rubys wollwahnblog | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Änderungen im BlogDer Blog geht zwar weiter, aber es gibt einige Umstände, die eine Änderung erforderlich machen. Wer weiter im Blog lesen möchte, muss sich jetzt unter www.free-blog.in anmelden und "Freund" mit mir werden. Alle Einträge ab April sind in diesem "geschützten" Bereich zugänglich.Auszug erledigtSo, das war´s. Die Wohnung ist jetzt komplett übergabefertig und wir haben jetzt den Nachmittag Freizeit! Top-Zeitplan, alles bestens gelaufen bis hierher. Mal schauen, wann ich hier den nächsten Eintrag machen kann, das hängt natürlich davon ab, wann wir in Norwegen unseren Telefonanschluss bekommen. Aber keine Sorge, ich werde alles aufschreiben und dann gibt es hier wieder eine Menge zu lesen. Gleich wird das Telefon abgeklemmt und dann sind wir eigentlich nur noch über das Handy zu erreichen.
Räumen der WohnungAn Ausschlafen war heute nicht zu denken, den es war der Tag des Auszugs. Die Möbelpacker der Spedition sind bereits um 07.30 Uhr angerückt und wir waren da so gerade einmal fertig geworden. Es war doch anstrengend die letzten Wochen und dadurch, dass wir gestern bis spät in die Nacht noch die Sachen fertig machen mussten, waren wir echt geschafft. Zu vier Leuten standen sie jedenfalls bei uns vor der Tür und als erstes mussten wir die Sachen in Sicherheit bringen, die nicht mit in den LKW sollten. Ich muss sagen, die Packer haben echt eine hohe Schlagzahl vorgelegt und uns damit fast etwas in Bedrängnis gebracht. Aber die machen das ja nun täglich und wissen was sie tun. Das sollte man jedenfalls meinen. Die Jungs waren echt kräftig und von der Sorte, denen man Nachts in einem üblen Stadtteil besser nicht begegnet. Nicht vom Charakter, aber von der Statur. Kerle wie Bäume, sagen ich nur. Einer von denen hat sich unseren Sekretär genommen und in den LKW gebracht - alleine. Pflichtprogramm war eine Umzugskarton geschultert und als Kür ein handlicher Teil des Wohnzimmerschrankes. So war es auch nicht verwunderlich, dass die kompletten 63m² mit 90 Kartons und Möblen komplett nach 2,5 Stunden ausgeräumt waren (nein, die Kollegen kamen wirklich nicht aus Polen!!). Das hat natürlich unseren kompletten Zeitplan gesprengt. Ich hatte damit gerechnet, die wären erst gegen Mittag fertig. Aber ich fand es natürlich umso besser.
Der Fahrer hat mich vor der Abfahrt noch gefragt, ob ich denn auch Schneeketten dabei habe. Die seien wohl Pflicht bis Ende April. So richtig bewusst war mir das aber noch nicht. Noch habe ich Winterreifen drauf und später würde es dann auch mal "piggdekk", also Reifen mit Spikes, geben. Ich war also erstmal leicht verwirrt. Egal, das musste ich klären, denn sonst hätte ich mir noch auf die Schnelle ein paar Ketten kaufen müssen. Im Internet habe ich daher die Telefonnummer von Statens Veivesen herausgesucht, um mich aufzuschlauen. Kurzerhand in Norwegen angerufen und erleichtert gewesen, denn mit meinen Winterreifen brauche ich keine Schneeketten. Bei einer Auswanderersendung wäre dies jetzt bestimmt mit "noch lachte er, denn er wusste ja noch nicht, was auf ihn zukommen sollte" kommentiert worden. Aber dies ist ja auch ein Grund, nicht bei so etwas mitzumachen. Was mich bei der Spedition allerdings nicht so toll fand war, dass die entgegen der Absprache bereits am Sonntag Abend gegen 22.00 Uhr abfahren wollen. Ich hatte mit dem Chef extra vereinbart, der Start sollte erst am Montag morgen sein. Wir brauchen nun mal einen Vorsprung, um eher vor Ort zu sein und die Wohnung abnehmen zu können. Wenn sie meine, sie müssten das tun, ok. Dann sollen hinterher aber auch keine Klagen kommen, wenn die dort oben bereits auf uns warten. Ach ja, wir liegen gut in der Zeit heute. Also ab in den Baumarkt und noch einige Besorgungen für die Renovierungsarbeiten erledigen. Meine Eltern wollten gegen Mittag kommen und uns helfen, aber wir haben dann halt schon mal eher angefangen. Löcher zuspachteln Fußleisten abschrauben usw. Dank der tatkräftigen Unterstützung meiner Eltern und von einem Kollegen gingen die weiteren Arbeiten dann schnell von der Hand. Damit für morgen auch noch was übrig bleibt, haben wir das Laminat und den Teppichboden zum herausreißen übrig gelassen.
Abends haben wir uns im "Peking" von den Anstrengungen des Tages gestärkt. Es sind nicht mehr viele Stunden, die ich mit meinen erst einmal Eltern habe. Insofern ist das schon schon ungestresst für so etwas noch Zeit zu haben. Aus Deutschland zu gehen, fällt mir nicht so schwer. Schwerer ist es, die Familie zurückzulassen. Da wir in unserer Alten Wohnung nicht mehr schlafen können, sind wir die beiden nächsten Nächte zusammen mit meinen Eltern in einer Ferienwohnung unserer Wohnungsbaugesellschaft untergebracht. Hier sitze ich nun im Bett und blicke auf einen grünen Klappkorb. Einer von zweien, die im Polo mit nach Norwegen kommen werden. Im übertragenden Sinne befindet sich in diesem Klappkorb derzeit mein ganzes Leben: Akten mit Versicherungsscheinen, diverse Zeugnisse und ein Ornder mit der Beschriftung "Auswanderung". Hierin ist wirklich Alles an Dokumenten für mein neues Leben. Ferner meine Kamera, der Benzinkocher und zwei Dosen Bohnensuppe als Verpflegung für unser Wettrennen mit der Spedition. Wir haben geplant, auf dem Weg nach Norden unsere Übernachtungen im Freien zu verbingen.
Einmal werden wir noch wach......und dann wird unsere Wohnung ausgeräumt. Es ist der letzte Tag bevor morgen früh der Spediteur auf der Matte steht und unsere Hütte ausräumt. Für mich der erste Urlaubstag und noch eine Menge Arbeit vor mir. Morgens fahre ich noch mal kurz ins Büro, da ich Suse zu Ausstand bringen muss. Wir haben ja jetzt nur noch ein Auto. Ich komme mit hoch, um mich noch mal zu verabschieden - insbesondere von unserem kleinen Spanier und dem Klettermaxe. Die Verabschiedung vom Chef fällt genau so aus, wie ich sie erwartet habe. Dies hat sich in den vergangenen Wochen durch sein Verhalten abgezeichnet. Auf dem Rückweg fahre ich noch mal beim Authändler vorbei und besorge mir ein aktuelles Wertgutachten für die Einfuhr vom Polo - der Kurs ist etwas gesunken, was ja vielleicht zu meinem Vorteil ist. Als guter Stammkunde bei ATU habe ich in den letzten Wochen ja massenweise Punkte gesammelt und die dann auch gleich eingelöst. Die Grundausstattung zum Abschleppen und Wiederbeleben der Batterie habe ich nun auch. Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen - toi, toi, toi - aber wenn wir dort oben liegen bleiben, kann uns wenigstens noch jemand helfen. Oder auch umgekehrt. Heute habe ich wirklich den Eindruck gehabt, der Tag geht nicht zu Ende. Suse war nich arbeiten und ich habe hier schon rumgerödelt und weiter gepackt. Zwischendurch war ich dann noch beim Einwohnermeldeamt und habe hier meine Wohnung abgemeldet. Die Papiere noch fix kopiert und in den dicken Ordner mit den Unterlagen für die Spedition geheftet. Der letzte ArbeitstagHeute war es dann so weit: mein letzter Arbeitstag ist gekommen. Meinen Ausstand mit Frühstück hatte ich ja schon am Freitag gegeben, aber heute war die "wirkliche" Verabschiedung von meinen Kollegen bei VW. Es war teilweise schon traurig, denn ich denke die Mehrheit werde ich so schnell nicht wieder sehen. @Perle: halt die Ohren steif, Du schaffst das schon. Am Abend waren wir bei meinen ehemaligen Vermietern zum Abendessen eingeladen, wo ich fünf Jahre gewohnt habe. Es war echt ein schöner Abend, wir sind noch mal ordentlich bekocht worden und hatten uns so einiges zu erzählen. Auch dieser Abschied ist mal wieder schade, aber wir haben noch ein schönes Abschiedsgeschenk bekommen, das uns auch im hohen Norden an die Zeit in Fallersleben erinnern wird. Hallo, Sie haben Post!Heute habe ich Post bekommen! An und für sich ja nichts ungewöhnliches, aber es hat mir der Landrat vom Landkreis Parchim geschrieben - besser gesagt seine Handlanger. Es hat alles nichts genützt. Weder der Verkauf von Suses Seat noch die Tatsache, dass wir unseren Wohnsitz in Deutschland abgemeldet haben. Die Staatsgewalt hat mich trotzdem noch erwischt. Entweder haben die Kollegen vom Landkreis Langeweile oder die Kreisverwaltung Parchim ist wirklich hinter jedem Euro her wie der Teufel hinter der Seele. Es hat mich jedenfalls überrascht, so schnell das Knöllchen für mein Blitzbild zu bekommen. Beweisfoto für ein geringes Entgeld von 20 € wurde somit gleich mitgeliefert. In meinem vierzehnjährigen Autofahrerleben ist dies meine allererstes Blitzbildchen - jedenfalls wegen Geschwindigkeitsübertretung. Führerschein bleibt meiner und dann darf ich wohl selber nach Norwegen fahren.
Einen kleinen Einkauf mussten wir heute auch noch erledigen. Für Suses Fahrrad musste noch Ersatz beschafft werden, unabhängig davon, wie die Geschichte mit der Versicherung ausgeht. Für kurze Strecken im Glomfjord benötigen wir halt die Drahtesel. Also haben wir uns in zwei Fahrradgeschäften nach einem neuen fahrbaren Untersatz umgeschaut und sind sogar fündig geworden. Suse hat sich für ein schickes Hercules mit Kettenschaltung entschieden und gratis dazu gibt´s noch die Spikereifen für den Winter. Die hatte der Händler gebraucht herumliegen und wir müssen sie nur noch abholen. Die Möbel im Schlafzimmer sind inzwischen weitestegehend abgebaut und hier siehts aus wie bei IKEA im Zentrallager. Donnerstag abend muss alles in Sack und Tüten sein, denn am Tag darauf kommt schon der Spediteur. Wenn dieser ganze Nippes nur nicht wäre! Der ganze Kleinkram muss noch eingepackt werden. Die Welt ist schlechtNein, langweilig wird uns nicht. Wenn im Moment wirklich mal ansatzweise Langeweile auftreten sollte, sorgen andere Leute dafür, dass wieder etwas Spannung reinkommt.Als Suse nach Hause kommt gibt es etwas unerfreuliche Nachrichten. Jemand hat ihr Fahrrad gestohlen und das direkt vor der Haustür! Na, gut dass wir bald weg sind. Aber dadurch haben wir nun eine ganze Menge Rennerei, als ob wir nicht Besseres zu tun hätten. Eigentlich wollten wir heute weiter ein paar Kisten packen. Na gut, ich rufe also als erstes einmal bei der Allianz an und melde den Diebstahl. Die benötigen jedoch noch die Anzeige der Polizei und das ist dann der nächste Schritt. Vorher geht Suse jedoch zum Fahrradhändler und besorgt sich die Rechnung vom Kauf – das Original ist im Nirvana unserer Umzugskisten verschwunden. Ich gehe derweil zur Post und richte einen Nachsendeantrag ein. Die Bearbeitung durch die Allianz soll etwa 5-8 Werktage dauern und da sind wir schön längst über alle Berge. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Hausrat zum 20.04. kündigen wollte. Sieht schon etwas blöd aus, wenn man die Versicherung sechs Tage vor Kündigung noch in Anspruch nehmen muss. Jedenfalls wird das alles noch über meine Deutsche Adresse im Sauerland abgewickelt und auch hier wird es sicherlich noch etwas Rennerei geben. Es sollte jetzt jedenfalls gesichert sein, dass ich den Schriftverkehr von der Allianz irgendwie erhalte. Nächste Station ist die Polizei. Hier erstatten wir erst mal Anzeige wegen Diebstahls und es dauert doch seine Zeit, bis alles zu Protokoll gegeben ist. Unser Freund und Helfer ist echt nett und wir erzählen im, wir gehen nächste Woche nach Norwegen. Wir erklären ihm die etwas merkwürdige Situation "Diebstahlmeldung kurz vor Versicherungskündigung". Darauf der O-Ton vom Polizist "wenn Sie bescheißen wollten, hätte ich das schon gemerkt". Wieder zu Hause rufe ich erneut die Allianz und gebe das Aktenzeichen durch. Vielleicht geht die Bearbeitung des Falls ja so etwas schneller. Nach Oslo habe ich auch noch telefoniert - nämlich mit der Versicherung. Jimmy ist ein Versicherungsdealer, der ursprünglich aus Schweden kommt und jetzt in Norwegen lebt und arbeitet. Wenn ich Mails von ihm bekommen, verstehe ich nicht so wirklich viel, sprechen klappt da doch etwas besser. Jedenfalls hat er mir eine Autoversicherung für 5.700 NOK angeboten und eine Hausrat für 1.200 NOK (da sind ja hoffentlich auch die Fahrräder mit versichert). Ich hoffe, ich bekomme noch ein paar andere Angebote zum Vergleich. Ansonsten werde ich wohl erst mal diese Versicherung abschließen. Wichtig zu Beginn, so sieht man das ja eigentlich als Deutscher, ist der Abschluss von Versicherungen. Ich denke, wenn man dort oben ist, kann man sich immer noch nach einer günstigeren Versicherung umschauen. Aber von hier aus mache ich erst einmal das, was möglich ist. Der Rest wird unter der Kategorie „finazielle Reibungsverluste“ verbucht. Am Abend muss ich mich ja dann auch noch von meiner Rhönradgruppeverabschieden. Die letzten fünf Jahre habe ich im Verein als Trainer gearbeitet und es hat Spaß gemacht. Mehr als zwei Jahrzehnte war ich bei dieser Sportart und jetzt werde ich für eine sehr lange Zeit kein Rhönrad mehr anfassen. Abschied ist ScheißeWas soll man hierzu noch sagen? Heute waren wir das letzt mal im Sauerland. Wir müssen uns von meiner und Suses Familie verabschieden. Meine Eltern sehe ich zwar noch mal am nächsten Wochenende, trotzdem war dieser Sonntag nicht der schönste.
Die letzte FamilienfeierHeute war für mich erst mal die letzte Familienfeier mit allen Verwandten und Suses Eltern, die extra aus Rostock angereist sind. Mein Mutter hat ihren Geburtstag gefeiert und für uns war das eine gute Gelegenheit, noch mal Onkels, Tanten... zu sehen. Der Tag ist mal wieder rasend schnell vorbei gegangen und heute habe ich schon mal einen Eindruck bekommen, wie die Verabschiedung morgen von meinen Eltern und der Familie meiner Schwester aussehen könnte. Keine schönen Aussichten.
Der Mietvertrag ist da!Heute morgen war bei VW meine Verabschiedung und ich hatte zum Frühstück eingeladen. Meine Arbeitskollegin hat gesammelt und ein echt tolles Geschenk zusammengebastelt. Darüber habe ich mich natürlich total gefreut. Ich muss sagen, die letzten 1,5 Jahre habe ich in dieser Abteilung echt gerne gearbeitet und vielleicht bleibt ja der Kontakt zu dem einen oder anderen erhalten. { Vorherige Seite } { Seite 1 of 4 } { Nächste Seite } |
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