Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...

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Ein erfolgreicher Shoppingtag und die Sache mit dem Falschgeld...

Geschrieben von Dagny am 31.08.2008 um 13:11
in Quito. 0 Kommentare. Link.

Nach einer kurzen, dafuer aber sehr intensiven Partynacht verschoben wir einen Teil unseres Schlafbedarfs auf die Busfahrt nach Otavalo. Otavalo ist bekannt fuer den groessten Indígenamarkt Suedamerikas - hier konnten wir uns auf unserer Schnaeppchenjagd mit allen Ecuador-Standardandenkenklamotten eindecken. So ein Indígenamarkt ist etwas Besonderes, denn in welchem Kaufhaus strahlen einen schon so viele bunte Farben gleichzeitig an, wo hat man schon so viel Auswahl zwischen den einzelnen Modellen und wo kann man noch selbst ein Woertchen beim Preis mitreden. Wer hier nicht runterhandelt, ist selber schuld...

Hier habe ich mich erstmal ordentlich mit Mitbringseln ausgestattet, damit ich fuer ein Wiedersehen mit meinen Lieben gewappnet bin. Am Ende trug ich alles in einem grossen Sack davon, obwohl noch nicht mal Weihnachten vor der Tuer steht. Jen hat fuer noch groessere Shoppingtouren aufgeruestet und sich eine riesige, quietschbunte Tasche zugelegt. Auch Frauke hat jetzt noch mehr Taschen...

Und dann das... Nachdem ich mal wieder an einem Stand kraeftig zugeschlagen hatte, sprach mich drei Verkaufsstaende weiter die Verkaeuferin von vorher an - und hielt meinen 20 Dollarschein in der Hand, mit dem ich gerade bei ihr bezahlte - der sei wohl nicht echt. Huiuiui, ich hatte bis jetzt noch nie Falschgeld in der Hand. An das Gute im Menschen glaubend - vom Eindruck geleitet, die will mir doch nichts Boeses, tauschte ich den Schein nochmal um und gab ihr meinen Echten...Nun mussten wir nur noch einen Dummen finden, dem wir den falschen Schein wieder andrehen konnten. Ein paar Minuten spaeter sah ich aber auch ein, dass  meine Menschenkenntnis doch etwas Nachholbedarf hat. Denn mein Schein habe ich selbststaendig am Geldautomaten gezogen. Und das waere ja ein Unding, wenn die Bank hier Falschgeld ausspucken wuerde.

Drei Strassen weiter versuchten wir einfach den Schein wieder an den Mann zu bringen, im ersten Moment sah das auch echt gut aus. Zwar beaeugte der Verkaeufer den Schein wie immer gruendlich (das macht man hier selbst bei fuenf Dollarnoten), liess uns aber ein paar Meter weiterziehen. Dummerweise war ein Teil von uns immernoch am Gucken und Anprobieren, so dass wir einfach zu langsam waren und ploetzlich eine ganze Horde, Gross und Klein vor uns stand. Jen verteidigte sich und diskutierte tapfer. Bis wir uns einfach aus dem Staub machten und den naechsten Bus nahmen, nicht die feine englische Art, aber als Tourist hat man hier beim Diskutieren einfach noch die besseren Chancen. Wer weiss, welche ahnungslose Person den Schein nun bei sich traegt.

Nach unserem heutigen kleinen Nervenkitzel nahmen wir den mit Menschen vollgestopften Bus zu einem im Eukalyptus-Wald gelegenen Wasserfall. Durch unseren verfruehten Einkaufs-Hieper konnten wir bis zur ausgiebigen Schnaeppchenjagd keinen Zwischenstopp mehr aushalten und so mussten wir alles Neu-Erworbene mit uns herumschleppen.  Ein Gang durch den Eukalyptus-Wald war ganz schoen. Vor allen Dingen roch es dort ganz gut, nur Koalabaeren haben wir nicht finden koennen ;) Dafuer hoert man hier selbst in den hintersten und dunkelsten Hoehlen deutsche Stimmen. Sie sind ueberall. 

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