
Die (so ziemlich) ganze Story über SHOTGUN JUSTICE...Teil 2
Autor : Erik D.
„GREATEST KILLS 2007 – 2009“
Die Aufnahmen umfaßten ursprünglich 10 Songs, von denen allerdings bereits drei [„Age of Decay“, „Tumourhead“ und „Unreal (Pt. I & II)“] auf der ersten Demo-CD von SHOTGUN JUSTICE veröffentlicht wurden (2005). Diese Aufnahmen waren mit Christian Völkening als Sänger fertiggestellt worden (Background-Gesang: Sabina Szyszko und Nicole Dymosch). Im Verlaufe der weiteren Aufnahmen kam es zu diversen Besetzungswechseln, so dass die restlichen sieben Songs später nach und nach (Demo-CDs 2007 und 2009) und später sogar remastered als eigenständige CD veröffentlicht wurden („Greatest Kills“).
Während die ersten Aufnahmen noch mit Toms 10-Spur-Gerät im Übungsraum der Band entstanden, wurden spätere Aufnahmen (alle Overdubs, Gesang, aber auch einige Rhythmusspuren) im Studioraum direkt in den PC eingespielt. Dies hatte den Vorteil, dass Tom und ich uns anschließend umgehend an den Mix machen konnten. Das Ergebnis ist trotz sicherlich vorhandener leichter Anfängerfehler für meine Ohren durchaus als vorzeigbar zu bezeichnen und dürfte keinen Vergleich zu anderen Aufnahmen im Amateurbereich scheuen.
Songs:
WELCOME TO AULDSKOOL
Das Intro, das von Toby und mir geschrieben wurde. Die Melodie-Linien sind simpel und eingängig, die eingespielten Soundeffekte und Samples sowie der hintergründige Titel (u.a. in Anspielung auf die „Oldschool“-lastige musikalische Orientierung der Band) erzeugen dabei eine ziemliche Spannung.
DAMN SIGHT BETTER
Der allererste SHOTGUN JUSTICE-Song überhaupt, entstanden durch eine Idee von Alex Nicolai. Der kompakte und abwechslungsreiche Song mit seinen mitunter etwas untypischen Partwechseln hat es in sich, war aber für mich sehr schwierig mit einem Text zu versehen. Dabei ist mir mit der sozialkritischen Anklage – der Song richtet sich gegen Neoliberalismus, Kapitalismus und wirtschaftsdiktatorische Tendenzen – ein echtes Highlight gelungen. Ursprünglich versuchte sich noch Christian Völkening während der Aufnahmen an diesem Song, er wurde später jedoch mit Bernhard Jagielki neu aufgenommen. Jahre lang waren diese beiden ersten Songs der Opener zu jedem SHOTGUN JUSTICE-Gig.
BAD LUCK SYMPHONY
Ebenfalls ein Kracher aus der Feder von Alex Nicolai, den er vor einer Bandprobe mit Toby einübte. Alex hatte dabei den Songtitel „Lord of all Evil“ im Kopf, für den ich später einen Textentwurf schrieb, der mir allerdings nicht sehr zusagte. Daraufhin entstand in leicht autobiografischer Anlehnung der Text zu „Bad Luck Symphony“. Mit Alex an der Rhythmusgitarre klang der Song ursprünglich sehr Motörhead-lastig, im Gegensatz zu seinen anderen Kompositionen wurde er jedoch später von der Band kaum noch umarrangiert.
SHOTGUN JUSTICE
Unser „Titelsong“, der allerdings nicht als solcher gedacht war, und quasi Alex Abschiedsgeschenk an die Band, zu dem er kurz vor seinem Ausstieg aus SHOTGUN JUSTICE die Akkorde schrieb. Hier erkennt man eindeutig Alex Vorliebe für AC/DC, die Songstrukturen wurden jedoch von Toby und mir stark überarbeitet und in neue Form gebracht. Die Lyrics stellen eine Persiflage auf die Justiz und moralische Ansprüche, insbesondere der Kirche, dar. Der Song ist auch heute noch einer der Höhepunkte jeder Live-Show und ein echter Mitgröhler.
RIDE THE DRAGON
Der Song klingt ein wenig pathetisch, vor allem durch Marcos stark an Helloween orientierten Leadgesang. Damit sind auch schon die wesentlichen Merkmale der knapp 8minütigen, beinahe eposartigen Komposition genannt. Live haben wir diesen Song selten gespielt, er paßt aktuell auch nicht mehr ins Bandkonzept, ist aber auf jeden Fall ein Ohrenschmaus für jeden Oldschool-Fan.
LOST BETWEEN NOW AND FOREVER
Mein persönlicher Favorit der bisherigen SHOTGUN JUSTICE-Veröffentlichungen. Die Halbballade, die unter Christians Feder zunächst „Ballad of Angels and Demons“ hieß, brauchte einen neuen Text, nachdem Christian ihn mit seinem Rausschmiß aus der Band zurückgezogen hatte. Mit „Lost“ ist mir ein weiteres Highlight gelungen, der Song ist textlich etwas an älteren Fates Warning-Lyrics aus der „Guardian“-Ära orientiert und musikalisch der Höhepunkt der CD, auch wenn wir ihn live selten im Programm haben.
STORMRIDERS FATE
Auch dieser Song – den wir live nicht mehr im Programm haben – hatte unter Christian einen anderen Titel, „Raise the black Flag“. Später wurde daraus „Master of the black Flag“, bevor Berny ihn für die CD – dann mit neuem Text und Titel - erneut einsang. Logisch, dieser Song ist musikalisch und textlich eindeutig als Hommage an Running Wild anzusehen. Besonderen Spaß hatten wir im Studio natürlich mit den Samples und Soundeffekten.
Alle Songs geschrieben & arrangiert von SHOTGUN JUSTICE, co-songwriting (original Song-Idee) der Songs No. 2, 3 und 4 von Alex Nicolai. Alle Texte geschrieben von Erik Dembke bis auf Song No. 7, geschrieben von Bernhard Jagielki & Erik Dembke.
Abgemischt und gemastert von Tom Schubert, Song no. 3 gemastert von Oliver Fabel (TRUE SOUND Studio Hohenhameln).
Musiker im Verlauf der Aufnahmen (2005 – 2009):
TOBIAS GROSS – drums
ERIK DEMBKE – guitars
BERNHARD JAGIELKI – lead & back vocals
MARCO KRÄFT – back vocals on song no. 4, lead vocals on song no. 5
THOMAS SCHUBERT – bass, samples

Die (so ziemlich) ganze Story über SHOTGUN JUSTICE...Teil 1
Autor : Erik D.
2003 bis 2005
Im September 2003 befand ich mich kurz vor meinem 38. Geburtstag und satt und zufrieden auf meinem vermeintlichen musikalischen Altenteil. Nach dem Grunge- und Radiocharts-Diktat-bedingten Niedergang des Metals in den 90ern – sogar das Ende von Iron Maiden war für mich mit dem Ausstieg von Bruce Dickinson nur noch eine Frage der Zeit – hatte ich den Draht zu MEINER Musik schon beinahe verloren. Das Aufkommen neuer aufstrebender junger Bands wie etwa der finnischen Band Nightwish war für mich damals der seichte Hoffnungssschimmer an einem düster gewordenen Musik-Horizont.
Eines Tages erhielt ich einen Telefonanruf von Ingolf, einem guten Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten (Breathless, Glory Anthem), ob ich denn nicht daran interessiert sei, wieder in einer Band zu spielen. Meine bis dahin letzte Band, in der ich aktiv mitgewirkt hatte (Beau Geste), war 1995 auseinander gegangen – dazwischen lagen 8 intensive und erfahrungsreiche Jahre, in denen ich mich allerdings musikalisch überhaupt nicht betätigt hatte. Daher war ich zunächst ein wenig überrascht und auch skeptisch, ob ich denn überhaupt wieder meine Finger auf einem Griffbrett würde bewegen können, sagte aber dennoch für ein erstes Treffen mit Jamsession zu.
Ich checkte mein Equipment durch – aus den 90ern hatte ich noch zwei 4 x 12“er Boxen und ein Rack, bestehend aus einem JMP1 von Marshall und einem 50/50 von Mesa Boogie. Als Gitarre hatte ich seinerzeit noch zwei Modelle meiner bevorzugte Marke Ibanez (RG irgendwas), die relativ gut in Schuss waren.
Die Jamsession sollte in einem Stadtteil von Peine stattfinden. Von den Mitstreitern war mir namentlich lediglich der designierte Drummer Tobias Gross bekannt. Außer ihm waren noch Alex Nicolai (Gitarre), in dessen Keller das Treffen stattfand, Ingolf Schimpf (Gitarre) und Frank Hänsel (Bass) mit von der Partie. Die Jamsession verlief erfolgreich, wir merkten alle sofort, dass wir einen Draht zueinander hatten, musikalisch wie menschlich, und entschieden uns noch an diesem Abend, die Treffen regelmäßig zu veranstalten. Ob das Projekt jedoch in eine reguläre Band münden würde – und ob Metal im neuen Jahrtausend überhaupt noch zeitgemäß war - , sollte sich erst später noch herausstellen.
Start-Formation (2003):
ALEX NICOLAI – rhythm guitar
INGOLF SCHIMPF – lead & rhythm guitar
ERIK DEMBKE – lead & rhythm guitar
FRANK HÄNSEL – bass guitar
TOBIAS GROSS - drums
Die Treffen verliefen harmonisch, lustig, mit der Zeit aber zeigten sich musikalische Beschränkungen auf, da wir immer nur ins Blaue hinein jammten, ohne feste Song-Strukturen heraus zu arbeiten. Noch bis Ende des Jahres stellte sich bei mir erster Frust ein, verbunden mit der Frage, ob sich der ganze Aufwand denn überhaupt lohne. Allmählich entstanden aber doch erste Songs, zumeist noch aus der Feder von Rhythmusgitarrist Alex. Ich hatte wieder Blut geleckt und war Feuer und Flamme für das Projekt, das sich immer mehr als echte Band heraus zu kristallisieren begann, und übte wie ein Besessener zu Hause Soloparts für die Songs ein. Jedoch konnten nicht alle Musiker diesen neu entstandenen Verpflichtungen nachkommen, und so gab es nach wenigen Monaten bereits die ersten personellen Veränderungen, Frank und Ingolf sprangen von dem Projekt ab. Alex war dann derjenige, der an einem Übungsabend mit einer schier endlos langen Liste an Namensvorschlägen im Proberaum stand. Nach und nach strichen wir nach eingehender Diskussion alle Namen, bis letztlich nur noch SHOTGUN JUSTICE über blieb – ein Albumtitel der kanadischen Band RAZOR. Nun hatte das Kind endlich seinen langgesuchten Namen.
Als die Sängerfrage immer akuter wurde, traf ich zufällig Christian Völkening, den ich als Background-Sänger der Peiner Band R.A.W. kannte. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen könne, in einem weiteren Bandprojekt nebenbei als Leadsänger einzusteigen. Christian hatte dies später mal so dargestellt, das ich ihn getroffen hätte und lapidar meinte: „Du singst bei uns!“ Tja, welche dieser beiden Versionen glaubhafter ist, hängt wohl davon ab, wer an jenem Abend weniger Biere getrunken hatte – jedenfalls konnte ich mir Christian gut als Frontsau vorstellen, und dies bestätigte sich in der Folgezeit auch. SHOTGUN JUSTICE war endlich komplett, mit Ausnahme eines zunächst noch fehlenden Bassisten, den wir kurz darauf im damals noch 17jährigen Nachwuchstalent Patrick Wiesner fanden. Patrick kannte ich bereits, als er noch ein kleiner Knirps war und ich mit seinem Onkel – Dirk Breymann – in einer Band spielte, wo dieser ebenfalls als Bassist tätig war (GLORY ANTHEM). Patrick hatte sich immer ängstlich hinter seiner Mutter versteckt, wenn ich Dirk zum Üben abgeholt hatte – eine Eigenschaft, die er sich bei SHOTGUN JUSTICE zum Glück abgewöhnt hatte.
SHOTGUN JUSTICE war in den Folgemonaten damit beschäftigt, ein komplettes live-taugliches Set auf die Beine zu stellen. Während die Songideen entweder von Alex oder mir stammten, wurden die Texte noch zumeist von mir geschrieben, Christian stellte ebenfalls einige Lyrics bei. Als es allmählich auf den ersten Gig zuging, entschied sich Alex Anfang 2005 leider, die Band zu verlassen, und neben dem immensen musikalischen und persönlichen Verlust, den dies für SHOTGUN JUSTICE bedeutete, mussten wir uns auch einen neuen Proberaum suchen. Diesen fanden wir bald in einem Objekt im Gewerbepark in Stedum (Kreis Peine).
Formation II (2004-2005):
CHRISTIAN VÖLKENING – vocals
ALEX NICOLAI – rhythm guitar
ERIK DEMBKE – lead guitar
PATRICK WIESNER – bass guitar
TOBIAS GROSS – drums
2005 bis 2007
Dieser neue Übungsraum war ein weiterer wichtiger Schritt in der Band-Historie, denn dort waren wir unabhängiger und hatten freieren Zutritt. Wir konnten also jederzeit üben, und auch so lange, wie es uns in den Sinn kam. Im Sommer 2005 entschlossen wir uns, eine erste Demo-CD aufzunehmen. Toby spielte an zwei Tagen sämtliche Schlagzeug-Spuren für alle 10 Songs ein, die wir auf die CD bringen wollten. Tom Schubert – unser damaliger Bassist – nahm die Tracks mit seinem 10-Spur-Gerät auf.
Wir wussten damals mehrere Sachen nicht: wie lange wir mit den Aufnahmen beschäftigt sein würden, und dass wir aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände dabei waren, einen entscheidenden und irreversiblen Aufnahmefehler über die gesamte Zeit der CD-Produktion vor uns hin zu schieben. Letztlich hatte dieser zur Folge, dass die Schlagzeug-Spuren auf sämtlichen Aufnahmen anfangs viel zu dünn klingen, die Drums im Gesamtsound gegen die anderen Instrumente beinahe untergehen – ein Effekt, der sich erst durch Zuhilfenahme aller möglichen technischen Tricks und Raffinessen beheben ließ. Passenderweise war dies im Oldschool Metal der 80er Jahre, von dem wir alle doch sehr gepräft waren, gang und gäbe, dass die Schlagzeugspuren bei den Aufnahmen immer ein wenig weiter hinten abgemischt waren.
Formation III (2005-2007):
CHRISTIAN VÖLKENING – vocals
ERIK DEMBKE – guitar
TOM SCHUBERT – bass
TOBIAS GROSS – drums
Das erste Resultat der Aufnahmen war die Demo-CD „SHOTGUN JUSTICE“ mit den 3 Songs „Age of Decay“, „Tumourhead“ und der fast 9minütigen Halbballade „Unreal (Pt. I & II)“. Die Aufnahmen wurden von Tom gemixt und gemastert und im November 2005 fertig gestellt. Etwa gleichzeitig spielte SHOTGUN JUSTICE zwei erste Gigs in kleinen Pubs in Peine, u.a. auf der JUDGEMENT NIGHT mit den aufstrebenden Hannoveraner Thrash-Metallern von Cripper.
Allerdings traten anschließend bereits länger schwelende Konflikte innerhalb der Band zu Tage, die ihren Ursprung auch in musikalischen Differenzen hatten. So wollte Leadsänger Christian der Band durch zeitweise sogar zwei Background-Sängerinnen einen etwas zeitmoderischen Touch geben, was jedoch nicht von allen Musikern so gesehen wurde. Auch die stilistische Ausrichtung war nicht klar: so gab es zwar gute Songs, die sich nach bestimmten musikalischen Vorbildern ausrichteten, ein eigener Stil war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht klar zu erkennen.
Eine musikalische Weiterentwicklung mit Christian schien nicht möglich, ohne all zu viele Kompromisse eingehen zu müssen, da er sich auch gegen Vorschläge und Meinungen der anderen Bandmember sperrte. Wir entschlossen uns letztlich dazu, Christian aus der Band zu feuern, was jedoch eine Kettenreaktion auslöste: weitere Bandmitglieder traten wie umkippende Dominosteine nacheinander aus. Es verblieben nur Drummer Toby und ich, was für eine reguläre Metalband natürlich ein wenig mickrig ist. Es blieb jedoch zunächst bei regelmäßigen Bandproben, wenn auch nur zu zweit, und trotz aller Widrigkeiten entschlossen wir uns dazu, die Aufnahmen mit Tom Schubert (Produktion und bass) weiter fortzuführen, um wenigstens die CD fertigstellen und veröffentlichen zu können – quasi eine Art musikalischer Existenz-Nachweis: die Band als solche schien für uns ad acta gelegt, das Kapitel SHOTGUN JUSTICE zu Ende geschrieben. Oder um es mit den Worten von Monty Python zu sagen: diese manische Beharrlichkeit und Uneinsichtigkeit war durchaus symbolisch für unser Ringen gegen die Realität!
2007 bis 2009
Toby und ich entschieden uns, Gastsänger für die einzelnen Songs anzuheuern. Tom erklärte sich bereit, für die Aufnahmen neben dem Job am Mischpult auch den am Viersaiter zu übernehmen, und meine Herausforderung bestand darin, sämtliche Gitarrenspuren auf der CD allein einzuspielen.
Als erster Gastsänger konnte im Sommer 2007 Bernhard Jagielki (regulär Sänger der Band R.A.W., aus der auch unser ex-Shouter Christian und spätere Bandmitglieder stammen sollten) gewonnen werden. Noch während der Aufnahmen zu „DAMN SIGHT BETTER“ war Berny jedoch derart von der Band und ihrer Musik begeistert, dass er sich bald dazu entschied, ganz bei SHOTGUN JUSTICE einzusteigen. Nachdem noch im gleichen Jahr ein neuer Basser (Bernd Schrader) und ein zweiter Saitenfrickler (Marco Kräft) – beides ehemalige Mitglieder von R.A.W. – dazu stießen, war die Band wieder komplett und auftrittsfähig – eine Entwicklung, von der noch Monate vorher niemand zu träumen gewagt hatte.
Endlich konnten wir uns auch live wieder zeigen und hören lassen: SHOTGUN JUSTICE spielte auf diversen regionalen Festivals, so etwa dem HELLTER SKELTER in Peine, dem MUSIKUM in Braunschweig oder der AUTUMN DEVASTATION in Salzgitter.
Und auch mit den Aufnahmen an der CD ging es zu dieser Zeit beständig weiter, bis 2009 konnten sämtliche Songs fertiggestellt und veröffentlicht werden. Das Ergebnis steht mit der CD „GREATEST KILLS Vol. 1: 2007 – 2009“ aktuell vor einem re-release.
Formation IV (2007-2009):
BERNHARD JAGIELKI – vocals
MARCO KRÄFT – guitar & vocals
ERIK DEMBKE – guitar
BERND SCHRADER – bass & vocals
TOBIAS GROSS – drums
seit 2009
Auch mit dem neuen, musikalisch und songwriterisch sehr ambitionierten Bassisten sollte es bald größer werdende zwischenmenschliche Spannungen geben, möglicherweise war aber auch der Altersunterschied von 15 Jahren zu den restlichen Bandmitgliedern einfach zu groß. Im Frühjahr 2009 stieg Bernd aus der Band aus und wurde einige Zeit später durch Heiko Wessel (ex-Gitarrist von Givehead) aus Bad Oeynhausen ersetzt. Bereits einige Wochen später hatte Heiko seine Feuertaufe auf einem erfolgreichen Gig auf dem mehrtägigen METTLA-Festival in der Meier Music Hall in Braunschweig.
Formation V (seit 2009):
BERNHARD JAGIELKI – vocals
MARCO KRÄFT – guitar & vocals
ERIK DEMBKE – guitar
HEIKO WESSEL – bass
TOBIAS GROSS – drums
In der Folgezeit traten SHOTGUN JUSTICE sporadisch auf kleinen Gigs im regionalen Umkreis auf. Die Musiker nutzten die Zeit vielmehr zu ausgiebigen Proben, da sie mit Heiko am Bass endlich einen eigenen Stil gefunden hatten und so auch in der Lage waren, diesen weiter zu entwickeln. Merh als die Hälfte des aktuellen Live-Sets von SHOTGUN JUSTICE entstand seit dem Einstieg des neuen Bassisten. Auch menschlich erwies sich Heiko als echter Glücksgriff, die Chemie innerhalb der Band und zwischen den Musikern war endlich passend.
Herausragender Gig in der bisherigen Bandgeschichte war dabei der Auftritt als Opener für Blaze Bayley (ex-Iron Maiden) in Peine.