Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...

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Inmitten eines Lichtermeeres in Dunkelheit gefangen...

Geschrieben von Dagny am 9.09.2008 um 14:31 . 0 Kommentare. Link.

Der Montag ging eigentlich genau so aufregend weiter wie das Wochenende. Denn in der Mittagspause erklommen wir die Turmspitze der Basilika in Quito, um den wohl thrilligsten Blick ueber Quito geniessen zu koennen. Der Nervenkitzel beim Hinaufklettern hat sich gelohnt...siehe Fotoalbum. Europaeische Sicherheits-Standards sind schon anders...

Am Abend wollte uns Iris gar nicht mehr ins Haus lassen, das lag aber nur daran, dass sie die Klingel nicht hoeren konnte, da die Elektrizitaet ausblieb. Da hat wohl jemand vergessen den Strom zu bezahlen... So tasteten wir uns den restlichen Abend im Kerzenschein durch 's Haus und fluechteten kurzerhand zum Inder.

Abschliessend noch ein paar Worte zu der Arbeit mit den aelteren Herrschaften...wie bisher  macht uns die Arbeit in der Fundacion viel Spass. Noch immer koennen wir unsere unentdeckten Talente ausprobieren. Gestern tauschten wir in einer Bastelstunde mit den abuelitos Ideen aus. Und heute animiertern wir sie ein wenig bei der Tanzstunde. Von einem Bein auf das andere zu taenzeln kann ja so anstrengend sein...Nun habe ich jedefalls keine grosse Angst mehr vor den hohen Tagen, die koennen dann nochmal mal ganz heiter werden.

Baños - ein grosser Abenteuerspielplatz

Geschrieben von Dagny am 9.09.2008 um 14:01
in Quito. 0 Kommentare. Link.

Baños bietet die besten Voraussetzungen fuer ein abwechslungsreiches Wochenende, um sich nach dem stressigen Alltag eines Voluntarios austoben zu koennen. Denn zu sehen gibt es hier einiges - traumhafte Berge sind fuer uns ja hier schon Standard, dazu noch der ein oder andere Wasserfall, gespickt mit der ein oder anderen Haengebruecke ueber tiefen Abgruenden und einer Ortskirche wie im Disneyland.

Nach vier Stunden Busfahrt haben wir uns noch direkt am Busbahnhof das erstbeste Hotel aufschwatzen lassen, schliesslich stimmte der Preis mit unserer Motivation stundenlang nach einem Schlafplatz zu suchen ueberein . Fuenf Minuten spaeter haben wir gleich noch eine Tour zu den Wasserfaellen und eine Nachtfahrt zum naheliegenden aktiven Vulkan Tungurahua gebucht. Alles in allem, standen die Sachen sowieso auf unserer to-do-list.

Die Wasserfaelle waren echt der Wahnsinn, einer schoener als der andere. Gleich beim sich naechstbietenden Zwischenstopp stuerzten wir uns von einer 40m hohen Bruecke, gesichert mit einer uerbergrossen Windel. Nachdem ich die Sicherheitsvorrichtung noch mal genau unter die Lupe nahm, ob auch kein Schraeubchen locker sitzt, zaehlten die Veranstalter einen auch schon an. 1-2-3 - Noch einmal tief durchatmen - und sich dann einfach nach vorne fallen lassen...2-3 Sekunden spaeter kam der erloesende Ruck, aus der Anspannung wurde langsam Entspannung - nun konnte man sich einfach im Postkarten-Panorama hin und her baumeln lassen. Das war schon echt verrueckt. Natuerlich nicht ganz ohne Muffensausen, das Kribbeln im Bauch hielt dann auch noch 'ne Weile vor. Doch nicht lang genug, wollten wir uns doch gleich fuer den naechsten Tag eine 180m hohe Bruecke vornehmen. Bei der naechsten kleinen Pause schwangen wir uns in eine Seilbahn und ueberquerten eine tiefe, tiefe Schlucht.

Zu guter Letzt durchquerten wir die Botanik, um zum Fusse des hoechsten Wasserfalls zu gelangen. Wenn wir aus Ecuador heimkehren, kommen wir mit Wahnsinns-Wanderwaden wieder. Unten angekommen stuerzten sich die verrueckten Huehner (Jen und ich) ins eisige Nass, um den Wasserfall naeher zu betrachten. Aber die Kroenung kam erst noch, total geschafft und noch nicht ganz trocken, setzten wir uns in ein vegetarisches Restaurant. Dort konnte ich die beste Spinatpizza meines Lebens geniessen.

Nur eines haette den Tag noch perfekt gemacht...das gute naechtliche Wetter, um den Tungurahua mal richtig ausrasten zu sehen, jedoch versteckte er sich hinter dichtem Nebel, so dass uns alleinig die Feuerspucker hoch ueber Baños unzureichend unterhielten.

Am naechsten Morgen checkten wir noch mal die Marktlage und entdeckten dabei einen der beruechtigten Cuy-Staende, da wurden Jen und ich doch gleich mal mit zum Vegetarier...

Nach der kleinen Enttaeuschung, dass uns doch keiner mehr ein Bungeeseil fuer die Riesenbruecke bringen wollte, konnte ich die anderen mit einiger Ueberredungskunst noch zum 'Pailon del Diablo' bewegen, zu einem weiteren Wasserfall. Im Unterschied zu den seichten Wasserfaellen des Vortags, peitscht dieser das Wasser mit einer enormen Wucht die Felsen hinunter. Hier mochte dann doch keiner mehr planschen gehen. Doch nass wurde ich trotzdem...ich nahm mir eine zwei Sekunden-Turbodusche, aber das genuegte, um mal wieder alle Klamotten zu traenken...

Nur die Therme mit ihrer Schwefelbruehe entging uns, da diese ausgerechnet in der uns noch einzigen verbleibeden Stunden geschlossen hatte... 

Wo liegt überhaupt Ecuador?!


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