Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...

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Unsere Erhebung ist doch nicht sooo langweilig...

Geschrieben von Dagny am 18.09.2008 um 14:53 . 0 Kommentare. Link.

Da wir hier staendig von allen Leuten bequatscht werden, gut auf unsere Sachen aufzupassen, kamen wir auf die Idee das Sicherheitsgefuehl der Leute hier mit dem der Leute in Deutschland zu vergleichen. Das klingt gar nicht so aufregend...doch als wir es gestern endlich einmal anpackten, hat sich der Aufwand doch gelohnt. Es spielten sich erstaunliche Dinge ab.

Wir teilten uns in zwei Grueppchen fuer zwei verschiedene Vorhaben auf. Die Maedels setzten sich ein Stuendchen in einen Park mitten in der Stadt. Genauso, dass wir die vorbeigehenden Menschen eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang beobachten konnten, um zu sehen, ob die Quiteños in der Dunkelheit den Park meiden oder sich beim Passieren immer wieder besorgt umgucken. Der Park ist von allen Seiten einsehbar, nicht so wie bei uns voll mit Gruenzeug  und grenzt an vielbefahrene Hauptverkehrsschlagadern. Zu unserer Zufriedenheit fiel die Beobachtung klar aus. Die erste Zeitspanne von 18 Uhr bis 18.30 verlief total normal, ein paar Leute liefen unsere Teststrecke entlang, total laessig, Frauen wie Maenner, sogar die Paerchen liessen sich eine Weile auf Baenken nieder. Die Leute guckten sich hoechsten nach uns um, den unbekannten Gringomaedels.

Doch dann wie auf Knopfdruck, als die Dunkelheit nach und nach einbrach, traute sich nur noch  eine Handvoll obskurer Gestalten in den Park und diese waren allesamt maennlich. Zum Hoehepunkt kam einer dieser Unheimlichen auf uns zu und fing an uns zu belabern...was wir hier so machen würden... wo unser freund sei...ob wir was rauchen wollten...Das war der Moment, wo es uns dann doch unheimlich wurde und wir ueberlegten einfach abzuhauen. Aber der Kerl verzog sich dann doch wieder zu seiner Gangsterclique.

Spaeter in der Nacht zogen die Jungs los, um ihre Idee in die Tat umzusetzen. Sie verfolgten ahnungslose Menschen auf der Strasse, um zu gucken, ob diese einen Schritt zulegten oder schleunigst um die naechste Ecke bogen. Zu guter Letzt wollten sie die Leute nach dem Weg fragen. Schon nach nicht mal einer Stunde kehrten sie wieder in unser trautes Heim zurueck - mit genug Material fuer die Hausarbeit...Die Leute zeigten sich eigentlich fast immer verunsichert, ein Business-Man legte sogar einen Schlussspurt hin, als Fabian und Till zwei Schritte auf ihn zugingen. Irgendwann bekamen aber auch sie es mit der Angst zu tun, als sie ein Pick-Up voller duesterer Kerle verfolgte.  Auch an dieser Stelle gab es einen Hoehepunkt, nachdem Till dann eine Pistole auf der Brust spuerte, schnappten sie sich schnell ein Taxi in Richtung rettendes Hostel. Die Pistole stammte von einem Polizisten, der wissen wollte, was die zwei eigentlich so spaet in dunklen Gassen treiben. Sie schafften es, sich trotz der fehlenden Papiere aus der Sache herauszureden, ohne gestern auswaerts uebernachten zu muessen.

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