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Rezension "Demo 2009"

10.09.2011 um 18:27 in Reviews | Kommentare: [ 0 ] | Kommentieren

 

 

 

 

Rezension über SHOTGUN JUSTICE "Demo 2009"

 


(Musik.Terrorverlag - alternative music webzine)

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Es heißt zwar „der Klügere gibt nach“, doch resultiert diese Einsicht meist aus „der Stärkere hat recht“. Insofern strahlt ein Bandname wie SHOTGUN JUSTICE schon eine gewisse Symbolik aus. Im September 2003 gegründet hat man bis heute einige Umbesetzungen wegstecken müssen, doch die Truppe aus Peine („Perle Niedersachsens“, wie Freunde der amerikanischen Kultserie „Mysterie Science Theater 3000“ wissen) lies sich nicht unterkriegen und re-releast nun im diesjährigen März den Silberling „GREATEST KILLS 2007 – 2009“. Als Vorbote dafür eignet sich daher das Demo von 2009 ziemlich vortrefflich, möchte ich sagen.

Mit „Damn Sight Better“ wird das 3 Track-schwere Scheibchen vom ersten SHOTGUN JUSTICE-Song überhaupt eröffnet und lässt es jedem Oldschool-Metal Fanatiker gewaltig im Nacken jucken! Lyrisch gegen Neoliberalismus, Kapitalismus und wirtschaftsdiktatorische Tendenzen gerichtet und gesanglich ziemlich mitreißend umgesetzt, schmettert das Teil gut aus den Boxen und überzeugt neben der dichten Rhythmus-Grundierung vor allem durch die wunderschön akzentuierte Leadgitarre, die zwar über allem Irdischen zu schweben scheint, jedoch nie als Fremdkörper auftritt. Besonders deutlich wird gerade dieses Element beim folgenden „Shotgun Justice“. Was das Riffing hier versprüht, ist pures Freiheitsgefühl! Mit reibiger Stimme persifliert man Justiz und Moral, während man rhythmisch erhobenen Hauptes davon reitet. Schwere Gitarrenwucht gibt dem Bock die Sporen, während abermals Leads und Soli über einem Kreisen wie ein erhabener Adler, der seine Schwingen über allem auszubreiten versucht. Trotz seiner Länge von gut sieben Minuten geht diesem Trip nie die Puste aus und bleibt bis zum letzten Abklingen der Verstärker interessant, da man zum Ende hin sogar mal ein paar Shouts auspackt. Ebenfalls deutlich über sieben Minuten schafft es auch die letzte Komposition „Lost between now and forever“: eine ganz starke Halbballade, die textlich etwas an älteren FATES WARNING-Lyrics aus der „Guardian“-Ära orientiert sein sollte. Sehr gefühlvoll und trotzdem stark präsentiert sich die Nummer, zeigt sich facettenreich mit phasenweise krächzigen und gut gewählten Shouts und überzeugt einfach auch in den jeweiligen einzelnen Gliedern der Bandkette.

Keine Frage: SHOTGUN JUSTICE verstehen ihr Handwerk. Stilistisch hängen die Jungs ihr Herz ganz klar an den „guten, alten Metal“, wodurch man natürlich auch den einen oder anderen Blick an die „üblichen Verdächtigen“ des Genres bemerkt, doch wirkt dies nicht wie eine heimliche, schüchterne Beobachtung, sondern eher als würde man kurz ein interessiertes Auge darauf werfen, während man weiter an seiner eigenen Handschrift bastelt. Technisch in allen Bereichen versiert liefert man mit den drei Klangwerken auf dieser gut produzierten Demo eine große Bandbreite ab. Es macht ja auch einfach keinen Sinn, drei völlig ähnlich arrangierte Titel auf eine Scheibe zu pressen – statt dessen muss man damit versuchen, bestmöglich seine Vielfältigkeit zu präsentieren, um damit Lust auf mehr zu machen. Dieses ist SHOTGUN JUSTICE mit seiner 2009er-Demo definitiv gelungen und steigert so die Vorfreude auf den den Re-Release von „GREATEST KILLS 2007 – 2009“.

Alexander Vogt (03-04-2011)



direkter Link zur Rezension:

Kritik_Demo-2009

 

 

(NEU Rezension auf Heavy Metal Heaven - underground reviews)

Link: Kritik Demo-2009 auf HMH

 

Im September 2003 gegründet hat man bis heute einige Umbesetzungen wegstecken müssen, doch die Truppe aus Peine lies sich nicht unterkriegen und re-releast nun im diesjährigen März den Silberling „GREATEST KILLS 2007 – 2009“
SHOTGUN JUSTICE verstehen ihr Handwerk.
Stilistisch hängen die Männer ihr Herz ganz klar an den „guten, alten Metal“,


Facettenreich mit phasenweise krächzigen und gut gewählten Shouts hinterlässt Shotgun Justice einen guten Eindruck.
Shotgun Justice spielen melodischen Metal mit verschiedensten Einflüssen.
Mal überwiegt die Melodie, mal wird der Vorschlaghammer rausgeholt.
Alles in allem ein recht abwechslungsreiches Programm, bei dem für fast Jeden was dabei sein könnte..."


Insgesamt bleibt ein guter Hörgenuss im Raum.
Es darf noch etwas an den Ecken und Kanten gefeilt werden, aber Potenzial ist genügend am Start.
Macht weiter so, ihr seid auf dem Metal way!

 

 

 

 








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