Urlaubsblog für Berchtesgaden und Schönau am Königssee

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Vielfältige Eindrücke über Urlaubsgestaltungsmöglichkeiten im Berchtesgadener Land
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Geführte Wanderung: Kunterwegkapelle und Soleleitungstrasse - 18:32, 8.05.2010

Wir wollten heute unser heimatkundliches Wissen auffrischen und nahmen an einer sehr schönen und informativen Wanderung im Rahmen des Jubiläumsjahres "200 Jahre bayrisch" teil. Organisiert vom Katholischen Bildungswerk waren die Kunterwegkapelle und der Soleleitungsweg das Thema.

Vom Startpunkt in der Ramsau ging es gleich einen steilen Weg hinauf zur Wallfahrtskirche "Maria Kunterweg".
"Kunter" bedeutet "Kleinvieh" und verweist auf die Zeit als auf diesen Ort das Vieh zum Weiden hochgetrieben wurde. Aber die Quellen berichten auch Spukerscheinungen, welche erst durch das Anbringen eines Marienbildes an der Felswand im Jahre 1650 aufhörten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Ort zum Wallfahrtsziel. Eine Kirche zu Ehren der Heiligen Gottesmutter wurde in den Jahren 1731 bis 1733 errichtet und das denkmalgeschützte Bauwerk im Rokokostil wurde zur beliebten und heute noch aufgesuchten Wallfahrtsstätte.

Weiter ging es wieder steil bergauf hinauf zur Trasse der ehemaligen Soleleitung.
Bereits im Jahre 1156 wurde der damaligen Fürstpropstei Berchtesgaden in der "Goldenen Bulle" das Recht zur Salzgewinnung zugesprochen. In den folgenden Jahren entstanden Salzbergwerke bei Schellenberg und in Berchtesgaden am Gollnbach. Salz war zu dieser Zeit äußerst wertvoll und trug auch den Beinamen "weißes Gold".

Das Berchtesgadener Salzbergwerk ist noch heute als Produktionsstätte in Betrieb. Nach wie vor gewinnt man das Salz aus dem Haselgebirge durch Solebergbau, d.h. in Sinkwerken wird das Salz durch hineingepumptes Wasser aus dem Gestein gelöst und dann als "Sole" - salzgesättigtes Wasser - in Leitungen herausbefördert.

Zu früheren Zeiten bestanden in Berchtesgaden und in Marktschellenberg auch Salinen, in welchen aus der Sole durch Verdampfungsprozesse (Sieden) wieder Siedesalz gewonnen werden konnte. Doch dazu brauchte man viel Holz zur Energieerzeugung. Bald wurde der Rohstoff Holz in der Umgebung Mangelware und man konnte die Salinen vor Ort nicht mehr betreiben. Deshalb bekam Georg von Reichenbach den Auftrag, eine Soleleitung vom Salzbergwerk Berchtesgaden zur Saline in Bad Reichenhall zu bauen.

In den Jahren 1816 und 1817 wurde die Soleleitung dann über die Trasse Lockstein - Ilsank - Söldenköpfl - Wachterl nach Bad Reichenhall gebaut. Die kürzere Strecke über den Hallthurm war aufgrund der damaligen Besitzverhältnisse (das Gebiet war zu dieser Zeit in österreichischer Hand) nicht möglich. Erst die 3. und heutige Soleleitung von 1962 führt über diese Route.

Die Meisterleistungen des Georg von Reichenbach waren es, die damaligen Pumpmechanismen genial weiterentwickelt zu haben und eine auf genauesten Berechnungen fußende Leitungstrasse zu erstellen. Die "Reichenbachpumpe" (eine Wassersäulenhebemaschine) stellte man an den Fuß des Söldenköpfls, um den dortigen Höhenunterschied von 356 m bewältigen zu können. Diese Maschine funktionierte über 100 Jahre bis zum Bau der 2. Soleleitung 1925 ohne Probleme!

Vom Söldenköpfl aus kann man in Richtung Wachterl auf einem nahezu ebenen (nur 0,5 % Gefälle) Wanderweg der Streckenführung der Soleleitung noch heute folgen. In "Deicheln" (Holzrohren), welche in den Boden versenkt wurden, wurde die Sole geleitet.

All das und noch viel mehr erfuhren wir auf unserer ausgedehnten und sehr schönen Tageswanderung von Ramsau entlang der damaligen Soleitungstrasse bis nach Berchtesgaden.

Vielen Dank an die tollen Referenten! Die Wanderung war äußerst interessant für Einheimische und Gäste und darüberhinaus auch begleitet von einem gesunden Fußmarsch.

Dies ist ein weiterer Tipp der Familie Brandner, Ferienwohnungen Haus Rosenbichl, Schönau am Königssee, Berchtesgadener Land (www.berchtesgaden-brandner.de).


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Abendwanderung auf den Grünstein - 18:51, 29.04.2010

Es sollte ein sommerhaft warmer Abend werden und deshalb setzten wir kurzerhand den Grünstein auf unser Programm. Man soll die Gunst der Stunde nutzen, soweit es möglich ist.

Der Frühling, besonders Ende April und Anfang Mai, ist bei uns besonders schön. Herrlich ist das sprießende Grün anzusehen und warme Sonnenstrahlen sind ein Genuss zu jeder Zeit.

Am späten Nachmittag packte mein Mann die Klettersachen und machte sich auf zum Grünstein Klettersteig. Diesmal wählte er gleich die schwerere Route, weil er sich durch die Besuche in der neuen Kletterhalle "Bergsteigerhaus Ganz" schon recht fit fühlte.
Da er diesmal wochentags unterwegs war, waren auch weniger andere Kletterer unterwegs und das machte ein zügiges Fortkommen möglich.

In der Zwischenzeit wählte ich den Normalweg von Hammerstiel aus. Wir wollten uns am Gipfel treffen.
 

Oben angekommen erwartete uns eine herrlich warme Spätnachmittagssonne und beste Panoramaaussicht.

Man kann den Blick vom Grünsteingipfel 360 Grad weit schweifen lassen: Vom Watzmann im Süden über die Reiteralpe, den Untersberg, Kehlstein, Jenner bis zum Hagengebirge. Auch den Königssee erblickt man an seinem nördlichen Ende.

Lange blieben wir auf einem der Gipfelbänke sitzen und genossen die Aussicht.
Eine besondere Belohnung für diesen sommerlichen Tag.
 

Dies ist ein weiterer Tipp der Familie Brandner, Ferienwohnungen Haus Rosenbichl, Schönau am Königssee, Berchtesgadener Land (www.berchtesgaden-brandner.de).

 

 


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Radltour zum Schlosspark Hellbrunn bei Salzburg - 18:34, 25.04.2010

Das Wetter an diesem Sonntag sollte beständig und sehr warm mit viel Sonne sein. Beste Voraussetzungen also für eine erste größere Radtour mit der Familie.

Gestartet wurde direkt an unserem Haus und dann ging es meist abseits der Straße auf Sand- oder Radfahrwegen entlang der Königsseer und Berchtesgadener Ache in Richtung Salzburg.


Das Wetter war wirklich ein Traum, ein warmes Lüftchen wehte teilweise, die Sonne lachte und die mitgenommenen Getränkeflaschen waren Gold wert.


Die Route führte uns auf dem Königsseer Fuß- und Radweg zum Bahnhof Berchtesgaden, von dort auf einem Sandweg in Richtung Watzmanntherme. Weiter am Salzbergwerk vorbei in die Unterau, über die Kugelmühle an der Almbachklamm auf einer Nebenstrecke nach Marktschellenberg.
Nach dem Grenzübergang zu Österreich ging es bei Grödig dann über herrliche Wiesen direkt in Richtung Zoo und Schloss Hellbrunn.

Das Ziel war kindgerecht gewählt, denn dort sollten die Buben am großen Abenteuerspielplatz toben und die Eltern auf der Wiese ein "Rasterl" machen dürfen.

Der Hellbrunner Spielplatz ist wirklich riesig, viele Salzburger Familien picknicken dort regelmäßig. Überall gibt es Blumenrabatten, aber auch weite Spielwiesen zum Fußball- oder Federballspielen.
Gastronomie und Kiosk sind am Schloss vorhanden.

Teiche, viele Sträucher und besonders herrlich alte Baumriesen kennzeichnen die weite Parkanlage um das Schloss herum.

 So ist dort alles vorhanden, was man für eine erholsame Rast zum Auftanken braucht.


Die Rückfahrt dazugerechnet fährt man für diese Fahrradrunde abseits der großen Straßen gute 40 Kilometer. Die braven Radler wurden kurz vor dem heimatlichen Ziel noch mit einer stärkenden Pizza belohnt. 




Dies ist ein weiterer Tipp der Familie Brandner, Ferienwohnungen Haus Rosenbichl, Schönau am Königssee, Berchtesgadener Land (www.berchtesgaden-brandner.de).


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Leichte Wanderung rund um den Schmuckenstein in Ramsau bei Berchtesgaden - 17:35, 19.04.2010

Wenn man Lust auf eine gemütliche Wanderung ohne steile Anstiege hat, dann sollte man doch einmal zur Tour "Rund um den Schmuckenstein" in Ramsau starten.

Schon im zeitigen Frühjahr wie jetzt ist der Weg bis auf ein paar Stellen auf der Nordrunde meist schneefrei und bietet immer wieder wunderbare Ausblicke in alle Richtungen.

Den Rundweg startet man am besten im Hochschwarzeck am dortigen großen Parkplatz und geht dann die Straße entlang des Schmuckenliftes hinauf bis zur Abzweigung zum Wanderrundweg.
Als Gehzeit sollte man knapp 3 Stunden plus genügend Zeit für Rast- und Aussichtspausen einplanen.

Immer wieder bietet sich eine Bank zum Zwischenhalt an, aber besonders schön ist die Rast auf der Mordaualm.
Der dortige Panoramarundblick von der Bank neben dem Marterl aus auf den Watzmann, den Hochkalter mit dem Blaueisgletscher und die Reiteralpe ist grandios.

Später im Jahr, wenn die Bauern ihr Vieh auf die Alm getrieben haben, kann man das schöne Erlebnis noch krönen, indem man bei der Sennerin oder dem Senn auf eine Brotzeit oder eine "Milli" einkehrt.

Dies ist ein Tipp der Familie Brandner, Ferienwohnungen Haus Rosenbichl, Schönau am Königssee, Berchtesgadener Land (www.berchtesgaden-brandner.de).

 


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