Arbeitsverweigerung
2008-09-26
OK, es geht nur um eine Ausgabe. Doch was hat bitteschön die Lokalredaktion "Der Havelländer" dazu bewogen, am Samstag vor der Kommunalwahl keine politischen Themen zu drucken? Herr Kuschel, das ist Arbeitsverweigerung! Als monopolistische Tageszeitung im Osthavelland obliegt Ihnen der Auftrag, sachlich und ausgewogen dann politisch zu berichten und Nachrichten abzudrucken, wenn sie auf der Straße liegen. Als Journalist haben Sie zu berichten, wenn etwas passiert. Und das etwas passiert, liegt doch wohl auf der Hand. Das Land hat für Sonntag, den 28. September 2008, die Kommunalwahl angesetzt. Dann haben Sie bis zur letzten Ausgabe zu berichten. Mir ist es egal, ob über FDP, Sozialdemokraten oder Linke oder die CDU. Aber Sie haben zu berichten. Ansonsten haben Sie ihren Beruf verfehlt.
Stellen Sie sich vor, die Presse hielte sich vor der BRALA oder einem Konzert mit voller Absicht zurück oder berichtet vor dem Pokalendspiel der Play Offs von ALBA nicht mehr. Wie wäre es, wenn die MAZ am Tag vor den Olympischen Spielen nichts mehr aus Peking gedruckt hätte - Gründe hätten sich sicherlich gefunden. Und auch vor der Europa- und der Bundestagswahl stellt die MAz nicht die Berichterstattung schon am Freitag ein. Wetten, dass morgen noch etwas zur Bayernwahl im Blatte steht?
Herr Kuschel: 6, setzen. Erklären Sie bitte Ihrem Chefredakteur und dem Verlagsleiter, warum die Leserzahlen im Osthavelland stetig sinken. Sie haben gerade noch 20 Prozent Haushaltsabdeckung. Hängt das vielleicht mit der publizistischen Leistungskraft Ihrer Redaktion zusammen?
Stellen Sie sich vor, die Presse hielte sich vor der BRALA oder einem Konzert mit voller Absicht zurück oder berichtet vor dem Pokalendspiel der Play Offs von ALBA nicht mehr. Wie wäre es, wenn die MAZ am Tag vor den Olympischen Spielen nichts mehr aus Peking gedruckt hätte - Gründe hätten sich sicherlich gefunden. Und auch vor der Europa- und der Bundestagswahl stellt die MAz nicht die Berichterstattung schon am Freitag ein. Wetten, dass morgen noch etwas zur Bayernwahl im Blatte steht?
Herr Kuschel: 6, setzen. Erklären Sie bitte Ihrem Chefredakteur und dem Verlagsleiter, warum die Leserzahlen im Osthavelland stetig sinken. Sie haben gerade noch 20 Prozent Haushaltsabdeckung. Hängt das vielleicht mit der publizistischen Leistungskraft Ihrer Redaktion zusammen?
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