rubys wollwahnblog | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Schwarz und weiß: Brettchenborte / black and white card weaving projectsI was requested to make some more pictures of my actual weaving projects, and here is one which I haven't posted yet, the black and white linen band. For size reference, a group shot: As you can see, I am just getting the hang of it. The material is sewing linen yarn which is nearly undestructable, so the band is quite stiff. I saw the pattern on someone's tunic and liked it very much. It has an easy turning sequence of 4-4-2-2, and the linen makes a delicate pattern. I am not entirely happy how it turned out so far, but right now I didn't have the patience to finish it.Oh, and in the picture you see: wool, cotton and linen. Another size reference:
Aufschären und Auskämmen ohne VerheddernHier meine Methode, ohne viel verwirrte Fäden aufzuschären:Erstmal jedes Brettchen aufschären und danach die vier Fäden mit etlichen Laufknoten sichern (am wichtigsten ist der Knoten direkt über und direkt unter dem Brettchen, um ein Rutschen des Kärtchens zu verhindern). Man erhält ein Büschel gut verknoteter Schnüre, die nur wenig Chancen haben, sich zu verheddern. Das ganze Bündel aufhängen, mit den Brettchen nach oben. Danach immer vier oder fünf Brettchen nehmen, und erstmal nur den Laufknoten unter dem Brettchen lösen, mehr nicht. Alle Fäden der vier oder fünf Brettchen werden jetzt unterhalb der Brettchen in einen gemeinsamen Laufknoten geknotet. Man erhält: einen großen Knoten und darunter sehr viele kleine. Wenn man das mit allen Brettchen gemacht hat, fängt man wieder mit dem ersten Bretttchenbündel an: Jetzt löst man unterhalb des großen Laufknotens etliche kleine, und fasst die Fäden wieder in einem großen Knoten zusammen. Man bearbeitet alle Brettchenbündel auf diese Weise so oft, bis man nur noch große Knoten hat. Das eigentliche Auskämmen besteht jetzt nur noch darin, einen großen Knoten nach dem anderen zu lösen, und die paar kleinen Verhedderer, die sich doch noch gebildet haben (oft innerhalb desselben Brettchens) zu entwirren. Ja, auch diese Methode ist zeitaufwendig. Aber sie ist befriedigend, und der Zeitaufwand ist absehbar. Und man kann die Arbeit zu jeder Zeit unterbrechen, ohne befürchten zu müssen, dass die Fäden durcheinandergeraten. Die Webkette hält es auch aus, mal runterzufallen. Leider sind die Bilder, die ich davon gemacht habe, nichts geworden. Hoffe, es wird auch so klar. Fast Forward die zweiteHab über mehrere Tage hinweg gemütlich eine neue Fast Forward Kette aufgezogen: Wahnsinnig beeindruckendes Foto, ich weiß :-)Ich will aber doch mal auf meine praktische Laufknotenmethode aufmerksam machen: Einen Laufknoten über dem Brettchen zum Aufhängen, einen darunter, der das Brettchen festhält, und darunter nochmal ganz viele, um die Länge der Fäden in den Griff zu kriegen und zu verhindern, dass die Fäden sich verheddern. Wenn ich nachher beim Aufziehen der Laufknoten sehr vorsichtig bin, kann ich mir fast das ganze Auskämmen sparen. Kleiner Wermutstropfen bei dieser Kette: Die weiße Wolle ging mir aus, so dass ich die Randbrettchen mit braun-grün bezogen habe, statt mit braun-weiß. Dadurch kann ich diese Borte nicht mehr so gut mit meiner ersten Fast Forward kombinieren. Nun, darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist, die Borte wirklich mal als Gewandborte aufzunähen. Vielleicht mache ich ja die grüne Variante nochmal, wenn ich wieder dünne weiße Wolle habe. Fast Forward fertig! Meine Fast Forward Borte ist fertig! 162cm! Mein erster brettchengewebter Gürtel!Hier getragen von dem starken Mann, der mir auch beim Färben, Wolle abwickeln oder Schären hilft :-) Die Enden des Gürtels sind noch nicht bearbeitet, sondern nur provisorisch verknotet. Mann, hab ich mich auf den letzten Zentimetern noch gequält! Ich wollte unbedingt, dass der Rest, der übrigbleiben würde, wenn ich die Borte eines Tages mal auf 140cm kürzen würde, so groß wie möglich wäre. Also hab ich zum Schluss um jede Umdrehung gekämpft. Ausgekämmt, so oft es noch ging. Die Brettchen zum Schluss, als es eng wurde, einzeln gedreht. Den Schussfaden mit einer Nadel durchgeshuttlet, als nicht mal mehr ein Finger durchs Fach passte... ob ich das nochmal machen werde, weiß ich nicht. Vermutlich ja - die schwäbische Mentalität lässt sich halt nicht verleugnen :-) Naja, wenn man sich schon die Mühe mit dem Aufschären macht, soll es sich auch lohnen. Mit ein paar Zentimetern Borte fange ich mehr an, als mit ein paar Zentimetern Wollresten. Diese Borte hat mich wirklich die ganze Zeit über positiv überrascht. Das Muster kam feiner und deutlicher heraus, als ich erwartet hatte, und die Borte ist sowohl als Gürtel stabil genug als auch als Kleiderborte fein genug. Das mache ich bestimmt noch einmal! Vielleicht breiter oder schmaler, oder nochmal dasselbe, um meinen Peplos aufzurüschen. Auch mit meinen Farben bin ich zufrieden: Wollweiß, dunkelbraun, braun, dunkelgrün. Passend zu einem dunkelbraunen Kleid. Die Farben kontrastieren schön, und kommen deutlich raus, auch wenn sie dunkel sind. Und sie wären mit meinen Mitteln färbbar gewesen: Walnussschalen, Weidenrinde, Brennessel. Da mir die Farben so gut gefallen, will ich sie tatsächlich mal mit dickerer Wolle färben. Es wäre natürlich super, einen passenden Gürtel aus pflanzengefärbter Wolle dazu zu haben. Das Muster ist zwar mein eigener Entwurf, aber so einfach, dass es das sicherlich auch schon hundertfach woanders gab: ein Rauten- oder Augenmuster, dessen Drehsequenz von 4-4 auf einfach-alles-immer-in-dieselbe-Richtung geändert wurde. Ihr kennt den Aufzug von meinen beiden Navajo-Ketten. Man kann beliebig viele Dreiecke nebeneinander aufschären. Das Ziel war, eine ganz schnell webbare Borte zu machen. Da man die Brettchen nie aufteilen muss, und nur sehr wenige Fehler macht, ist das wirklich die schnellste Borte, die ich mir vorstellen kann. Oh, a propos Fehler: Ich empfehle nicht, nebenher Fussball zu schauen. Hab aus lauter Fassungslosigkeit über die deutsche Mannschaft eine Kombination von Fehlern eingewebt, die rückgängig zu machen mich eine Stunde gekostet hat! Man kann auch bei dieser Kette Fehler machen. Nicht ist so idiotensicher, dass ich es nicht versemmeln könnte :-) Ich werds noch einscannen und einstellen, der Vollständigkeit halber. Demnächst. Fast ForwardEin Besuch im Lieblings-Second-Hand-Shop hat mich mit der Wolle versorgt, die ich brauchte, um meine Fast Forward-Kette aufzuziehen. Das hab ich gestern abend gemacht, und heute ein paar Rapporte gewebt. Die Drehsequenz ist einfach: es wird immer nach vorne gedreht.Eigentlich sollte das Muster drei Dreiecke haben, aber ich wurde ein wenig schärmüde und dachte mir, erst mal ein Probemuster machen. Bin sehr zufrieden. Es soll ein Gürtel für meine alemannische Darstellung werden. Dass die Borte fein genug rauskommt, um eventuell auch auf Kleidung aufgenäht zu werden, damit hab ich nicht gerechnet. Aber ich liebäugle damit. Ich halte mir die Verwendung also mal offen. Was ich halt wieder mal nicht gemacht habe, ist die Birka-Kette, da muss ich nämlich gerade mal wieder ein Stück zurückweben. Die Birkaborte macht wirklich Spaß, jetzt, wo ich die Drehsequemzem drauf hab. Aber ich brauche volle Konzentration, und insofern ist diese Borte deprimierend, weil sie mir zeigt, dass ich im Wesentlichen unfähig bin, mich lange genug zu konzentrieren, um auf vier zu zählen :-) Diese Borte ist auch ein schönes Beispiel dafür, was passiert, wenn man einen Schärfehler macht. Ich mag sie trotzdem!
Wollwahnwochenende Teil IV: WebenHab auch wieder gewebt. Zwar nicht das double face Muster, das ich machen wollte, aber dafür eine alte Wollkette mal wieder ein paar Rapporte verlängert. In meinem Fotoalbum sehr ihr, wie die Borte aussah, als sie noch klein war. Wenn ihr sie anklickt, bekommt ihr auch eine Beschreibung.Ich habe die Borte aufgezogen, weil ich Naturwolle in vier Naturfarben gekauft hatte (schwarz, weiß, hell- und dunkelgrau) und einfach mal probieren wollte, wie diese Farben rauskommen. Schwarz und dunkelgrau unterscheiden sich fast nicht (was sehr gut ist, weil ich in der dunkelgrauen Raute einen bösen Schärfehler gemacht habe :-) ). Insgesamt bin ich mit der Wirkung der Wolle aber sehr zufrieden. Aus einem Gewuschel von Wolle erzeugt man diese scharfen Kontraste, und man kommt sehr schnell voran. Es ist ein sehr merkwürdiges Web-Erlebnis, und auch ein merkwürdiges Ergebnis, weil die dicke Wolle eine sehr feste Borte ergibt. Ich mag die Borte, gerade weil sie so anders ist als die anderen, und weil die Wolle, so schwer sie sich verweben lässt (weil sie nicht gleitet, und das Fach sich nicht öffnen will), sich in den Händen einfach gut anfühlt. Ich will allerdings nicht verschweigen, dass ich imstande bin, mich selbst bei diesem extrem einfachen Muster zu verzählen und zu verweben :-) Wollwahnwochenende Teil II: WebenSo, endlich auch mal ein Brettchenwebeintrag.Heut hab ich mir endlich mal wieder in Ruhe eine der angefangenen Webketten vorgenommen. OK, ich war feige und hab mir erstmal meine "Erholungskette" vorgenommen, die Baumwollkette, die für schnelles Arbeiten aufgezogen wurde, und ich war tatsächlich sehr schnell. Allerdings kommt das Muster nicht so raus, wie ich mir das vorgestellt habe, ich finds zu unruhig. Als angenehmen Nebennutzen hatte ich aber sofort eine Idee für eine noch schnelle Webkette, eine, die immer nur vorwärts gedreht wird, und ein Muster aus Dreiecken hat. Sie ist schon in meinem Musterbuch und heißt Fast Forward! Und sie wird mir gehören! Nachdem die erste Erholungskette von meinem Sohn beschlagnahmt wurde, und ich die zweite, die heutige, auch schon jemandem versprochen habe, wird die nächste für mich sein. Vielleicht als Gürtel für meinen Peplos, dann muss ich mir nur überlegen, ob ich Wolle oder Baumwolle mache. Den größeren Erholungseffekt hat natürlich Baumwolle, aber Wolle wäre schon schöner für die historische Genauigkeit. Vermutlich mach ich dann beides :-) Zum Band selbst:10 Brettchen, gewöhnliches Dreiecksmuster mit Rand, Drehsequenz: 12 zurück, 12 vor, und das Zwischenstück: vor-zurück-vor-zurück. Es ist schon das zweite Band, das ich in Navajo-Farben mache, und sicher nicht das letzte, weil mir die Kombination so gut gefällt, und ich zum Glück noch genug Garn in diesen Farben habe. Das andere, um mal meine Webketten in den Blog zu bringen: Gleicher Aufzug, andere Drehsequenz:vier vor, vier zurück. |
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