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2008-09-07
Auf unsere kritische Kommentierung zu den Aussagen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Norbert Jütterschenke in diesem Blog antwortet Herr Förster, der sich augenblicklich der SPD-Fraktion zugehörig fühlt. Naja, typisch Förster eben: Lange Sätze noch und nöcher, abschweifende Gedankengänge, Ziel verfehlt. Klar, dass ihm unsere Antwort nicht passt. Seiner nochmaligen Erwiderung fehlen dann schon die Inhalte. Bemerkenswert ist nur, dass nicht Jütterschenke antwortet, sondern Förster. Was strebt er an, sollte er nochmal Gemeindevertreter werden dürfen?
Geschrieben von siedler14656 um 11:35 | in: Blog
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Kommentare:

Na das kann ich doch ganz einfach erklären.
[Zitat]Bemerkenswert ist nur, dass nicht Jütterschenke antwortet, sondern Förster. Was strebt er an, sollte er nochmal Gemeindevertreter werden dürfen?[Zitat Ende]

Diese Frage beantworte ich nur allzu gern. Es kommt ja schließlich nicht alle Tage vor, dass der politische Gegner mir Gelegenheit gibt, mich zu den Motiven meiner erneuten Kandidatur zu äußern, und dies auch noch auf seiner Homepage veröffentlicht. Wollen wir doch mal sehen, wie lange es stehen bleibt.

Die Antwort zwar einfach, aber dennoch lang:

Ich strebe das an, was ich auch in der vergangenen Wahlperiode angestrebt habe: Ein Mandat als Gemeindevertreter. Nicht, dass ich mich für unentbehrlich halte, nein, ob man es glaubt oder nicht, es gab Menschen in dieser Gemeinde, die mich dazu gedrängt haben. Und auch die Aufwandsentschädigung spielt keine Rolle. Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen Job, der mich ausfüllt und ernährt. Ich muss nicht wie andere Klimmzüge machen, um über so ein Mandat endlich mal ein gut bezahltes Parteipöstchen zu ergattern, wo gut "schwätze könne" und "bloß keine eigenen Meinung haben" als einzig vorhandene Qualifikation wohl auszureichen scheint.

Ich kandidiere auf der Liste der SPD. Warum nicht? Ich bin parteilos und die Schnittmenge unserer Übereinstimmungen ist schon fast beängstigend. Ich unterliege, wie alle anderen dort auch, keinem Fraktionszwang. Meine Entscheidungen werde ich wenn, auch weiterhin nach bestem Wissen und vor allem Gewissen fällen. Ich trete dort für eine Partei an, die dem Wähler mit offenem Visier entgegentritt. Bei uns weiß der Wähler, was er bekommt. Ich halte nichts von politischen Schmierenkommödien, bei der plötzlich von hinten der große unbekannte bürgerliche Gegner die Bühne betritt, eingehüllt in ein Mäntelchen, das sorgsam verbergen soll, dass der Spitzenkandidat eben auch von der CDU ist. Sorgsam bedacht darauf, alles abzufischen, was der damaligen Mehrheit in der Gemeindevertretung eine Denkzettel verpassen wollte, aber dafür doch niemals CDU gewählt hätte. Eben die, die sich noch am Wahlabend händereibend in den Armen lagen und zur konstituierenden Fraktionssitzung mit einer Vereinbarung für eine Zählgemeinschaft auftraten, die aus einer Fraktion Stimmvieh gemacht hätte. Die Granden der Brieselanger CDU wissen sehr genau, warum ich 2003 erst und nur auf massives Drängen der CDU-Fraktion beigetreten und auch nach wenigen Tagen wieder ausgetreten bin. Ich habe persönlich einen Wahlkampf mit klaren Aussagen zu dem, wofür ich stehe geführt. Ich kann für mich in Anspruch nehmen, dass ich davon keinen Schritt abgewichen bin, auch wenn dies nur durch meinen Austritt aus der CDU ermöglicht wurde. Und das werde ich auch zukünftig so halten, wenn ich noch einmal [Zitat]"Gemeidevertreter sollte werden dürfen"[Zitat Ende]. (und sowas regt sich über meine Nebensätze auf. Wer so schreibt, kann die auch nicht verstehen.)

Im Übrigen ist der Stil der CDU, der wohl mit der ersten und zweiten Ausgabe des "Zeestower Echos" mittlerweile eine Corporate Identity eingegangen ist, langsam besorgniserregend. Persönliche Emails werden veröffentlicht, berechtigt klagende Bürger, die nur ihren reservierten Parkplatz einfordern als unverschämt öffentlich an den Pranger gestellt. Hämische Bemerkungen über die Kandidatur eines Ehepaares für den Ortbeirat in Bredow wurden hier gemacht, mittlerweile wieder entfernt, nachdem man wohl dem vorwitzigen Autor erklärt hat, welche Familienklüngel sich auf der Vorschlagsliste der CDU zur Gemeindevertretung tummeln und wohl auch die zu fürchtende Frage, warum die CDU dort nicht für den Ortsbeirat kandidiert, weil es doch ohne sie nicht geht. Eine Partei, die stärkste Kraft werden will, sollte doch etwas mehr Gelassenheit an den Tag legen. Oder ist das nur das Pfeifen ängstlicher Kinder nachts im Wald?


Geschrieben von Michael Förster um 15:17, 2008-09-10 | Link | |

Eine andere Erinnerung
Herr Förster mit dem guten Gedächtnis sei daran erinnert, dass Fraktionen durch die gültige Gemeindeordnung die Aufgabe zugewiesen ist, die einheitliche Willensbildung der Mitglieder zu fördern. Dazu war er von Anbeginn nicht bereit. Doch nicht etwa wegen inhaltlicher Differenzen zwischen der CDU und dem "wahrhaft christdemokratisch" denkenden Herrn Förster. Nein, Förster verlor deutlich die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden und konnte sich auch bei der Nominierung zum Kandidaten für den Vorsitz im Hauptausschuss nicht durchsetzen. Daraufhin verließ Förster die CDU-Fraktion.

Ralf Kothe
Mitglied der CDU-Fraktion

Geschrieben von 14656cdu um 07:10, 2008-09-15 | Link | |

Unbenannter Kommentar
[Zitat]Herr Förster mit dem guten Gedächtnis sei daran erinnert, dass Fraktionen durch die gültige Gemeindeordnung die Aufgabe zugewiesen ist, die einheitliche Willensbildung der Mitglieder zu fördern. Dazu war er von Anbeginn nicht bereit. Doch nicht etwa wegen inhaltlicher Differenzen zwischen der CDU und dem "wahrhaft christdemokratisch" denkenden Herrn Förster.[Zitat Ende]

Große Worte für eine Politriesen, der bisher kaum einen Beweis dafür geliefert hat, dass er überhaupt eine eigene Meinung hat, und wenn dann doch einmal, dann vom Bürgermeister wie ein geprügelter Hund in die Hütte zurückgetrieben wurde. Nein Herr Kothe, wenn Sie es wie früher immer noch brauchen, dass man Ihnen sagt, was Sie zu denken haben, sind wir inhaltlich ganz, ganz weit auseinander. Dann passen wir einfach nicht zusammen. Ich bin angetreten um für Brieselang Politik zu machen und nicht um Ihrem Fraktionvorsitzenden zum Durchstarten zu verhelfen.

[Zitat]Nein, Förster verlor deutlich die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden und konnte sich auch bei der Nominierung zum Kandidaten für den Vorsitz im Hauptausschuss nicht durchsetzen. Daraufhin verließ Förster die CDU-Fraktion.[Zitat Ende]

Herr Kothe, langsam mache ich mir wirklich Sorgen um Sie, weil

1. ich der Fraktion schon vorher gar nicht beitreten wollte und massiv bedrängt wurde es dann doch zu tun. Die Entscheidung fiel genau 3 Stunden vor Beginn der Sitzung.

2. bei der Wahl zum Fraktionsvorsitzenden nicht ich deutlich unterlag, was auch gar nicht möglich war, sondern Wolfgang Östreich, dem diese Position auch zugestanden hätte, nicht zuletzt auch aufgrund einer fast 3-fachen Stimmenzahl bei der Wahl.

3. wenn ich Sie daran erinnern darf, ich die Fraktion erst nach der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung verlassen habe. Das Schauspiel, dass ich mit dieser Fraktion erleben durfte hatte gereicht. Es gibt demokratischen Grundregeln, die nicht zur Disposition stehen, außer bei dieser Fraktion. Dort fiel meine Entscheidung, eine derartige Blamage zukünftig noch aus räumlicher Entfernung mit ansehen zu müssen.

Also wirklich, ich würde mich zwar Ihrer kaum erbarmen, aber wie Sie zur Zeit abliefern kann man nur noch mit erbärmlich bezeichnen.



Geschrieben von Anonymous um 14:51, 2008-09-15 | Link | |

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