Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...

Home : Archiv : Fotoalbum : RSS Feed

Kein Tag ist wie dieser - Unser Pflichtbesuch am Aequator

Geschrieben von Dagny am 31.08.2008 um 13:56
in Quito. 0 Kommentare. Link.

Ein Ausflug zum Mittelpunkt der Erde gehoert einfach zum obligatorischen Programm einer jeden Ecuador-Reise dazu. So sollte heute unsere grosse Foto-Session am Aequator starten, um das Ecuador-Erinnerungsfoto schlechthin  zu liefern. Wir haben uns auch reichlich Muehe gegeben, wie man im Fotoalbum sehen kann. Bis zur kleinen Stadt "Mitad del Mundo" ist es von Quito auch gar nicht weit, nur eine Linienbusfahrt, 1-2 mal Umsteigen inbegriffen.

Allerdings haben wir noch hier noch keinen anderen Ort gesehen, der derart von Touristen uebersaet war, obwohl es relativ wenig zu sehen gab. Eben nur ein Monument und eine aufgemalte Linie, die noch nicht mal den exakten Aequator aufweist. Denn die grossen Geowissenschaftler vor unserer Zeit haben sich schlicht weg um ein paar hundert Meter verrechnet. Da muss man sich die Show schon selber machen, indem man die verruecktesten Posen ausprobiert. Oder man kommt einfach wie wir am Sonntag und laesst sich noch von schoen anzusehenden traditionellen Taenzen unterhalten.

Nun wollten wir es aber wirklich wissen und nahmen ungefaehr einen weiteren halben Kilometer Wegstrecke auf uns, um den "einzig wahren" Aequator sehen zu koennen. Um die geheimnisvolle Stelle herum, die auch mit G.P.S. ueberpruefbar ist, baute man ein liebevoll hergerichtetes Areal, um den Touris auch wirklich zu beweisen, wo man sich gerade befindet, einerseits geschichtlich, andererseits biologisch und letztendlich auch geografisch. Auf einem kleinen Rundgang wurden uns alle Kniffe gezeigt, um uns die Magie des Ortes vorzufuehren.

Denn an dieser Stelle war Fabian gar nicht so stark und liess sich seinen "Stahlarm" ganz einfach von einer Frau wegdruecken. Ein  Wasserstrudel laeuft hier von Meter zu Meter in eine andere Richtung. Es ist auch gar nicht so einfach, selbst im nuechternen Zustand, die beruehmte Linie gerade entlang zu laufen. Ploetzlich gelingt es im Nu ein Ei auf einen Nagel zu drapieren. - Was geht hier nur vor sich?!

In den umliegenden Huetten wurde uns gezeigt, wie die Menschen hier frueher bauten, lebten und mit ihren Feinden umgingen... Auf dem Rundgang war es dann so weit, es kam der Moment, auf den ich so lange zusammen mit meiner Kamera gewartet habe... Es flog ein Kolibri vorbei, irre bunt, irre schnell und irre wendig. Gut, dass selbst Kolibris zwischendurch mal Luft holen muessen und sich kurz auf einen Baum setzen. Das war die Gelegenheit. Schoen war aber auch das Lama mit den blauen Augen, klingt komisch, ist aber so.

Durch und durch ein ganz verrueckter Tag.

 

Ein erfolgreicher Shoppingtag und die Sache mit dem Falschgeld...

Geschrieben von Dagny am 31.08.2008 um 13:11
in Quito. 0 Kommentare. Link.

Nach einer kurzen, dafuer aber sehr intensiven Partynacht verschoben wir einen Teil unseres Schlafbedarfs auf die Busfahrt nach Otavalo. Otavalo ist bekannt fuer den groessten Indígenamarkt Suedamerikas - hier konnten wir uns auf unserer Schnaeppchenjagd mit allen Ecuador-Standardandenkenklamotten eindecken. So ein Indígenamarkt ist etwas Besonderes, denn in welchem Kaufhaus strahlen einen schon so viele bunte Farben gleichzeitig an, wo hat man schon so viel Auswahl zwischen den einzelnen Modellen und wo kann man noch selbst ein Woertchen beim Preis mitreden. Wer hier nicht runterhandelt, ist selber schuld...

Hier habe ich mich erstmal ordentlich mit Mitbringseln ausgestattet, damit ich fuer ein Wiedersehen mit meinen Lieben gewappnet bin. Am Ende trug ich alles in einem grossen Sack davon, obwohl noch nicht mal Weihnachten vor der Tuer steht. Jen hat fuer noch groessere Shoppingtouren aufgeruestet und sich eine riesige, quietschbunte Tasche zugelegt. Auch Frauke hat jetzt noch mehr Taschen...

Und dann das... Nachdem ich mal wieder an einem Stand kraeftig zugeschlagen hatte, sprach mich drei Verkaufsstaende weiter die Verkaeuferin von vorher an - und hielt meinen 20 Dollarschein in der Hand, mit dem ich gerade bei ihr bezahlte - der sei wohl nicht echt. Huiuiui, ich hatte bis jetzt noch nie Falschgeld in der Hand. An das Gute im Menschen glaubend - vom Eindruck geleitet, die will mir doch nichts Boeses, tauschte ich den Schein nochmal um und gab ihr meinen Echten...Nun mussten wir nur noch einen Dummen finden, dem wir den falschen Schein wieder andrehen konnten. Ein paar Minuten spaeter sah ich aber auch ein, dass  meine Menschenkenntnis doch etwas Nachholbedarf hat. Denn mein Schein habe ich selbststaendig am Geldautomaten gezogen. Und das waere ja ein Unding, wenn die Bank hier Falschgeld ausspucken wuerde.

Drei Strassen weiter versuchten wir einfach den Schein wieder an den Mann zu bringen, im ersten Moment sah das auch echt gut aus. Zwar beaeugte der Verkaeufer den Schein wie immer gruendlich (das macht man hier selbst bei fuenf Dollarnoten), liess uns aber ein paar Meter weiterziehen. Dummerweise war ein Teil von uns immernoch am Gucken und Anprobieren, so dass wir einfach zu langsam waren und ploetzlich eine ganze Horde, Gross und Klein vor uns stand. Jen verteidigte sich und diskutierte tapfer. Bis wir uns einfach aus dem Staub machten und den naechsten Bus nahmen, nicht die feine englische Art, aber als Tourist hat man hier beim Diskutieren einfach noch die besseren Chancen. Wer weiss, welche ahnungslose Person den Schein nun bei sich traegt.

Nach unserem heutigen kleinen Nervenkitzel nahmen wir den mit Menschen vollgestopften Bus zu einem im Eukalyptus-Wald gelegenen Wasserfall. Durch unseren verfruehten Einkaufs-Hieper konnten wir bis zur ausgiebigen Schnaeppchenjagd keinen Zwischenstopp mehr aushalten und so mussten wir alles Neu-Erworbene mit uns herumschleppen.  Ein Gang durch den Eukalyptus-Wald war ganz schoen. Vor allen Dingen roch es dort ganz gut, nur Koalabaeren haben wir nicht finden koennen ;) Dafuer hoert man hier selbst in den hintersten und dunkelsten Hoehlen deutsche Stimmen. Sie sind ueberall. 

Wo liegt überhaupt Ecuador?!


Größere Kartenansicht

Avatar