SHOTGUN JUSTICE metal archives
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11.09.2011 um 18:31 in Reviews | Kommentare: [0] | Kommentieren

 

 

 

 

"Shotgun Justice aus Peine spielen melodischen Metal mit verschiedensten Einflüssen. Mal überwiegt die Melodie, mal wird der Vorschlaghammer rausgeholt. Alles in allem ein recht abwechslungsreiches Programm, bei dem für fast Jeden was dabei sein könnte..."

(Homepage von “Hotel666” Support the Underground)

  

 

"LOST BETWEEN NOW AND FOREVER is a fucken masterpeace, its a great song, keep rockin guys"

(comment of US-Band BROKEN PLAYGROUND on our myspace-page)

 

"Grupo alemão formado em setembro de 2003, tendo como membros fundadores, Tobias Gross (bateria) e Erik Demke (guitarra), passou por algumas mudanças em sua line-up que atualmente conta com ex-integrantes do grupo RAW, Bernhard Jagielki (vocal), Bernd Schrader (baixo) e Marco Kraft (guitarra).
Grupo que tem sua influência nas raizes do heavy metal dos anos 80 e 90, inspirados por grupos como Running Wild, Iron Maiden, Metallica e Helloween. O som do grupo lembra um pouco o Metallica antigo, inclusive, Bernhard tem uma mistura de timbre meio James Hetfield/John Gallagher. Músicas: "Welcome To Auldskool (intro)", "Lost Between Now And Forever", "Damn Sight Better" e "Age Decay (live)".
Ainda falta uma identidade própria para o grupo, apesar de que atualmente isto é bem complicado, poucas bandas conseguem algo diferente, como dizem... nada se cria, tudo se transforma, mas para quem é um rocker conservador vai gostar com certeza.""

(Bob Riot)

CD-Review des brasilianischen Online-Metalmag STRIKE VIRTUAL

  



"Welchen Namen gibt man sich als Metalband, wenn man den internationalen Innovationspreis summa cum laude gewinnen will?
Richtig: SHOTGUN JUSTICE!
Die jungen Herren aus Peine begeben sich also auf die Bühne und starten mit "Damn Sight Better" gleich furios in ihren Set. Spielfreude und Enthusiasmus werden bei SHOTGUN JUSTICE groß geschrieben. Ehrlich rockend bearbeiten sie das leider spärliche Publikum mit ihrem Metal der traditionellen Schule, allerdings mit Eiern im Gesang. Versteht sich ja von selber. Die kleine Meute vor der Bühne feiert die Band und wird postwendend mit "The Trooper" von IRON MAIDEN belohnt. Als wäre das nicht genug, folgt zum Abschluss eine grandiose Version von - schnallt euch fest - "Daddy Cool". Spitze!"

Online-Konzertbericht der Seite www.bloodchamber.de über den SHOTGUN JUSTICE-Gig auf der AUTUMN DEVASTATION

im Forellenhof Salzgitter (Oktober 2008)

 

"German Heavy/Power Metallers Shotgun Justice play the kind of tunes you'd expect, flowing melodies, big powerful vocals and songs that make you want to drink lots of beer and swirl your hair right through the night...safe to say that these crazy bunch of Germans are a true feel good Metal band, taking you back to the old school and theold ways of writing and performing. It fills the heart with hope that bands like Shotgun Justice are still practicing their art, that the good old days are still with us and that it isn't all modern day emo bullshit. Stay tuned to Shotgun Justice for there will be more good things I'm sure of it!"

(Luke Hayhurst, “Deathdoom Productions”, Metalmag from Great Britain)

 

 



Live Review: HELLTER SKELTER 2009

10.09.2011 um 18:30 in Reviews | Kommentare: [0] | Kommentieren

 

 

 

 

Konzertbericht:

SHOTGUN JUSTICE auf dem HELLTER SKELTER 2008




(Musik.Terrorverlag - alternative music webzine)

Link: http://www.musik.terrorverlag.de



 

Als nächstes betraten SHOTGUN JUSTICE als weitere lokale Band die heimische Peiner Bühne. Gleich zu Beginn stach die farbenfrohe Kollektion an Saiteninstrumenten ins Auge, die ja doch mit hellblau, dunkelblau und orange/ rot eher untypisch für härtere Gangarten ist. Insgesamt symbolisierte diese Regenbogenkollektion aber irgendwie die sympathische Art, die von SHOTGUN JUSTICE ausging. Zwei der Musiker trugen dann jeweils T-Shirts von DEICIDE und CRIPPER, was aber keinen Rückschluss auf die eigene musikalische Ausrichtung zuließ. Der Basser namens Bernd war zwar in einen recht unkleidsamen wadenlangen Schottenrock mit Tanzschuhen gehüllt und musste sich auch von Fronter Bernhard Sticheleien ob seines Outfits gefallen lassen, dennoch war besonders er guter Dinge. Die Passagen, wo Bernd den Leadgesang gesanglich unterstützte, gingen zudem i.d.R. wirklich ins Ohr. Präsentiert wurden Songs wie „Age of decay“, „Holy new order“ – welches mir besonders gut gefallen hat – und die Ballade „Lost between now and forever“. Musikalische Anleihen an die alten METALLICA bzw. eine deutliche 80er US-Metal-Prägung allgemein sind nicht zu verleugnen, gemischt mit vielen melodiösen Passagen. Auch der einsetzende leichte Regen konnte das – leider immer noch recht spärliche - Publikum zu Recht nicht vertreiben. Hier fiel mir dann auch erstmals der gute Sound auf, der auch in den nächsten Tagen ganz charakteristisch für diese kleine Open Air-Bühne werden sollte. Insgesamt haben mir SHOTGUN JUSTICE wirklich gut gefallen und ich würde sie mir sicherlich noch mal anschauen.



direkter Link zum gesamten Festival-Bericht vom Terrorverlag:

HELLTER SKELTER

 

 



Rezension "Demo 2009"

10.09.2011 um 18:27 in Reviews | Kommentare: [0] | Kommentieren

 

 

 

 

Rezension über SHOTGUN JUSTICE "Demo 2009"

 


(Musik.Terrorverlag - alternative music webzine)

Link: http://www.musik.terrorverlag.de




Es heißt zwar „der Klügere gibt nach“, doch resultiert diese Einsicht meist aus „der Stärkere hat recht“. Insofern strahlt ein Bandname wie SHOTGUN JUSTICE schon eine gewisse Symbolik aus. Im September 2003 gegründet hat man bis heute einige Umbesetzungen wegstecken müssen, doch die Truppe aus Peine („Perle Niedersachsens“, wie Freunde der amerikanischen Kultserie „Mysterie Science Theater 3000“ wissen) lies sich nicht unterkriegen und re-releast nun im diesjährigen März den Silberling „GREATEST KILLS 2007 – 2009“. Als Vorbote dafür eignet sich daher das Demo von 2009 ziemlich vortrefflich, möchte ich sagen.

Mit „Damn Sight Better“ wird das 3 Track-schwere Scheibchen vom ersten SHOTGUN JUSTICE-Song überhaupt eröffnet und lässt es jedem Oldschool-Metal Fanatiker gewaltig im Nacken jucken! Lyrisch gegen Neoliberalismus, Kapitalismus und wirtschaftsdiktatorische Tendenzen gerichtet und gesanglich ziemlich mitreißend umgesetzt, schmettert das Teil gut aus den Boxen und überzeugt neben der dichten Rhythmus-Grundierung vor allem durch die wunderschön akzentuierte Leadgitarre, die zwar über allem Irdischen zu schweben scheint, jedoch nie als Fremdkörper auftritt. Besonders deutlich wird gerade dieses Element beim folgenden „Shotgun Justice“. Was das Riffing hier versprüht, ist pures Freiheitsgefühl! Mit reibiger Stimme persifliert man Justiz und Moral, während man rhythmisch erhobenen Hauptes davon reitet. Schwere Gitarrenwucht gibt dem Bock die Sporen, während abermals Leads und Soli über einem Kreisen wie ein erhabener Adler, der seine Schwingen über allem auszubreiten versucht. Trotz seiner Länge von gut sieben Minuten geht diesem Trip nie die Puste aus und bleibt bis zum letzten Abklingen der Verstärker interessant, da man zum Ende hin sogar mal ein paar Shouts auspackt. Ebenfalls deutlich über sieben Minuten schafft es auch die letzte Komposition „Lost between now and forever“: eine ganz starke Halbballade, die textlich etwas an älteren FATES WARNING-Lyrics aus der „Guardian“-Ära orientiert sein sollte. Sehr gefühlvoll und trotzdem stark präsentiert sich die Nummer, zeigt sich facettenreich mit phasenweise krächzigen und gut gewählten Shouts und überzeugt einfach auch in den jeweiligen einzelnen Gliedern der Bandkette.

Keine Frage: SHOTGUN JUSTICE verstehen ihr Handwerk. Stilistisch hängen die Jungs ihr Herz ganz klar an den „guten, alten Metal“, wodurch man natürlich auch den einen oder anderen Blick an die „üblichen Verdächtigen“ des Genres bemerkt, doch wirkt dies nicht wie eine heimliche, schüchterne Beobachtung, sondern eher als würde man kurz ein interessiertes Auge darauf werfen, während man weiter an seiner eigenen Handschrift bastelt. Technisch in allen Bereichen versiert liefert man mit den drei Klangwerken auf dieser gut produzierten Demo eine große Bandbreite ab. Es macht ja auch einfach keinen Sinn, drei völlig ähnlich arrangierte Titel auf eine Scheibe zu pressen – statt dessen muss man damit versuchen, bestmöglich seine Vielfältigkeit zu präsentieren, um damit Lust auf mehr zu machen. Dieses ist SHOTGUN JUSTICE mit seiner 2009er-Demo definitiv gelungen und steigert so die Vorfreude auf den den Re-Release von „GREATEST KILLS 2007 – 2009“.

Alexander Vogt (03-04-2011)



direkter Link zur Rezension:

Kritik_Demo-2009

 

 

(NEU Rezension auf Heavy Metal Heaven - underground reviews)

Link: Kritik Demo-2009 auf HMH

 

Im September 2003 gegründet hat man bis heute einige Umbesetzungen wegstecken müssen, doch die Truppe aus Peine lies sich nicht unterkriegen und re-releast nun im diesjährigen März den Silberling „GREATEST KILLS 2007 – 2009“
SHOTGUN JUSTICE verstehen ihr Handwerk.
Stilistisch hängen die Männer ihr Herz ganz klar an den „guten, alten Metal“,


Facettenreich mit phasenweise krächzigen und gut gewählten Shouts hinterlässt Shotgun Justice einen guten Eindruck.
Shotgun Justice spielen melodischen Metal mit verschiedensten Einflüssen.
Mal überwiegt die Melodie, mal wird der Vorschlaghammer rausgeholt.
Alles in allem ein recht abwechslungsreiches Programm, bei dem für fast Jeden was dabei sein könnte..."


Insgesamt bleibt ein guter Hörgenuss im Raum.
Es darf noch etwas an den Ecken und Kanten gefeilt werden, aber Potenzial ist genügend am Start.
Macht weiter so, ihr seid auf dem Metal way!

 

 

 

 



SHOTGUN JUSTICE: die Bandmitglieder

4.09.2011 um 19:04 in bandmitglieder | Kommentare: [2] | Kommentieren

 

 

 

 

 

instruments: mics by SHURE

 Alter/age:    38 Jahre/38 years
 Sternzeichen/zodiac:    Steinbock/capricorn
 Wohnort/residence:    Braunschweig
 SHOTGUNner seit/member since:
   Sommer 2007/summer 2007
 Lieblingsbands/favorite bands:    Slayer, Sepultura, Metallica, Bathory, Hatebreed
   u.v.a./a.m.m.
 ehemalige Bands/former bands:    R.A.W.
 weitere Projekte/further projects:  -
 Kontakt/contact: Mail to Berny
Berny on myspace

 


instruments: guitars by SCHECTER, PEAVEY / amplification: PEAVEY / strings: D´ADDARIO, GHS

 Alter/age:    46 Jahre/46 years
 Sternzeichen/zodiac:    Skorpion/scorpio
 Wohnort/residence:    Peine
 SHOTGUNner seit/member since:
   23.09.2003
 Lieblingsbands/favorite bands:

   Iron Maiden, Dream Theater, Megadeth, Black Sabbath, Savatage    u.v.a./a.m.m.

 ehemalige Bands/former bands:    Beau Geste, Glory Anthem, Breathless, Crazy Abbot
 weitere Projekte/further projects:    Porn Metal Babes, Warthog
 Kontakt/contact:  Mail to Erik
Erik on myspace

 

instruments: guitars by DEAN, JACKSON / amplification: HUGHES & KETTNER

 Alter/age:    36 Jahre/36 years
 Sternzeichen/zodiac:    Krebs/cancer
 Wohnort/residence:    Wolfenbüttel
 SHOTGUNner seit/member since:    November 2007
 Lieblingsbands/favorite bands:    Savatage, Testament, Nevermore, Overkill u.v.a./a.m.m.
 ehemalige Bands/former bands:    R.A.W., Atropos
 weitere Projekte/further projects:    Molehunter
 Kontakt/contact: Mail to Marco
Marco on myspace

 

instruments: bass guitars by SCHECTER, WESTONE / amplification: ASHDOWN, HARTKE / strings: GHS

 Alter/age:    44 Jahre/44 years
 Sternzeichen/zodiac:    Schütze/sagittarius
 Wohnort/residence:    Bad Oeynhausen
 SHOTGUNner seit/member since:
   Juni 2009/june 2009
 Lieblingsbands/favorite bands:    Iron Maiden, Hatesphere, Amorphis, Metal Church, Machine Head
   u.v.a./a.m.m.
 ehemalige Bands/former bands:    Givehead, Mendacious Paranoia, Drawn Desaster
 weitere Projekte/further projects:  -
 Kontakt/contact:  Mail to Morti
Morti on myspace

 

 instruments: drumkit by SONOR, cymbals by ZILDJIAN, PAISTE

 Alter/age:    40 Jahre/40 years
 Sternzeichen/zodiac:    Widder/aries
 Wohnort/residence:    near Peine
 SHOTGUNner seit/member since:    23.09.2003
 Lieblingsbands/favorite bands:    Iron Maiden, Metallica, Motörhead, Dream Theater, Slayer
   u.v.a./a.m.m.
 ehemalige Bands/former bands:    Thomsen, Delta Blues Band
 weitere Projekte/further projects:  -
 Kontakt/contact: Mail to Toby
Toby on myspace

 



part two: Studioaufnahmen und Songs

8.03.2011 um 15:08 in band history | Kommentare: [0] | Kommentieren

 

 

 


 Die (so ziemlich) ganze Story über SHOTGUN JUSTICE...Teil 2

Autor : Erik D.


 

GREATEST KILLS 2007 – 2009“


Die Aufnahmen umfaßten ursprünglich 10 Songs, von denen allerdings bereits drei [„Age of Decay“, „Tumourhead“ und „Unreal (Pt. I & II)“] auf der ersten Demo-CD von SHOTGUN JUSTICE veröffentlicht wurden (2005). Diese Aufnahmen waren mit Christian Völkening als Sänger fertiggestellt worden (Background-Gesang: Sabina Szyszko und Nicole Dymosch). Im Verlaufe der weiteren Aufnahmen kam es zu diversen Besetzungswechseln, so dass die restlichen sieben Songs später nach und nach (Demo-CDs 2007 und 2009) und später sogar remastered als eigenständige CD veröffentlicht wurden („Greatest Kills“).

Während die ersten Aufnahmen noch mit Toms 10-Spur-Gerät im Übungsraum der Band entstanden, wurden spätere Aufnahmen (alle Overdubs, Gesang, aber auch einige Rhythmusspuren) im Studioraum direkt in den PC eingespielt. Dies hatte den Vorteil, dass Tom und ich uns anschließend umgehend an den Mix machen konnten. Das Ergebnis ist trotz sicherlich vorhandener leichter Anfängerfehler für meine Ohren durchaus als vorzeigbar zu bezeichnen und dürfte keinen Vergleich zu anderen Aufnahmen im Amateurbereich scheuen.


Songs:


WELCOME TO AULDSKOOL

Das Intro, das von Toby und mir geschrieben wurde. Die Melodie-Linien sind simpel und eingängig, die eingespielten Soundeffekte und Samples sowie der hintergründige Titel (u.a. in Anspielung auf die „Oldschool“-lastige musikalische Orientierung der Band) erzeugen dabei eine ziemliche Spannung.

DAMN SIGHT BETTER

Der allererste SHOTGUN JUSTICE-Song überhaupt, entstanden durch eine Idee von Alex Nicolai. Der kompakte und abwechslungsreiche Song mit seinen mitunter etwas untypischen Partwechseln hat es in sich, war aber für mich sehr schwierig mit einem Text zu versehen. Dabei ist mir mit der sozialkritischen Anklage – der Song richtet sich gegen Neoliberalismus, Kapitalismus und wirtschaftsdiktatorische Tendenzen – ein echtes Highlight gelungen. Ursprünglich versuchte sich noch Christian Völkening während der Aufnahmen an diesem Song, er wurde später jedoch mit Bernhard Jagielki neu aufgenommen. Jahre lang waren diese beiden ersten Songs der Opener zu jedem SHOTGUN JUSTICE-Gig.

BAD LUCK SYMPHONY

Ebenfalls ein Kracher aus der Feder von Alex Nicolai, den er vor einer Bandprobe mit Toby einübte. Alex hatte dabei den Songtitel „Lord of all Evil“ im Kopf, für den ich später einen Textentwurf schrieb, der mir allerdings nicht sehr zusagte. Daraufhin entstand in leicht autobiografischer Anlehnung der Text zu „Bad Luck Symphony“. Mit Alex an der Rhythmusgitarre klang der Song ursprünglich sehr Motörhead-lastig, im Gegensatz zu seinen anderen Kompositionen wurde er jedoch später von der Band kaum noch umarrangiert.

SHOTGUN JUSTICE

Unser „Titelsong“, der allerdings nicht als solcher gedacht war, und quasi Alex Abschiedsgeschenk an die Band, zu dem er kurz vor seinem Ausstieg aus SHOTGUN JUSTICE die Akkorde schrieb. Hier erkennt man eindeutig Alex Vorliebe für AC/DC, die Songstrukturen wurden jedoch von Toby und mir stark überarbeitet und in neue Form gebracht. Die Lyrics stellen eine Persiflage auf die Justiz und moralische Ansprüche, insbesondere der Kirche, dar. Der Song ist auch heute noch einer der Höhepunkte jeder Live-Show und ein echter Mitgröhler.

RIDE THE DRAGON

Der Song klingt ein wenig pathetisch, vor allem durch Marcos stark an Helloween orientierten Leadgesang. Damit sind auch schon die wesentlichen Merkmale der knapp 8minütigen, beinahe eposartigen Komposition genannt. Live haben wir diesen Song selten gespielt, er paßt aktuell auch nicht mehr ins Bandkonzept, ist aber auf jeden Fall ein Ohrenschmaus für jeden Oldschool-Fan.

LOST BETWEEN NOW AND FOREVER

Mein persönlicher Favorit der bisherigen SHOTGUN JUSTICE-Veröffentlichungen. Die Halbballade, die unter Christians Feder zunächst „Ballad of Angels and Demons“ hieß, brauchte einen neuen Text, nachdem Christian ihn mit seinem Rausschmiß aus der Band zurückgezogen hatte. Mit „Lost“ ist mir ein weiteres Highlight gelungen, der Song ist textlich etwas an älteren Fates Warning-Lyrics aus der „Guardian“-Ära orientiert und musikalisch der Höhepunkt der CD, auch wenn wir ihn live selten im Programm haben.

STORMRIDERS FATE

Auch dieser Song – den wir live nicht mehr im Programm haben – hatte unter Christian einen anderen Titel, „Raise the black Flag“. Später wurde daraus „Master of the black Flag“, bevor Berny ihn für die CD – dann mit neuem Text und Titel - erneut einsang. Logisch, dieser Song ist musikalisch und textlich eindeutig als Hommage an Running Wild anzusehen. Besonderen Spaß hatten wir im Studio natürlich mit den Samples und Soundeffekten.

Alle Songs geschrieben & arrangiert von SHOTGUN JUSTICE, co-songwriting (original Song-Idee) der Songs No. 2, 3 und 4 von Alex Nicolai. Alle Texte geschrieben von Erik Dembke bis auf Song No. 7, geschrieben von Bernhard Jagielki & Erik Dembke.

Abgemischt und gemastert von Tom Schubert, Song no. 3 gemastert von Oliver Fabel (TRUE SOUND Studio Hohenhameln).


Musiker im Verlauf der Aufnahmen (2005 – 2009):

TOBIAS GROSS – drums

ERIK DEMBKE – guitars

BERNHARD JAGIELKI – lead & back vocals

MARCO KRÄFT – back vocals on song no. 4, lead vocals on song no. 5

THOMAS SCHUBERT – bass, samples




part one: 2003 - 2009

8.03.2011 um 15:05 in band history | Kommentare: [0] | Kommentieren

 

 

 

 

 Die (so ziemlich) ganze Story über SHOTGUN JUSTICE...Teil 1

Autor : Erik D.

 

 

2003 bis 2005

 

 Im September 2003 befand ich mich kurz vor meinem 38. Geburtstag und satt und zufrieden auf meinem vermeintlichen musikalischen Altenteil. Nach dem Grunge- und Radiocharts-Diktat-bedingten Niedergang des Metals in den 90ern – sogar das Ende von Iron Maiden war für mich mit dem Ausstieg von Bruce Dickinson nur noch eine Frage der Zeit – hatte ich den Draht zu MEINER Musik schon beinahe verloren. Das Aufkommen neuer aufstrebender junger Bands wie etwa der finnischen Band Nightwish war für mich damals der seichte Hoffnungssschimmer an einem düster gewordenen Musik-Horizont.

Eines Tages erhielt ich einen Telefonanruf von Ingolf, einem guten Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten (Breathless, Glory Anthem), ob ich denn nicht daran interessiert sei, wieder in einer Band zu spielen. Meine bis dahin letzte Band, in der ich aktiv mitgewirkt hatte (Beau Geste), war 1995 auseinander gegangen – dazwischen lagen 8 intensive und erfahrungsreiche Jahre, in denen ich mich allerdings musikalisch überhaupt nicht betätigt hatte. Daher war ich zunächst ein wenig überrascht und auch skeptisch, ob ich denn überhaupt wieder meine Finger auf einem Griffbrett würde bewegen können, sagte aber dennoch für ein erstes Treffen mit Jamsession zu.

Ich checkte mein Equipment durch – aus den 90ern hatte ich noch zwei 4 x 12“er Boxen und ein Rack, bestehend aus einem JMP1 von Marshall und einem 50/50 von Mesa Boogie. Als Gitarre hatte ich seinerzeit noch zwei Modelle meiner bevorzugte Marke Ibanez (RG irgendwas), die relativ gut in Schuss waren.

Die Jamsession sollte in einem Stadtteil von Peine stattfinden. Von den Mitstreitern war mir namentlich lediglich der designierte Drummer Tobias Gross bekannt. Außer ihm waren noch Alex Nicolai (Gitarre), in dessen Keller das Treffen stattfand, Ingolf Schimpf (Gitarre) und Frank Hänsel (Bass) mit von der Partie. Die Jamsession verlief erfolgreich, wir merkten alle sofort, dass wir einen Draht zueinander hatten, musikalisch wie menschlich, und entschieden uns noch an diesem Abend, die Treffen regelmäßig zu veranstalten. Ob das Projekt jedoch in eine reguläre Band münden würde – und ob Metal im neuen Jahrtausend überhaupt noch zeitgemäß war - , sollte sich erst später noch herausstellen.


Start-Formation (2003):

ALEX NICOLAI – rhythm guitar

INGOLF SCHIMPF – lead & rhythm guitar

ERIK DEMBKE – lead & rhythm guitar

FRANK HÄNSEL – bass guitar

TOBIAS GROSS - drums


Die Treffen verliefen harmonisch, lustig, mit der Zeit aber zeigten sich musikalische Beschränkungen auf, da wir immer nur ins Blaue hinein jammten, ohne feste Song-Strukturen heraus zu arbeiten. Noch bis Ende des Jahres stellte sich bei mir erster Frust ein, verbunden mit der Frage, ob sich der ganze Aufwand denn überhaupt lohne. Allmählich entstanden aber doch erste Songs, zumeist noch aus der Feder von Rhythmusgitarrist Alex. Ich hatte wieder Blut geleckt und war Feuer und Flamme für das Projekt, das sich immer mehr als echte Band heraus zu kristallisieren begann, und übte wie ein Besessener zu Hause Soloparts für die Songs ein. Jedoch konnten nicht alle Musiker diesen neu entstandenen Verpflichtungen nachkommen, und so gab es nach wenigen Monaten bereits die ersten personellen Veränderungen, Frank und Ingolf sprangen von dem Projekt ab. Alex war dann derjenige, der an einem Übungsabend mit einer schier endlos langen Liste an Namensvorschlägen im Proberaum stand. Nach und nach strichen wir nach eingehender Diskussion alle Namen, bis letztlich nur noch SHOTGUN JUSTICE über blieb – ein Albumtitel der kanadischen Band RAZOR. Nun hatte das Kind endlich seinen langgesuchten Namen.

Als die Sängerfrage immer akuter wurde, traf ich zufällig Christian Völkening, den ich als Background-Sänger der Peiner Band R.A.W. kannte. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen könne, in einem weiteren Bandprojekt nebenbei als Leadsänger einzusteigen. Christian hatte dies später mal so dargestellt, das ich ihn getroffen hätte und lapidar meinte: „Du singst bei uns!“ Tja, welche dieser beiden Versionen glaubhafter ist, hängt wohl davon ab, wer an jenem Abend weniger Biere getrunken hatte – jedenfalls konnte ich mir Christian gut als Frontsau vorstellen, und dies bestätigte sich in der Folgezeit auch. SHOTGUN JUSTICE war endlich komplett, mit Ausnahme eines zunächst noch fehlenden Bassisten, den wir kurz darauf im damals noch 17jährigen Nachwuchstalent Patrick Wiesner fanden. Patrick kannte ich bereits, als er noch ein kleiner Knirps war und ich mit seinem Onkel – Dirk Breymann – in einer Band spielte, wo dieser ebenfalls als Bassist tätig war (GLORY ANTHEM). Patrick hatte sich immer ängstlich hinter seiner Mutter versteckt, wenn ich Dirk zum Üben abgeholt hatte – eine Eigenschaft, die er sich bei SHOTGUN JUSTICE zum Glück abgewöhnt hatte.

SHOTGUN JUSTICE war in den Folgemonaten damit beschäftigt, ein komplettes live-taugliches Set auf die Beine zu stellen. Während die Songideen entweder von Alex oder mir stammten, wurden die Texte noch zumeist von mir geschrieben, Christian stellte ebenfalls einige Lyrics bei. Als es allmählich auf den ersten Gig zuging, entschied sich Alex Anfang 2005 leider, die Band zu verlassen, und neben dem immensen musikalischen und persönlichen Verlust, den dies für SHOTGUN JUSTICE bedeutete, mussten wir uns auch einen neuen Proberaum suchen. Diesen fanden wir bald in einem Objekt im Gewerbepark in Stedum (Kreis Peine).


Formation II (2004-2005):

CHRISTIAN VÖLKENING – vocals

ALEX NICOLAI – rhythm guitar

ERIK DEMBKE – lead guitar

PATRICK WIESNER – bass guitar

TOBIAS GROSS – drums

 

2005 bis 2007


Dieser neue Übungsraum war ein weiterer wichtiger Schritt in der Band-Historie, denn dort waren wir unabhängiger und hatten freieren Zutritt. Wir konnten also jederzeit üben, und auch so lange, wie es uns in den Sinn kam. Im Sommer 2005 entschlossen wir uns, eine erste Demo-CD aufzunehmen. Toby spielte an zwei Tagen sämtliche Schlagzeug-Spuren für alle 10 Songs ein, die wir auf die CD bringen wollten. Tom Schubert – unser damaliger Bassist – nahm die Tracks mit seinem 10-Spur-Gerät auf.

Wir wussten damals mehrere Sachen nicht: wie lange wir mit den Aufnahmen beschäftigt sein würden, und dass wir aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände dabei waren, einen entscheidenden und irreversiblen Aufnahmefehler über die gesamte Zeit der CD-Produktion vor uns hin zu schieben. Letztlich hatte dieser zur Folge, dass die Schlagzeug-Spuren auf sämtlichen Aufnahmen anfangs viel zu dünn klingen, die Drums im Gesamtsound gegen die anderen Instrumente beinahe untergehen – ein Effekt, der sich erst durch Zuhilfenahme aller möglichen technischen Tricks und Raffinessen beheben ließ. Passenderweise war dies im Oldschool Metal der 80er Jahre, von dem wir alle doch sehr gepräft waren, gang und gäbe, dass die Schlagzeugspuren bei den Aufnahmen immer ein wenig weiter hinten abgemischt waren.


Formation III (2005-2007):

CHRISTIAN VÖLKENING – vocals

ERIK DEMBKE – guitar

TOM SCHUBERT – bass

TOBIAS GROSS – drums

 

Das erste Resultat der Aufnahmen war die Demo-CD „SHOTGUN JUSTICE“ mit den 3 Songs „Age of Decay“, „Tumourhead“ und der fast 9minütigen Halbballade „Unreal (Pt. I & II)“. Die Aufnahmen wurden von Tom gemixt und gemastert und im November 2005 fertig gestellt. Etwa gleichzeitig spielte SHOTGUN JUSTICE zwei erste Gigs in kleinen Pubs in Peine, u.a. auf der JUDGEMENT NIGHT mit den aufstrebenden Hannoveraner Thrash-Metallern von Cripper.

Allerdings traten anschließend bereits länger schwelende Konflikte innerhalb der Band zu Tage, die ihren Ursprung auch in musikalischen Differenzen hatten. So wollte Leadsänger Christian der Band durch zeitweise sogar zwei Background-Sängerinnen einen etwas zeitmoderischen Touch geben, was jedoch nicht von allen Musikern so gesehen wurde. Auch die stilistische Ausrichtung war nicht klar: so gab es zwar gute Songs, die sich nach bestimmten musikalischen Vorbildern ausrichteten, ein eigener Stil war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht klar zu erkennen.

Eine musikalische Weiterentwicklung mit Christian schien nicht möglich, ohne all zu viele Kompromisse eingehen zu müssen, da er sich auch gegen Vorschläge und Meinungen der anderen Bandmember sperrte. Wir entschlossen uns letztlich dazu, Christian aus der Band zu feuern, was jedoch eine Kettenreaktion auslöste: weitere Bandmitglieder traten wie umkippende Dominosteine nacheinander aus. Es verblieben nur Drummer Toby und ich, was für eine reguläre Metalband natürlich ein wenig mickrig ist. Es blieb jedoch zunächst bei regelmäßigen Bandproben, wenn auch nur zu zweit, und trotz aller Widrigkeiten entschlossen wir uns dazu, die Aufnahmen mit Tom Schubert (Produktion und bass) weiter fortzuführen, um wenigstens die CD fertigstellen und veröffentlichen zu können – quasi eine Art musikalischer Existenz-Nachweis: die Band als solche schien für uns ad acta gelegt, das Kapitel SHOTGUN JUSTICE zu Ende geschrieben. Oder um es mit den Worten von Monty Python zu sagen: diese manische Beharrlichkeit und Uneinsichtigkeit war durchaus symbolisch für unser Ringen gegen die Realität!


2007 bis 2009

 

 Toby und ich entschieden uns, Gastsänger für die einzelnen Songs anzuheuern. Tom erklärte sich bereit, für die Aufnahmen neben dem Job am Mischpult auch den am Viersaiter zu übernehmen, und meine Herausforderung bestand darin, sämtliche Gitarrenspuren auf der CD allein einzuspielen.

Als erster Gastsänger konnte im Sommer 2007 Bernhard Jagielki (regulär Sänger der Band R.A.W., aus der auch unser ex-Shouter Christian und spätere Bandmitglieder stammen sollten) gewonnen werden. Noch während der Aufnahmen zu „DAMN SIGHT BETTER“ war Berny jedoch derart von der Band und ihrer Musik begeistert, dass er sich bald dazu entschied, ganz bei SHOTGUN JUSTICE einzusteigen. Nachdem noch im gleichen Jahr ein neuer Basser (Bernd Schrader) und ein zweiter Saitenfrickler (Marco Kräft) – beides ehemalige Mitglieder von R.A.W. – dazu stießen, war die Band wieder komplett und auftrittsfähig – eine Entwicklung, von der noch Monate vorher niemand zu träumen gewagt hatte.

Endlich konnten wir uns auch live wieder zeigen und hören lassen: SHOTGUN JUSTICE spielte auf diversen regionalen Festivals, so etwa dem HELLTER SKELTER in Peine, dem MUSIKUM in Braunschweig oder der AUTUMN DEVASTATION in Salzgitter.

Und auch mit den Aufnahmen an der CD ging es zu dieser Zeit beständig weiter, bis 2009 konnten sämtliche Songs fertiggestellt und veröffentlicht werden. Das Ergebnis steht mit der CD „GREATEST KILLS Vol. 1: 2007 – 2009“ aktuell vor einem re-release.

 

Formation IV (2007-2009):

BERNHARD JAGIELKI – vocals

MARCO KRÄFT – guitar & vocals

ERIK DEMBKE – guitar

BERND SCHRADER – bass & vocals

TOBIAS GROSS – drums


seit 2009


Auch mit dem neuen, musikalisch und songwriterisch sehr ambitionierten Bassisten sollte es bald größer werdende zwischenmenschliche Spannungen geben, möglicherweise war aber auch der Altersunterschied von 15 Jahren zu den restlichen Bandmitgliedern einfach zu groß. Im Frühjahr 2009 stieg Bernd aus der Band aus und wurde einige Zeit später durch Heiko Wessel (ex-Gitarrist von Givehead) aus Bad Oeynhausen ersetzt. Bereits einige Wochen später hatte Heiko seine Feuertaufe auf einem erfolgreichen Gig auf dem mehrtägigen METTLA-Festival in der Meier Music Hall in Braunschweig.


Formation V (seit 2009):

BERNHARD JAGIELKI – vocals

MARCO KRÄFT – guitar & vocals

ERIK DEMBKE – guitar

HEIKO WESSEL – bass

TOBIAS GROSS – drums

 
In der Folgezeit traten SHOTGUN JUSTICE sporadisch auf kleinen Gigs im regionalen Umkreis auf. Die Musiker nutzten die Zeit vielmehr zu ausgiebigen Proben, da sie mit Heiko am Bass endlich einen eigenen Stil gefunden hatten und so auch in der Lage waren, diesen weiter zu entwickeln. Merh als die Hälfte des aktuellen Live-Sets von SHOTGUN JUSTICE entstand seit dem Einstieg des neuen Bassisten. Auch menschlich erwies sich Heiko als echter Glücksgriff, die Chemie innerhalb der Band und zwischen den Musikern war endlich passend.

Herausragender Gig in der bisherigen Bandgeschichte war dabei der Auftritt als Opener für Blaze Bayley (ex-Iron Maiden) in Peine.