Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...

Home : Archiv : Fotoalbum : RSS Feed

Grossstadtluft fuer Grossstadtkinder

Geschrieben von Dagny am 11.08.2008 um 13:36
in Puerto López. 0 Kommentare. Link.

Jaja, hier in unserem kleinen beschaulichen Fischerort fehlte uns doch ein wenig der gewohnte Grossstadttrubel, so dass wir beschlossen uns einfach mal die groesste Stadt Ecuadors anzugucken und fuhren, wie immer mit dem Bus nach Guayaquil. Denn ohne Bus geht hier einfach mal gar nichts.

Nachdem sich alle angeschlagenen Sorgenkinder fuer transportfaehig hielten, ging die Reise am Samstag in der Fruehe los. Wieder eine neue Episode unserer Serie "Busreisen ueber Stock und Stein", natuerlich inklusive Dauerbeschallung der schoensten Schnulzen der letzten Jahrzehnte und nerviger Kleinkram-Verkaeufer, die die Busse am Wegesrand aufsammelten. Schoen sind auch immer wieder die individuell ausgestalteten Schreine der Busfahrer, entweder ein Jesusschrein oder ein Mutter-Mariaschrein oder ein Plueschschrein oder eine Mischung aus allem. Einmal war es richtig gruselig, eine noch lebende Schildkroete hinter der Scheibe entdeckt zu haben.

Mit meinen Aussagen zu meinem Gesundheitszustand war ich doch etwas voreilig und uebermuetig. Denn gleich bei der Ankunft in Guayaquil suchte mich Fieber bitter heim. Ich schleppte mich zwar noch mit hoch zum Leuchtturm auf der Spitze des Kuenstlerviertels Guayaquils, war dann allerdings fuer nichts mehr zu gebrauchen und verbrachte den schoenen Abend im Hostel. In der Zeit checkten die anderen mal das Nachtleben Guayaquils aus.

Am naechsten Morgen zogen wir frueh aus unserem Hostel aus, in Richtung des bekannten Leguan-Parks. Der ist nicht einfach nach Leguanen benannt, weil Leguane so toll, heilig oder ehrenhaft sind, sondern, weil in diesem Park tatsaechlich Leguane durch die Gegend schlendern. Da kann es schon mal sein, dass der ein oder andere Leguan neben dir auf der Bank Platz nimmt oder vom Baum runtergerutscht kommt. Hier braucht man sich nicht vor Taubenschiss in Acht zu nehmen, allerdings haben Leguane auf bestimmte Beduerfnisse...

Am Ende unseres Aufenthalts gingen wir noch eine Runde auf dem beruehmten Friedhof. Beruehmt, tagsueber fuer seine prunkvolle Schoenheit und beruehmt in den Abendstunden fuer seine schaurig schoene Gruselstimmung.  Aber auch hier wurden die Arm-Reich-Kontraste deutlich,"unten" wurde man in Gruften oder unter kunstvoll gestalteten Skulpturen gebettet, "oben" auf dem Huegel saeumt sich ein Grab neben dem anderen, ein Weg zwischen den einzelnen Graebern ist nicht mehr zu erahnen.

Genug der Schaurigkeit...nun noch eine lustige Anekdote, wie Fabian zur Attraktion wurde... Als wir oben am "el faro" in Guayaquil ankamen und die Aussicht auf die Stadt genossen, bat eine Gruppe ecuadorianischer Maedchen FABIAN um ein Foto MIT ihm. Jede Einzelne trat vor und posierte mit dem sichtlich erroeteten Fabian, zum Schluss gab 's noch ein Foto mit allen Maedchen zusammen. Fabian unser Frauenheld. Aber auch sonst heimsten wir in der Stadt viel Aufmerksamkeit ein, Blicke, Pfiffe, Rufe und Gehupe.

Kommentare

Navigation

{ Vorherige Seite } { Seite 21 von 31 } { Nächste Seite }

Avatar