rubys wollwahnblog

Amigurumi Babyschildkröte

{ 11:27, 10.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 2 Kommentare } { Link }
Sie ist fertig! Die erste Babyschildkröte:
von der Seitevon obenvon unten
Die Schildkröte ist aus handgesponnener, pflanzengefärbter Wolle (Brennessel und Heckenrose). Die Stiche sind überwiegend Dänische Stiche B1 O/UO mit ein paar wenigen Oslostichen F1 UO/UOO. Die Schildkröte ist gefüllt mit Wollresten und Lavendel.
Das Muster ist eine Abwandlung von diesem hier:
turtle pattern
OK, ich hab mir hauptsächlich die Bilder angeschaut :-) Und dann gemacht, was ich wollte :-) Vor allem wollte ich die flachen Flossen, und weil ich denke, das nur annähen nicht halten könnte, hab ich die Extremitäten gleich alle aneinander genadelt.
Eine ausführliche Anleitung gibts, wenn die nächste Schildkröte fertig ist. Da mach ich nämlich gerade mehr Bilder vom Entstehungsprozess.

Meine Kiddies haben mir beim Amigurumi-Surfen über die Schulter geschaut und wollte unbedingt so eine Schildkröte haben. Ich wollte ja eine größere machen, so ungefähr faustgroß schwebte mir vor, Nadelkissengröße. Aber ich kann nicht mehr anders! Der Miniaturennadelbindewollwahn hat mich voll in seinen Klauen! Ich fing an mit dem Panzer, und nach der zweiten Reihe sah er schon so nach einer Schildkröte aus, da musste ich schon wieder aufhören.
Um mal eine Vorstellung von der Größe zu geben:
Ich werde noch mehr davon machen! Ich will natürlich auch eine!


Ein kleiner Spoiler

{ 00:38, 10.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 0 Kommentare } { Link }
Meine ersten Auftragsarbeiten im Anfangsstadium:
Ratet doch mal, was das wird!


Invasion der Würmer

{ 14:32, 9.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 0 Kommentare } { Link }
Da mir der Müsen-Stich, den ich extra für einen Streifen für meine große Tasche gelernt habe, so gut gefällt, hatte ich einen Flash und heraus kam:
Würmer! Alle möglichen Größen!
Leider muss ich auch gleich die Spannung, was ich mit dem Scheiß jetzt wieder vorhab, auflösen, oder zumindest einen kleinen Hinweis geben:
Ich wollte die Rippenstruktur des Müsenstichs zeigen, aber man sieht es nicht so gut. Besser :Hier verrate ich auch schon den Verwendungszweck: Taschen! Diese Rippen scheinen mir ein guter Schlagschutz zu sein. Eigentlich wollte ich ja nur ein Handytäschchen machen. Und wo ich schonmal dabei war...
Naja... wie ich schon sagte: Täschchen braucht man immer. Und wenn es nur ein Kondometui ist, wie das da oben (falls ich nicht mehr dran weiterarbeite, wäre das jedenfalls die richtige Größe).

Zum Schluss noch der Link auf den Müsen-Stich:
Müsen-Stich
Die vorgeschlagene Notation ist dort: "UOO/UUOO Mid2(?)" [sic]

Ich finde die Notation für den Verbindungsstich aber irreführend, weil ich dachte, die 2er-Verbindungsstiche werden von rechts nach links gemacht, dieser hier wird aber von links nach rechts gemacht. Andererseits hab ich auch noch keine richtig gute Idee, wie man das besser notieren könnte.
Eigentlich erinnert es mich an Häkeln: "tief eingestochene Masche", das ist etwas ähnliches. Man könnte also sowas wie D1 und D2-Verbindungsstiche sagen, für Deep1 und Deep2. Das Vorwärts-Rückwärts-Problem ist damit noch nicht gelöst, und das Rechts-Links-Problem auch nicht. Dafür müsste man wohl die Bezeichnungen kombinieren, und dann wirds schon etwas ungewohnt:
der Müsenstich wäre dann:
FD1+FD2
vorne tief eingestochener Verbindungsstich einer, und noch einer
obwohl, so schlimm sieht das eigentlich gar nicht aus.

Vorschlag für meine private Notation des Müsen-Stichs:
FD1+FD2 UOO/UUOO


Die Beinlosen

{ 22:21, 4.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 0 Kommentare } { Link }
Noch ein Nachtrag von gestern.
Ein weiteres der größeren Amigurumi ist bis auf die Beine fertig:
Der neue hat weniger Kurven, es ist ein Junge. Ich probiere schon eine ganze Weile an den Beinen herum, und bin nie zufrieden. Jetzt mach ich eben erst mal die Teile, die ich schon kann.
Man sieht hier auf dem Bild nochmal schön meine Armlösung: zwei genadelte Reihen, die offen bleiben. Die Arme werden dadurch beweglich und erhalten eine schöne Form. Außerdem forme sie schöne Schultern. Ob diese Lösung mit dünnerer Wolle auch noch funktionieren würde, weiß ich nicht. Ich denke, ich werde es herausfinden :-)


Amigurumi: Alemannisches Mädchen

{ 21:52, 4.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 0 Kommentare } { Link }
Ein neues Amigurumi ist fertig! Und es ist ein Troll, äh, ein Wischmopp, äh, ein Mädchen?
Hab dieses Mal die Wirrer-Haarschopf-Variante probiert, und es ist gut rausgekommen. Bin leider noch nicht dazu gekommen, eine Perlenkette aufzuziehen, aber vielleicht kann ich der Kleinen ja wenigstens noch ein oder zwei Amulette an den Gürtel hängen.

Dies ist wahrscheinlich die kleinste Form, die ich mit dieser Wolle hinkriegen kann. Der Körper besteht nur noch aus vier Reihen. Damit sitzt die Form noch ganz gut auf einer Fingerkuppe. Der Stich ist Dänischer Stich B1 U/OU.

Mysteriöserweise hab ich es heute geschafft, die Farben mal annähernd zu fotografieren. Das Mädchen ist hellgrün, ihr Gürtel gelb. Die größeren Püppchen tragen ein dunkleres Grün, mit gelben Gürteln, der kleine Alemanne eine braune Hose. Ich habe festgestellt, dass meine Farben zwar sehr schön sind, aber miteinander keine guten Kontraste geben. Es ist okay, wenn man mehrere Amigurumis in denselben Kombinationen macht, so wie ich hier. Aber insgesamt ist mir das zu kraftlos. Entweder ich färbe dunklere Farben dazu, oder ich probiere mit schwarz und weiß herum. Bei meinen Taschen ist das ja gut herausgekommen.


Zweites erstes und zweites zweites Amigurumi

{ 11:45, 2.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 3 Kommentare } { Link }
Ein weiteres nadelgebundenes Amigurumi vom Typ II ist heute fertig geworden, die kleine Alemannin hat also einen Gefährten:
Leider kommen die Farben mal wieder nicht so gut raus. Der kleine Alemanne ist auch noch nicht ganz fertig, weil er noch kein Metall trägt - seine einzige Ausstattung ist derzeit seine Mütze. Er soll aber auch noch ein bißchen was dazu bekommen, vielleicht ein Sax oder einen Speer.

Auch vom Typ I, der voll ausgearbeiteten Puppe, hab ich schon ein zweites Exemplar angefangen, allerdings nicht ganz freiwillig: Hab nämlich gestern abend im Lampenlicht das falsche Hellbraun für die Arme genommen. Also muss ich jetzt auch ein Amigurumi haben, das farblich zu diesen Armen passt.
Außerdem hab ich mit Techniken für die Beine herumprobiert. Ich war ja sehr zufrieden mit meiner Lösung für voll bewegliche Arme, aber für die Beine braucht man was stabileres.
Die genauen Techniken kommen noch in einem weiteren Eintrag.

Fürs erste nur ein paar Bilder:
Der Haarknoten der kleinen Alemannin ist natürlich nicht so toll alemannisch, sondern wikingisch inspiriert, sorry :-) Aber ich wollte, passend zur gehobenen Ausstattung, auch eine respektable Frisur, und  da hat der Knoten so gut gepasst. Der kleine Alemanne hätte eigentlich einen Suebenknoten bekommen sollen, aber  ich hatte erst mal die Nase voll von Haaren und hab die Mütze gemacht.  Das ist einfacher und sieht, bisher, besser aus. Wenn ich mal mit der  dünneren Wolle arbeite, ist es vielleicht einfacher, vernünfte Haare hinzukriegen. Na, ich denke, ich werde noch genug Gelegenheit haben, daran herumzuprobieren, denn ich will natürlich noch ganz viele Amigurumis machen!


Erstes und zweites Nadel-Alemamigurumi

{ 01:51, 2.08.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 1 Kommentare } { Link }
Ich habe ja schon angedeutet, dass ich mich ziemlich mit den Socken aus dicker Wolle rumgeärgert habe. Immer wieder habe ich versucht, ihnen die richtige Form zu geben. Ich habe das bis jetzt nicht geschafft, aber all der Stress hatte ein ganz anderes Ergebnis: Nach all den Versuchen, gewissermaßen eine Negativform meiner Füße herzustellen, merkte ich, dass ich gewissermaßen schon dabei war, plastisch zu arbeiten. Plötzlich begann ich ans Puppenmachen zu denken.
Ich trödelte durchs Internet zu diversen Häkelvorlagen in 3D, und was ich fand waren Amigurumi. Kleines gehäkeltes Viehzeug. Kannte ich schon, aber nicht so niedliches. Das wollte ich auch! Sowas muss doch auch mit Nadelbinden gehen.
Eine Sache hat mich dann aber doch etwas aufgehalten: Craftster.
Also echt jetzt: Die Amis schreiben auf jeden Scheiß ihre blöden Warnungen drauf. Aber auf so eine Seite schreiben sie nicht: Wenn Sie bereits wollsüchtig sind, aber das bisher noch irgendwie im Griff hatten, dann wird Ihnen der Besuch dieser Seite eine Dosis verpassen, von der Sie sich nie wieder erholen werden.
Schön, nach zwei Tagen bin ich jetzt wieder imstande, meine Nase hochzurecken und zu sagen: Die machen vielleicht die tollsten Sachen, die ich bisher überhaupt gesehen habe, aber da ist nach oben noch Luft.
Aber trotzdem.
Wow!

Jedenfalls hab ich heute alles anderes liegen lassen (bei dem Wetter war auch kaum was anderes möglich), und hab mal angefangen, kleine nadelgebundene Amigurumis zu machen. Eigentlich sollten sie ganz einfach werden, aber schon beim ersten hab ich angefangen, größer und komplizierter zu werden, als ich wollte, deshalb hab ich parallel dazu angefangen, so klein und einfach wie möglich zu werden.
Ich verwende die handgesponnene, pflanzengefärbte Wolle, die ich auch für meine Taschen verwende. Bei sehr kleinen Teilen ergibt sich dann kein gleichmäßiges Stichbild mehr. Aber zu den Einzelheiten später mehr.
Heute nur noch ein Bild vom Stand nach einem Tag:
Links das erste Amigurumi, noch ohne Beine und auch sonst ohne alles. Natürlich soll sie auch noch eine frühmittelalterliche Ausstattung bekommen.
Rechts das zweite Amigurumi, die kleine Alemannin, schon ausgestattet mit Perlenkette, Zierschiebe und Ringfibel (auf dem unteren Bild gerade noch erkennbar - die Öse eines Haken-Ösen-Verschlusses). Vielleicht kommt noch ein Mantel dazu. Ich mag die Öhrchen, und den eingenadelten Gürtel, was ich noch nicht so gut finde, sind die Haare. Die kleine Alemannin kann auch als Fingerpuppe verwendet werden.
Hier schaut sie von meinem Arbeitstisch herunter:


Die Socke aus der Hölle

{ 18:20, 30.07.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 2 Kommentare } { Link }
Nachdem ich es geschafft habe, diesen Eintrag dreimal abzuschießen wegen irgendwelcher kryptischen Löschtasten-und-was-weiß-ich-Kombinationen (ja danke auch, wer braucht denn sowas?), kriegt ihr erstmal nur ein Bild, bis ich mich wieder beruhigt habe:
Diese Socken haben mich das ganze Wochenende lang wahnsinnig gemacht, weil es so schwer ist, die anatomisch passende Form zu finden. Wahrscheinlich trenne ich die blöden Dinger sogar bald wieder auf. Bericht über meine Schwierigkeiten folgt.

Nachwuchs bei der Flaschenhüllenfamilie

{ 19:16, 26.07.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 4 Kommentare } { Link }
Seit gestern fertig:
Unten der ältere Beutel, oben derselbe in grün. Obwohl das Bild so unnatürlich aussieht, ist die Farbwiedergabe einigermaßen zutreffend. Ich hatte mal wieder eine andere Kamera zur Hand.

Flaschenhülle:
handgesponnene Farbe in naturweiß und naturgrau, mit pflanzengefärbtem Grün. Boden im Oslo-Stich F1 UO/UOO, Korpus im Korgenstich F1 UOO/UUOO.

Obwohl ich dachte, ich hätte den Beutel besonders weit gemacht, ist er doch enger als der alte. Die Flasche, für die er gemacht wurde, passt rein, aber ohne Spielraum. Ich könnte natürlich auch sagen: Wow, hab ich die Form exakt angepasst :-)

Und weil ich gerade die andere Kamera dahabe, hier auch nochmal ein Bild vom letzten Spiralbeutel:
Unnatürliches Bild? Ja, sicher. Wie ich in einem älteren Eintrag schon erklärt habe: Da die grüne Wolle in einem Paralleluniversum gefärbt wurde, und ich jedesmal einen Phasenverschieber mit einer Fotokamera koppeln muss, um sie darzustellen, bin ich schon froh, überhaupt Bilder zu haben.


Und ich dachte, ich kann keine Ringel mehr sehen...

{ 18:36, 22.07.2008 } { Geschrieben in Nadelbinden NALBINDING } { 0 Kommentare } { Link }
Tja, von wegen. Gerade als ich mich dafür entschieden hab, meine stolzen Vorräte an goldbrauner Wolle mal in die schnellstmögliche Socke umzusetzen, hab ich wieder kalte Füße gekriegt und doch angefangen, das Ding zu ringeln:
Das Bild ist nicht sehr gut, aber man sieht, wie ich den Anfang einer ovalen Form mache: vier Stiche in einer Farbe, dann in der Gegenrichtung vier Stiche in der anderen Farbe drannadeln, dann macht jede Farbe eine scharfe Kurve (der schwierigste Teil daran, weil man nicht alle Wendestiche in dieselbe Schlaufe machen darf, sonst hat man ein Loch). Und dann einfach immer weiter umeinander herumringeln. Im Moment benutze ich noch den Oslo-Stich, weil die Kurven noch so eng sind. Ob ich später einen größeren Stich verwenden werden, weiß ich noch nicht.
Hm, eigenlich hab ich auch noch nie Handschuhe gemacht...

Und meine Flaschenhülle hat wieder ein paar Busfahrten mitgemacht:
Wollte die Hülle ja eigentlich mit hellgrün arbeiten, und hab das falsche erwischt, weil die bei künstlichem Licht fast gleich aussehen. Aber das dunklere Grün gefällt mir auch gut für diesen Beutel. In dieser Farbe hätte ich gerne auch Socken...


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