Der Shar Pei
4 April 2007
      Ein ausgefallener Hund, der es bequem liebt und sehr anhänglich ist. Er ist schon eine eindrucksvolle Erscheinung! Zudem ist er sehr folgsam und hat etwas Mystisches an sich- kurz, der Shar Pei ist ein Kuscheltier, das sein Herrchen oder Frauchen verehrt. In einem Zwinger würde er winseln, bellen und in den Hungerstreik treten, denn sein Platz ist nun mal im Haus.


Sein Lebensraum

Dieser Hund macht in der Wohnung oder im Haus kein Ärger- er wird sich klein machen und Ihnen mit würdiger Miene zusehen, wie Sie Ihren Tätigkeiten nachgehen. Dabei nervt er nicht, im Gegenteil: Er liebt es, auf dem Teppich zu dösen und seinen Gedanken nachzuhängen. Wie gut , das sein kurzes Fell dabei keine Spuren hinterläßt. Wenn Sie ihm allerdings signalisieren , daß es jetzt nach draußen geht, wird er vor Freude aufspringen und seine Leine holen. Denn natürlich liebt auch er Spaziergänge.


Ein kleiner Philosoph

Da er so häuslich und anhänglich ist, reißt er nur selten aus und hütet das Haus mit fast schon professioneller Gewissenhaftigkeit. Er fühlt sich in der Stadt und auf dem Land wohl. Als Stadthund passt er sich mühelos dem Rhythmus des Stadtlebens an, auf dem Land ist er Naturverbunden und tobt sich gern aus. Anpassungsfähig ist das Wort, das seinen Charakter am besten umschreibt.


Eine romantische Seele

Der Shar Pei hängt sehr an seinem Besitzer und leidet, wenn Herrchen oder Frauchen keine Zeit für ihn haben oder ihn immer wieder alleine lassen. Der Hund ist also nur für Menschen mit viel Zeit geeignet- trotz seines >bullbeißigen< Äußeren ist er sehr zartbesaitet.


Ein gelehriger Schüler

Der Shar Pei ist ein gelehriger Schüler, wenn man von Anfang an energisch auftritt und sich durchsetzt. Zeigen Sie ihm, wer Herr im Haus ist. Was er einmal gelernt hat, vergißt er nie mehr. Aber bitte keine Gewalt anwenden, sonst verlieren Sie sein Vertrauen für immer.


Vorsicht, wenn Besucher kommen

Der Shar Pei ist ein braver Hund und liebt die Seinen abgöttisch, er hat aber auch einen ausgeprägten Sinn für Eigentum. Wenn fremde Menschen das Haus betreten und sich zu seinem kleinen familiären Kreis hinzugesellen, gefällt ihm das nicht. Daher sollten Sie ihm alle Besucher stets vorstellen, bevor Sie das Haus betreten. Dieses Mißtrauen macht den Shar Pei aber auch zu einem guten Wachhund. Er fletscht zum richtigen Zeitpunkt die Zähne, jagt möglichen Einbrechern mit seinem Gebell Respekt ein und wird aufmerksam über die Seinen wachen.


Hund und Kind

Der Shar Pei ist ein Kinderfreund. Geduldig läßt er sich an seinen Falten ziehen. Er macht einen deutlichen unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern: Wenn ein kleiner Nachbarjunge über das Mäuerchen steigt, um sich den Spielen >seiner Kinder< anzuschließen, empfängt er ihn mit wedelndem Schwanz. Wenn sich hingegen ein Erwachsener so etwas herausnehmen würde...


Bei anderen Hunden spielt er den Boss

Der Shar Pei verhält sich gegenüber anderen Hunden höflich, wenn sie sich ihm gleich unterwerfen. Den Campbell-Tests zufolge( in denen man anhand einer ganzen Reihe von Situationen die soziale Position eines Hundes feststellen kann) ist er ein äußerst dominanter Hund, der sich fast nie unterwirft.

Quelle:(Atlas Verlag)
Geschrieben von Rubinherz um 10:59 | in: Shar Pei
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Über Shar Pei
2 March 2007

Herkunft und Geschichtliches 

Der chinesische Shar-Pei ist eine alte Rasse, die seit Jahrhunderten in den südlichen Provinzen Chinas, am Südchinesischen Meer existiert hat. Die Rasse hat ihren Ursprung in Dialack, einem Gebiet nahe Guangzhou (Kanton), sehr verbreitet war sie in der Stadt Dah Let in der Provinz Kwuntung.

Die Rasse ließ sich anhand von Funden und Abbildungen bis in die Han-Dynastie (206 v. Chr.-220 n. Chr.) zurückverfolgen und wurde seit Beginn ihrer Entwicklung nur von armen Leuten gehalten. Meistens waren es Fischer und Bauern. Der Shar-Pei wurde damals in erster Linie als Wachhund gehalten. Viele Hunde wurden auch zur Jagd auf Kleinwild und Ratten eingesetzt. Daher besitzt diese Rasse auch einen gewissen Jagdtrieb.

Ende des 18. Jahrhunderts besetzten die Engländer China. Sie brachten ihre Hunde wie den Bullterrier, die Bulldogge und den Mastiff mit, um ihre Stärke zu demonstrieren. Sie wollten beweisen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Hunde tapfer und furchtlos waren. Mit ihrer Vorliebe zum Hundekampf provozierten sie die Chinesen. Da in China keine größeren Hunderassen existierten um sich mit den Hunden der Engländer messen zu können, blieb einzig der Shar-Pei als möglicher Gegner übrig; daher stammt wohl auch die im Großen und Ganzen aber nicht zutreffende Bezeichnung „Chinesischer Kampfhund“.

Leider war der ursprüngliche Shar-Pei in den 1950er Jahren fast ausgestorben, seine Rettung verdankte er einem gewissen Matgo Law aus Hong Kong, der Anfang der 1970er Jahre die amerikanischen Hundefreunde bat, ihm beim Erhalt dieser Rasse zu helfen. Der neuentstandene Typ hat nur noch wenig mit den Ur-Shar-Pei gemeinsam. Die dreieckigen Ohren, die blaue Zunge, das harte Haar und die geringelte Rute. Der heutige Shar-Pei ist massiger, hat einen größeren Kopf und ist etwas kleiner als der ursprüngliche Typ.

Beschreibung 

Auffällig sind diesem bis 51 Zentimeter großen Hund die vielen Falten/Hautlappen an Kopf, Widerrist und Schwanzansatz, und die sehr kleinen, anliegenden Ohren. Zunge, Zahnfleisch und Gaumen sind blau bis blauschwarz. Sein Haar ist kurz, rauh und borstig. Das Haar ist gerade und steht vom Körper ab, außer weiß sind alle einheitlichen Farben zugelassen. Die Rute wird eng gerollt oder über dem Rücken oder zu einer von beiden Seiten getragen.

Die Welpen besitzen im Gegensatz zu Welpen anderer Rassen mehr überflüssiges Fell. Die Falten bilden sich zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund wächst in sein Fell hinein. Die Falten sollten eng anliegend und nie übertrieben sein, so dass ein ausgewachsener Shar-Pei nur noch auf der Stirn und am Widerrist einige Falten aufweisen sollte. Schließlich wurde der Shar-Pei als vielseitiger Arbeitshund gezüchtet, der agil sein soll, und nicht durch übermäßige Falten behindert wird.
Der Name „Shar-Pei“ wird irrtümlich mit „Faltenhund“ übersetzt. „Faltenhund“ ins chinesische übersetzt heißt „Tzao-Pei Gao“. Die richtige Übersetzung für den Namen „Shar-Pei Gao“ heißt: "Haifisch-Haut Hund".

Der chinesische Standard hat auf sehr bunte Weise das Aussehen des Shar-Pei beschrieben: Ohren wie Muscheln, die Nase wie ein Schmetterling, der Kopf groß wie eine Melone, Großmuttergesicht, der Hals wie beim Nilpferd, das Hinterteil wie beim Pferd und die Beine wie beim Drachen.

Charakter 

Der Shar Pei ist ein Hund mit einem sehr individuellen Charakter. Er ist friedlich und freundlich unter der Bedingung, dass es auch die Menschen zu ihm sind. Zuhause fühlt er sich im Kreis aller Familienmitglieder am wohlsten. Er liebt seine Familie, obwohl er eigentlich ein typischer Einmannhund ist. Zu Fremden ist er sehr zurückhaltend und reserviert. Seine stolze Natur verträgt keinen Zwang, Schulung oder Dressur, obwohl er sich bereitwillig allen Kommandos fügt. Mit Geduld, sanfter aber konsequenter Erziehung erreicht man bei ihm sehr viel. Gegenüber anderen Hunden neigt er zu dominantem Verhalten.

Quelle:Wikipedia

Geschrieben von Rubinherz um 22:05 | in: Shar Pei
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