rubys wollwahnblog | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
TurbonetzBei der Arbeit an meiner Flaschenhülle fiel mir auf, dass der Dänische Stich doch echt hauptsächlich Löcher produziert, und ich hatte so große Lust, mal wieder ein Netz zu nadeln, dass ich es einfach gemacht habe.![]() Der Netzbeutel, den man auch als Netzmütze tragen kann, war an einem Tag fertig. Der schnelle Fortschritt ist natürlich sehr motivierend. Der Stich ist O / UO B1, also ein rückwärtiger Stich über eine einzige Schlinge. Den Stich habe ich sehr groß gewählt, das Maß war mein Zeigefinger, die Wolle ist ziemlich dünn. Dadurch ist der ganze Beutel sehr filigran. Also Leute, Nadelbinden kann auch so aussehen! Das sind Möglichkeiten, die einem die Freihandtechnik bietet! ![]() Verwendung: Man kann natürlich nur große Dinge drin aufbewahren, die nicht durch die Maschen fallen, Wollknäuel zum Beispiel. Ein Schutz vor Dreck oder Nässe bietet das Netz auch nicht. Dafür ist es sehr leicht, verbraucht wenig Material, sieht gut aus, und eignet sich für Sachen, die luftig aufbewahrt werden sollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass so ein Beutel sehr stabil ist, obwohl ich bisher nur Beutel aus sehr dünner Wolle gemacht habe. Aber natürlich wäre ein Wäschebeutel aus Leinen oder dünnem Hanf noch haltbarer und sehr praktisch. Vielleicht mach ich mal einen aus Baumwolle, als Versuch. Damit wäre ich sicherlich schneller fertig als wenn ich darauf warte, bis ich mich mal überwinde, einen Beutel zu nähen. Und als völlig nichthistorische Idee schwebt mir da schon lange ein Netz-T-Shirt vor... Ein unerwarteter Zeitsprung Inspiriert zu meinen Netzbeuteln hat mich folgendes Poster (auch die anderen Poster dieser Serie sind übrigens großartig): www.museum-albersdorf.de/bast/netzgeflechte.htm (sorry, kriege den Link noch nicht zum Funktionieren, aber ihr seht ja vorerst, wo ihr hinmüsst) Die Schlingen, die dort gezeigt werden, werde ich garantiert auch noch machen! Sobald man annimmt, dass sie mit einer Nadel gemacht wurden, ist das ja eigentlich auch nadelbinden, wenn man die Einschlingenstiche zum Nadelbinden zählt. Was ich ja, wie ihr auf meiner Seite seht, bedenkenlos tue. Dass man eine harmlose FrüMi-Technik lernt, und plötzlich taucht was Artverwandtes in steinzeitliches Funden auf, das finde ich schon sehr spannend! Man hat also ohne es zu ahnen noch mehr gelernt als man dachte, und knüpft an noch mehr Generationen an als ohnehin schon. Super! Also, Leute, lernt mal schön die Freihandtechnik :-) { Kommentar hinterlassen } { Vorherige Seite } { Seite 112 of 125 } { Nächste Seite } |
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