rubys wollwahnblog

Die Färbesaison ist eröffnet - I'm finally dyeing again!

{ 13:27, 2.05.2009 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }

Some renovating of the house had forced me to remove all my dyeing equipment from the terrace, and it took me a while to reover from that shock ::-)
But last week I finally got the green walnut shells out of the freezer, tossed then in a bucket of water and one day later soaked some new onestranded skein in the dye. Left it in there for days because in the rainy weather, the wool wouldn't have dryed anyway.
The wool didn't look good at all when I took it out. There seemed to be a lot of black and grey in the brown. I had thrown in some galls of Black Alder (alnus glutinosa) in the dye to keep it from rotting. As I know from last years experimenting, Black Alder doesn't work as cold dye, but I suddenly got doubts. I rinsed, all the grey vanished with the dye, and what I got was a skein of wool in a wonderful warm gold.
Aaah, feels good to be back!

The color is a bit darker than in the picture.


Ich hab Geheimnisse vor meinem eigenen Blog?

{ 16:09, 7.09.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Lang nichts mehr eingetragen. Zum einen war ich durch Grippe geplättet, zum anderen hab ich gerade einige Sachen angefangen, die Geschenke werden sollen für Leute, die hier vielleicht reinschauen - daher kann ich sie erst später einstellen.

Um aber für mich selber auf dem laufenden zu bleiben, ich mache:
- die *böööp*-Mütze
- die *böööp"-Borte
- das *Biiiiep*-Viech

Wovon ihr wissen dürft:

Färbeergebnisse
Der Versuch, Erlenzapfen kalt zu färben, hat nicht funktioniert. Da ich die Erlenzapfen in den Walnusseimer getan habe, hab ich aber immerhin eine schöne Walnussfärbung rausgekriegt. Außerdem verhindern die Erlenzapfen, dass die Walnussbrühe verrottet.
Meine weiße Wolle ist damit so gut wie alle, und ich hatte immer noch kein Dunkelbraun. Also hab ich mal Walnuss auf grauer Wolle gefärbt. Das sieht nicht gut aus.

Hier ein Vergleich von gefärbt vs. ungefärbt. Der Farbübergang funktioniert in der gefärbten Version nicht so gut, und auch die Farben sehen nicht so gut aus. Ich hab auch kleinere Garnreste probegefärbt in allen Graustufen.
Sieht aus wie geschimmelt. Da nehm ich das Grau doch lieber wie es ist.

So, und jetzt hab ich noch zwei Projekte zum Vorzeigen, aber in anderen Kategorien.





Leinen zum Weinen

{ 23:44, 26.08.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Heute hab ich die verschiedenen Leinenstücke aus der Färbung genommen. Sie waren jetzt eine Woche in einer Kaltfärbung von Walnussschalen.
Drei verschiedenen Leinenreste, teils weiß gebleicht, teils cremefarben, und etwas ungefärbtes, ungebleichtes Leinengarn.
Mann, sieht das scheiße aus. Das Beige hat einen unangenehmen Graustich und sieht eher gealtert aus als gefärbt. Als Färbung für Leinen kommt Walnusschale also für mich nicht in Frage. Schade. Ich werde noch einen Versuch machen, mit weiteren Walnussschalen und Erlenzapfen. Ich hab noch keine Erfahrung mit einer Erlen-Kaltfärbung. Aber wenn ich die Walnuss als eine Art Kaltbeize benutze, kriege ich vielleicht was Dunkles. Mal sehen, wie das dann auf Wolle und Leinen rauskommt. Für Leinen käme, wenn das auch nicht hinhaut, noch eine Eichenrindenfärbung in Frage, und dann bin ich am Ende, was Leinenfärben ohne Vorbeize angeht.


Holunder heiß und kalt und kalte Walnuss - und der Efeu des Grauens

{ 12:47, 23.08.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 1 Kommentare } { Link }
In bester Färblaune hab ich diese Woche eine größere Menge Efeublätter gesammelt. Ich hab dieses Jahr schonmal mit Efeu gefärbt (eine dieser Färbungen aus Vor-Blog-Zeiten, die ich ja alle unbedingt noch nachtragen wollte, ähem...), und das Ergebnis war ein zartes, klares Grün. Recht nett (gähn, pastell, aber ich war damals natürlich sehr stolz darauf).
Ich rechnete also nicht mit Problemen, zumal ich vom selben Standort gesammelt hatte. Von wegen. Statt grün erhielt ich ein unschönes grünstichiges Beige. Das ist noch nicht mal Verlegenheitsoliv. Hier im Vergleich mit der Walnussfärbung:
Naja, es wird perfekt sein für Schildkröten :-) Ich war in Versuchung, die Wolle nochmal mit Walnuss zu überfärben, aber ich hab nicht mehr viel Beige und werde es erst mal lassen, wie es ist.

Der Eimer mit den Walnussschalen hat ja in der Zwischenzeit eine große Menge Wolle aufgenommen. Die Farbe ist heller als die Mütze, der Farbstoffgehalt nimmt wohl ab. Die Farbe an sich ist warm, leuchtend, und total schön. Allerdings war der Eimer zu klein für die Wollmenge, Und die Wolle ist nicht ganz gleichmäßig durchgefärbt. Entweder konnten die Schalen nicht frei daran vorbeischwimmen, oder der Kontakt mit dem Luftsauerstoff hat geschadet, oder was weiß ich. Es gibt da ein paar schwärzlich verfärbte Stellen, die wohl von Schalen kommen.
Das heißt fürs nächste Mal (heute gehts wieder zum Sammeln!), dass ich auf die Eimergröße achte. Und vielleicht mal die Schalen rausnehme, wenn sie schwarz werden.

Aber ich hab ja noch was gefärbt! Holunder! Ich hatte für den Efeu zwei Stränge Wolle gebeizt, und als mir die Farbe nicht gefiel, hab ich den zweiten Zug bleiben lassen und stattdessen Holunder gesammelt.
Ich hab drei Färbemethoden ausprobiert: kalt, heiß, und sauer.
Zuerst habe ich den Holunder in kochendes Wasser geworfen und ausgekocht. Dann die Beeren herausgenommen, und ein Glas für den Winter abgefüllt und beiseitegestellt.
Als der Holundersaft abgekühlt war, hab ich die alaungebeizte Wolle mal reingelegt. Nachteil beim Kaltfärben: Die Versuchung, alle zwei Minuten reinzufassen und die Wolle zu knuddeln ist sehr viel höher als beim Kochendfärben :-) In den ersten Stunden nahm die Wolle nur ein grau-blaues Aussehen an. Wäre auch okay gewesen, aber der Holundersaft war so schön lila, ich war natürlich scharf auf die Rottöne.
Am nächsten Morgen dann war es so weit: Das Blau-Rot des Holundersaftes war in der Wolle!
Aber, wie man hier auch sieht, die Färbung sieht so aus, als wäre sie nicht ganz eingedrungen. Irgendwie scheint die helle Grundfarbe noch durchzuschimmern.
Also versuchte ich, die Färbung noch intensiver  zu machen, und brachte die Wolle im Holundersaft zum Kochen. Kein Unterschied.
Da viele Beerenrezepte Essig empfehlen, um die Farbe ins Rötliche zu verschieben, und viele Rezepte empfehlen, Farbe mit Essig zu fixieren, griff ich zu drastischen Maßnahmen und schändete die Kultstätte der örtlichen Essigfliegenpopulation: Den Fliegenfriedhof "Vergessene Essigflasche". Eine halbe Flasche Essig im heißen Holundersaft brachte keine Veränderung der Farbe. Vielleicht hätte sich noch was getan, wenn ich die Wolle geduldig eine Stunde weitergeköchelt hätte, aber ich hatte nicht den Nerv dazu.
Es blieb also bei dem etwas blassen Lila, das unsensible Nachwuchsfärber als "Oh, super, pink!" bezeichnet haben (igitt!).
Hier im Vergleich mit der neuen helleren Walnussfärbung:
Man sieht die hellen Reflexe auf der Holunderfärbung, die mich so stören, und man sieht, wie geil die Walnussfarbe geworden ist.


Die ersten Ergebnisse mit Walnussschalen

{ 12:21, 21.08.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 2 Kommentare } { Link }
Meine Probeleinenläppchen schwimmen jetzt seit zwei Tagen mit den Walnussschalen,  und da die Farbe immer noch sehr zart ist, werde ich sie auch noch eine Weile drinlassen.
Dafür hab ich aber gestern spontan eine weiße, nadelgebundene Mütze in den Färbeeimer getan, und schon gestern abend war sie schön hellbraun. Heute dann beim Rausnehmen ein ganz sattes, wunderschönes Goldbraun!
Die Mütze ist nicht so fleckig wie auf dem Bild, das sind Lichteffekte. Im Gegenteil, ich hatte ja befürchtet, dass sich die Walnusschalen in der Wolle verfangen und dann dunkle Flecken hineinbatiken. Das ist nicht passiert. Die Mütze ist ganz gleichmäßig durchgefärbt. Ich lasse sie jetzt mal an der frischen Luft ein wenig oxidieren, mal sehen, wie die Farbe dann rauskommt.
Nach dem Dunkelbraun an meinen Fingern (Frau Copperhead braucht doch keine Handschuhe, i wo...) hab ich ja bei Walnuss von vornherein mit einer viel dunkleren Farbe gerechnet. Ich wäre aber auch zufrieden, wenn sie so bleibt, wie sie jetzt ist.
Beflügelt von diesem leuchtend schönen Ergebnis hab ich meine letzte weiße Wolle gleich in dem Walnusseimer mit eingeweicht.
Wahnsinn. Ein Kilo Wolle hab ich mir vor fünf oder sechs Wochen gegönnt, und jetzt hab ich fast alles davon schon gefärbt. Nur ein kleiner Rest wird noch von Batmans starken Armen gehalten. Und ich hab gar keine Bedenken, die Wolle nicht zu verbrauchen. Da ich ja gerade von jeder Farbe, die ich je gefärbt habe, einen Streifen in meine Tasche mache, stelle ich fest, dass von den ersten Färbungen bald nichts mehr da ist. Seltsamerweise sind vor allem die helleren Farben aus den 3. und 4. Zügen, über die ich gar nicht so glücklich war, am schnellsten weggekommen.
Zum Schluss hab ich noch ein wenig von dem naturfarbene Leinengarn abgewickelt, um es probezufärben.
Das Leinen ist in Wirklichkeit nicht so schön beige, es hat eher die Farbe von Paketschnur. Wenn ich irgend ein Braun damit hinkriege, egal welches, bin ich froh. Ich hab jede Menge davon, und mit zwei oder drei Farben kann ich schon was Schönes weben.


Endlich ist Holunderzeit!

{ 16:20, 20.08.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Bin heute nicht ganz freiwillig ein gutes Stück durch den Park gegangen, und alles war voller Holunderbeeren. Und ich hatte keine Plastiktüte dabei! Waaaah! Na, das werd ich aber nachholen! Das ist eine Färbung, die ich unbedingt machen will! Ich habs im Februar mal mit ein paar Frostmumienbeeren probiert, aber die waren schon farbtot.
Dafür konnte ich dann aber heute Erlenzapfen sammeln. Am Fluss entlang gabs genug Erlen, ich brauchte nur die Hand auszustrecken. Ein dreiviertelvolles Eimerchen hab ich zusammengekriegt.
Nein, ich hatte das Eimerchen natürlich nicht dabei :-) Leider :-) Und es ist viel voller als es auf dem Bild aussieht.
Außerdem hab ich noch eine größere Menge Efeublätter gepflückt (allerdings nicht im Park, sondern an einer Stelle, wo ihn niemand vermisst).
Es wird also heute oder morgen eine Efeufärbung geben (mit der dicken Wolle noch nicht gemacht, erst mit der dünnen). Meine Walnussbrühe muss ich noch umrühren (das Leinen nimmt schon eine zarte Karamellfarbe an) und dann ist die spannende Frage: Mach ich schon eine Erlenfärbung oder warte ich noch?
Ihr werdet es erfahren!
Nachtrag: Vorgestern nochmal einen großen Strauß Brennesseln zum Trocknen aufgehängt. Mein Wintervorrat!


Endlich ist Walnusszeit!

{ 14:19, 19.08.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Hurra, ich hab unreife Walnüsse gesammelt. Wollte keiner außer mir, komisch :-) Hab die Schalen runtergekratzt und zerkleinert und eingeweicht, und natürlich konnte ich nicht warten, bis sie einen Tag durchgezogen sind, sondern hab gleich ein paar Fetzen von verschiedenen Leinenstoffen reingeworfen.
Da werden sie jetzt ein paar Tage drinbleiben. Eine Wollprobe kommt auch noch dazu. Und dann färbe ich vielleicht eine neue Farbe! Bin so gespannt, ob das Leinen die Farbe gut annimmt. Das erinnert mich daran, dass ich ja auch einen  Versuch von Leinen in Eichenrinde machen wollte. Hm, ja, richtig...


Das erste Mal: Eisensulfat

{ 22:43, 3.08.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Gestern hab ich einen kleinen Spaziergang gemacht und eine schöne große Menge an roten Ahornblättern gesammelt. Die Hälfte davon hängt jetzt zum Trocknen draußen, die andere Hälfte wanderte gleich in den Topf. Ich hab eine große Menge verwendet (ca. 4l), weil ich ein dunkles Grün wollte. Es wurde aber nicht so dunkel, wie ich beim ersten Mal geschafft hatte. Die ersten beiden Züge waren schön leuchtend ahornquietschgrün, und ich liebe sie, aber ich brauche einfach noch ein paar dunklere Nuancen für Kontraste. Also hab ich mal meinen eisernen Meißel in die Färbeflotte gegeben. Als Eisenangebot ist das, sagen wir mal, überschaubar, aber bei bisherigen Färbungen habe ich damit deutlich dunklere Nuancen erreicht. Dieses Mal nicht.
Nun hab ich damals, als ich mir meinen Alaunvorrat angelegt habe, auch gleich das Sonderangebot Eisensulfat mitgenommen. Also hab ich mal ein wenig davon (ohne es genau abzuwiegen) in den Färbetopf getan. Die Flüssigkeit wurde sehr dunkel, fast schwarz. Und die Wolle, die ich damit gefärbt habe, ist tatsächlich dunkelgrün.

Ich bin trotzdem nicht so glücklich mit dem Eisensulfat. Zum einen ist das dunkle Grün eine eher schmutzige Farbe, zumindest bisher, im feuchten Zustand, nicht sehr schön. Zum anderen ist die Färbung nicht ganz gleichmäßig geworden (hab die Wolle schön umgerührt, aber vielleicht war es zuviel Eisensulfat?), und außerdem macht dieses Zeug eine Riesensauerei überall. Die Ahornfärbung färbt ohne Eisenzugabe nämlich nur die Wolle. Und mit Eisen färbt sie alles. Das ist nervig. Also beim nächsten Mal probiere ich lieber, ein paar Schwarzerlenzapfen mit in den Topf zu schmeißen, mal sehen, wie das wird. Und bald gibts auch Walnussschalen.

Nachtrag: Nach dem Trocknen ist das Dunkelgrün jetzt ziemlich gleichmäßig durchgefärbt. Ist aber immer noch keine schöne Farbe :( Vielleicht sollte ich mal mit sehr kleinen Mengen Eisensulfat herumprobieren, um die warme Grundfarbe zu bewahren und nur leicht zu nuancieren.
Farbecht dargestellt ist es nicht (das rechts sollte eigentlich quietschgrün sein), aber man sieht, wieviel dunkler die Eisensulfatfärbung (links) geworden ist.
Naja. Ich wollte Dunkelgrün, jetzt hab ich Dunkelgrün. Verwendung hab ich immer.


Verlegenheitsolivgold aus getrockneten Brennesseln und ein Versuch mit Erlenzapfen

{ 20:18, 22.07.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Ich muss ja noch das Ergebnis der Färbung mit getrockneten Brennesseln nachtragen. Schönes helles Quietschegelb stand wohl eher nicht in Aussicht, der dunklen Färbebrühe nach. Nach den ersten paar Färbeminuten war ich schon darauf gefasst, mich mit einem Verlegenheitsoliv abfinden zu müssen. Stattdessen nahm die Wolle beim Erhitzen dann aber einen wunderschönen dunkelgoldenen Farbton an.Auf diesem Bild viel zu hell wiedergegeben. Es ist wirklich ein sehr dunkles Altgold. Nach dem Trocknen hat sich dann doch ein gewisser grüner Unterton herausgestellt, so dass man es tatsächlich unter Verlegenheitsoliv einordnen muss. Allerdings ist es die goldene Verlegenheitsolivversion!
Da die Färbung so intensiv war, und ich noch Wolle hatte, hab ich noch einen zweiten Zug gemacht, und der wurde genau so kräftig, nur weniger grünlich.
Hier ein Versuch der Wiedergabe, wenn auch mal wieder nicht so toll farbgetreu:
Links natur, Mitte erster Zug, grünlich, rechts zweiter Zug, ohne Grün.
Immerhin sieht man ungefähr, wie dunkel die Farbtöne tatsächlich sind.

Ich hab die Brühe noch nicht weggeschmissen. Durch das zweimalige Erhitzen scheint Brennessel haltbarer zu sein als ohne. Vielleicht mach ich noch ein oder zwei Färbungen damit.
Und dann vielleicht nochmal Ahorn.... und Efeu hab ich auch schon lang nicht mehr gemacht... und frische Brennessel... ich freu mich schon!

Nachtrag: Mit der Brennesselbrühe hab ich tatsächlich nochmal zwei Züge gemacht. In den dritten Zug hab ich, als die Färbebrühe gekocht hat, ein Dutzend Erlenzapfen geschmissen, um zu sehen, was passiert. Nun, es ist nichts passiert. Als ich das ganze dann nochmal einen Tag stehen ließ, haben sich in der kalten Flüssigkeit doch eine Menge dunkler Farbstoffe aus den Erlenzapfen gelöst, und das ganze ließ sich dann auch auf Wolle bringen: Ein deutlich dunkleres Dunkelgelb im vierten Zug.
links der dritte Zug Brennessel, rechts der vierte Zug! Brennessel plus Schwarzerlenzapfen.
Beide Farben sind in Wirklichkeit nicht ganz so dunkel, aber der Unterschied zwischen den beiden Färbungen ist gut wiedergegeben.

Soviel schonmal zu Erlenzapfen. Gut für Nuancen auf jeden Fall. Wenn ich eine größere Menge gesammelt habe, werde ich auch mal nur damit färben.


Einmal quer durch die Küche gefärbt

{ 18:20, 20.07.2008 } { Geschrieben in Färben mit Pflanzen DYEING WITH PLANTS } { 0 Kommentare } { Link }
Heute hab ich eine Weinblatt-Färbung ausprobiert. Weinblatt aufgrund der total tiefgründigen Überlegung, dass es am Haus wächst, und ich schon zu oft dran vorbeigekommen bin und mich gefragt hab, ob man damit nicht...?
Um es kurz zu machen: Man kann nicht. Die Färbebrühe, die ich aus diesen Blättern eines Zierweingewächses gekocht habe, war so extrem zart hellgelb, dass ich es gar nicht mal versucht habe.
Da hab ich mich in der Küche umgeschaut und das bißchen getrocknete Brennessel in die Brühe geworfen, und ein paar einsame gelbe Zwiebelschalen.
Es müsste also ein Weinblatt-Brennessel-Zwiebel-Gelb herauskommen.
Mal sehen.


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