Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...
Am Samstagmorgen fuhren die Mädels zusammen mit Till nach Agua Blanca. Agua Blanca ist ein „kleines“ bewohntes Dorf, an dessen Stelle man viele Fundstücke vergangener Kulturen gefunden hat. Am Ende des kleinen Rundganges wartete eine schön anzusehende Lagune auf uns. Nur die Nase sollte man an dieser Stelle besser zuhalten, denn die natürliche Schwefelbrühe stinkt mordsmäßig. Am Nachmittag starteten auch wir unseren Wochenend-Trip in das kleine Aussteiger- und Surferparadies Montañita. Hier kann man bei dem ein oder anderen Cocktail einfach mal die Seele baumeln lassen, was wir selbstverständlich auch taten. Zum Glück ist hier rund um die Uhr Happy Hour. Natürlich nicht ohne eine Runde Sex on the beach… Drei Cocktailrunden später nahmen wir ein Taxi zur legendären Full Moon Party, ganz nah am Strand. Hier hat man die Freiräume sich am Strand auszutollen, eine Runde zu schaukeln, die Feuerkünstler zu beobachten oder ums Lagerfeuer herumzutanzen. Ich werde mich hier wohl noch daran gewöhnen müssen auch von kleineren Männern angeprochen zu werden...ein seltsames Gefühl, muss immer aufpassen, nicht lachen zu müssen. Aus Sicherheitsgründen ließ ich meinen Fotoapparat zu Hause, damit er mir nicht bei Wasserspielchen am Meer weggespült werden konnte oder mir bei sonstigen Strandaktivitäten ein böser Dieb auflauern konnte. Der Morgen danach war wenig sonnig. Kein Wetter zum Sonnenbaden oder Surfen lernen. Wohl oder Übel mussten wir eine Runde Shoppen gehen, aber dagegen hatten wir auch nichts einzuwenden. Mit viel Verhandlungsgeschick statteten wir uns großzügig mit Halsketten, Armbändern und Fußkettchen aus, auch die Kerle. Denn ohne Fußkettchen ist man hier kein richtiger Mann ;) dann klappt´s auch mit den Mädels. Fabian weiß jetzt, was ihm sein Leben lang fehlte….das passende Fußkettchen. Zwischendurch haben wir kurz den ein oder anderen Gedanken daran verschwendet, aus unserem vom Stress geplagten Leben auszusteigen, das eher brotlose geisteswissenschaftliche Studium an den Nagel zu hängen, um vielmehr den lieben langen Tag sorglos Bändchen zu knüpfen. Zwei Strandkleider und eine ultracoole Mütze später traten wir unsere Heimreise nach Puerto López an.

Unbenannter Kommentar
Bändchen knüpfen klingt nach einer ernstzunehmenden Zukunftsperspektive.
Schöne Grüße,
Philipp
