt, die Odysseus persönlich alle Ehre gemacht hätte. Die Satdt ist eine einzige Einbahnstraße und der Routenplaner scheint davon nichts zu wissen. Wenn es dann auch noch dunkel ist und die ohnehin nur vereinzelt und versteckt platzierten Verkehrsschilder nicht mehr lesbar sind dann bekommt das fahren nach Gehör eine ganz neue Bedeutung. Und zeitweise dachte ich, dass ich komplett taub bin…

 

Verkehr in Rom? Frage nicht nach Sonnenschein! Ich dachte die in Paraguay sind ein bisschen plemplem aber die Römer haben echt einen Vollschaden! Nach 2 Stunden durch Rom habe ich einen ordentlichen Schnaps gebraucht um meinen Puls wieder etwas zu beruhigen. Da überholen dich bei Tempo 70 links UND rechts die Mopeds, erst wird erst gehupt und dann geschaut, Verkehrsregeln sind Ansichtssache, 2 Auto parallel auf einer Spur sind normal und du als StVO-Gelernter mitten drin und hoffnungslos verloren. Als wir dann endlich meine Straße gefunden hatten war an Ankunft noch nicht zu denken. Ich musste ans obere Ende der Via Pio IX aber die war bis auf der unteren Hälfte Einbahnstraße – und wir kamen natürlich von unten. Ok denk ich mir, fahren wir halt parallel zur Via Pio auf einer anderen nach oben und dann wieder runter…nach X missglückten Versuchen bin ich dann in Römermanier einfach die Einbahnstraße entgegengesetzt hochgefahren. Bin ich froh, dass ich in Rom nicht Auto fahren muss!

 

Zur Belohnung habe ich dann die Wohnung in Augenschein nehmen dürfen in der ich nun ein Zimmer bewohnen darf. Man hat ja Allerlei Schauergeschichten über Absteigen in Rom gehört aber das trifft hier mal definitiv nicht zu (Bilder folgen in der Galerie hier auf der Seite). Sauber, gefliest, Doppelbett, sehr große Veranda, schönes Bad mit Dusche, 2x WC, Wireless Internet, große Küche und einen 30jährigen, lockeren und freundlichen Italiener als Mitbewohner. Der spricht fast kein Englisch was meinen bis jetzt noch nicht vorhanden Italienischkenntnissen (ab sofort jeden Tag Kurs auf MP3 und mit Buch) sehr dienlich sein wird. Die Gegend ist sehr ruhig aber gleichzeitig habe ich nur 12min bis zur nächsten Metrostation und 10min zum Busbahnhof. Außerdem hab ich gleich neben meinem Haus alle Geschäfte des täglichen Lebens inkl. großem Supermarkt und einen großen Park. Das Viertel liegt auf einem Hügel im Westenvon Rom und man hat vom Park aus Blick über die ganze Stadt (natürlich vor allem nachts ein Schauspiel).

 

Papa und ich haben dann heute gleich eine Hardcore Sigh-Seeing-Tour durch Rom gemacht um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Da fallen einem dann erstmal die Massen an Touris auf (zu denen ich mich hoffentlich bald nicht mehr zählen werde). Rom ist quasi eine einzige große Sehenswürdigkeit die meiner Meinung nach für jeden Geschmack etwas bereithält. Gleichzeitig sind die Wege von einem Schauplatz zum anderen viel näher als ich es zum Beispiel von Paris in Erinnerung habe. Das macht eine Erkundung per Pedes sehr viel reizvoller.

 

Natürlich bin auch schon ausgiebig in den Genuss von kulinarischen Spezialitäten des Landes und der Stadt gekommen. Schon allein das ist eine Reise wert! Und heute Abend zum Beispiel habe ich mit Papa noch zwei Abschiedscappuccino und zwei ordentlich gefüllte Cognacgläser in einem Cafe 100m von meiner Wohnung getrunken und habe insgesamt  €5,60 bezahlt. Das ist weit entfernt von den Touripreisen in der Innenstadt und gleichzeitig in viel angenehmerer Atmosphäre – halt Rom wie es die Römer kennen.

 

Oki, das waren meine ersten Eindrücke und die machen bei mir auf jeden Fall Lust auf viel, viel mehr…Die ersten Bilder werde ich übers Wochenende mit auf die Blog-Galerie laden.

 

Viele Grüße an die Heimat aus dem noch etwas frischen (15°C max. heute) aber hoffentlich bald wärmeren Rom

 

L.-E.

 

P.S. Vielen lieben Dank für eure ersten Kommentare zu meinem Blogstart. Es macht immer mehr Spaß zu berichten wenn man Feedback bekommt =)

 

P.S.S. Ich habe einige von euch zu meinem Blog-Mail-Verteiler hinzugefügt. Wer das nicht will bitte nur kurz bei mir melden.

Geschrieben von blubberbilly um 22:25 | in:
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25.03.2008
Blogstart 25.03.08
Moin,

also hier findet ihr ab Anfang April ein paar Eindrücke und Bilder von meinem Aufenthalt in Rom. Freu mich über euren Besuch =)

Ciao L.-E.

P.S. Ich freu mich immer über Kommentare zu den Beiträgen oder Bildern.
Geschrieben von blubberbilly um 01:03 | in:
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