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Färben mit Rosenblättern II
{ 08:58, 9.06.2008 }
{ Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS }
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Da ich noch so viele Heckenrosenzweige übrig hatte, habe ich weitergefärbt. Eigentlich war der Plan, in Richtung gelb zu gehen. Daher nahm ich die erste Wolle schon nach fünf Minuten wieder raus. Ergebnis: grünliches Gelb. Nun ja, grün brauch ich ja auch. Also hab ich angefangen rumzuprobieren. Zum zweiten Zug warf ich noch einen eisernen Meißel und eine Handvoll Schrauben in den Topf, in der Hoffnung, dass die Farbe das Eisenangebot annimmt. Und es war kein Problem, die braune Färbeflüssigkeit verfärbte sich sofort schmutzig-schwarzgrün. Da die Wolle aber nicht besonders dunkel wurde, goß ich noch mehr gelb-braunen Färbesud nach (hatte mir eigentlich was für weitere Experimente beiseitelegen wollen), der zusammen mit meinem Eisen noch mehr sattes Grün ergab. Die Frage war: Kann man während des Färbevorgangs noch am Färbesud rumändern? Ja, man kann. Es ist wie Kochen: Wenn man nicht zufrieden ist, kann man noch was hinzufügen. Die Wolle wurde sehr schön grün. Kein grünliches Gelb, sondern ein deutliches mittleres Grün, das sich super mit den anderen Rosenfärbungen kombinieren lassen wird. Na schön, es ist olivgrün, das Grün, das scheinbar die anderen Färberinnen schnell satt kriegen. Für mich ist es aber mein erstes Grün, und ich hab es durch rumprobieren schön rausgearbeitet. Deswegen freue ich mich sehr über das Grün. Danach sah die Färbeflotte immer noch sehr dunkel aus. Also warum eine Färbeflüssigkeit wegwerfen, nur weil sie total eklig geworden ist? :-) Farbe ist Farbe. :-) Also hab ich nochmal Wolle eingelegt, und ein sehr helles blasses Grün erhalten. Und hier sind sie: Unten der erste Zug, in der Mitte der zweite und oben der dritte. Drei Grüntöne zum Kombinieren. Sind in Wirklichkeit etwas dunkler. Sehen auch mit den beiden Rosenfärbungen von gestern sehr schön aus. Noch eine Anmerkung zum ersten Zug: Die fünf Minuten Färbezeit kamen zustande, weil ich mit zwei Töpfen gearbeitet habe. Im einen kochte die Wolle im Alaun, im anderen war heißer Färbesud. Die Wolle wurde von heiß nach heiß getan, also direkt von einem Topf in den nächsten. Das hat gut funktioniert und viel Zeit gespart. |
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