Vom 26. Juli bis zum 22. September 2008 begibt sich eine Gruppe von aberteuerhungrigen Sowis wagemutig in Äquatornähe. Hier könnt ihr beinahe live und in Farbe miterleben, wie wir uns durch den Dschungel kämpfen, uns gegen Insekten zur Wehr setzen, uns mit den Einwohnern anfreunden, Vulkane hochkraxeln und uns durch das Großstadtgewirr schlagen...

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Hier entdeckt jeder seine Leidenschaft...

Geschrieben von Dagny am 27.08.2008 um 13:27
in Quito. 2 Kommentare. Link.

Am Montag wurde uns von den La Lengua Leuten die Sprachschule und die Begegnungststaette, in der wir arbeiten gezeigt. Die Sprachschule, an einem guten Tag mit Blick auf den Cotopaxi, liegt in einem Geschaeftsviertel, ganz in der Naehe von unserer Unterkunft . Gleich gegenueber gibt es einen Converseladen, den Frauke und Jen gleich am ersten Tag erfolgreich inspizierten - Resultat: beide kauften je zwei Paar Chucks. Fraukes schlechte Laune vom 'manic monday' verflog im Nu. Nun sind beide gluecklich und zufrieden.

Noch am gleichen Tag musste ich in einem kleinen Szeneviertel aufschliessen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ergebnis: ein Paar schwarze Schuhe im Chucksstyle mit leuchtend blauer Schrift fuer nur 10! Dollar, das Gluecksgefuehl war unbeschreiblich.

Gleich am Dienstag checkten wir noch die in Quitos Luxusviertel gelegenen Malls aus. In der letzten waren die Maedels wieder erfolgreich, Tagesendstand: ein Paar knalliggruene Weggehschuhe fuer Jen und ein Paar lockerlaessige Sneakers fuer mich. Wie im Himmel. Zu Hause tuermen sich nun langsam die Schuhkartons, denn auch Florian konnte nicht ohne Schuhkauf heimkehren. Bis jetzt sind wir alle also bei: einem Paar Weggehschuhen, zwei Paaren Sneakers, drei Paaren Flip Flops und fuenf! Paaren Chucks und wir sind ja schliesslich noch 'ne Weile hier...und bisher waren wir noch nicht mal auf dem grossen Indígenamarkt in Otavalo...

Wenn wir gerade mal nicht unseren Kaufrausch ausleben, koennen wir wieder unsere kuenstlerische Ader an den Waenden der Begegnungsstaette ausbluten lassen, noch ohne die Hilfe der Kleinen, da gerade noch alle Ferien haben : S

Heute haben wir noch einen Salsa-Schnupperkurs besucht, denn eigentlich sind Salsastunden bei jedem Aufenthalt in Suedamerika obligatorisch. Naechste Woche werden sich hoffentlich unsere Tanzkuenste im Einzelunterricht nach und nach verbessern. Vielleicht werden die Jungs ja doch noch zu richtigen Latino Lovern...

Quitoerkundungstour

Geschrieben von Dagny am 25.08.2008 um 13:12
in Quito. 0 Kommentare. Link.

Dafuer, dass wir gestern gemeinerweise mit Regen empfangen wurden, zeigte sich Quito heute zu Beginn des Tages  von seiner strahlenden Seite. Die Stadt ist einfach wunderschoen. Das leuchtende Blau des Himmels, das satte Gruen der Berge und das reine Weiss der zahlreichen Kirchen im historischen Teil Quitos, alles zusammen: die perfekte Komposition zum Fotoknippsen. So tollte ich mich heute durch die Altstadt, nicht zu trennen von meiner Kamera. Nur manchmal wurde ich mitten auf der Kreuzung von dem Trolebus aus dem Weg gehupt. Jetzt weiss ich auch wieder, was mir bei den Orten entlang der Kueste gefehlt hat: das schoene, alte Gewachsene. Denn dort baut man mehr oder weniger zwangslaeufig etwas fuer die Gegenwart.

In der Naehe von Kreuzungen ertoente immer wieder das gleiche Vogelgezwitscher, das mich an das Lautsprecher-Vogelgepiepe im  Disneyland erinnerte. Es haetten ja diesmal sogar echte Voegel sein koennen, aber nein, hier ist es das alternative Ampelsignal - schon ein wenig kitschig.

Ich, als Kind aus den neuen Laendern, halte unsere kleinen Ampelmaennchen immernoch fuer die Helden meiner Jugend, allerdings haben sie nun krasse Konkurrenz bekommen. Denn die Ampelmaennchen hier in Quito sehen nicht nur trollig aus, sondern koennen auch noch unheimlich tolle Sachen. Die koennen naemlich laufen, die Gruenen jedenfalls und wenn sich die Gruenphase gen Ende neigt, werden sie immer schneller und fangen richtig an zu rennen. An manchen Ampeln ist sogar eine Sekundenanzeige montiert, von wo man ablesen kann, wieviel Zeit einem noch bleibt, bis wieder die Motoren das Sagen haben.

Man muss hier die schoene Himmelszeit nutzen, denn schon am Nachmittag ziehen sich die Wolken am Himmel zusammen, das ist hier immer so. Dann wird es kalt und regnerisch, dann gibt es nichts Besseres als sich in einen grossen Supermarkt zu verziehen, was wir auch taten. Hier kriegt man die Zeit spielend einfach rum, wenn man nur die Auswahl der Tiendas in Puerto Lopez gewoehnt ist...

 

Quito empfaengt uns mit Regen

Geschrieben von Dagny am 24.08.2008 um 13:52
in Quito. 0 Kommentare. Link.

Nach einer langen, langen Busfahrt sind wir in der Nacht in Quito eingetroffen. Bis in den Nachmittag hinein war die Aussicht aus dem Busfenster atemberaubend.

Das hat mich auf eine Idee fuer ein neues Programm-Format gebracht, das zugleich mehrere verschiedene Zielgruppen anspricht... Zum Einen die Zielgruppe der Doku-Fans der Sendung "Die schoensten Zugstrecken Deutschlands" und zum Anderen alle "Alarm fuer Cobra 11 "  Action-Junkies, Ziel ist zielgruppenuebergreifende Fernsehunterhaltung. Der Bus schlaengelt sich entlang der Bergstrassen, vorbei an Wasserfaellen und natuerlichen Urwaeldern, gespickt mit waghalsigen Ueberholmanoevern, das Gaensehaut-Feeling ist bei allen Zuschauern vorporgammiert.

Wer haette gedacht, dass auf Ecuadors leeren Strassen Stau entstehen koennte. So standen wir etwa eine Stunde in der bergigen Landschaft herum. Die Aussicht konnten wir leider nicht geniessen, da es schon duster war.

Beim Ausstieg aus dem Bus in Quito schuettelte uns erst einmal ein bisschen die Kaelte und Naesse hier durch. Wir vermissen jetzt schon unser kleines Paradies, Freddys Garten, das Herzstueck der kleinen Sprachschule in Huettenform. Es ging schnell zu unserem Luxus-Domizil, wo wir erstmal dankbar alle Kuehlschrank-Ueberbleibsel der anderen Gruppe pluenderten...

 P.S.: im Fotoalbum befindet sich der Ausblick, der sich uns hier beim Zaehneputzen bietet...

Wo liegt überhaupt Ecuador?!


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