Satyresque - searching for the blue chamber

wieder einmal

{ 04:12, Friday, February 23, 2007 } { Geschrieben in Strassmanien } { 2 Kommentare } { Link }
und da sind wir wieder: vier uhr nachts und ich kann seit zwei einhalb stunden nicht einschlafen. zu aufgewühlt vermutlich. momentan denke ich viel über das wohnen nach. wo und wie will ich denn wohnen und damit auch: wie will ich leben?
ist es besser nah bei der uni zu wohnen und dafür weiter weg von gesellschaftlichen sammelpunkten? hier, in meinem strassmanischen konglomerat, stimmt nämlich irgendetwas nicht. es ist das unbestimmte gefühl weg zu müssen oder besser: etwas neues zu tun.
und soll ich allein wohnen oder besser in einer wg? und mit wem?
denn was ist das derivat all meiner lebenssitautionen, was sich ja unweigerlich in meiner wohnsituation wiederspiegeln sollte?
die erste wg: eine dreierkonstellation mit zwei alten schulfreunden. das war ein guter anfang in einer schönen wohnung in einem wunderbaren bezirk. aber irgendwann ist man sich fremd geworden...
dann die zweite wg in weimar: zu dritt und völlig fremd - eine reine übergangslösung.
das gleiche in jena: zu dritt und man redete kaum miteinander.
kurz darauf eine zweier-wg: trixi und ich: ein traum - eine kleine welt, eine kleine familie. aber dann kam das feuer in mir und ich ging zurück nach berlin. dort: nach langer zeit dann ein ankommen in strassmanien.
ich mag dieses wohnheimhafte. viele wohnen beisammen aber nicht wirklich miteinander. und dennoch ist es schal geworden...
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ROTER MOND

{ 00:27, Sunday, March 4, 2007 } { Geschrieben von Narziss }
Ach, es ist gerade Mondfinsternis
<br><br>
<br><br>ich denke, in deinem strassmanischen Konglomerat stimmt das Meiste eben,möchtest du
<br><br>Reaktionen?
<br><br>DIE WAHRNEHMUNG BESTIMMT DIE REALITÄT
<br><br>
<br><br>
<br><br>

dieses und jenes

{ 15:15, Tuesday, April 3, 2007 } { Geschrieben von wy }
Kurt Tucholsky

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das?
vielleicht dein Lebensglück ...
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden ...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, Lider;
Was war das?
kein Mensch dreht die Zeit zurück ...
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du musst auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber ....
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.


1930

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