Das Leben bestehen
Oft ist es einfach Wut. Wut über Systeme, Wut über die Gesellschaft, das Denken der Leute, Wut über den Kapitalismus, Wut über die Kleinkariertheit der Menschen die man liebt.
Alle wollen das du funktionierst: Steh früh auf, geh arbeiten. Nutze die Zeit. Sei fleissig, sei strebsam. Du willst doch mal was erreichen in deinem Leben. Du willst doch mal Geld haben. Du willst doch mal einen guten Lebensstandart haben.
Ja, aber was zur Hölle bedeutet das?
Jeder verlangt, dass man einen Plan für das Leben vorlegt, aber ich habe keinen. Nicht aus Dummheit und auch nicht aus Faulheit, es ist nur so, dass ich nie begriffen habe, wie das funktionieren soll.
Was will man denn vom Leben? Und wo ist der Platz, den man einnehmen soll?
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da, wo du stehst
{ 09:12, Wednesday, January 10, 2007 }
{ Geschrieben von Anonymous }
ich kann deine fragen nach dem wohin und warum gut nachvollziehen, aber ist nicht vielleicht der platz, den man in seinem leben gerade inne hat auch ein platz? und der weg, den man bisher gegangen ist, die menschen, die man getroffen hat, die man liebte, die dinge, die man getan hat, haben die in der rückschau nicht alle einen sinn? im grunde weiß doch niemand genau, wohin ihn das leben führen wird, und ich glaube fest daran, dass alle dinge, die passieren, einen grund haben und für irgendwas gut sind. und die gedanken, die man sich macht gehören genauso dazu, wie die nörgelnden geliebten. keine ahnung, ob das irgendwie hilft, aber mich beruhigt es immer, wenn meine gedanken auf wanderschaft gehen und ich gefahr laufe, sie aus den augen zu verlieren...
wann leben wir
{ 20:16, Wednesday, April 25, 2007 }
{ Geschrieben von tyg }
Wie in den Momenten in denen ich bei der Diskussion eines Buches und der Analyse eines Gedichtes mal wieder feststelle, dass wir nich schreiben damit andere lesen, nicht aufstehen um zu leben, nicht gehen um anzukommen, sondern alles nur tun um zu arbeiten und wieder zu arbeiten und immer weiter, jeden Tag, Geld verdienen, aufsteigen, gut leben, keine Sorgen machen... Man sagt uns wir arbeiten um zu leben, aber wann leben wir? Hören wir je auf zu analysieren, haben wir je ein Gedicht gelesen ohne dass jemand - sogar wir selbst - uns nach der Bedeutung fragte? Haben wir je einfach nur genossen, Freude daran gehabt und mal nicht nachgedacht? In Wahrheit, leider, leider, haben wir nie etwas nur um seiner selbst Willen getan, so wie das unwillkürliche Atmen... so leben wir um zu arbeiten und nicht umgekehrt.Ich wollt' es wär nicht so.
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