Mein Auslandsjahr in Malaysia

Viel ist passiert...

13:34, 5.11.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

...seit dem ich den letzten Eintrag geschrieben hatte. Sehr viel sogar. Ich versuche mal das meiste und wichtigste hier zusammenzufassen. Vor ziemlich genau einem Monat habe ich mich allein nach Melaka aufgemacht. Dies ist eine Stadt ca. 2 Stunden südlich Kuala Lumpur‘s an der west Küste Malaysias. Von meinem Städtchen dauert die Busfahrt ungefähr 10 Stunden dort hin. Deswegen hatte ich einen Nachtbus gewählt und bin praktisch die ganze Nacht durchgefahren um morgens gegen 8 Uhr Am Busbahnhof anzukommen. Dort musste ich dann noch bis 5 Uhr warten, bis die nächsten Austauschschüler eintrafen, da treffen erst um 5 Uhr nachmittags war. Da es dort keine wirklichen Bänke gab musste ich auf dem Boden warte und habe bei dieser Gelegenheit das erste Mal in meinem Leben beobachtet, dass Kakerlaken fliegen können, aber das ist ein anderes Thema. :D

Als alle Austauschschüler da waren, sind wir zusammen zu unserer bleibe für die nächsten 10 Tage gefahren, einem Hostel für weibliche Lehramtsanwärter. Dort wurden wir dann zu zweit in ein Zimmer gesteckt. Die Zimmer an sich waren… okay. Es gab nur kalt Wasser und sie waren auch nicht die neusten, doch es war okay. Ich habe mein Zimmer mit einem Argentinier geteilt, mit dem ich zwar kein Problem habe, doch auch nicht super dicke bin. Das war auch der Grund warum ich die meisten Nächte, um genau zu sein alle außer einer, nicht in diesem Zimmer sondern in denen meiner Freunde verbracht habe. Direkt am nächste morgen sind wir nach einem mittelmäßigen Frühstück mit dem Bus zu einer Art Tanzministerium gefahren. Dort wurden wir dann, wie das hier für mich schon fast zur Gewohnheit geworden ist von irgendeinem Minister eingewiesen und sind danach zu dem Gebäude gegangen in dem wir in den folgenden 10 Tagen tanzen gelernt haben. Die Räume waren auch, wie ich finde, sehr Professionell. Das Heißt wir hatten eine Spiegelfront, eine vernünftige Musikanlage, sehr guten Holztanzboden und Schallgedämpfte Wände. In den ersten 3 Tagen haben wir die Grundschritte von 4 Traditionellen Tänzen gelernt. 1 Malaiischen, 2 aus Ost-Malaysia (Borneo) und einen Indischen. Diese war für mich fast ein Ding der Unmöglichkeit, da wir sobald ich den einen Tanz mehr oder weniger drauf hatte, direkt zum nächsten übergegangen sind und ich die alten Schritte dadurch wieder vergessen hatte. Dies war auch der frustrierende und sehr ermüdende Teil. Denn Anfangs hatten wir Tanzprogramm von morgens 8 Uhr bis abends 10 Uhr.

 Doch durch einige Veränderungen so um den 3 Tag herum hat es sich dann so gravierend verändert, dass mehr oder weniger alle Austauschschüler, mich eingeschlossen Spaß am tanzen hatte. Zum einen wurden die Abendstunden in Mall-Besuche umgewandelt und zum anderen wurden wir in die Tanzgruppenaufgeteilt, in denen wir auf dem AFS-Worldcongress tanzen sollten, aufgeteilt. Denn für diesen Worldcongress war ja schließlich das ganze Getanze. Es ist sehr kompliziert zu erklären, wie der ganze Tanz an sich aussah und ich denke, es ist auch nicht so spannend für euch Leser, wie für mich als der, der es erlebt hat und die Bilder in Live vor Augen hat. Ich hoffe ich bekomme Videos von der Aufführung, die ich dann in Deutschland zeigen kann. Es war eine recht große und auch nicht einfache Choreographie für uns, da die meisten von uns praktisch keine Erfahrung im tanzen hatten. Ich wurde in die Gruppe der Inder eingetanzt und durfte so als einziger Junge mit 4 Mädchen tanzen. Was sich so erst mal gar nicht so schlecht anhört ;) war für mich der blanke Horror, da ich schon in der Gruppe Probleme hatte mir die Schritte zu merken und das Gefühl hatte nicht wirklich gut zu tanzen.

Was recht Hilfreich war, dass ich zu niemandem Synchron tanzen musste, sondern vor den Mädchen als Einzel Tänzer einen Pfau „nachtanzen“ sollte. Doch wie sich relativ schnell herausstellte waren es viel zu viele Sachen, die ich mir in meinem Tanz merken und auf die ich achten sollte. Das hat mich fast zum verzweifeln gebracht. Denn bei dem Indische Tanz musste ich nicht, wie zum Beispiel bei traditionellem Walzer, mehr oder weniger nur die Beine bewegen, sondern ich musste auf jede Einzelne Fuß, Bein, Körper, Arm, Hand und vor allem Kopf und Augenbewegung Achten. Und was für mich als Musik und Tänzerisch völlig Unbegabter noch dazu kam, war dass sich der Takt der Musik laufend änderte. Doch nachdem ich mit Händen und Füßen meinem persönlichem Trainer klar gemacht hatte, das es mir wirklich nicht möglich ist dies alles zu machen, wurde der Tanz netterweise ein wenig gekürzt, was zur Folge hatte, dass ich mir nur noch die Hälfte der Schritte merken musste.

Das erste Richtige Erfolgserlebnis war dann, als all unsere Einzelnen Tanzgruppen, das erste Mal hintereinander geprobt hatten. Denn das knifflige war, dass jeder von uns mindestens 3 verschiedene Tänze tanzen musste. Doch da wir in der ersten Probe noch ohne Kostüme getanzt haben ging dies recht gut über die Bühne und man konnte sich in seinen eigenen Tanzpausen an den Rand setzen und den anderen zuschauen, da wir bis dahin die anderen Tänze gar nicht gesehen hatten. Das war sehr schön und die Tänze sahen auch wirklich gut aus, dafür dass wir alle Amateure waren. Es gab in diese Tänze in folgender Rheinfolge: Malaiisch(alle zusammen), Malaiisch, Chinesisch, Portugiesisch, Indisch (mit mir), 2x Ost-Malaysia und als Letztes nochmal alle zusammen einen Malaiischen.  Doch als wir das erste Mal mit Kostüm getanzt haben, ging es schon um einiges Stressiger zu, da wir während der laufenden „Show“ unsere Kostüme wechseln mussten. Um dies ein wenig einfacher zu machen, mussten wir mehrere Kostüme übereinander tragen.                                                   Mein Kostüm war recht Zeitaufwendig, da ich zusätzlich zu dem Kostüm, welches ich sowieso schon getragen hatte noch sehr viele Sachen dazu anziehen musste.

Wir haben den Tanz dann soweit geübt, dass wir ihn am Ende der 10 Tage in einer kleinen Vorführung schon zeigen konnten.

Nach den Tanzstunden sind wir für 4 Tage in Gastfamilien in Melaka gegangen. Meine Familie war ganz okay, doch sehr beschäftigt. Deswegen bin ich fast ausschließlich bei einem andern Austauschschüler, einem Franzosen gewesen. Mit diesem und seiner Gastfamilie bin ich auch gut in Melaka rumgekommen.

Nach diesen 4 Tagen, in denen nichts weiter Großes passiert ist, bin ich einem anderen Franzosen nach KL gefolgt um dort mit ihm und seiner Gastfamilie Depavali zu feiern. Das ist angeblich das größte indische Fest nach Thaipussam. Ich selbst habe gar nicht wirklich gemerkt, dass irgendetwas gefeiert wurde. Aber dies war nicht weiter schlimm, denn die Familie und vor allem der Franzose waren super nett. Mit dem Franzosen habe ich mich fast jede Nacht bis in den frühen Morgen unterhalten. Und das Beste an all dem war, das wir uns raus auf den Balkon setzen konnten und bei sehr angenehmen Temperaturen KL bei Nacht anschauen konnten.

Nach etwa einer Woche mussten wir dann weiter unseren Tanz trainieren und aus diesem Grunde ist noch ein Japaner(Austauschschüler) zu uns gekommen.

Nach weitern 5 Tagen Training sind wir dann zu einem 5 Sterne Hotel gefahren, da in diesem der Worldcongress abgehalten wurde. Wir hatten von morgens um 8 bis Nachmittags um 5 durchgehend Proben, da noch das ein oder andere den Verhältnissen dort angepasst werden musste, denn die Bühne war sehr klein und wackelig. Als am Abend dann alle Gäste da waren, haben wir getanzt. Und es war richtig toll und aufregend. Es hat alles ohne größere Fehler geklappt. Und nachdem wir mit unserem Tanz fertig waren, haben wir noch 2 Tische bekommen, an denen wir essen und dem Restlichen Programm zuschauen konnten. Was mir am Ende noch sehr gut gefallen hat, war mit dem Deutschen Botschafter und den hohen Tieren von AFS Deutschland zu sprechen. Leider war danach alles vorbei und AFS Malaysia hat uns noch nicht mal einen Tag ruhe gegönnt sondern mein Bus zurück nach hier oben fuhr am nächsten morgen schon um 9 Uhr.

Jetzt bin ich wieder in meinem kleinen Dorf und merke mit jedem Tag, wie es langsam zu Ende geht. Und das ist ein sehr sehr seltsames Gefühl. Wenn man das nicht selbst erlebt hat, ist das schwer zu beschreiben und ich glaube selbst, bei denen, die es erlebt haben gibt es unterschiedliche Gefühle. Zum einen freue ich mich darauf wieder nach Deutschland zu gehen doch zum anderen möchte ich von dem, was ich mir hier aufgebaut habe nur ungern loslassen. Außerdem, mache ich mir jetzt Gedanken, was ich wie in diesem Jahr gemacht habe. Und es gibt noch so viel was ich gerne machen würde. Doch dafür reicht die Zeit einfach nicht, ich bin jetzt schon fast zugeplant bis zum Rückflug und muss jetzt schon bald mit dem ersten Packen beginnen… :S

Um nochmal auf die Musik zurückzukommen, ich finde die Filmmusik von Forest Gump sehr schön und ich finde, dass diese in gewisser Weise sehr gut als Hintergrundmusik zu meinem Jahr hier gepasst hätte. Außerdem ist sie meiner Meinung nach mit eine der besten Musik Stücke zum Nachdenken. Wer sie gern einmal hören möchte, kann ja mal bei YouTube schauen.

Liebe Grüße aus Malaysia

SImon

PS: Es tut mir leid wenn ich vielleicht zu sehr ins detail gegangen bin und es an manchen stelllen vielleciht ein wenig langweilig ist, doch ich verbinde mit all diesem hier Erfahrunge, BIlder, Momente und Gefühle, deswegen ist ses sehr schwer für mich an manchen Stellen zu selektieren.



Nach gefühlten Jahren….

22:09, 2.09.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

 

… melde ich mich mal wieder in meinem Blog. Es tut mir sehr Leid, dass ich mich in der Vergangenheit so wenig gemeldet habe. Ich hatte einfach sehr viel zu tun. Seit dem ich meinen letzten Eintrag hier geschrieben habe ist schon sehr, sehr viel passiert und ich weiß nicht ob ich mich noch an alles erinnern kann. Ich gebe mein bestes und versuche mal an meinem letzten Bericht anzusetzen.

 Die Schule-  Das ist eine Zweiseitige Angelegenheit. Die Schule an sich ist nach wie vor sehr langweilig und jeden morgen quäle ich mich mit dem Gedanken warum ich mir das eigentlich immer antue. Doch nachdem ich unter der Dusche war überwiegt eigentlich die Vorfreude auf einen lustigen Tag. Denn der Grund, warum ich in die Schule gehe sind meine Freunde dort. Zum einen verstehen die mich, wenn ich Englisch spreche und zum anderen haben die ein (für Malaysia) guten Humor. Deswegen vergeht die Zeit in der Schule meistens recht schnell. Was auch nicht unwesentlich dazu beiträgt ist die Erlaubnis Handys mit in die Schule zu bringen.

In den ersten Wochen nach meinem letzten Eintrag ist nichts weiter Interessantes passiert, was erzählenswert wäre. Wir sind noch ins Kino gegangen und ich habe bei einem Freund übernachtet. Aber sonst ist bis zur Ankunft der neuen Gastschülerin nichts mehr passiert. Diese ist am 16 August angekommen und hatte dann auch ihren ersten Schultag. Unsere Klassen liegen direkt nebeneinander und ich verstehe mich mit ihr eigentlich recht gut. Das einzige was ein wenig seltsam an der ist, ist ihr Akzent. Aber damit komme ich schon zurecht! ;) Leider kann ich in der Schule mit der Sofia (das ist ihr Name) leider nicht wirklich viel machen, da wir sonst von jedem Schüler für ein Paar gehalten werden. Und dies wird auf Dauer sehr Nervig.  

Dann bin ich an einem Wochenende zusammen mit meiner Familie in ein altes Bergwerk gefahren, welches in Perlis (meinem Staat) sehr bekannt ist. Da wollte ich sowieso schon immer mal gewesen sein und deswegen habe ich mich da auch sehr drauf gefreut. Doch es war schon ein wenig mulmig alles da. Das hat auf mich einen nicht allzu vertrauenserweckenden Eindruck gemacht. In die Höhle ist man mit so einer kleinen Bahn reingefahren, die viel zu klein war und da ich meinen Kopf deswegen ein wenig aus der Bahn raus neigen musste, hätte ich mich mehrmals fast geköpft. Innen, in der Höhle war es dann ganz schön aber nicht wirklich überwältigend. Es war halt ein altes Bergwerk und man konnte noch einige der alten Werkzeuge und Werkstätten sehen. Doch es war keineswegs schön gemacht worden oder ähnliches. Aber es war angenehm kühl dort. Das hat vieles wieder gut gemacht.

Vor einigen Wochen war dann der Geburtstag meines Dad’s hier. Das habe ich jedoch erst am Abend des Tages mitbekommen. Da Geburtstage hier ja keine so große Sachen sind. Aber an diesem Abend haben wir sehr gut gegessen, eine Art Chinesisches BBQ und danach eine Sehr leckere Torte. Außerdem waren noch andere Familien Mitglieder, was alles dazu beigetragen hat, dass dies ein schöner Abend war.

Vor ungefähr 3 Wochen bin ich dann zusammen mit der anderen Deutschen in meinem Chapter und Vertretern aller größeren Schulen aus meinem Staat zu einem „1 Malaysia“ Camp gefahren. Dieses Camp, oder diese Art von Camp ist dafür da, die Verschiedenen Ethnischen Gruppen in Malaysia zusammen zu führen und so 1 Malaysia zu machen. Denn nach wie vor herrschen gewisse Spannungen in manchen Gebieten zwischen den Einzelnen Gruppen. Und diese Camps sind dazu da, Gerade die Teenager zusammenzuführen.                                           Das Camp war in Johor Baru, welches am südlichsten Zipfel Malaysias liegt. Von unserem Hotel aus konnten wir Singapur schon sehen. Nach  Johor Baru sind auch alle anderen Austauschschüler gekommen. Das Camp an sich war sehr voll, was heißt wir hatten Programm von 5 Uhr morgens bis 11 Uhr in der Nacht. Und darunter war alles von Gruppenspielen bis zu Universitätsbesuch. Da wir dort in Verschiedene Gruppen aufgeteilt wurden, war es sehr schwer während der Aktivitäten mit den andern Austauschschülern zu reden, doch dies wurde in jeder freien Minute nachgeholt. Auch wenn dieses Camp Teilweise sehr gut war, hatte es schon einen komischen Beigeschmack. Denn es hat in Manchen Zügen schon sehr an die Deutsche Geschichte erinnert. Es war zum Beispiel sehr seltsam dabei zu sein, wenn die Nationalhymne sehr euphorisch gesungen wurde oder die ganze Gruppe schwören musste, das Land, den König und die Religion zu ehren und zu achten. Das Camp ging bis zum Donnerstag. Gegen 15 Uhr haben wir dann unsere Rückreise angetreten und sind einmal durch komplett Malaysia gefahren. Gegen 1 Uhr morgens sind wir dann in Kangar angekommen. Die Nacht habe ich noch bei der anderen deutschen verbracht und wir haben uns noch bis ungefähr 5 Uhr unterhalten, doch da war ich dann so müde, dass ich schon zum Teil in meine Traumwelt verfallen war. Ich hatte dann Zeit bis 8 Uhr zum schlafen und bin dann zu meiner Hostfamilie gefahren. Dort habe ich meine Sachen nochmal neu gepackt und gegen 9.30 zu der Busstation gelaufen, da dort mein Bus um 10 Uhr nach KL abgefahren ist. Denn ich wollte habe für die Ferien dort einen guten Freund besucht. Das hat auch alles gut geklappt und ich hatte eine echt tolle Woche dort. Die Familie von dem ist super und es hat SUPER gut getan mal wieder eine Woche deutsch zu reden. Leider konnten wir in der Woche jedoch nicht wirklich viel machen, da wir Tagsüber ziemlich fertig waren. Denn wir haben schön mit der Familie mit-gefastet. Das war/ist eine sehr Spannende Erfahrung. Das Fast bei den Muslimen läuft folgendermaßen ab: gegen 4.30 steht man auf um zu Frühstücken. Danach kann man sich entweder wieder schlafen legen oder einfach aufbleiben. Den ganzen Tag über darf dann durch keine Körperöffnung etwas in den Körper. Die Regel ist: Nothing can enter! Das heißt man trinkt und isst nicht und wenn man es ganz streng nimmt, darf man noch nicht mal Zähne putzen oder Kopfhörer in die Ohren Stecken. Aber so streng haben wir das dann mal nicht genommen. Wieder Anfangen zu essen darf man gegen 7.20 abends. Das ist jedoch jeden Tag anders und verschiebt sich um ein paar Minuten. Die ganze Woche war dort viel los, da es das Haus des Chapterleaders ist und somit hatten wir fast Täglich andere AFS Studenten da. Vorgestern bin ich dann wiedergekommen, was jedoch nicht so einfach für mich war. Da es, wie gesagt eine verdammt gute und schöne Woche war. Aber jetzt hat sich das alles auch schon wieder gelegt und ich freue mich darauf diesen Sonntag schon wieder zum nächsten AFS Camp aufzubrechen. Es geht zu der Insel „Pulau Redang“ wobei Pulau malaiisch ist und Insel bedeutet! ;) Da dies unser Optional Trip ist, haben wir keine Sessions und ich hoffe wir werden sehr viel Spaß haben.

Sonst kann ich nur noch erwähnen, dass die Argentinische Austauschschülern Heimgefahren ist, weil sie schwanger war und ein Deutscher ist wegen Problemen mit der Schule nach Hause gefahren.

Die Songs des „Monats“ sind diesmal:

„I miss You“ von Blink 182:  Das ist zum einen ein sehr schöner Song und joa ich denk der erklärt sich im Namen schon selbst! ;)

„Ein Stück vom Himmel“ von Herbert Grönemeyer: Diese Lied spricht viele meiner Gedanken über Religionen aus. Auch wenn ich nicht gerade Gläubig bin.

“Through the Eyes of a Child” von Reamon: Denn vieles erscheint mir hier sehr schwer und fremd, biss ich es einfach durch andere Augen sehe.

Wenn sonst noch irgendwelche Fragen offen sind, fragt und ich werde mein bestes geben diese zu beantworten.

 

PS: EIn ganz großes SORRY das ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe! Es tut mir echt leid!

 

Euer Simon aus dem sonnigen Malaysia!

noch 4 Monate...



Neue Schule

22:50, 13.07.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link


Eigentlich hatte ich vor, mich schon letzten Montag wieder zu melden, doch in der letzten Woche hatte ich nur sehr wenig Zeit (Warum, das schreibe ich in diesem Eintrag). Deswegen melde ich mich erst heute wieder. Und auch heute(Sonntag) wäre das fast nichts geworden, da ich krank bin und deswegen bis jetzt grade im Bett gelegen habe. Ich weiß nicht genau was ich hab, aber immer wenn ich mich bewege, habe ich schreckliche Schmerzen im Magen oder Darm(So genau kann ich das nicht zuordnen.

Wie auch immer, jetzt schreibe ich meinen neuen Eintrag und berichte euch von meiner letzten Woche. Ich bin jetzt endlich auf meiner neuen Schule. Der Wechsel hat einige Zeit in Anspruch genommen da unteranderem, das Education Department, beide Schulen und AFS informiert werden mussten. Doch am Dienstag hatte ich dann meinen ersten Tag in der neuen Schule. Ich bin dort alleine, ohne AFS Freiwillige hingegangen, da ich sonst noch bis heute hätte warten müssen und weil ich mir das auch alleine zugetraut hatte. Ich hatte ein wenig bedenken, dass ich wieder wie ein Popstar empfangen werden würde(Wie damals in meiner alten Schule), doch glücklicherweise war die Aufregung dort nicht so groß. Ich meine, „natürlich“ wurde mir nachgeschaut, die Mädchen sind kichernd weggelaufen wenn sie mir einen guten Morgen gewünscht haben und die Jungs haben sich ganz toll gefühlt, wenn sie mich gefragt haben, wie es mir den ginge. Doch das ist „normal“! ;) Nachdem ich mit dem Vertreter des Schulleiters geredet hatte, wurde ich von meiner Ansprechperson an der Schule in meine neue Klasse gebracht. Diese ist ungefähr halb so groß, wie meine alte Klasse und hat somit 19 Schüler. Von diesen 19 Schülern sind 5 Chinesen und einer ist Inder, die anderen sind Malaien. Alle meine neuen Klassenkameraden haben mir sofort gefallen. Auch die Lehrer waren sehr nett und interessiert an mir. Das einzige, was nach einiger Zeit sehr nervig wurde, war dass ich bei jedem neuen Lehrer mich noch einmal vor die Klasse stellen musste und mich vorstellen musste. Und wir hatten ca. 5 verschieden Lehrer an dem Tag.

(Mittlerweile ist es doch schon wieder Montag, da ich gestern doch etwas zu krank war) Mein neuer Sitzplatz ist neben einem Schüler, der ebenfalls neu an dieser Schule ist. Was sehr angenehm an der Schule ist, dass alle Englisch können und zum Teil wird sich auch auf Englisch unterhalten. Außerdem gefällt mir der Humor, vergliche mit meiner alten Schule, um einiges besser, da hier auch scherze und Dinge gemacht werden, die auch ich lustig finde. Nicht, wie auf meiner alten Schule, auf der alles sehr kindisch war. An meinem 2. Schultag habe ich es dann gleich geschafft zu verschlafen, da ich um 5 Uhr morgens eingeschlafen war. Das heißt ich bin dann gegen 10 Uhr aufgewacht und war dann erst um 10.30 in der Schule. Was mich dort sehr überrascht hat, war dass das fast keinen gestört hat. Nur ein Lehrer hat mir gesagt, ich solle mich doch bitte nach den Regeln richten und um halb 8 in der Schule sein. In der Schule bin ich noch eingeladen worden, mit 2 meiner Klassenkameraden auf einen Berg zu „wandern“. Dem habe ich zugesagt und somit haben wir uns nachmittags um 5 vor dem Berg getroffen. Auf dem Berg bin ich bereits einmal gewesen und ich wusste deswegen worum es sich handelte, trotzdem hat sich einer der beiden Jungs ganz toll gefühlt auf diesen Berg zu steigen und hat sich deswegen wie eine Bergführer verhalten. Und ich war fast den kompletten Weg am schmunzeln, weil das schon etwas Kindisches hatte, wie der sich aufspielte. Mir wurde gesagt auf welche Stufen der Treppen ich am besten meine Füße setzen solle und das ich an den steilen Stellen auch ja vorsichtig sein solle. Und als wir oben angekommen waren, war einer der beiden super fertig, worauf der andere der Jungs(der „Bergführer) dann stolz meinte, dass er schon 2-mal hier hoch gehen müsse, um so auszusehen. Und der Junge, der so fertig war, wollte mir dann noch unbedingt beweisen, wie toll er doch sei und meinte immer, wir sollten doch noch einmal den Berg hoch gehen. Aber letztendlich blieb es dann bei dem einen mal. Und beim „Abstieg“ vom Berg haben mir die beiden Jungs noch gezeigt wie begabt sie doch im springen und klettern sind, in dem sie mir gezeigt haben, wie „spektakulär“ sie 3 Stufen auf einmal herunter kommen konnten. Das alles konnte ich noch mit einem schmunzeln abstempeln, doch es wurde mir sehr schwer das Lachen zu verkneifen, als einer der beiden angefangen hat mir physikalische Kräfte im Zusammenhang mit seinen Sprüngen zu erklären. Und den ganzen Weg runter wollte der, dass ich die „force“ auch einmal spüre indem ich irgendwo herunterspringe. Doch das war mir echt ein wenig zu affig, weswegen ich einfach nur gesagt habe, dass das zu hoch für mich sei. Doch das mit dem Aufspielen bin ich, besonders unter Jungs, gewohnt hier. Ich glaub, die wollen mir alle zeigen, wie toll sie doch sind. Am Freitagmorgen hatte ich dann meine erste Assembly (Schulversammlung). An meiner alten Schule hatte ich die jeden morgen, doch jetzt gibt es die nur noch montags. Doch die Assemblys an der alten Schule habe ich gegen Ende doch ein wenig zu schätzen gelernt, da man dort doch recht angenehm… sagen wir… Auspannen konnte! ;) Denn nachdem wir die Hymne gesungen hatten, durften wir uns auf den Boden setzen. Und wenn man den Kopf auf die Brust gesenkt hat, war das recht angenehm zum… entspannen! :D Jetzt müssen wir leider während der kompletten Assembly stehen, was meinem Rücken nicht gerade gut tut. Ich weiß nicht warum, aber wenn ich eine bestimmte Zeit lang still stehe, fängt mein Rücken an, ziemlich weh zu tun. Eine weitere neue Regel ist die Krawattenpflicht. Aber wenn man, wie ich, genügend „Connections“ hat, welche einem erklären wie man eine Krawatte bindet, ist auch dies kein Problem! ;) Auf die Schule geht auch eine halb deutsche und ab nächster Woche wird dort auch eine Italienische Austauschschülerin lernen.

 Das heißt, ich bin alles in allem der Meinung, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die Schule zu wechseln.

Am Freitagnachmittag dann, wurde ich von Klassenkameraden dann zum Fußball eingeladen und habe mich dort erst einmal auf voller Länge blamiert, da ich anfangs noch nicht mal einen vernünftigen Pass hinbekommen habe. Aber, ich habe es mit Humor genommen und als Ausrede galt, dass ich schon verdammt lang nicht mehr gespielt hatte. Am Samstag habe ich nichts Besonderes gemacht und den Sonntag habe ich, dank meiner Krankheit, zum großen Teil im Bett verbracht. Joa… jetzt gleich geht’s zum Arzt und danach werde ich diesen Bericht hier abschicken. Also, an alle die das hier lesen… zusätzlich zu den lieben Grüßen, von mir, wünsch ich noch allen, die sich angesprochen fühlen schöne Ferien.

Ich denk an euch,

Euer Simon

PS: mit der Beantwortung der Briefe könnte es jetzt einige Zeit dauern, da ich dazu jetzt keine Zeit mehr in der Schule habe.

PPS: Da mir die Musik hier oft hilft, möchte ich hier etwas Neues einführen. Nämlich eine Art „Song(s) der Woche“. Ich glaub die Songs erklären sich mehr oder weniger von alleine und zu jeder Wahl werde ich auch noch einen kleinen Text zu schreiben. Und egal von wem diese Texte gesungen werden, oder was sie eigentlich sagen, wenn man wirklich auf die Wörter hört entdeckt man oft einen ganz anderen Sinn in manchen Liedern. Da ich das jetzt hier das erste mal mache, küre ich gleich 3 Songs.

Als erstes: Steh auf- Die Toten Hosen; Das Lied war genau das richtige, als es mir am Anfang so schlecht ging.

Als zweites: Der selbe Mond-Klaus Hoffman; Das Lied beschreibt stellenweise sehr gut was ich am Anfang und auch jetzt noch während Heimwehphasen gefühlt habe/fühle.

Und das dritte: Als ich Fortging-Rosenstolz; Schon der Titel sagt ja einiges, joa das Lied an sich ist schön, find ich, und spiegelt auch Teils meine Gedanken wieder.

Da bin ich wieder,

08:12, 29.06.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link


und ich habe auch sehr viel zu erzählen. Da mein letzter Eintrag schon etwas länger her ist, hat sich ordentlich Berichtens werter Stoff angesammelt. Mein letzter Eintrag ist jetzt ja auch schon mehr als 3 Wochen alt. Deswegen fange ich bei meinem Bericht auch mal an dieser Zeit an. In meinem letzten Bericht hatte ich schon von dem Indischen Fest berichtet, welches sich noch bis zum Ende der Woche hingezogen hat. Am Samstag war das „Ende“ dieses Festes, welches praktisch mit einer Art kleinem „Thaipussam“ begangen wurde. Am Haus meines Chapterleaders haben sich ungefähr noch 10 andere Inder und eine Band eingefunden. Unter sehr lauter Musik Einwirkung haben dann 5 Inder angefangen zu piercen und sich solche rissigen bunten „Aufbauten“ auf die Schultern zu hieven. Was echt heftig war, war mit anzusehen wie einem der Inder diese Hacken durch die Rückenhaut gesteckt wurden. Dieser musste von 3 Leuten gepackt werden, damit der vor Schmerz nicht um sich tritt. Und bei dieser ganzen Prozedur ist mir auch klar geworden, warum auf indischen Festen die Musik immer so laut ist. Ich glaube nämlich, dass der Trance zustand besonders leicht durch Reizüberflutung erreicht werden kann. Da die sich bei diesen Aktionen immer dermaßen in die Ohren schreien, bleibt mir gar nichts anderes übrig als das zu glauben. Als dann alle bereit waren, wurde für unsere kleine Gruppe die Straße abgesperrt und wir sind von dem Haus aus zum Tempel gelaufen. Da ich das alles richtig mitmachen wollte, bin ich natürlich Barfuß gelaufen. Und ich war sehr überraschet, wie schmerzlos das doch war. AM tempel angekommen, wurden dann die Opfer überbracht und noch bis spät in die Nacht gefeiert. Doch da ich am nächsten Tag früh aufstehen musste, bin ich relativ schnell nach Hause gegangen. Vor der Haustüre habe ich mir dann doch sicherheitshalber noch einmal meine Füße angeschaut-die waren schwärzer als das tiefste schwarz, welches ich bis dahin gesehen hatte.                                                                                                                                                        Am nächsten Tag bin ich dann zusammen mit meiner Familie relativ früh schon nach Penang aufgebrochen. Dort haben wir für die Nacht in einem ganz guten Hotel mit Meerblick gewohnt. Das einzige was ein wenig schade war, war dass es ein 2 Personen Zimmer war und wir zu 6 waren. Aber was ich dort richtig genossen habe war, dass es zum einen Englische Fernsehprogramme gab und dass es ein Französisches Restaurant gab. Das war „All-you-can-eat“ das heißt ich habe erst nach dem 4 Mal nachholen aufgehört. Und außerdem, war ich SO froh einmal etwas zu essen, was nicht REIS als Grundlage hat. Der Reis hängt mir nämlich mittlerweile echt zum Hals raus. Wann immer es geht, versuche ich etwas anderes zu essen, da ich den Reis nicht mehr ab kann. Später bin ich noch mit meinem Bruder zusammen ins Kino gegangen. Das war auch ziemlich gut und ich habe das erste Mal hier in Malaysia irgendwas „Dating“ mäßiges mitbekommen. Nämlich von meiner Gastschwester und einem Chinesen von Penang. Das mit Abstand beste an der Dating-Aktion war, das mein Bruder und ich aus dem Auto raus mussten, damit die beiden sich vernünftig verabschieden konnten.                Am nächsten Tag bin ich dann mittags von meiner Temporären Gastfamilie abgeholt worden. Da mein Chapter für eine Woche nach Penang eingeladen worden war und wir so auch einen Platz brauchten wo wir wohnen konnten. Und die Familie, in der ich war, war göttlich. Das waren sehr sehr weltoffene Malaien-Chinesen. Was ich sehr angenehm fand, war das bei denen durchweg Englisch gesprochen wurde. Und es war ein so schönes Gefühl endlich mal alles verstehen zu können. Leider war ich bei dieser Familie die ganze Woche lang nur für den Abend da, da wir von AFS aus den ganzen Tag über Unternehmungen hatten. Das waren aber echt gute Sachen, die wir da gemacht haben. Wir haben die historischen Plätze besucht, sind ein wenig Jungel Tracking gewesen. Das war alles echt super und die AFS Leute da waren super nett. Unser Programm dort, ging bis zum Donnerstag und eigentlich war mein Plan dann von Penang aus direkt weiter nach KL zu fahren, da wir dort sowieso wegen des Mid Stay Camps am Montag Dienstag sein mussten. Doch leider wurde mir das von AFS verboten, weshalb ich für 2 Tage wieder zurück nach Kangar musste um mich am Montag dann wieder auf den Weg zu machen. Unser Bus ist um 10 Uhr gestartet und wir waren dann gegen halb 6 in Kuala Lumpur (Ich bin zusammen mit der anderen Austauschschülerin aus meinem Chapter gefahren). Die Fahrt an sich war recht angenehm, auch weil wir ausnahmsweise Mal ordentlich Platz hatten. In Kuala Lumpur angekommen, haben wir uns mit all den anderen Austauschschülern getroffen und uns wurde mitgeteilt, wo wir die Nacht verbringen sollten. Ich wurde mit 2 anderen deutschen Austauschschülern einem deutschen Austauschschüler in KL zugewiesen. Und was sehr angenehm war, war dass dieser Austauschschüler in KL ein sehr guter Freund von mir ist. Außerdem war für die Nacht noch die einzige australische Austauschschülerin dort. Das war so toll dort mit den anderen zusammen. Wir haben uns bis 4 Uhr morgens unterhalten, Witze erzählt, gelacht und unsinniges Zeug gemacht. Leider mussten wir schon nach 2 Stunden Schlaf wieder aufstehen, da wir ein wenig außerhalb von KL dort waren und uns um 8.30 in KL Sentral getroffen haben. Dort waren dann auch alle anderen Austauschschüler. Das war ziemlich cool alle anderen wiederzusehen, obwohl ich die Hälfte von denen schon wieder vergessen hatte. Von dort sind wir ungefähr eine Stunde lang mit dem Bus nach Genting gefahren. Doch da das Hotel auf einem Berg liegt, welcher nicht mit dem Bus zu erreichen ist, mussten wir mit Gondeln dort hin fahren. Das hatte schon ein wenig von Skiurlaub- feeling, bis auf das es ein wenig zu warm war. Die Fahrt dort hoch hat ungefähr 15 -20 min gedauert. Ich fand die Fahrt sehr schön und angenehm, da es während der Fahrt stetig eine wenig kälter wurde und weil es Passagen gab in denen man den Anfang und das Ende nicht gesehen hat und so einfach nur Mitten im Jungle war. Im Hotel auf der Bergspitze angekommen, wurde unser Gepäck von AFS auf verbotene Sachen untersucht, was ich schon echt seltsam fand. Danach hatten wir die erste von unzähligen „Sessions“ die sich auf unseren Aufenthalt hier, die Gastfamilien, AFS und noch einige Sachen bezogen. Auch wenn sich das eigentlich nicht wirklich spannend anhört, so war es doch sehr lustig mit all den anderen Austauschschülern. Es wurde sehr viel geredet, gelacht und Blödsinn gemacht. Und auch unsere Betreuer waren sehr lustig und hatten meiner Meinung nach das richtige Verhältnis zwischen Strenge und Humor. Am Nachmittag sind wir dann noch in den Vergnügungspark gegangen, welcher im Hotelpreis mit inbegriffen war.  Das ist kein wirklich großer, jedoch der einzige in ganz Malaysia. Leider wurde uns von AFS verboten alle „vernünftigen“ Fahrgeschäfte zu benutzten. Die Definition von AFS für „vernünftig“ war „gefährlich“.  Danach haben wir unsere Zimmer zugewiesen bekommen und ich hatte im Gegensatz zu den meisten anderen ziemlich Glück, da ich mit einem ziemlich coolen Franzosen zusammen in ein Zimmer gekommen bin. Am Abend, nach dem Essen, hatten wir noch bis 11 Uhr weitere Sessions. Danach habe ich mich mit den meisten Austauschschüler in den Flur vor unseren Räumen gesetzt und mit denen viel Spaß gehabt für den Abend. In unsere Zimmer sind wir gegen 3 Uhr gegangen. Am nächsten Morgen ging es dann um 8 wieder los, mit dem Pflicht Frühstück. Den ganzen Tag lang gab es dann Sessions und sogar unsere Vorgesehene Freizeit wurde gestrichen da wir zu langsam waren. Doch auch wenn das sich wieder sehr anstrengend und langweilig anhört habe ich das sehr gut Erinnerung. Das war echt super lustig. Und es gab nur eine Situation in der der Camp Leiter sehr ernst geworden war. Bei dem Thema Schule schwänzen. Denn es gibt wohl Austauschschüler, die von den 4 Monate Schulzeit höchstens 2 zur Schule gegangen sind ( ,was ich gut nachvollziehen kann, denn Schule ist extrem Langweilig). Und da wir hier ein Highschool-Visum haben, können wir richtig Probleme bekommen, wenn wir nicht zur Schule gehen, wir können sogar abgeschoben werden. Und das hat der mit dem nötigen Ernst der Lage rübergebracht. Natürlich haben wir auch AFS-like, viele Energizer gemacht, was auch sehr lustig war. Für alle die, die nicht wissen, was Energizer sind, dass sind kleine Spiele oder Aufgaben die bei AFS Veranstaltungen zum Teil schon Kultstatus erreicht haben. Und meistens sind diese Spiele oder aufgaben sehr ausgefallen und lustig. Und auch ein Sinn dieser Energizer ist, ein wenig Leben in die sonst sehr von zuhören geprägten Sessions reinzubringen. Beim Abendessen muss ich noch von einer Situation berichten, die finde ich, sehr Malaysia typisch ist. Da mir dort Langweilig war, habe ich mit einer anderen Austauschschülerin dieses Spiel gespielt, bei dem man seine Hand mit der seines gegenüber so verhakt, dass der Daumen nach oben schaut und dann versucht, den Daumen des anderen unter den eigenen zu bekommen. Doch als wir das ungefähr für 5 Minuten gespielt haben, wurde uns von einem AFS Mitglied gesagt, dass wir das bitte zu unterlassen haben, da sich das nicht gehört, dass man in der Öffentlichkeit die Hand des anderen Geschlechtes „hält“. Auch in dieser Nacht haben sich wieder die meisten Austauschschüler in dem Flur getroffen und geredet, diesmal jedoch nur bis 2 Uhr. Am nächsten Tag hatten wir noch ein paar kleine Sessions, bis wir dann gegen 11 Uhr das Hotel verlassen haben. Das war von der Aussicht her richtig schön, da der ganze Berg in Wolken gehüllt war und man so das riesige Hotel (15.000 Betten) schon ziemlich schnell nicht mehr sehen konnte. Für den Rest des Tages sind die andere Austauschschülerin aus meinem Chapter, die Australierin und ich noch zu dem Austauschschüler gegangen, bei dem wir auch schon vor dem Camp waren. Dort haben wir dann noch eine Nacht verbracht, welche wieder sehr unterhaltsam war. Doch da wir alle sehr müde waren, war auch hier schon um 4 Schluss. Und ich hatte am nächsten Tag um 7 Uhr ernsthaft Probleme aus dem Bett zu kommen. Wir wurden dann zu der LRT (S-Bahn) Station gebracht und sind von dort auf kleinen Umwegen zur Busstation gefahren. Und von dort aus in ungefähr 7 Stunden in Kangar gewesen. Und während der Fahrt hat sich bei mir ein Gefühl eingestellt, welches ich bis dahin noch gar nicht kannte, ich habe auf einmal angefangen richtig die anderen Austauschschüler zu vermissen und die Austauschschüler, die in KL wohnen zu beneiden. Diese haben sau viel andere Austauschschüler in ihrem Bereich, haben nicht so lange Schule wie ich und jeden Nachmittag was zu tun. Doch irgendwann ist mir dann wieder klar geworden, dass ich meine Erfahrungen hier mache und mir diese niemand nehmen kann. Trotzdem werde ich versuchen in den nächsten Ferien wieder nach KL zu kommen. Seit dem ich aus KL zurückgekommen bin, sind auch schon fast eineinhalb Wochen vergangen und so, wie es aussieht werde ich wahrscheinlich die Schule wechseln. Nicht, aus dem Grund, weil ich die Schule, auf der ich jetzt bin nicht mag, sondern aus vielen anderen Gründen. Zum einen sind hauptsächlich Chinesen an meiner Schule und ich würde auch gerne irgendwie mit Malaien zu tun haben. Zum anderen, nervt es mich, dass ich ständig von den „coolen“ verarscht werde, ich würde gerne was früher nach Hause kommen und ich glaube eine Art Neuanfang an einer anderen Schule würde mir gut tun. Ich denke ich beende hier auch meinen Eintrag jetzt einmal. Eine Sache würde ich doch gerne noch sagen: Glaubt mir, ich vergesse nicht meine Einträge hier zu schreiben, doch ich hatte angekündigt, dass das wohl etwas schwerer sein würde. Und außerdem schreibe ich den nur wenn ich Zeit haben und nehme mir dafür nicht gerne Zeit. Das ist recht Zeitaufwendig, macht trotzdem meistens Spaß, aber ich habe es nicht gerne, unter Druck gesetzt zu werden. Vielen Dank!  Ich hoffe, es geht euch allen gut, viele Grüße von mir….

Simon



Zeitgefühl…

17:33, 2.06.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link
Das habe ich in gewisser Weise verloren. Ich war mir gar nicht bewusst, dass gestern schon Montag war und ich eigentlich meinen Blog Eintrag hätte schreiben wollen. Liegt glaub ich an den Ferien. Ich bin auch recht Faul in den letzten Wochen geworden. Doch so langsam krieg ich mich wieder meinen „alten“ Tagesablauf auf die Beine. Zum Beispiel hab ich heute meinen ersten Teilerfolg gehabt, da ich nicht, wie sonst immer, erst um 1 sondern schon um 12 aufgestanden bin. :P Auch mache ich jetzt wieder Sport und krieg auch mehr am Tag hin, als mich nur damit zu beschäftigen Musik zu hören, im Internet zu surfen oder Fernzusehen. Das ist auch wichtig, da ich voraussichtlich ab nächster Woche wieder unterwegs bin und ich dann nicht mehr so lange ausschlafen kann. Mitte letzter Woche hat in meinem Dorf/Städtchen ein 2 wöchiges Indisches Fest angefangen. Vielleicht trifft das Wort „Tradition“ es besser als ein Fest. Ich weiß nicht, in wie fern das euch Leser interessiert, um was es dort geht. Ich beschreibe euch das einfach mal im groben. Ich verstehe davon auch noch lang nicht alles, aber durch ständiges Nachfragen habe ich schon ganz gut und eigentlich alles, was mich interessiert, rausbekommen. Das heißt…ehm… okay das ist gar nicht so einfach das zu erklären, da das doch recht komplex ist. Gut, ich geb einfach mein bestes. Also die Inder sind Hindus und haben, soweit ich das verstanden habe, mehrere Götter. In jedem Tempel gibt es Statuen von diesen Göttern. Und die Statue des Hauptgottes wird im Moment jeden Tag um den Tempel getragen. Diese Woche Samstag wird er dann durch mein Städtchen gefahren. Und Sinn der ganzen Aktion ist es, dass der Gott auch zu den Gläubigen kommt, die nicht zum Tempel gehen können. Und das Momentane „Um den Tempel herumtragen“ ist eine Art Vorbereitung dafür. Bis jetzt, war ich jeden Abend dort und es ist jedes Mal gut dort. Ich trage mein Indisches „Gewand“, welches einige von euch schon von Fotos kennen und aufgrund dessen kriege ich von jedem 2 dort einen Daumen gezeigt und werde zu fast allem eingebunden. Auch wenn ich davon kaum eine Ahnung habe und immer Angst habe, einen Fehler zu machen. Doch die sind alle so offen und nett, dass ich das alles echt gerne mache. Das einzige, was langsam nervig wird ist, dass ich von ALLEN angesprochen werde. Bei den erwachsenen habe ich damit kein Problem, da man sich mit diesen auch vernünftig unterhalten kann. Doch mit den Kindern ist das nur schrecklich. :D Es gibt 2 Arten von denen, von den einen werde ich alle 2 Minuten gefragt, wie es mir geht und ob ich bereits gegessen hätte und die anderen sind einfach nur nervig. Und von dem nervigen Typ gibt es einen, der echt der Hammer ist. Anfangs konnte ich mich mit dem echt gut unterhalten, doch dann wurde das einfach nur noch unerträglich. Angefangen hat das alles damit, dass er meint, wie jeder Junge, nach 2 Sätzen mit mir über Mädchen oder Frauen reden zu müssen. Und dieses Gerede ist SO nervig. Ich glaub, die müssen vor mir als weißen immer den größten Macker und Stecher raushängen lassen. Und nachdem die mir dann ungefähr eine halbe Stunde von ihren Liebesabenteuern erzählt haben, kommt JEDES Mal die Frage wen ich den heiß finden würde. Und diese Frage ist einfach TÖDLICH. Man kann auf diese Frage nur falsch antworten. Und deswegen bin ich darauf umgestiegen einfach immer weiter zu fragen: „ Why do you want to know this?“. Und wenn ich das Konsequent durchhalte hab ich auch irgendwann meine Ruhe. So, aber um wieder zurück zu dem Jungen zu kommen: Ich hab echt noch keine Möglichkeit gefunden, jemandem Höflich zu sagen, dass er nervt. Und das tut dieser Junge echt. Der kommt jedes Mal zu mir und fragt mich irgendwelche total sinnlosen Fragen. Das heißt ich bin dazu übergegangen den einfach zu ignorieren. Das alles mag sich jetzt komisch lesen, doch ich glaube, selbst der Höflichste Mensch hat irgendwann keine Lust mehr auf sowas. Abgesehen davon genieße ich es jedoch auch manchmal so berühmt und besonders zu sein. ;) Zum einen wird mir IMMER geholfen und zum andern hat das auch Vorteile im Materiellen Sinne. :D Wenn ich an irgendwelchen Straßenständen etwas kaufe und dann mit den Verkäufern auf Malaiisch rede und denen ein wenig von mir erzähle, krieg ich fast immer was extra oder bekomme sogar die Sachen von anderen Leuten spendiert. Meine Pläne für die nächste Zeit sehen Folgendermaßen aus: Diesen Samstag werde ich mit meiner Familie in ein Hotel nach Penang fahren und dort am Abend Italienisch Essen gehen. Außerdem werde ich dort wahrscheinlich das erste Mal, seit dem ich hier bin, schwimmen gehen. Im Pool von dem Hotel. Am Sonntag oder Montag wird meine Familie dann wieder zurück nach Kangar fahren. Ich habe jedoch eine Einladung von dem Chapter in Penang bekommen und werde deswegen noch 1 bis 2 Tage auf Penang verbringen. Danach werde ich voraussichtlich mit der anderen Austauschschülerin aus meinem Chapter nach KL fahren und dort den Rest der Woche bis einschließlich Montag verbringen. Am Dienstagmorgen beginnt dann mein Mid Stay Camp. Dieses geht bis zum Donnerstag, doch da es uns Austauschschülern anscheinend verboten ist, während der Nacht zu reisen, werde ich erst am Freitag zurückreisen. Und am Montag danach beginnt leider wieder die Schule -.-! Ich werde aufgrund meiner Reisen, denke ich, nicht zu sehr ausführlichen Einträgen kommen, doch ich gebe mein bestes. Bis dann, viele Grüße an jeden Leser von mir aus Malysia, euer Simon

Nicht mehr krank...

15:22, 25.05.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

So, als erstes, bin ich froh euch sagen zu können, dass es mir wieder gut geht. Ich bin nicht mehr krank, hab nur noch ganz leichten Husten, doch ich denke dieser wird sich auch im Laufe der Woche verabschieden.

In der letzten Woche, habe ich die meiste Zeit zu Hause verbracht, da ich, wie schon gesagt, krank war und mich nicht in der Lage gefühlt habe irgendwas großes zu machen. Erst gestern am Sonntag hab ich wieder an einer etwas größeren Aktion teilgenommen und bin mit meinem Bruder und meiner Mutter nach Alor Setar gefahren. Das ist die nächst größere Stadt hier und die Hauptstadt von meinem Nachbarstaat Kheda. Dort mussten wir, wegen der Angestellt meiner Eltern ins Immigrationsamt. Was genau dort gemacht wurde weiß ich nicht, aber ich denke mal, dass das bleibe Recht verlängert wurde oder so. Danach sind wir essen gegangen und in einem „Tesco“ einkaufen gegangen. Das war ein sehr schöner Tag, obwohl es schrecklich ist mit meinem Bruder einzukaufen, da man sich fühlt als würde man mit einem Mädchen Kleider einkaufen gehen. Nur das sich mein Bruder bei Lebensmitteln nicht entscheiden kann. Das ist echt schlimm. Wir standen da zum Teil 15 min vor irgendwelchen Regalen und selbst das bekannte Münzen werfen hat zu keinem Ergebnis geführt.

Ende letzte Woche und auch jetzt, während ich den Eintrag schreibe, ist es schrecklich laut hier. Meine Eltern lassen das Nachbarhaus für eine meiner Schwestern renovieren. Und dazu wird irgendwie der Putz von den Wänden gestemmt. Das heißt es wird von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends durchweg mit dem Schlagbohrer gearbeitet. WOW, jetzt gerade machen die eine Pause… wie schön ruhig es hier doch sein kann! ;) Außerdem habe ich letzte Woche einen Brief von AFS erhalten. In diesem wurde mir mitgeteilt, dass ich ja mittlerweile schon knapp 4 Monate hier wäre und es deswegen langsam Zeit für mein „Mid Term Orientation Camp“ wäre. Das hat mich sehr gefreut, da dies bedeutet, dass ich all die anderen Austauschschüler wiedersehe. Dieses Camp findet statt vom 16.-18 Juni in „Genting Highlands“. Das ist der bekannteste Vergnügungspark in ganz Malaysia. Und ich bin mir ganz sicher, dass das richtig super da wird. Vor allem ist es sehr praktisch, dass ich hier soweit weg davon wohne, da das Camp dadurch einen Tag früher für mich beginnt und einen Tag später endet.

Außerdem haben Franziska und ich eine Einladung von dem „Penang Chapter“ bekommen und werde somit wahrscheinlich am Anfang der 2 Ferienwoche (in 2 Wochen) dort für einige Tage hinfahren.

Da ich hier in regem Kontakt mit einigen anderen Austauschschülern stehe, bin ich zu dem Schluss gekommen,  dass  Gefühle wie Heimweh und Vermissen, in manchen Phasen einfach Teil eines Austauschjahres sind. Doch man lernt, je länger man hier ist, immer besser damit umzugehen und ich glaube auch, dass sich diese Gefühle immer mehr in Vorfreude umwandeln, je weiter das Jahr voran schreitet. So damit beende ich heute meinen Eintrag, da auch mein Bruder jetzt das Internet nutzen will. In diesem Sinne, eine schöne Zeit euch in Deutschland, liebe Grüße aus dem schönen Malaysia

EUER Simon



Reichlich verspätet....

14:59, 21.05.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

….schreibe ich jetzt am Mittwoch endlich meinen Blog Eintrag. Die letzte Woche, ausgenommen Montag war sehr entspannt für mich, da ich von meiner Schule freundlicherweise schulfrei bekommen habe. Das war sehr angenehm. Und das habe ich auch die ersten Tage sehr entspannt ausgenutzt. Irgendwann hab ich dann noch angefangen Sport zu treiben. Das war sehr lustig, da ich dies schon längere Zeit nicht mehr gemacht hatte. Dies hatte zur Folge, dass ich zum Beispiel beim Joggen nach der Hälfte der Strecke schon nicht mehr laufen konnte. Und „Hälfte der Strecke“ bedeutet knapp 15 min! :P Aber selbst das gehen war nicht gerade einfach, da ich auf schwarzen Straßen gelaufen bin und da dermaßen heiße Luft von aufsteigt, dass das schon fast Sport genug ist. Da kam mir natürlich die glorreiche Idee einfach neben der Straße im Graß zu laufen, woraufhin mich die Bewohner fast panisch angeschaut haben und mich dann darauf aufmerksam gemacht haben, dass es da von Schlangen nur so wimmelt. Ich glaub ihr könnt euch gut vorstellen, wie schnell ich wieder auf der Straße war.

Samstagnachts hat dann die Betriebsreise begonnen. Das heißt wir sind in eine „Luxury coach“ gefahren. Das bedeutet hier in Asien, dass ich mal fast so viel Platz wie in deutschen Reisebussen hatte. Weil, wie bereits erwähnt, in den normalen, fühlt man sich eher wie im Flugzeug. Gut, das mag vielleicht auch ein wenig mit meiner Größe zu tun haben. Wie auch immer, mit diesem Bus sind wir dann mit allen Angestellten in Richtung KL gefahren. Dort sind wir gegen6 Uhr morgens angekommen und ich war Tod müde. Dann sind wir über ein paar Stationen letztendlich zum „Zoo Negara“ gefahren. Das ist der Staats Zoo sozusagen. Der war auch ganz nett und wir hatten dafür insgesamt eineinhalb Stunden Zeit. Danach sind wir in den Petronas Towern Essen gegangen und um 4 Uhr auf die Skybridge Hochgefahren. :D Das war gar nicht so einfach für mich, da der Typ, dem ich damals erzählt hatte dass ich Abend abfliege, wieder Dienst hatte. Aber ich habe es geschafft. Wie es da oben so aussieht hab ich ja schon mal berichtet, glaub ich. Wenn nicht, bitte Bescheid sagen. Doch ich muss sagen, schon wenn man das 2 Mal da oben ist, ist das um einiges unspektakulärer als beim ersten Mal. Unser Bus hat direkt vor den Türmen geparkt, weshalb wir nur runter fahren brauchten und praktisch direkt einsteigen konnten. Von KL aus sind wir dann ungefähr 4 Stunden lang mit dem Bus nach Cameroon Highland gefahren. Auf dem Weg dahin ging es mir irgendwie zu nehmen schlechter. Was bedeutet, ich hab immer mehr Bauschmerzen bekommen. Als wir dann oben angekommen waren sind wir in einer Stadt ausgestiegen um einzukaufen. Das erste was mir dort aufgefallen ist, war die ungewöhnlich kälte. Also selbst im Pullover war das noch kalt. Nachdem alles nötige Eingekauft war,  sind wir weitergefahren.  Als wir dann bei unserem Ziel, einem Homestay angekommen sind, ging es mir leider nicht mehr so gut. Das heißt an diesem Abend habe ich nichts mehr gegessen und bin so ins Bett gegangen.  

Am nächsten Tag sind wir alle gegen 8 Uhr aufgestanden und relativ bald aufgebrochen. Doch ich hatte mich immer noch nicht bereit gefühlt etwas zu essen. Obwohl die mich echt sehr dazu gedrängt haben. Und vor allem haben die mir alle Nase lang irgendwelche Medikamente angeboten. Doch ich wollt gar keine haben. Trotzdem fand ich es nett, wie die sich um mich gekümmert haben. Wir sind an diesem Tag zu verschiedenen Plantagen gefahren, doch mir ging es leider so schlecht, dass ich keine dieser Plantagen besichtigen konnte. Ich bin fast die ganze Zeit im Bus geblieben. Meine Kopfschmerzen haben sich an dem Tag noch verschlimmert und was mich in dem Zusammenhang genervt hat war, dass die Angestellten die schlimmsten Kettenraucher sind, die ich kenne. In jeder freien Minute wurde ne Zigarette angezündet und zum Teil konnten die sich noch nicht mal während der Fahrt zurückhalten. Und zum andern wurde ich fast dazu genötigt Unmengen von Wasser zu trinken. Irgendwie, ist das hier weit verbreiteter Glaube, dass Wasser ein Wunderheilmittel ist. Und ich konnte aber irgendwann nicht mehr und außerdem hatte der Bus keine Toilette. Im Laufe des Tages kam dann noch Fieber dazu. Ich habe dann so gut es geht versucht zu schlafen in dem Bus, habe dadurch aber so schlimme Rückenschmerzen bekommen, dass ich durch die Schmerzen schon nach kurzer Zeit wieder geweckt worden bin und dann nicht mehr einschlafen konnte. Es war abgesehen davon ein recht schöner Tag.

Als ich wieder zu Hause war, habe ich noch ungefähr 2 weitere Tage nichts gegessen. Zwischendurch hatte ich einmal versucht den Reis mit zu essen, aber der hat irgendwie so ekelig geschmeckt, dass ich das nicht konnte. Mittlerweile haben wir schon Donnerstag und ich habe gerade mein erstes Frühstück dieser Woche gegessen! J Mir geht’s auch soweit wieder ganz gut, bin nur ein wenig schläfrig. Im Laufe des Tages werde ich versuchen noch ein paar neue Fotos Hochzuladen.

Bis dann, euer Simon



MÜDE….

13:41, 12.05.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link


Ich bin so extrem müde, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen wie müde ich gerade bin. Vielleicht wird das etwas anschaulicher, wenn ich euch sage, dass ich erst vor 4 Stunden zum schlafen gegangen bin. Ich bin mir sicher heute wird hart in der Schule, aber ich finde auf jeden Fall, dass sich das gelohnt hat. Gestern war hier ein Basketball Team aus Kalifornien. Die haben hier gegen eine Lokale Mannschaft gespielt und nach dem Spiel bin ich noch mit denen Essen gegangen. Das war richtig cool. Und vor allem waren die alle super nett. Und was ich sehr überraschend fand war, dass die Hälfte von denen bereits in Deutschland gewesen ist. Das find ich sowieso total cool hier. Ich wohne hier am Arsch von Malaysia und trotzdem krieg ich hier ständig Amerikaner hin. Das wird alles von der Baptistischen Kirche hier Organisiert. Das war auf jeden Fall richtig cool. Und was mich noch viel glücklicher macht, ist dass ich gerade erfahren habe, dass ich für die nächsten 6 Woche nicht in die Schule muss. Die nächsten 3 Wochen sind Prüfungen, und zu denen muss ich nicht gehen, danach sind 2 Wochen Ferien und dann hab ich mein Mid Stay Camp (ist aber noch nicht genau die Hälfte des Jahres).

Diesen Sonntag war Muttertag und dazu noch mein 100 Tag hier in Malaysia. Mensch, wie die Zeit doch vergeht. Schon krass!                  

An dem Mutter Tag hier, habe ich mich mit meinem Bruder hier zusammen getan und meine Mutter hier bekocht. Mein Bruder hat Spagetti gekocht und ich habe mich mit Crêpes versucht. Das hat bei uns beiden auch sehr gut geklappt und ich glaube meine Mutter hat sich auch sehr gefreut. Ich habe mir sogar die Mühe gemacht, dafür extra Deutsche Marmelade zu kaufen.

Am Samstag war der Geburtstag, Todestag und „Erleuchtungstag“ von Buddha. Das heißt das wurde von den Buddhisten hier ganz groß gefeiert. Da mein Bruder Vorsitzender oder so von der „Buddhist Gesellschaft“ hier ist, hatte der da ganz ordentlich zu tun am Samstag und am Freitag. Ich bin nur am Samstagabend zu dem Umzug gekommen. Dort sind wir mit einem Wagen und 2 Mönchen durch die ganze „Stadt“ gelaufen. Ich bin in der ersten Reihe der Kerzen-Träger gelaufen und direkt vor mir sind die Mönche gefahren. Gefahren schreibe ich deswegen, weil die Hinten auf einem Pick-up saßen. Und die fanden dass so toll, dass die mich mehr oder weniger während der ganzen Prozession mit einer Art weih-Wasser überschüttet haben. Und grundsätzlich kamen alle 2 Minuten irgendwelche Chinesen an, die mir gesagt haben, wie toll sie das fänden, dass ich das mit machen würde.

Ich glaub in dem Rest der Woche ist nichts Aufregendes mehr passiert.

Diese Woche werde ich in vollen Zügen genießen, da ich seit dem ich hier bin noch nie länger als 2 Tage ausschlafen konnte. Am Wochenende geht es mit meiner Familie und allen Angestellten auf einen Betriebsausflug nach Kuala Lumpur und in einen Vergnügungspark, darauf freue ich mich schon richtig dolle. Doch da wir erst Montagnacht wieder kommen, werde ich frühestens Dienstagabends (meine Zeit) einen neuen Blog Eintrag machen können. Tut mir echt leid, doch ich hab im Moment echt viel zu tun hier.

 Ich hoffe es geht euch in Deutschland allen gut. Mir geht es im Moment echt bombig und ich bin sehr Happy.

Bis dann mal,

EUER SIMON



Vollkommen angekommen…

08:21, 4.05.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link


… in allen Bereichen. Ich habe mich hier meines Erachtens jetzt richtig eingelebt und würde behaupten, ich habe mir hier ein neues Leben aufgebaut. Das Projekt „tollstes Auslandsjahr“ ist zwar noch lang nicht abgeschlossen, doch wenn ich zurückschaue, finde ich, dass ich schon eine sehr große, teils steinige Strecke, in Richtung dieses Ziels zurückgelegt habe. Doch ich bin hier in Malaysia jetzt angekommen und jeder weitere Schritt nach vorne, ist etwa wie eine neue Wurzel eines Baumes. Jeder dieser Schritte verankert mich noch mehr hier.                                                                                                                         Für mich sind viele Dinge schon normal geworden, mit denen ich am Anfang noch sehr gekämpft habe. Mittlerweile ist es normal, dass ich um 6 aufstehe, dass vor der richtigen Schule erst noch eine Assembly abgehalten wird und dass die Schule richtig Spaß macht (Auch wenn ich nicht gerne an den Wiedereinstieg in die Deutsche Schule denken will! :D) . Nur an eine Sache, die noch etwas neuer ist, muss ich mich erst noch gewöhnen. Nämlich, dass die Tage viel zu schnell vorbei gehen. Das hat zum einen was schönes, doch zum andern habe ich das Gefühl, ich komme zu gar nichts mehr am Tag. Müsste ich Malaysia und all das hier jetzt verlassen, ich bin mir ziemlich sicher, dass mich das sehr sehr traurig machen würde. Denn es gibt hier viele Dinge, die ich sehr lieb gewonnen habe. Zum Beispiel meinen Gastbruder sehe ich schon fast, als meinen wirklich Bruder an. Und auch den Rest meiner Gastfamilie habe ich sehr lieb gewonnen. Es gibt zwar Momente, in denen es mir ein bisschen peinlich ist, was alles für mich getan wird, doch… ich genieß das natürlich auch. Und ich kann euch sagen, eine Mate zu haben, ist ein sehr schöner Luxus. Ich meine, wer geht nicht gern in die Dusche, komme raus und bekommt dann seine Uniform gereicht und setzt sich an den fertigen Frühstückstisch? Ich müsste mich noch nicht Mal bücken, um etwas aufzuheben, was mir auf den Boden gefallen ist. Wenn ich wollte, müsste ich noch nicht mal das Geschirr abräumen oder mein Zimmer aufräumen. Das hat schon was! :P

Von der letzten Woche möchte ich euch von 2 Tagen erzählen.                                                              Der erste war der Mittwoch und der zweite der Samstag. An dem Mittwoch sind die andere Austauschschülerin und ich zu einer sogenannten „Roadshow“ eingeladen worden. Diese Roadshows sind sozusagen Präsentationen von AFS. Das heißt wir sind zu 2 Schulen gefahren und haben dort AFS vorgestellt. Wir Austauschschüler wurden natürlich nicht eingeladen nur um zuzuschauen. Unser Part der Präsentation lag darin, dass wir in der beide von unseren Erfahrungen in Malaysia und mit AFS erzählen sollten. Das war super aufregend, da ich normalerweise so gar nicht gerne vor großem Publikum rede und hier musste ich in Englisch von meinen Erfahrungen erzählen. Das heißt ich saß neben dem AFS Freiwilligen und habe mit richtig heftig pochendem Herzen darauf gewartet, dass ich dran komme. Doch als ich dann angefangen habe zu sprechen hat das so gut funktioniert, dass ich echt total überrascht war von mir selbst. Und während ich oder die andere Austauschschülern gesprochen hatten, waren die Zuhörer mucks Mäuschen still. Für die sind „weiße“ echt was besonders, da hier nur sehr selten Touristen hin kommen. Das haben wir nach der Präsentation noch sehr extrem zu spüren bekommen. Alleine ich habe ungefähr 45 min damit verbracht, jedem dieser Schüler eine Unterschrift zu geben und mit jedem ein Foto zu machen. Es wollte jeder ein Foto machen. Erst alleine, dann in der Gruppe und dann wieder alleine, weil denen das Foto nicht gefallen hatte. Mir hat mein Gesicht danach so extrem weh getan und ich konnte gar nicht mehr lächeln. Und das war an der 2. Schule genau das gleiche. An der 2 Schule war jedoch noch was besonderes da, ihr werdet es nicht glauben, ich dort eine halb Deutsche getroffen habe, die dort zur Schule geht. Als diese noch in Deutschland gewohnt hat, hat die ganz in der Nähe von Bonn gewohnt. So klein ist die Welt also! ;) Aufgrund dieser beiden Roadshows und meiner Promotion an meiner Schule, hatte ich die ganze Woche keine ruhige Minute mehr, weil fast jeder 2 Schüler an einem AFS Programm teilnehmen will. Das hört sich jetzt anfangs erst mal toll an, doch ich würde sagen 80% der Schüler wollen nur das „very short Program“ machen. Das aus dem Grund, weil es nur 2 Wochen lang ist und vollständig von der japanischen Regierung gesponsert wird. Aber AFS Programm ist AFS Programm. Und für viele hier sind 2 Wochen weg von zuhause schon fast so viel wie ein halbes Jahr für Deutsche.

Das 2, was ich diese Woche erlebt habe, war am Samstag. Da sind wir wieder zusammen mit einem AFS Freiwilligen unterwegs gewesen. Dieser hat uns zu einer Art Park geführt. Das war sehr schön dort. Da gab es alle Paradiesvögel, die ich mir vorstellen konnte, Krokodile, Tiger, Bären, Fische, Panter, Schildkröten und was weiß ich noch alles. Das war ganz cool die ganzen Tiere zu sehen, obwohl der Besitzer des Zoos in Deutschland, wahrscheinlich dreimal Lebenslänglich bekommen würde, wegen tausendfacher Tierquälerei. In allen Aquarien war nichts drin außer den Fischen, die Vögel hatten wenn es hoch kommt, 3 m3 Platz und diesen mussten die sich dann noch mit 5 andern Teilen. Der Tiger hatte immerhin einen holen Baum in seinem Gehege und ungefähr 25 m2 Platz. Und im ganzen Zoo hat es extrem nach den Tieren gestunken. Ganz besonders bei den Katzen und bei den Hunden. Bei den Hunden war übrigens auch ein Deutscher Schäferhund, auf welchen die Besitzer ganz stolz waren. Und gestern war das erste Mal ein Tag komplett ohne Sonne. Was mich aber nicht gestört hat, da es trotzdem noch sehr angenehm warm war.

Der Tag der Woche war ziemlich eindeutig der Mittwoch.

Ich hoffe ihr habt ne schöne Zeit, dort drüben in Deutschland, ich wünsch euch auf jeden Fall eine.

Bis dann Mal, euer Simon

PS: Nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich im Moment eure Mails nicht beantworten kann, aber ich habe im Moment echt verdammt viel zu tun. Tschuldigung.  



schon 3 Monate...

08:23, 28.04.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Mensch, jetzt schon 3 Monate vorbei. 3 Monate!!! Also ganz ehrlich, ich kann mir das gar nicht so wirklich vorstellen, dass schon 3 Monate vorbei sind. Also ich meine, natürlich habe ich schon super viel erlebt, doch 3 Monate, das ist ein Viertel Jahr. Solange fühle ich mich noch nicht hier.

Vor allem muss ich langsam echt Mal reinhauen, meinen Zielen was näher zu kommen. Also zum Beispiel muss ich mich Mal ein wenig mehr um meine Sprachkenntnisse kümmern.

Vor ungefähr einer Woche habe ich mich an das Chinesisch gewagt und auch schon das ein oder andere Wort gelernt. Doch das ist verglichen mit dem malaiischen nicht annähernd so einfach. Da ich Chinesisch nicht alleine lernen kann. Ich brauche dazu immer einen, der meine Aussprache verbessert, da die im Chinesischen das ein und alles ist. Die Grammatik ist ähnlich einfach wie im Malaiischen und von daher nicht wirklich schwer. Doch die aussprach der Wörter ist sehr schwer und erfordert sehr viel Training. Vor allem da ich so gut wie nie ein „positives Feedback“ wie im Malaiischen kriege, da man mich nicht versteht. Aber mit Durchhaltevermögen und viel Übung ist auch das zu schaffen. Und ich möchte wenigstens Chinesisch in Ansätzen verstehen können am Ende dieses Jahres. Das ist mir mit Malaiisch schon weitestgehend gelungen. Das heißt sofern meine „Gesprächspartner“ nicht einen zu heftigen Slang drauf haben, kann ich die schon voll verstehen. Ich kann nicht jedes Wort, doch ich kann mir aus denen, die ich kenne schon den Zusammenhang erschließen. Ich hätte es jetzt auch schon fließend könne, denke ich, denn es ist eine echt einfache Sprache, doch ich bin einfach was faul und habe nicht so viel Zeit. Aber nichts desto trotz, bin ich schon ganz gut voran gekommen. Es könnte nur schon besser sein.

In der letzten Woche sind wieder einige spannende und nicht interessante Dinge geschehen. Von Montag bis Donnerstag habe ich in der Schule 5 meiner Klassenkameraden dabei geholfen sich auf eine Debatte vorzubereiten. Diese Debatte hatten wir schon die Woche davor, das heißt ich wusste, wie das so ungefähr abläuft. Das ist ein Wettkampf von jeweils 2 Schulen, die normalerweise 6 Leute dahin schicken, von denen 3 aktiv am Wettkampf teilnehmen. Die anderen sind „nur“ Unterstützer(Das war ich auch). Und von den beiden 3er Gruppen, vertritt eine die Regierung und eine die Opposition. Und die müssen dann über ein Thema Debattieren welches schon vorher vorgegeben war. Und die mussten dann mit allen mündlichen Mitteln, außer der Beleidigung, das Publikum und die Juroren von ihrem Standpunkt überzeugen.                                                                      Und darauf haben wir uns die ganze Woche vorbereitet. Was noch ein wenig erschwerend dazu kam, war dass man Seite erst eine Stunde vor dem Wettkampf mitgeteilt bekommen hat. Was heißt, dass man sich auf beide Seiten vorbereiten musste.                                                                                                         Am Mittwoch habe ich das erste Mal 2 Menschen hier wirklich streiten sehen. Das waren 2 Mädchen aus dem Team, die ein paar Meinungsverschiedenheiten hatten. Und da das hier normalerweise alles sehr emotionsarm ist, war das echt eine Emotionsbombe. Ich hatte noch nie vorher jemanden wütend gesehen. Und diese beiden waren nicht nur wütend sondern wirklich sauer. Das heißt, die haben sich für Malaien echt auf härtestem Niveau beschimpft Türen geknallt und am Ende haben alle geheult. Und das alles einen Tag vor dem Wettkampf. Die Englisch Lehrerin, die uns dabei unterstützt hat, hat das dann so gut es ging wieder hingebogen. Doch es war halt nur hingebogen, dass heißt es war lange nicht so schön und gut wie vorher. Trotzdem war am Wettkampftag nichts von dem Vortag zu sehen. Das heißt, die beiden haben sich verstanden, als wären die schon seit Jahren Freunde. Trotzdem hatten wir nicht die geringste Chance gegen die andere Schule. Das ist die Hochbegabten Schule, und die beste davon im ganzen Staat gewesen. Und die haben unsere 3 Vertreter echt total gegen die Wand geredet. Und sogar zum Teil ihre Späße mit uns getrieben. Bis zum Samstag habe ich dann nichts großartig spannendes mehr gemacht. Am Samstag, bin ich dann zusammen mit der anderen Austauschschülerin mit dem Bus nach Penang gefahren. Dort angekommen wurden wir von einer AFS Freiwilligen abgeholt und sind mit dieser ein wenig durch Penang gefahren. Gegen 8 Uhr sind wir dann zu der Wohnung des Neffen gefahren. Dort haben wir dann gegessen und danach bin nur ich mit dem Neffen wieder losgefahren, da die andere Austauschschülerin krank war und so nicht mit konnte und auch nicht mit wollte. Auch wenn das Englisch des Neffen nicht wirklich gut war, haben wir uns ganz gut unterhalten können. Dieser hat mir dann noch ein wenig Penang gezeigt. Und so gegen halb 3 haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Und auf dem Rückweg haben wir noch etwas gesehen, wofür Malaysia auch sehr bekannt ist. Illegale Motorrad Rennen. In diesem Fall war das ein Kreisverkehr, um den die Fahrer gefahren sind. Und drum herum standen die ganzen Zuschauer mit ihren getunten Autos und haben die Fahrer von dort aus angefeuert. Praktisch mit uns zusammen ist jedoch die Polizei gekommen. Diese ist jedoch nicht wirklich darauf aus, die Fahrer zu fangen, sondern die machen schon von weitem sichtbar die Sirenen an, damit die Rennen aufgelöst werden. Dies war dann auch innerhalb von Sekunden der Fall. Das heißt es war auf einmal niemand mehr am Kreisverkehr und an den Ampeln war es voll mit Motorrädern. Fast jeder 3 hatte dort ein Funkgerät, womit die sich gegenseitig vor der Polizei gewarnt haben. Das war schon spannend da.

Am nächsten Tag sind wir dann alle zusammen zu der Opening Zeremonie von dem Penang Chapter gegangen. Das heißt an diesem Sonntag wurde das Chapter offiziell für Austauschschüler eröffnet. Das war ganz schön dort. Was ganz lustig war, war das da 4 Retournees aus Deutschland waren. Und die konnten alle ziemlich gut Deutsch. Mit einem dieser Retournees sind wir dann am Nachmittag noch durch ganz Georgetown (Der größten Stadt auf Penang) gefahren. Wir sind an den Strand und auf verschiedene Märkte gegangen. Das war echt schön. Das einzige was ein wenig komisch war, war dass die andere Austauschschülerin und ich keine „sichere“ Sprache mehr hatten. Das heißt wir konnten nicht so ohne weiteres über alles reden. Aber es war echt toll. Das war es soweit auch schon wieder heute, da ich jetzt zur Schule muss. -.- Naja, wird schon! ;) Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und eine schöne Zeit in Deutschland. Viele Grüße aus Malaysia von MIR ;)

"Familien Urlaub"

08:15, 20.04.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Und eine weite Woche ist ins Land gezogen, hier in Malaysia, wie auch in Deutschland und allen anderen Ländern dieser Welt. Und es wird jetzt wieder Zeit für einen neuen Blog-Eintrag meinerseits. Ich hoffe, ich bekomme diesmal wieder einen halbwegs ordentlichen und strukturierten Eintrag hin. Anfangen möchte ich heute, mit einer Sache, über die ich beim letzten Mal vergessen hatte, zu schreiben. Nämlich über meine Zeit hier während des Ski-Urlaubes von meinem Vater und meiner Schwester in Deutschland. –Das war keine einfache Zeit für mich! Es war nicht so, dass ich in Tränen ausgebrochen bin, weil ich wusste, dass diese jetzt in ihren Urlaub fahren. Doch es war ein komisches und ungutes Gefühl, zu wissen, dass jetzt ein Teil meiner Familie in den Familienurlaub ohne mich fährt. Ich, habe denen das von ganzem Herzen gegönnt, ich meine es ist nun wirklich ihr gutes Recht auch ohne mich in den Urlaub zu fahren, doch es war nicht einfach für mich. Es gab Momente, in denen ich in der Schule saß und habe mir gedacht habe, dass in diesem Moment wieder eine Piste herunter gefahren wird, die wir all die Jahre zuvor zusammen herunter gefahren sind. So etwas tut in gewissem Maße weh und hat mich auch traurig gemacht. Dazu kam noch das Gefühl, weiter Weg als zuvor von den beiden zu sein. Ich weiß natürlich, dass dies nicht so war und auch wenn es doch so gewesen sein sollte, wären die par Hundert Kilometer, die vielleicht gewesen sind, nicht wirklich ausschlaggeben. Doch es hat mir irgendwie das Gefühl gegeben abgeschnitten und getrennt von denen zu sein. Das ist ganz schwer zu beschreiben, aber es war auf jeden Fall  kein schönes Gefühl. Und vor allem macht mir das ein wenig Angst vor den Sommerferien. Da dies hier nur eine Woche war und daraus werden in den Sommerferien 6. Dies noch zu dazu! Komme ich aber nun zu meiner letzten Woche. Die letzte Woche war grundsätzlich eine sehr schöne, in der ich viel Spaß und Freude hatte, doch es gab auch 2 oder 3 Momente, in denen ich wieder ziemliches Heimweh hatte. Das ist lange nicht mehr so schlimm, wie es am Anfang war, doch ich möchte, dass ihr wisst, dass dieses Gefühl nach wie vor vorhanden ist. Doch manchmal ist das auch meine „Schuld“, da ich mich „darauf einlasse“ über zu Hause nachzudenken. Doch manchmal brauche ich das einfach. Weil ich sonst Angst habe zu „vergessen“. Und ich sage mir dann, dass es der Preis dafür ist, dass es zu solchen Momenten und Situationen kommt. Und es ist nun wahrlich kein großer, wenn ich dafür nur lernen muss mit meinen Gefühlen umzugehen. Doch dadurch und durch andere Dinge gibt es immer Mal wieder den ein oder anderen schweren Moment! Aber grundsätzlich wird mein Alltag hier von Spaß und Freude bestimmt.                                                                                                                                                  Von andern Austauschschülern, die wissen, wie es mir hier am Anfang „ergangen“ ist, werde ich oft gefragt, wie ich meine schwere Zeit überwunden habe und aus meinen Problemen wieder rausgekommen bin. –Ich glaube, dass ich nirgendwo „rausgekommen“ bin, sondern ich habe das Loch, welches ich mir selbst geschaufelt hatte, wieder zugeschüttet. Meine Familie meine Schule und mein Umfeld ist nicht grundlegend anders, als zu der Zeit, in der ich hier angekommen bin. Doch ich habe am Anfang Gründe dafür gebraucht, dass es mir hier so schlecht geht. Und diese habe ich natürlich in überall gefunden. Denn wenn man Probleme wirklich sucht, dann findet man diese auch. Doch irgendwann habe ich dann angefangen, die positiven Dinge in all diesen Sachen zu sehen. Und dadurch ist mir klar geworden, wie gut es mir hier doch eigentlich geht. Ich meine, dass ich nicht alles haben kann ist mir klar, aber ich habe schon sehr viel, finde ich. Ich habe mir gesagt, dass das meine Familie ist und diese mit keiner anderen zu vergleichen ist. Mit der Zeit habe ich dann auch meine eigenen Taktiken und Methoden entwickelt mit Situationen und Problemen umzugehen. Dabei war es natürlich nicht so, dass ich immer auf Anhieb sofort eine Lösung für das anstehende Problem gefunden hatte, sondern ich musste oft sehr viele verschiedene Dinge ausprobiert, bis ich zu einer zufriedenstellenden Lösung gekommen war. Manche von den Dingen, die ich ausprobiert habe, haben es sogar verschlimmert, doch ich habe gelernt, wenn man weiter sucht und neue Dinge ausprobiert, dann findet man irgendwann eine Lösung. Diese Lösungen können ganz einfache sein, wie zum Beispiel Musik hören, wenn man sich alleine Fühlt, aber auch sehr komplizierte, wie zum Beispiel bestimmte Denkmuster, bei starkem Heimweh oder Selbstzweifel. Es gibt 2 Dinge, die mir auf dem Weg zu solchen Lösungen super helfen und geholfen haben. Das eine ist der Wille, wirklich eine Lösung finden zu wollen, den wie schon irgendein Kluger Kopf gesagt hat:“Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“ und das stimmt. Es gibt manche Dinge, die brauchen ihre Zeit, doch mit Geduld und dem Willen kriegt man das fast alles hin. -Das andere, was mir oft hilft und richtig gut tut, ist die Kommunikation mit anderen Austauschschülern. Das ist, wie ich finde, eins der tollsten Dinge an AFS. In jeder Woche, schreibe, rede oder telefoniere ich mit anderen AFS Austauschschülern. Und es ist unglaublich wie wir uns von einem halben Meter (beim Unterhalten) bis über tausende Kilometer hinweg(beim Chatten) verstehen und uns gegenseitig helfen. Und das obwohl wir uns vorher teilweise gar nicht oder nur für wenige Tage gesehen haben reden und schreiben wir miteinander, als ob wir uns schon seit Jahren kennen würden. Das ist ein tolles Gefühl der Gemeinschaft.

So, jetzt komme ich zu dem, was ich letzte Woche erlebt habe. Ich habe recht viel telefoniert, so ziemlich jeden Abend bis auf Samstag und Sonntag. Dann war ich mit meiner Schulmannschaft in einer andern Schule für ein Fußballspiel und habe dort nicht schlecht gestaunt, als die auf einmal angefangen haben mit mir „deutsch“ zu reden. Das war sehr lustig, auch wenn ich in solchen Situationen oft nachdenken muss, was den die normalen Antworten auf solche einfachen Fragen sind. Am Donnerstag bin ich dann mit zu einer Diskussionsrunde meiner Klassenkameraden gegangen. Das war eine Art Wettbewerb, in welchem wir eine Runde weitergekommen sind. Diese Woche findet dann an einer anderen Schule das Halbfinale statt. Da freue ich mich schon drauf, weil das ziemlich gut war. Diesen Freitag hatte ich ein Badminton Match und obwohl ich gar nicht so schlecht gespielt habe, hatte ich schon nach der ersten Runde keine Chance mehr, da die Chinesen das einfach zu gut können. Aber das war trotzdem sehr lustig, wie während meiner Spiele die ganze Halle nur auf meinen Platz geschaut hat und bei jedem Punkt, den ich gemacht hatte, am toben war. Ich musste dabei jedes Mal schmunzeln und meine Gegner sind dabei hoch rot angelaufen. Doch ich habe es immerhin geschafft einen Inder zu besiegen! :P  Am Samstag dann sind wir meine Mutter aus dem Krankenhaus in Penang abholen gefahren. Die ist dort von meinem Vater Donnerstagnacht gegen 2 Uhr hingefahren worden, weil diese Schmerzen im Rücken hatte oder so. Und den Sonntag habe ich komplett damit verbracht das Defizit in meinem Tagebuch aufzuholen. So, dann komme ich hier auch zu meinem Ende und habe noch eine Bitte: Ich freue mich über alle Tipps, die ihr mir hier zu dem Blog gebt und wenn irgendjemand möchte, dass ich Mal über ein bestimmtes Thema scheiben soll, dann bitte bei mir melden. Und genau so könnt ihr das natürlich auch machen, wenn ich was geschrieben habe, was gar nicht geht.

Bis nächste Woche,

Euer Simon



Überarbeitung des letzten Eintrags:

14:17, 14.04.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

Irgendwie weiß ich nie, wie ich hier einen neuen Blog-Eintrag anfangen soll, deswegen fange ich diesen einfach mal mit einer Entschuldigung an: Ich möchte mich für die letzten beiden Einträge „entschuldigen", da diese meiner Meinung nach, nicht wirklich gut gelungen sind. Ich habe diese unter ziemlichen Zeitdruck geschrieben und ich glaube, dass dies auch bemerkbar ist/war. Doch ich habe auch dort versucht, all das los zu werden, was ich los werden wollte. Doch dies ist nicht immer so einfach, vor allem, da mein Kopf so voll mit Erinnerungen, Erfahrungen, Bildern, Sprache, Terminen und Gefühlen ist.

Wie auch immer, heute möchte ich wieder einmal über meine Gefühle schreiben. In der letzten Zeit, habe ich mich ja mehr auf meine Erlebnisse beschränkt und meine Gefühle ziemlich „vernachlässigt“.

Also, grundsätzlich, geht es mir hier Momentan echt gut, ich verstehe mich gut mit meiner Familie, meinen Klassenkameraden und den AFSlern. Und das meine ich auch wirklich so, egal, was ich hier vielleicht noch schreibe. Den nach wie vor, gibt es immer noch das ein oder andere, was mich traurig oder Unglücklich macht.                                                                        Das, was mir hier am extremsten auffällt ist, wie sich meine Denkweise stark verändert.-In der ersten Zeit, den ersten Wochen oder sogar dem kompletten ersten Monat, habe ich nur von meinem Standpunkt aus gedacht und alles durch „Meine Augen“ betrachtet. Dies war der Grund, weshalb ich starkes Heimweh und ein Gefühl des Unwohlseins hatte. Denn ich habe in dieser Zeit das erste Mal so wirklich über mich nachgedacht und alles um mich her rum „betrachtet“. Und dadurch ist mir klar geworden, was ich doch für ein schönes Leben in Deutschland hatte und was es wirklich heißt, dies ein Jahr hinter sich zu lassen. Und ich kann euch sagen, wenn man so viel über ein Jahr nachdenkt und sich klar macht, dass man für dieses Jahr sein Eltern, Freunde, Verwandten und Bekannten nicht mehr sehen kann, dann kommen einem Sekunden wie Minuten, Minuten wie Stunden, Stunden wie Tage und Tage wie Monate vor. Und das bessert Gefühle wie Heimweh nun wirklich gar nicht. Dazu kam noch die große Angst meinerseits, dass ich mich hier so verändern würde, dass meine Familie damit nicht zu recht kommen würde. Das heißt, dass sie sich von mir „entfernen“ würde.   

Doch wie bereits gesagt, meine Einstellung zu vielen dieser Dinge hat sich jetzt verändert. Damit will ich nicht sagen, dass ich nicht mehr an euch denke oder euch nicht mehr vermisse, es ist nur anders, wie ich jetzt darüber nachdenke. Jetzt hat sich meine Sichtweise verändert, ich versuche mich jetzt in die entsprechenden Personen hineinzusetzen und über all dies mit aus deren Sicht nachzudenken. Das hört sich seltsam an, ich weiß, aber es ist meine „Lösung“ für die Problem, die ich hatte. Diese Art des denken, hat mir zum einen sehr geholfen viele Probleme zu beseitigen, hat jedoch auch wieder das ein oder andere hervorgerufen. Zu Anfang habe ich dies nur bei meiner Familie „angewendet“. Das hat mir unglaublich geholfen. Auch weil ich so viele Sachen, wie zum Beispiel Gefühle die ich vorher immer runtergeschluckt hatte, verarbeiten konnte. Dies habe ich dann mithilfe von Briefen getan. Und es war eigentlich immer so, dass ich den Brief nur schreiben musste, damit es mir besser ging. Ich hätte den gar nicht mehr abschicken müssen. Sondern ich glaube ich habe das einfach gebraucht, dass ich das alles Mal jemandem oder etwas anvertraue, auch wenn es nur ein Blatt Papier war. Natürlich habe ich mir dabei auch immer Gedanken gemacht, wem ich das schreibe. Doch so eigentlich musste das, glaube ich, einfach Mal raus aus mir. Auch wenn bei dem ein oder andern Brief dann die Tränen geflossen sind.  Doch das hat mir unglaublich geholfen. Und hat zum Beispiel dazu geführt, dass die Zeit auf einmal wieder dahin fliegt und ich jetzt nicht mehr bei jedem Gedanken an meine Familie direkt traurig werde. Sondern ich kann mir jetzt schon sagen „Es sind nur noch 9 ein halb Monate und dann sehe ich die alle wieder!“  Und solche Dinge machen mich glücklich. Auch wenn ich mir manchmal sage, dass 9 ein halb Monate nicht mehr wirklich viel Zeit sind, um all das zu machen, was ich noch gerne machen würde. Doch diese Art des Denkens, hat mich auch zum Teil wieder traurig gemacht. Denn als ich mir mit dieser Methode so gut bei meiner Familie geholfen habe, habe ich angefangen diese auch bei meinen Freunden „anzuwenden“. Und wenn ich mich jetzt in diese hinein versetze, dann wird mir erst jetzt klar, was es heißt wenn ich ein Jahr nicht „da bin“. Denn als ich aus Deutschland gegangen bin, lief es mit all meinen Freunden eigentlich super. Und mir ist erst jetzt hier klar geworden, was es heißt Freunde wirklich zu vermissen und „Angst“ darum zu haben, diese zu verlieren. Denn ich bekomme hier sehr stark mit, wie stark man sich in unserem Alter fortentwickelt und was in einem Jahr alles passiert. Wenn ich zurückkomme, gehe ich mit dem Gefühl zurück ich komme in das Deutschland zurück, welches ich verlassen habe. Natürlich weiß ich, dass dies nicht so sein wird, denn ich weiß was in einem Jahr alles passiert. Doch ich bekomme hier halt nicht mit, was in Deutschland alles passiert. Das heißt ich klammere mich an das aktuellste, was ich habe, an das was ich verlassen habe. Doch so wird es nicht sein und ich habe Angst davor, dass sich alle oder meiner Freunde so verändert haben, dass wir nicht mehr miteinander auskommen. Ich nehme das keinem übel, denn ich kann ja von niemandem erwarten, dass der ein Jahr auf mich wartet, doch ich selbst finde diese Gedanken sehr traurig. Manchmal sitze ich hier und wünsche mir, einfach mal wieder mal in die Schule in Deutschland zu gehen. Einfach um meine Freunde zu sehen, ein bisschen mit denen zu lachen und das Gefühl zu haben, alles sei so wie vorher. Doch dann wird mir oft klar, dass es dies nie wieder sein wird. Und dieses Abrupte Abschied nehmen, ist halt nach wie vor nicht einfach für mich. Und es ist halt so, dass ich deswegen keinem meiner Freunde Vorwürfe machen kann, sondern es war ganz alleine meine Entscheidung hier hin zu gehen. Und ich habe alle in Deutschland „im Stich gelassen“. Das hört sich hart an, doch wenn es mir schlecht geht, habe ich mir das oft Vorzuwerfen. Aber vielleicht ist das auch eine Sache, die zum Auslandsjahr gehört. Und ich bin mir sicher, ich werde auch dafür noch eine Lösung finden damit umzugehen.

So, dass war jetzt die Überarbeitung von dem alten Beitrag, da dieser echt unterirdisch war.

Das Ende habe ich nicht überarbeitet, da mir das nicht so wichtig ist. Und hier habe ich auch inhaltlich versucht nichts zu verändern, sondern wollte nur die Form verbessern. Tschuldigung, falls hier nach wie vor viele Rechtschreibfehler drin sein sollten, Word zeigt mir keine mehr an und ihr wisst wie schlecht ich in Deutsch bin! ;)



....EIn neuer Eintrag

08:03, 13.04.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

Irgendwie weiß ich nie, wie ich einen neuen Blog Eintrag anfangen soll, deswegen fange ich diesen einfach mal so an! J Zuerst möchte ich mich, naja, für die letzten beiden Einträge „Entschuldigen, da ich diese unter extremen Zeitdruck geschrieben habe und man glaube ich auch sehr stark merkt, dass dort keine wirkliche Ordnung herrscht. Ihr werdet mir zwar wahrscheinlich alle wieder sagen, dass dies gar nicht so schlimm sei, doch ich weiß es besser! :P ! Nein, ganz ehrlich ich gebe mir echt meistens Mühe, hier halbwach was Ordentliches reinzuschreiben. Aber, dass nicht alles immer gut sein kann, liegt glaube ich in der Natur jedes Menschen. Wie auch immer, in diesem Eintrag, möchte ich einmal wieder über meine Gefühle schreiben, da ich in den letzten Hauptsächlich darüber berichtet habe, was ich erlebt habe und nicht, wie ich mich fühle. Also, zuerst einmal, egal was ich gleich hier noch schreibe, mir geht es im Moment echt gut hier, ich verstehe mich gut mit meinen Klassenkameraden und vor allem mit meiner Familie verstehe ich mich richtig gut. Mit denen kann ich schon sehr gut zusammen lachen. Und auch die Tage gehen schon ziemlich schnell wieder vorbei. Und ich merke richtig wie sich mein Denken, in er letzten Zeit verändert habe. In den ersten Wochen oder sogar dem kompletten ersten Monat, habe ich nur „aus meinen Augen gedacht“. Das heißt, ich hatte Heimweh und wollte euch alle, meine Familie, meine Freunde und meine Bekannten wiederhaben. Oder wollte zurück zu euch. Das hat sich jetzt geändert. Außerdem, hatte ich total Angst davor, dass ich mich so verändere, dass meine Familie nicht mehr mit mir klar kommt. Da hatte ich echt Angst vor. Doch meine Sichtweise auf all dies hat sich jetzt sehr stark verändert, damit meine ich nicht, dass ich euch nicht mehr vermisse oder nicht mehr an euch denke, sondern ich sehe das jetzt mit ganz anderen Augen. Das heißt jetzt denke ich nicht mehr von mir aus, sondern ich versuche mich in euch reinzuversetzen. Dies hat mir zum einen sehr dabei geholfen, die Angst davor zu nehmen, dass meine Familie nicht mehr mit mir klar kommt, doch dies ruft wieder neue hervor. Geholfen hat mir dies bei meiner Familie, da ich mir gesagt habe, dass Familiäre Liebe und Zuneigung keinen Halt vor noch so großen Entfernungen macht und auch über lange Zeit bestehen bleibt. Ich meine, auch wenn meine Großeltern zum Teil weit weg von mir wohnen und ich diese nur einige Male im Jahr besuchen kam, war dies kein Grund dafür, mich weniger zu lieben. Und genau das weiß ich mittlerweile auch vom Rest meiner Familie. Auch deswegen, da diese mir am Anfang so extrem gut geholfen hat. Doch jetzt habe ich ein neues Problem, ich versetze mich nicht nur in meine Familie, sondern auch in meine Freunde. Und zum einen ist mir hier erst so richtig klar geworden, was mir meine Freunde wirklich wert sind. Und das auch erst seit kurzer Zeit so richtig. Ich bin ganz ehrlich zu euch. Als ich am Flughafen war, war es nicht so schwer für mich euch tschüss zu sagen, doch jetzt und hier wird mir so vieles klar, dass es im Nachhinein viel schwerer für mich ist. Wenn ich mich jetzt so in euch her reinversetze wird mir erst richtig klar, was es heißt, dass ich ein Jahr weg bin. Und es wird mir auch klar, was ich manchen von euch „angetan“ habe. Und glaubt mir eins, ich vermisse euch alle richtig Doll. Ich meine es ist nicht so, dass ich zurück nach Deutschland dafür müsste. Manchmal sitze ich hier und denke mir, was wär‘s jetzt mal wieder geil mit dem Robin irgend ne sinnlose Aktion zu starten oder mal wieder ne Runde zu zocken. Oder mal wieder ein Nachmittag in der Rheinaue mit euch allen zu verbringen. Auch so das abendliche „Chatten“ fehlt mir manchmal richtig. Das sind so Kleinigkeiten, die ich hier manchmal echt extrem stark vermisse. Und eins sage ich euch allen ganz offen. Ich bin keinem, wirklich keinem von euch böse, wenn er oder sie nach diesem Jahr nicht mehr mein Freund ist oder sein will. Ich meine ich kriege hier sehr gut mit, wie man sich in unserem Alter fortentwickelt. Doch ich werde um jeden von euch „trauern“. Ich erwarte auch von keinen von euch, dass ihr mir sozusagen meinen Platz „freihalte“. Ich meine ein Jahr ist lang und es passiert viel. Aber eins muss ich dazu noch sagen. Ich werde euch auf keinen Fall vergessen. Keinen von euch. Und ich gebe das Beste, was in meiner Macht steht unsere Freundschaften aufrecht zu erhalten.  Das Ganze ist sehr schwer auszudrücken, da das sehr komplizierte Gefühle sind. Doch ich gebe mein bestes, diese verständlich rüberzubringen. Wisst ihr? Ich glaube das was am ausschlaggebendsten dafür ist, ist das Gefühl, welches ich hatte, als ich Deutschland verlassen habe. Es war PERFEKT!!! Ich habe mich mit euch allen super verstanden und war so glücklich. Und ich hatte das Gefühl nicht könnte das alles zerstören. Und dann bin ausgerechnet ICH der, der abhaut, und euch alle im Stich lässt. Glaubt mir, auch wenn es sich vielleicht komisch anhört, doch genau deswegen mache ich mir hier sehr oft Vorwürfe. Weil ich meine, dass ihr mich vermisst, ist mein, nicht eure Schuld. Und auch das ihr jetzt Probleme habt, weil ich weg bin, ist meine Schuld. Und oft machen mich diese Gedanken sehr traurig. Ich meine ich kriege zwar von eigentlich jedem von euch gesagt, dass das Jahr gar nichts ist und ihr mir sicher einen Platz freihalten werdet. Doch erst einmal weiß niemand, was in diesem Jahr noch alles passiert. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass ihr das einfach so sagt. Das soll kein Vorwurf oder so sein, aber es ist einfach mein Gefühl. Hmmm jetzt ist das doch alles wieder total unübersichtlich geworden. Ich glaube ich muss mich beim nächsten Mal einfach voll und ganz darauf konzentrieren den Eintrag hier zu schreiben. Komme ich jetzt weg von meinen Gefühlen hin zu einem sehr aktuellen Ereignis. Ich möchte euch damit nicht irgendwie Sorgen machen, doch ich habe euch versprochen, dass ich euch nichts verheimliche und ihr genauso wenig mir. Das heißt ich erzähle jetzt ehrlich und offen, was heute hier vorgefallen ist. Also okay ich schreibe jetzt hier am Sonntag, das heißt ich stelle diesen Blog erst morgen rein, was bedeutet es war schon gestern. Da war bin ich mit meinem Bruder Rad gefahren und aus unwichtigen Gründen bin ich dann zu der Tankstelle hier in der Nähe von meinem Haus gefahren. Und da bin ich mitten in einen „Gang-Krieg“ reingekommen. Ich habe das zuerst gar nicht so wirklich mitbekommen. Das erste was ich gesehen habe war, dass auf einmal ein junger Mann vor mir her läuft einen andern Mann aus einem Auto zieht und wie wild anfängt auf diesen einzuschlagen. Da habe ich mir schon gedacht, dass irgendetwas nicht okay sein kann. Ich habe mich umgedreht und ich habe so panische Angst bekommen. Auf einmal standen um mich und meinen Gastbruder ungefähr 20 Männer. Und alle mit irgendwas bewaffnet. Die hatten Macheten, Teleskopschlagstöcke, Eisenstangen, Messer und sonst noch alles womit man schlagen oder stechen kann. Und ich hatte so panische Angst, dass ich einfach nur Gas gegeben habe. Das heißt ich habe versucht so schnell und weit wie möglich wegzukommen. Nach geschätzten Hundert Metern habe ich mich dann umgedreht und gemerkt, dass mir keiner gefolgt ist. Ich war die Straße hoch geflüchtet. Das heißt ich Stande nun neben meinem Haus. Doch zwischen meinem Haus und mir waren noch der Wassergraben und die kleine Straße. Auf der Hauptstraße, auf der ich mich nun befand war mir niemand gefolgt, doch auf der kleinen Straße vor meinem Haus liefen die mit ihren Waffen in der Hand noch lang. Aber da wo ich mich befand, habe ich mich sicher gefühlt, da wenn ich die Straße weiter gefahren wäre, ich auf die geflüchteten anderen Gang Mitglieder gestoßen wäre. Das heißt ich habe zugesehen, wie die eine Gang die zurückgelassenen Fahrzeuge der anderen dermaßen zerhauen haben, dass ich mir sicher bin, dass mit denen nicht mehr groß was anzufangen war. Ein Roller wurde sogar in den Abwasserkanal geschmissen. Doch soweit ich das sehen konnte ist keiner wirklich ernsthaft verletzt geworden. Und kurze Zeit später kam auch schon die Polizei. Aber ich kann euch sagen ich hatte echt extreme Angst, als ich mich da zwischen den allen befunden habe. Aber mir ist nichts passiert und soweit ich das beurteilen kann, befinden sich auch noch alle meine Gliedmaßen an der richtigen Stelle. Achja, falls irgendeinen von euch einmal die Langeweileile Quälen sollte. Über Briefe freue ich mich immer hier. Und ich verspreche jedem Brief, den ich bekomme, soweit ich die Möglichkeit dazu habe, zu beantworten. Ich habe euch alle lieb und vermisse euch noch genau so wie am ersten Tag, doch ich weiß zum einen damit jetzt umzugehen und das mit andern Augen zu sehen. Das heißt jedoch nicht, dass ich euch weniger vermisse.

PS: Wenn es interessiert wie ich Oster „gefeiert“ habe, der kann noch hier den kurzen Anhang lesen. Ich bin gestern zusammen mit einer Klassenkameradin zu einer kleinen Kirche 15 Km von hier entfernt gefahren. Das ist keine Kirche im Europäischen Sinne, sondern es ist glaube ich eine Typisch asiatische. Von außen ist diese gar nicht als eine solche zu erkennen sondern die sieht aus wie jedes andere normale Haus. Und drinnen wird nicht auf Holzbänken gesessen sondern auf Plastikstühlen. Dort habe ich zusammen mit den paar andern Christen, die es hier gibt eine Ostermesse gefeiert. (Ich bin seit dem ich hier bin nicht gläubiger geworden, als ich es vorher war) Und oh Wunder, danach durften wir sogar zusammen 30 versteckte Ostereier suchen. Aber es war sehr schön, wie nett die dort alle zu mir waren. Obwohl ich es ein wenig seltsam fand, dass mir vom Priester auf die Frage wo ich den her kommen würde, mit dem Hitlergruß geantwortet wurde. Aber uns wurde ja gesagt, dass wir damit rechnen müssten und das war das erste mal, seit dem ich hier bin, dass ich sowas gesehen habe.



Der Simon (mir fallen langsam keine Titel mehr ein)- Formel 1 Woche

22:46, 8.04.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Da bin ich wieder! J Ich weiß zwar nicht, ob ich diesen Eintrag schon heute am Montag fertig kriege, da ich nicht weiß, wie lange ich jetzt noch Zeit habe, aber ich gebe mir größte Mühe. Wie ich ja in meinem letzten Eintrag hier schon angekündigt hatte, bin ich am Sonntagabend nach Kuala Lumpur gefahren. Die Fahrt nach hier war richtig schrecklich, da der Bus total alt war und alles vibriert hat und man so nicht schlafen konnte. Außerdem ist uns so gegen 5 Uhr morgens mit ohrenbetäubendem Lärm noch ein Reifen geplatzt. Wie auch immer ich bin hier in KL sicher angekommen und habe am Anfang der Woche so ein wenig den Touristischen Teil von KL abgedeckt. Das heißt ich habe relativ viel besichtigt. Was dabei jedoch ein wenig schade war, war dass meine Kamera kaputt war und ich somit nicht wirklich vernünftige Fotos schießen konnte. Während der ersten 3 Tage haben wir bei der Schwester von unserer ehemaligen Chapterleaderin geschlafen. Das Haus war ganz okay, es war zwar sehr dreckig und unaufgeräumt, aber wir haben dort ja nur die Nacht verbracht. Deswegen war das schon okay. Diese Schwester war Malaiin. Und das eine, was ich sehr krass fand war, dass die (ich weiß nicht ob das ernst war oder nicht) der Franziska gesagt hat, sie solle sich um mich kümmern. Nicht in dem Sinne, dass sie auf mich aufpassen soll, nein in dem Sinne, dass es mir gut geht. Das ich immer zutrinken habe und mein Essen auf dem Tisch steht, wenn ich runter komme. Und was ich echt heftig fand, war dass die zu uns meinte:“Wenn ihr ein Taxi nehmt, passt auf, dass das ja ein Malaie ist. Ja nicht bei den Indern oder Chinesen einsteigen, die ziehen euch nur das Geld aus der Tasche. –Okay ich glaube ich mache jetzt mal ne Pause mit dem schreiben, „ `tschuldigung, aber ich schreibe heute Abend weiter. Und ihr kriegt ja dann am Ende sowieso die komplett Version-  So jetzt schreib ich weiter und seit dem ich den Anfang geschrieben habe, sind schon wieder 2 Tage vergangen. Naja ich habe aber echt ordentlich zu tun. Ich muss noch mein Tagebuch für die letzten 2 Wochen schreiben, diverse Mails beantworten und meine Fotos sortieren. Egal, ich mache das hier ja gerne. So da das dort oben sehr unsortiert war, fange ich jetzt nochmal von neu an. Tut mir leid, wenn ich immer so hin und her hüpfe, das habe ich am Anfang, also bei meinen ersten Einträgen irgendwie besser hinbekommen. Aber ich glaube das liegt daran, dass ich jetzt echt unendlich viel in meinem Kopf habe und ständig irgendwas anderes in den Vordergrund hüpft. Wie auch immer, ich versuche jetzt einmal eine mehr oder weniger gute Beschreibung der letzten eineinhalb Wochen abzugeben. Am Sonntagabend, ungefähr 20 Minuten, nachdem ich den vorherigen Blogeintrag abgeschickt hatte, bin ich von meiner Schwester und meinem Bruder zum Bus gebracht worden. Die „normalen“ Busse sind hier extrem schrecklich für große Menschen wie mich. Ich muss mich ungelogen hinter die Sitze klemmen. Das ist total ungemütlich und dazu kam noch, dass der ganze Bus vibriert hat. Dementsprechend schlecht habe ich geschlafen. Als ich dann so gegen 4 Uhr doch endlich eingeschlafen bin, konnte ich dies nicht lange genießen, da dem Bus um 5 Uhr morgens ein Reifen mit einem Ohrenbetäubendem knall geplatzt ist. Wie auch immer ich bin gegen 6.30 in KL gewesen. Dort habe ich mein Frühstück bei Mc’s genossen und bin danach von der anderen Austauschschülerin, die schon vor mir nach KL gefahren ist, an der Station abgeholt worden. Auf dem Rückweg haben wir uns ein wenig verlaufen, sind aber letztendlich doch gegen 9 Uhr sicher an dem Haus angekommen, in dem wir die ersten 3 Nächte verbracht haben. Die ersten 3 Tage habe ich nichts wirklich Spannendes gemacht, ich bin nur in der Stadt shoppen gewesen. Wenn ich davon ausführlich erzählen würde, würde das diesen Eintrag nur unnötig in die Länge ziehen, deswegen lass ich das lieber. Nur eine Sache muss ich unbedingt erzählen. Hier gibt es nämlich ein Mall, die für Jugendliche Markenfreaks (bei manchen gelte ich ja als solcher) ein Traum ist. Wie gesagt, dass ist nur ein Mall und dort gibt es: L’Oréal, Apple, Escada, Dunhill, Burberry, Giorgio Armani, Versace, Chanel, Gucci, Hugo Boss, Loewe, Louis Voitton, Prada, Calvin Klein, LG, Lacoste, Adidas, Quicksilver, Converse, Bilabong, Replay, Guess, Polo und noch so einiges! Aber wie gesagt ich möchte das nicht in die Länge ziehen. Die ersten 3 Tage bin ich um 8.30 in der Stadt gewesen und um 11 wieder zurück.  Am dritten Tag habe ich mich dann noch mit einer sehr netten AFS Freiwilligen getroffen und mit der zusammen im Kino einen sehr schönen Horrorfilm im Kino geschaut. Sonst habe ich an den Tagen nichts spannendes mehr gemacht. Am Donnerstag dann sind wir mit dem Taxi von unserer bisherigen Residenz abgeholt worden und mit diesem dann zu einer uns gegebenen Adresse gebracht worden. Uns ist vorher nur gesagt worden, dass die Person zu der wir fahren sehr bekannt ist. Der scheiß Taxifahrer hat uns dann ziemlich übers Ohr gehauen und uns für eine 10 Minuten Fahrt 20 Ringit aus der Tasche gezogen. Naja man lernt aus seinen Fehlern. Das Haus war richtig Hammer. Alles war grün und es war das erste Haus, welches ich hier gesehen habe, mit Garten. Das erste was von unserem neuen „Hoster“ kam war, eine Belehrung. Da Franziska und ich schon bei der Begrüßung unseren ersten „Fehler“ gemacht haben. Aber da wir beide nicht in Malaiischen Familien leben, hat der uns das verziehen und hat uns beigebracht, wie man sich auf Malaiisch begrüßt. Das heißt wie man „salam“ ‚macht‘. Aber all dies hätte er da und in den folgenden Tagen nicht besser machen können. Besonders Ich habe noch viele Fehler gemacht. Und der hat mir das jedes Mal in der perfekten Mischung aus Strenge und Witzigkeit mir gesagt. Also man hat nicht das Gefühl bekommen, dass der böse auf einen ist und genauso wenig konnte man den missverstehen. Und der war auch ein Reetournee von AFS und dementsprechend nett. Und der hat uns so viele Geschichten erzählt von seiner Zeit als Aktiver AFSler. Das heißt, der hat schon 14 Gastschüler „gehostet“ und hat schon einiges Erlebt. Der hat uns Tipps gegeben, von seinen Erfahrungen in seinem Jahr berichtet. Und von den heftigsten Geschichten, die der mit AFS erlebt hat, erzählt. Und um euch ein wenig zu beunruhigen erzähle ich von der heftigsten, was Malaysia betrifft. Dort hat er nämlich vor 10 Jahren einen Studenten Tod zurückbegleitet. Dieser ist an „Dengue-Fieber“ gestorben. Das fand ich dann schon krass, wie locker der davon erzählt hat. Wie auch immer, nachdem der uns das Begrüßen beigebracht hat, musst wir uns richtig gut anziehen, also richtig mit Lackschuhen und so, da wir auf eine 3 Stündige Fashion-Show mit dem gegangen sind. Das war echt krass. Über den Abend ist mir dann klar geworden, wie berühmt der überhaupt ist. Das war echt heftig. Während der Show durften wir dann dem Topmodel Nr.1 Malaysias die Hand geben und ein bisschen reden. Und der Dato (das ist der Titel den unser „Hoster“ trägt) hat die Show Moderiert. Die Mode dort war zum Teil gar nicht so schlecht, obwohl die Models zum Teil echt mies aussahen. Also  wir dann abends zurückgefahren sind, hat uns der Dato erzählt wen der alles schon gesehen hat. Und das war so krass, der kannte jeden, wirklich jeden. Der hat schon mit dem König gegessen und am Donnerstag hat der Geburtstag und da kommt die Königin. Alle Topsportler hatte der schon mal im Arm und was weiß ich alles noch. Das war echt beeindruckend, was der alles so erzählt hat. Am nächsten Tag hatten wir Tagsüber über „frei“. Das heißt ich habe den Tag genutzt um mich mit andern AFS Leuten zu treffen. Das war ganz lustig mal wieder unter so vielen „vertrauten“ Leuten zu sein. Ich kann leider nicht ganz so offen über diese Leute hier schreiben, da das hier öffentlich ist und ich keinen Stress bekommen will. Deswegen lasse ich das loben und das meckern lieber sein. Abends sind wir dann mit dem Dato in „Johns-Bar“ gegangen und haben dort Spagetti gegessen. Was sehr amüsant war, war dass John deutsch konnte. Der hatte für 5 Jahre eine Bar in Bayern, nahe München gehabt. Und das war sehr lustig dem zuzuhören, da der einen echt guten Humor, ein sau geiles Lachen und vor allem viele Deutsch Redewendungen hatte/kannte. Das war echt gut dort. Den nächsten Tag haben wir größten Teils relaxet, da wir ja am Sonntag zur F1 wollten. Abends sind wir dann noch mit einem andern deutschen Austauschschüler, dem Felix und der Clair, einer Französischen Austauschschülerin, essen gegangen. Das war echt cool. Doch der Vater vom Felix ist super streng. Das heißt vorsorglich wurde uns vom Dato gesagt, dass es ein „no-go“ ist deutsch zu reden. Und ich glaube jeder von euch kann sich vorstellen, wie seltsam es ist mit einem deutschen Freund, ernsthaft  2 Stunden lang auf Deutsch zu reden. Aber der Vater ist echt krass. Die krasseste Regel, die beim Felix im Haus herrscht, ist das der nur alle 2 Wochen einmal aus seinem Viertel alleine raus darf. Und was ich echt krass fand, war als wir am nächsten Tag nach der F1 dort essen waren. Mir ist nur eine Gabel runtergefallen und alleine das war mir schon peinlich genug, doch das Kommentar von dem Vater war dann zu krass. Der meint dann auf Englisch zu dem Dato:“ This ist a german boy!“ Das fand ich so krass. Aber ich habe echt Respekt vor dem Felix, wie der das meistert in dieser Familie, ich hätte sich nach 3 Tagen gewechselt. Obwohl das auch nicht so einfach ist, da seine Mutter die Chapterleaderin ist. Wie auch immer, das Essen war sehr schön. Ich bin an dem Abend um 3 ins Bett gegangen, da ich noch mit einer AFS Schülerin und in Argentinien gechattet hatte. Am nächsten Morgen, hat dann um 8.00 der Wecker geklingelt, da ich so lieb war und einem Anderen AFS Studenten das Ticket zur Station gebracht habe. Und da ich noch die Erlaubnis vom Dato dazu brauchte bin ich viel zu spät los, was heißt das ich die 4 Kilometer hin und zurück in ungefähr 20 oder 25 Minuten gelaufen bin. Danach war ich echt fertig. So gegen 13 Uhr sind wir dann los gefahren. Der Dato hat den Felix, die Franzi, die Claire, 2 Mates und mich zur F1 gebracht. Als wir da angekommen sind, hat es schon geregnet. Aber wir hatten ja ein Dach. Und schon gegen 3 Uhr fingen die ersten Rennen an, das heißt die Tieferen Klassen, nicht die Formel 1. Und da haben wir sogar 3 Unfälle gesehen :P. Das war super aufregend mal bei sowas richtig dabei zu sein, und es war richtig cool dass mit so vielen AFSlern zusammen zu, machen. Insgesamt waren wir so um die 15 AFSler plus noch 2 Freiwillige. Und ich kann euch sagen, wenn euch jemand sagt, die Formel 1 ist laut, dann hat der gelogen. Es ist nicht auszuhalten, so Laut ist das. Wir saßen sogar schon recht weit weg und trotzdem konnte man sich noch nicht einmal schreiend unterhalten. Und wen man vergessen hatte sich die Ohrstöpsel in die Ohren zu machen, hast du dir Reflexartig die Ohren so zugedrückst, dass es schon fast weh tat. Das ist so extrem. Und es richt total nach verbranntem Gummi. Aber es war eine richtig geile Erfahrung. Und was ich total cool an diesem Tag fand, waren die Unterhaltungen mit dem Felix. Da ich mich ein wenig mit dem Sebastian zerstritten hatte (Darüber schreibe ich hier nicht, weil ich da zu sehr von meiner Seite eingenommen bin). Aber mit dem Felix konnte ich so gut reden, das war echt der Hammer. Nachher sind wir dann noch zu dem Felix nach Hause gefahren und haben dort gegessen. Und die Eltern von dem haben so extrem Angst vor Einbrechern, dass jeder Raum unter CCTV stand. Das heißt in jedem Raum außer den Bädern waren Kameras. Das komplette Glas der Scheiben war Kugel sicher und was weiß ich noch alles. Ich wette die hatten auch Tretminen um das Haus rum. Und damit war der Sonntag dann auch schon rum. Über diese Woche berichte ich nächsten Montag, da ich jetzt noch einige Sachen hier machen muss und vor allem meine Sachen ausräumen muss. Für alle die sich meine Freunde oder Familie nennen dürfen, ich habe euch sehr lieb! Und ehm für alle andern… liebe Grüße oder so! ;) Euer Simon

 

PS: Achja, eine Geschichte muss ich noch erzählen. Es gab einen Japanischen Austausch Schüler, der in Amerika Halloween „gemacht“ hat. Also der hat bei dem Brauch „süßes oder Saures“ mitgebracht. Nur leider hat der Haus Besitzer gedacht, der Student sei ein Einbrecher. Das heißt der hat die Tür aufgemacht und den Schüler erschossen. Solche Geschichten finde ich schon echt krass. Und das ist natürlich in Amerika passiert.

 

 



Nach 2 Monaten

22:13, 29.03.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

Hey ho hia ha, da sind die ersten 2 Monate von dem Auslandsjahr schon rum. Manche von euch werden sich bestimmt gesagt haben:“2 Monate weniger, die ich noch auf den Simon warten muss“ Ich bin, ehrlich es gab auch Momente, in denen ich ähnlich gedacht habe, also dass ich „nur“ noch 10 Monate hier aushalten muss. Doch es überwiegt schon immer öfter der Gedanke: „ Schei*e 2 Monate weniger, die ich hier verbringe. Und diesen Gedanken, hatte ich echt oft letzte Woche. Die letzte Woche, war mit Abstand die beste Woche, seit dem ich hier bin. Ich habe nichts Großartiges erlebt oder sonst was gemacht, aber ich hatte die ganze Woche kein einziges Tief und war immer glücklich. Was ich ganz besonders gut finde, ist dass ich mich sogar langsam in der Schule wohl fühle. Ich habe dort jetzt schon gute Freunde gefunden, die mir bei allem helfen, mit denen ich echt Spaß haben kann und bei denen ich auch weiß, dass sie meine Freunde sein wollen und das nicht nur weil ich Austauschschüler bin. Und all das hat dazu geführt, dass wenn ich jetzt zurück denke an die letzte Woche die dahin gerast ist wie sonst was. Und auch mit meiner Familie verstehe ich mich blendend und ich habe langsam auch schon das Gefühl ein Mitglied der Familien Gemeinschaft zu sein. Nur eine einzige Sache hätte ich negativ anzumerken zu letzter Woche. Ich war super müde. Und ich sag es nicht gerne, weil es ohne Witz das erste Mal in meinem ganzen Leben ist, aber ich war so müde in der Schule, dass ich auf meinen Heften eingeschlafen bin. Aber nicht für lange, nur für 10 oder 15 Minuten. Aber ich war so müde, dass ich keine Kraft mehr hatte meine Augen offen zu halten. Am Montag ging das noch einigermaßen, obwohl ich da auch nur 5 Stunden geschlafen hatte, aber am Dienstag ging gar nichts mehr, nach nur 4 Stunden Schlaf. Aber der Schlafentzug hat sich gelohnt, da ich dafür die Feier zum neuen Studienjahr der Universität hier besuchen durfte.  Und die war echt gut. Tja man muss halt auch in einem Jahr wie diesem körperliche Entbehrungen hinnehmen! ;)

Was ein wenig, naja, komisch ist, ist dass es mir hier immer besser geht und mehr oder weniger alle anderen AFS-Studenten richtige Probleme bekommen. Also ich weiß von 6 der 12 Deutschen, dass diese gewechselt haben und von 2 weiteren, dass diese einen Wechsel planen. Und zu de andern habe ich keinen Kontakt. Und es gibt auch schon welche, die aufgegeben haben. Das heißt, die nach Hause gefahren sind, weil sie mit dem allen hier nicht klar gekommen sind. Eine der Australierinnen und 2 oder 3 Japaner sind nicht mehr dabei. Naja, aber auch die haben eine Erfahrung gemacht, die sie nie vergessen werden.

Aber nun wieder zu mir, also wie schon gesagt, ist die Woche über nichts wirklich Spannendes bei mir passiert. Bis zum Donnerstag. An diesem Tag ist die andere Austauschschülerin aus Deutschland (Franzi) zu einer AFS Freiwilligen gegangen und hat da übernachtet. Und dort hat sie das Angebot bekommen für eine Woche nach Kuala Lumpur zu gehen. Netterweise, hat die Franzi das dann so organisiert, dass ich auch mit kann und so bin ich von morgen(Montag) bis eine Wiche später (Montag oder Dienstag) in Kuala Lumpur. Ich hätte auch schon am Freitag nach KL gehen können, doch dann hätte ich heute nicht sehen können, wie meine Familie für ihre toten betet. Und da dieses Ereignis nur einmal im Jahr ist und ich dazu eingeladen wurde, habe ich mich dazu entschieden jetzt gleich um 10.30 den Bus zu nehmen. In der nächsten Woche, werde ich mein bestes geben, mich mit den andern AFS-Leuten aus KL zu treffen und für die Formel 1 interessierten, ich bin am Wochenende beim „Grand Prix“ dabei. Wenn ihr mich sehen wollt, müsst ihr mal schauen wann das bei euch übertragen wird. Mein Platz ist „c2“ das ist eine der letzten Kurven vor der Zielgerade, „Hillstanding“, überdacht mit „Giant-Screen“. Vielleicht bin ich ja zu sehen.

So nun zu meinem Sonntag hier. Also wie schon gesagt, bei den Chinesen ist es Brauch einmal im Jahr für ihre Toten zu beten. Und da meine Familie sehr groß ist, waren wir zum einen um die 15 Leute und zum andern mussten wir an 3 verschiedene Plätze fahren um für die toten zu beten. Angefangen hat das alles Morgens um 8. Um diese Zeit mussten ich und mein Bruder heute aufstehen. Wir haben dann das Frühstück runter geschlungen, da wir schon ein wenig zu spät waren, haben geduscht und uns fertig gemacht und sind dann zusammen mit den Opfergaben im Auto zum ersten Friedhof gefahren. Was ich sehr, wie sagt man, befremdlich fand, war das man auf den Gräbern rumlaufen durfte und die zum Teil mit dem Motorrad auf den Friedhof gefahren sind. Wir mussten dann zuerst ein etwa 6x6 Meter großes Grab mit 10x10 cm großen bunten Papierfetzen bedecken. Und da es windig war, musste jedes Papier mit einem Stein beschwert werden. Nicht nur, dass mir jeder sein Papier gegeben hat, weil die da selber keine Lust drauf hatte, nein es hat auch noch voll die Sonne geknallt. Das war SO warm, das könnt ihr euch in dem kalten Deutschland glaube ich gar nicht vorstellen. … Okay ich kann nicht so viel und ausführlich schreiben, da ich noch nicht fertig gepackt habe und noch essen muss und mein Bus in 2 Stunden kommt… Nach dem Schmücken wurden dann die Opfergaben vor das Grab gestellt und dem toten wurde Zeit gegeben diese zu sich zu nehmen. Wie genau festgestellt wurde, dass dieser fertig war, weiß ich nicht, doch irgendwann durfte dann jeder der Anwesenden für den Toten beten und ihm seine Wünsche Mitteilen. Sogar ich durfte das und habe das natürlich auch gemacht. Ich fand das super nett, dass die mich da so eingebunden haben. Die ganze Stimmung war auch komischerweise richtig fröhlich und alle waren gut drauf. Also nichts von wegen stiller Andacht oder so. Als jeder fertig gebetet hatte wurden die Opfergaben vor dem Grab verbrannt. Und zum Teil wurde dann dazu auch noch Feuerwerk angezündet, aber nicht bei uns. Diese  Prozedur mussten wir auf diesem Friedhof noch 3-mal durchlaufen. Mit allem drum und dran. Dann sind wir weiter gefahren, zu einem Tempel in welchem die Gebeine des toten Bruders meines Vaters aufbewahrt werden. Das Innere des Tempel ist am besten zu vergleichen mit einer Holocaust Gedenkstätte, ich weiß der Vergleich ist vielleicht nicht sehr passend gewählt, das tut mir leid, doch ich finde das trifft es am besten. Der Tempel war aufgebaut wie eine Bücherei, nur anstatt der Regale waren Wände in die vom Boden bis zu Decke 15x15 cm Marmor Quadrate eingelassen waren. Auf jedem dieser Quadrate war ein Bild und der Name des Toten. Und alles in schwarz und weiß. Ich habe mich nicht wirklich wohl darin gefühlt. Umgeben von so vielen Toten. Aber ich habe trotzdem für den Bruder gebetet. Von dort sind wir dann weiter gefahren zum letzten Friedhof, auf dem wir das gleiche gemacht haben, wie auf dem ersten. Und dann auf dem Rückweg habe ich das erste Mal erlebt, wofür Asien bekannt ist bei der Regenzeit. Der Highway ist oder war einem Fluss gewichen, der jetzt die Fahrbahn quert. Ich bin mal gespannt wie das nachher der Bus macht. Als wir dann weitergefahren sind, sind wir auf einen Stau gestoßen und da hatte meine Mutter eine echt coole Lösung, um nicht im Stau zu stehen. Es wurde einfach auf der Autobahn gewendet und wir sind zurück bis zur nächsten Abfahrt gefahren. Aber wie schon gesagt, das Autofahren ist hier was ganz anderes als in Deutschland. Ich habe es auch schon erlebt, dass mein Vater hier mit 120 telefonierend, un-angeschnallt über die Bundesstraße geheizt ist. Naja macht euch keine Sorgen, ;) ich wird’s überleben. Und wenn ihr euch zu viele Sorgen macht gibt’s nur eine Lösung-ich erzähls einfach nicht mehr!^^ Hmm das klingt irgendwie hart… Wie auch immer, es tut mir leid, aber ich muss jetzt aufhören hier, da ich echt noch einiges zu tun habe. Ich habe euch alle sehr lieb. Und denke ganz oft an euch. Und da darf sich jeder Angesprochen fühlen, bis dann mal.

PS: ich freue mich immer über Briefe die vertreiben mir die Langeweile in der Schule ;) Und wenn ich einen kriege gibt’s auch versprochen ne Antwort! :D



Mein Trip nach KL und sonst noch so einiges

07:14, 23.03.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

Tja da bin ich wieder mit meinem neune Eintrag über die letzte Woche. Ich kann euch sagen das war eine Aufregende Woche und deswegen sitze ich heute schon relativ lange vor meinem Laptop, da ich ja mein Tagebuch über die Woche schreiben möchte. Ich mache zwar viele Fotos, die mich auch daran erinnern, aber ich finde es immer besser auch ein einen Text dazu zu habe, da dieser auch ein wenig meinen Gefühlstand wiederspiegelt und ich da auch oft etwas über Personen hier reinschreibe und ich bin Gespannt wie sich meine Sicht über manche Personen über das Jahr so verändert. Also so zu den Daten des Tagebuchs, ich bin im Moment erst bei schlappen 62 Seiten und 40.000 Wörtern! :D Und Bilder habe ich auch erst 5000. Okay ich bin ehrlich da sind viele dabei, die vielleicht nicht so viel für außenstehende Aussagen, aber für mich ist jedes dieser Bilder mit einer Erinnerung verknüpft. Und ich denke desto mehr Bilder ich habe, desto besser. Ich lösche auch so gut wie keine Bilder, außer wenn diese ganz schlecht sind oder doppelt sind. Weil ich der Meinung bin, dass ich so eine viel bessere und größere Auswahl an Bildern habe, wenn ich euch zum Beispiel nach diesem Jahr von meinem Jahr hier erzählen möchte. Ich muss zwar ein wenig auf meinen Speicherplatz achten, da ich jetzt schon 17 GB alleine für die Fotos und Videos verwende.

Wie auch immer ich komme jetzt einmal zu meiner letzten Woche. Also ich weiß nicht, wie das bei euch, die meinen letzten Eintrag gelesen haben, angekommen ist, aber ich finde der zeigt schon, dass ich da nicht wirklich glücklich war. Und das war ich auch wahrlich nicht. Als ich hier letzten Montag saß und diesen Eintrag geschrieben habe, habe ich nicht nur einmal mit den Tränen gekämpft. Glaubt mir es ist auch oft nicht einfach seine Gefühle und Eindrücke so offen rüberzubringen. Auch wenn ich das gerne mache. Und ich kann auch jeden verstehen, der vielleicht über mich lacht wenn ich sage, dass ich durchs schreiben anfange zu weinen. Dieser jemand hat dann aber ganz sicher noch nicht das erlebt, was ich oder die andern Austauschschüler hier erleben. Umso toller finde ich alle unter euch, die mit mir Fühlen und mir jedes Mal gut zu sprechen. Das rechne ich euch allen sehr hoch an. Und wie ich auch schon gesagt habe, ich bin der Meinung, dass dieses Jahr nicht nur Auswirkungen auf mich, sondern auch auf alle die, die mir nahe stehen, hat. Und ich weiß auch, dass das für euch teilweise nicht einfach ist. Aber komme ich nun wieder zu meiner Woche. Also, am Montag ging es mir richtig schlecht. Damit meine ich nicht so schlecht wie es mir hier am Anfang ging, aber es ging mir nicht wirklich gut. Ich habe wieder viel zu viel Nachgedacht, gezählt und sonst noch Dinge gemacht, die man nicht machen sollte, wenn man in seinem Auslandsjahr glücklich sein will. Das heißt ich habe abends meine Reise nach Melaka mit nicht wirklich vielen guten Gefühlen begonnen. Wir haben die 10 Stunden Fahrt von 20 Uhr bis 6 Uhr morgens in einem Doppeldecker Bus verbracht. Das war verdammt gemütlich in dem Bus, aber wir haben auch Verhältnismäßig recht viel dafür bezahlt. Was wahrscheinlich auch ausschlaggebend für die Gemütlichkeit war, dass man die Sitze Waagerecht stellen konnte und (erzähl ich nicht gerne, weil ihr euch dann wieder unnötig Sorgen macht) man sich nicht anschnallen konnte. Das ist hier halt ein wenig anders. Und was echt krass auf so langen Fahrten ist, ist wie die Fahrer es mit der Klimaanlage übertreiben. Ich habe mir bei allen Fahrten den Arsch abgefroren. Für euch mag das noch okay sein, aber für mich, als einen an die Wärme Gewöhnten, war das sehr kalt. Als wir dann in unserem Hotel angekommen waren, ging es mir nochmal richtig schlecht und ich habe den Kampf gegen die Tränen dort verloren. Das war keine schöne Zeit, da ich obwohl das alles super dort war, nicht wirklich glücklich war. Was heißt ich konnte das nicht wirklich genießen. Die Jungs mit denen ich dort war, haben dort ein wenig Nachforschungen über die Geschichte der Stadt betrieben und wir haben uns Historische Gebäude, Museen und Historische Plätze angeschaut. Gegen Mittag habe ich dann eine Deutsche Frau getroffen und mich ein wenig mit der unterhalten. Und ich weiß das hört sich seltsam an, wenn man bedenkt, dass die mir völlig fremd war, aber ich habe der mein Herz ausgeschüttet. Ich weiß immer noch nicht ihren Namen. Aber ich habe mit ihr über alle meine Probleme geredet und vor der wieder angefangen zu weinen. Aber das hat so mehr oder weniger alles aus mir raus gespült. Die hat mit mir zusammen nach Lösungen für meine Probleme gesucht und war echt super nett. Ich  weiß das hört sich seltsam an wenn man das liest, aber ich glaube ich brauchte einfach mal jemanden, dem ich alles erzählen konnte und der das ganz objektiv betrachten konnte. Und die Tipps, die die mir gegeben hat, haben mich über den Tag gebracht. An dem haben wir nichts großes mehr gemacht, wir waren noch im Kino und 8haben uns ein Laternen Fest angeschaut. Und abends musste ich dann in dem Hotel wieder auf dem Boden schlafen, jedoch Freiwillig, da wir zu 6 nur 2 Doppel Betten hatten. Dafür hat die Übernachtung auch nur 3 Euro gekostet. Am nächsten Morgen ging es dann um 6 Uhr aus den Betten, da wir zu dem Busbahnhof laufen mussten. Die andern Jungs haben dann den Hotelier nach dem Weg gefragt und wir sind mit unserem Gepäck losgelaufen. Das einzige Problem war, dass der Weg, den wir beschrieben bekommen hatten, falsch war. Das heißt wir sind einen unwesentlichen Umweg von 10 Km gelaufen. Ich kann euch sagen danach war mir ganz gut warm, da mein Gepäck nicht gerade leicht war. Dort haben wir uns dann von 2 Jungs getrennt, die schon früher zurück wollten, da den die Reise nach KL zu kostspielig war. Wir, also die übrigen 3 und ich, sind dann mit dem Bus 2 Stunden lang gefahren, bis wir unsere Zielstation in KL erreicht haben. Dort wurden wir dann von einer Freundin von einem der Jungs abgeholt und sind von der zu ihrem Haus gefahren worden. Also die war schon erwachsen. Dort haben wir unser Gepäck abgeladen und sind dann für den Rest des Tages in eine Shopping Mall gefahren. Dort ist mir was ganz lustiges passiert. Ich wurde auf einmal von einer Frau angesprochen. Die hat mich gefragt, ob ich hier Studieren würde. Das habe ich dann bejaht und die hat mir dann ihre Karte in die Hand gedrückt und dazu gesagt:“ Ich bin Model, wenn du irgendwann mal eins brauchst, ruf mich einfach an“. Und weg war sie. Und ich hab mir die Karte so angesehen und da stand wirklich irgendwas von wegen Models drauf. Aber ich habe die ganze Aktion nicht so wirklich verstanden. Trotzdem fand ich die ganz lustig. Und für die Jungs, mit denen ich hier war, war jeder weiße oder Europäer ein Freund von mir. Alle 2 Minuten haben die mich ernsthaft gefragt, ob der und der mein Freund wär. Das hat echt genervt, aber in KL laufen echt viele Europäer und weiße rum. Das ist sowieso was komplett anderes zu meinem Leben hier. Also im Gegensatz zu KL lebe ich hier echt im Entwicklungsland. Aber ich mag mein ruhiges Leben hier, obwohl es sicher auch Vorteile hat in der Nähe von KL zu wohnen. An diesem Tag haben wir nichts besonders mehr gemacht, wir haben abends nur noch meine Gastschwester getroffen, die ja in KL wohnt. Am nächsten Tag sind wir in eine andere Shopping Mall gefahren und die Jungs sind dort in irgendeinen Kino Film gegangen. Doch ich hatte da keine Lust darauf auch weil mich der Titel „Dragenball Evolution“ nicht so wirklich angesprochen hat. Deswegen sind die da ohne mich reingegangen und ich habe ein wenig die Mall erkundet. Dabei bin ich auf ein Buch Geschäft gestoßen, indem ich eigentlich nach einem Malaiischen Comic suchen wollte. Doch leider habe ich keins gefunden und habe dann einfach so mal ein wenig die Bücher durchsucht und bin dann auf eine Ecke gestoßen, in der Bücher waren, die einem zu mehr Freude im Leben verhelfen sollen. Ich weiß das hört sich sehr nach Quacksalberei an, aber ich habe mir die Bücher da trotzdem mal angesehen. Und auch 2 Bücher gefunden, die ich mir gekauft habe. Das eine heißt „5-minute NLP, practise positiv thinking every Day“ und das andere heißt. „9 Habbits of Happines“. Das erste Buch habe ich schon angefangen und es ist jeden Pfennig, den ich dafür ausgegeben habe wert. Es ist zwar stellenweise etwas kompliziert zu verstehen, da es auf Englisch ist, aber die Sachen die ich verstehe, kann ich praktisch eins zu eins Auf mich hier Anwenden. Dort steht zum Beispiel geschrieben, wie man es anstellen soll, wenn man es anstellt an irgendetwas Negatives nicht zu denken. Ich weiß nicht ob ihr euch dazu schon einmal Gedanken gemacht habt, aber hier habe ich mir fast täglich Gedanken darüber gemacht, wie ich es verhindern kann bei jeder Kleinigkeit an Deutschland zu denken oder an euch alle. Und ich habe mir dann selbst jedes Mal gesagt:“ Don’t think about it“ oder sowas in der Art. Aber genau das soll man nicht machen. Ich kann euch auch gut veranschaulichen warum. Wenn ich zu euch sage:“ Denkt nicht darüber nach was das Ergebnis von 8+2 ist!“ und ich wette mit euch jeder hat Automatisch ausgerechnet, dass es 10 ist. Genauso ist es wenn ich sage:“Denkt ja nicht daran welche Farbe euer Auto hat!“ Und ich glaube sogar wenn ihr euch vor diesem Satz fest vor nehmt nicht an diese Farbe zu denken, macht ihr das Automatisch. Und genau das ist das, was mir hier auch wiederfahren ist. Es ist sowieso so, dass man nicht Automatisch glücklich ist, wenn man sich immer sagt dass man nicht unglücklich sein soll. Es bringt nicht viel zu sagen, was man nicht sein möchte, da gibt es sowieso zu viel von. Aber wenn man ein klares Ziel hat und sich das vor Augen hält, dann bringt das auch was. Das heißt ich sage mir hier jetzt nicht mehr:“ Denk nicht über zuhause nach“ sondern ich sage mir:“ Ich will ein wundervolles Jahr hier haben und dieses in vollen Zügen genießen“ Und das ist nur eine der Tausend Weisheiten aus diesem Buch. In dem anderen Buch habe ich noch nicht wirklich gelesen aber beim ersten durchblättern bin ich auf einen sehr schönen Satz gestoßen, den ich auch schön auf meine Eigenschaft des Vergleichens anwenden kann. Ich glaube auch eine von euch werden diesen Satz auch schon mal so oder in ähnlicher Form gehört haben, aber ich finde den super. Er lautet:“ I murmured because I had no shoes, until I met a man who had no feet” zu diesem Satz möchte ich gar nicht so viel schreiben, sondern es soll sich jeder seine Eigene Meinung dazu bilden. Ein anderer schöner Satz, den ich aber leider nur noch ungefähr weiß, ist: Der Grad auf dem die hundert reichsten Menschen in New York Freude empfinden, ist der gleiche wie der auf dem die Krieger der Ureinwohner Australiens“ Und auch dies ist war. Obwohl sich dies die hundert Menschen aus New York sicher nicht vorstellen können.

Mensch, Mensch, es tut mir leid, dass ich ständig so von meinen Erzählungen weg komme, aber mein Kopf ist so voll mit Eindrücken, Erfahrungen, Plänen und Emotionen, dass es dort noch wilder her geht als sonst. Es tut mir leid ihr dürft euch gerne und offen beschweren, ich bin offen für jede konstruktive Kritik ;) Also nun zurück zu meiner Erzählung. Am Freitagmorgen sind wir dann wieder zu der Bus Station gefahren um dort unsere Busfahrkarten zu kaufen. Wir haben dann auch Karten für den Bus um 9 Uhr bekommen. Nachdem wir diese bekommen hatten, sind wir wieder zurück ins Auto und zu den Twin-Towern gefahren worden. Da ich super gerne auf die Sky-Bridge(die Verbindung zwischen den Türmen) hat mir die Frau, die uns gefahren hat einige Tipps gegeben wie ich da Karten für bekommen würde. Wir sind dann zum Schalter gegangen und ich habe den Leuten da erzählt, dass ich aus Deutschland komme, heute Abend meinen Flieger zurück habe und so, so gerne noch da hoch wollte. Und obwohl überall schon Stand, dass es schon keine mehr gab, hat mir eine halbe Minute später ein Türkischer Reiseführer eine Karte angeboten, die jemandem aus seiner Gruppe gehörte, der jedoch nicht anwesend war. Und so bin ich auf die Sky-Bridge gekommen. Das war ein bombastischer Ausblick, den man von dort hatte. Man konnte mehr oder weniger komplett KL sehen und es war einfach bombastisch. Und ich kann jetzt von mir behaupten, dass ich auf den höchsten Twin-Towern der Welt war. :P Danach haben wir uns noch eine Science-Ausstellung von dem größten Öl und Gas Lieferanten, Petronas, besichtigt. Das war, obwohl ich normalerweise sowas nicht so gerne mag richtig gut gemacht. Man konnte sehr viel selbst ausprobieren und selbst machen. Und was für dich, Papa, bestimmt sehr interessant gewesen wäre, war wie dort Tektonische Platenbewegungen und Sediment Verschiebungen erklärt wurden. Das war hoch interessant, wenn man sich da ein wenig für interessiert. Und man konnte halt sehr viel selbst machen. Dort sind wir bis zum Abend geblieben und danach direkt zur Bushaltestelle gefahren. Dort haben wir dann bis 10.00 Uhr auf unseren Bus gewartet, bis wir die Meldung bekommen haben, dass dieser im Stau steht. Deswegen haben wir den Bus gewechselt auf den 11.00 Uhr Bus, welcher aber auch erst um 12.00 Uhr da war. Und letztendlich ist der dann um 1.00 Uhr morgens abgefahren. Das war echt sehr nervig, dieses ständige hin und her und das warten in der Halle, welche voll war mit Abgasen. Wir sind aber trotzdem sicher am Samstagmorgen gegen 10.00 Uhr hier angekommen. Tagsüber habe ich dann nichts spannendes mehr gemacht, doch am Abend bin ich von einem Freund zu einer Veranstaltung in einer Baptisten Kirche eingeladen worden. Ich wusste erst gar nicht so wirklich was das war aber ich bin einfach mal hingegangen, da ich eh nichts anderes zu vor hatte an diesem Abend. Und das war eigentlich ne richtig coole Veranstaltung. Das war zwar leider viel auf Chinesisch, aber trotzdem war das ganz lustig mit all den netten Leuten da. Aber das krasseste war echt, da war ein 28 Jähriger Amerikaner. Und ich glaube ihr wisst alle, dass ich nicht wirklich gläubig bin, aber der, der war ein so dermaßen guter Redner, dass der mich echt fast zu einem Extremisten gemacht hätte. Der war „cool“ hat super erzählt. Und obwohl der schon 2000000 mal seine Geschichte erzählt hat, hat der die mit so vielen Emotionen rübergebracht, dass war echt unglaublich. Der hat aus seinem Leben erzählt, von seinen Drogenabhängigeren Eltern, von seinem Leben als Drogen Dealer und vom Leben im Knast. Und ich weiß nicht da muss man dabei gewesen sein um das zu verstehen, das war unglaublich wie der das erzählt hat. Der hat sogar zum Teil die Chinesen dazu gebracht im zu folgen und die ganzen 3 Stunden die der geredet hat war es mucks Mäuschen still. Das war echt krass. Und … also ich glaube ich muss auch langsam zu einem Ende finden hier. Son komme ich heute (Sonntag) nicht mehr ins Bett. Wie immer möchte ich auch jetzt noch einmal sagen, dass ich euch alle lieb habe und mich über alles freue, was ich von euch bekomme. Ich bin sehr dankbar für das alles, auch wenn es manchmal nicht so scheinen mag. Und noch eine Sache muss ich los werden, es mag sich zwar vielleicht nicht so anhören, doch ich bin jetzt im Moment sehr glücklich hier. Ich hoffe es geht euch allen gut. Und wenn nicht fänd ich es lieb wenn ihr euch mal meldet.

Euer Sohn/Enkel/Bruder/Freund oder sonst was

SIMON

PS: Ich habe auch versucht ein paar neue Fotos hochzuladen!



Nach ungfaehr 6 Wochen...

18:51, 16.03.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

So, hier bin ich wieder! Heute bin ich sogar pünktlich. Ich gebe mir ja größte Mühe jeden Montag in meiner Zeit einen neuen Eintrag zu verfassen. Da ich heute Ferien habe ist das kein Problem für mich. Obwohl ich heute auch noch einige Dinge einkaufen und meine Sachen für meine kleine Reise packen muss. Ich fahre heute Abend um 8 Uhr mit dem Bus in das 10 Stunden Fahrzeit entfernte Melaka. Dort werde ich den Dienstag verbringen und dann am Mittwoch weiter nach Kuala Lumpur fahren. Dort werde ich weitere 2 Tage verbringen und dann am Freitagmittag von dort zurückkehren. Die komplette Reise mache ich zusammen mit meinem Gastbruder und 4 seiner Freunde. Diese müssen nach Melaka um dort ein Schulprojekt zu machen. In Kuala Lumpur sind wir dann aber nur zum shoppen und zum Vergnügen. Das zu meinen Plänen zu dieser Woche. Aber jetzt, bevor ich über meine letzte Woche berichte möchte ich erst einmal zu einem viel wichtigeren Thema kommen. Ich möchte mich ganz herzlich bei euch allen bedanken. Bei jedem, der mir in irgendeiner Weise geholfen hat oder irgendwas für mich arrangiert hat. Ich danke euch dafür, dass ihr mich in meinen schweren Zeiten helft und mir meine schönen Zeiten noch schöner macht. Ich weiß gar nicht was ich ohne jeden einzelnen von euch machen würde. Ich freue mich über jede noch so kleine Nachricht oder e-Mail, auch wenn ich vielleicht nicht so ausführlich antworte. Genau das gleich ist das mit Briefen, über die freue ich mich immer ganz besonders, doch es nimmt für mich sehr viel Zeit in Anspruch auf diese zu antworten, da ich nicht der schnellste Schreiber bin. Dazu kommt noch, dass ich nicht oft Zeit finde diese zu schreiben. Aber dies alles soll kein Zeichen dafür sein, dass ich das nicht zu schätzen weiß. Auch weiß ich sehr zu schätzen was es bedeutet hat für mich das Malaiisch Programm ins Internet zu stellen. Auch über jede noch so kleine „Spende“ freue ich mich immer. Auch wenn das für euch vielleicht kleine nichtige Sachen sind, die ihr für mich tut, das Gefühl zu haben, dass in Deutschland so viele liebe Menschen sind, die mich so stark unterstützen ist einfach wundervoll. Außerdem zeigt es mir, dass ihr mich nicht vergesst! ;) Dies ist etwas was ich hier bis jetzt schon sehr gelernt habe, nämlich für jede Kleinigkeit, auch wenn sie vielleicht noch so selbstverständlich erscheint, dankbar zu sein. Auch möchte ich denen danken, die mich in meiner Entscheidung unterstützt hat ein Auslandsjahr zu machen oder den Austausch mitfinanziert hat. Denn egal wie hart manche Zeiten sind, eine Sache weiß ich immer, nämlich, dass ich hier unglaublich viel dazu lerne. Obwohl mir das auch manchmal Angst macht, da ich Angst davor habe, dass ich mich so stark verändere, dass ich Probleme mit Freunden und Verwandten bekomme wenn ich zurück in Deutschland bin. Deswegen ist es für mich auch so wichtig in so „engem „ Kontakt mit euch zu bleiben, damit ich ein wenig das Gefühl habe es sei noch alles so wie vor dem Austausch. Also um es noch einmal kurz zu fassen:“ Vielen, vielen Dank für jede noch so kleine Kleinigkeit, ihr könnt euch glaube ich nur schwer vorstellen was das alles für mich bedeutet. Gut, aber jetzt komme ich zu meiner letzten Woche. Der Anfang der letzten Woche war sehr schwer für mich, da ich dort wieder in einem ziemlichen „Tief“ war. Es ist schwer oder fast gar nicht zu erklären, warum ich jetzt immer noch in solche Phasen „verfalle“, da ich selbst nicht so wirklich den oder die Gründe dafür weiß. Es liegt ziemlich sicher nicht an der Familie, mit der verstehe ich mich von Tag zu Tag besser. Und es dürfte eigentlich auch nicht an meiner Umgebung liegen, da in dieser eigentlich auch alles super ist. Das einzige, was immer noch ein wenig schwer für mich ist, ist die Schule, da es nach wie vor sehr lang für mich ist, bis 3 Uhr in die Schule zu gehen. Und in den 8 Zeitstunden, die ich dort verbringe, ist so gut wie gar keine Kommunikation zwischen mir und meinen Klassenkameraden. Und jeder, der mich aus der Schule oder auch sonst kennt, weiß wie wichtig es für mich ist zu kommunizieren. Auch wenn das vielleicht oft nur Blödsinn ist. Aber genau das fehlt mir hier auch ein wenig, da hier so gut wie keine Ironie verstanden wird. Auch viele Witze, die in Deutschland gut ankommen würden, werden hier nicht verstanden oder sind nicht passend für hier. Deswegen tut es mir jedes mal gut, wenn ich mit irgendeinem Deutschen zusammen lachen kann. Und ich habe auch ein wenig Angst davor, dass ich so ein wenig meine Witzigkeit verliere, da ich finde, dass diese mich in Deutschland sehr ausgezeichnet hat. Eine weitere Sache, die in dieses sogenannten „Tiefs“ sehr schwer für mich ist, dass mich jede Kleinigkeit an irgendwas oder irgendwen zuhause erinnert. Mal ist es nur ein Kommentar von irgendjemand auf das ich vergeblich warte, oder es ist eine Erinnerung die in mir wach wird und mich an Deutschland erinnert. Dann höre ich Musik und erinnere mich, wie diese auf dem Handy eines Freunds lief, als wir zusammen in der Rheinaue waren oder wie diese im Wohnzimmer von Mama oder Papa zu hören war. All dies macht es nicht gerade leichter aus so einem Tief rauszukommen. Aber nun bin ich wieder von dem Thema abgekommen und wenn ich so weiter schreibe, habt ihr ja alle das Gefühl, dass es hier total schrecklich ist und ich mich ständig mit schlimmen oder schlechten Gefühlen rumschlagen muss. Das wirft ja ein total schlechtes Licht auf Austauschjahre. Hier zwei Tipps von mir, an alle, die ins Ausland gehen. Zuerst einmal, wenn ihr eine Vorbereitung oder so etwas Ähnliches habt, nehmt ernst, was die Retournee‘s euch erzählen und geht nicht davon aus, dass euch sowas sowieso nicht passieren wird. Und zweitens macht euch darauf gefasst, dass es schwere Zeiten geben wird. Das mag in nicht Englisch sprachigen Ländern anders sein, als in Englisch sprachigen Ländern und ist auch von Person zu Peron unterschiedlich. Wenn ihr so eine Zeit nicht durchmacht, umso besser, aber seid darauf vorbereitet. So aber jetzt endgültig zurück zu meiner letzten Woche. Also den Montag hatte ich frei, da dort irgendein Muslimisches Fest war. Dann wurden von Dienstag bis einschließlich Donnerstag Prüfungen hier geschrieben. Das bedeutet, pro Tag wurden 4 Prüfungen geschrieben. Die Prüfungen an sich sind aufgeteilt in einen Multiple Choice Teil, der 2/3 zählt, und einen Teil, in dem man in Sätzen antworten muss. Dieser Teil zählt logischer Weise 1/3. Und ich glaub ihr könnt euch vorstellen, wie einfach Mathe ist, wenn man schon 4 mögliche Antworten zur Auswahl hat. Ich habe am Anfang nicht an den Malaiischen Prüfungen teilgenommen, doch dann habe ich aus Spaß die Lösungen von meinem Nachbar abgeschrieben. Ich bin mal gespannt, was die Lehrer dazu sagen, wenn die sehen, dass ich so gut bin. Und sogar in „Bahasa Cina“ (Sprache Chinesisch) habe ich teilgenommen, obwohl ich keins der Schriftzeichen entziffern konnte. Am Freitag war dann normal Schule danach bin ich zum Fußball Training der Schulmannschaft gegangen, in der ich ab jetzt Mitglied bin. Und da ich nicht mehr gewohnt bin in richtigen Schuhe zu laufen, habe ich mir dort 2 richtig schlimm Blasen geholt, die mittlerweile aufgeplatzt sind und ständig von neuem Anfangen zu bluten.  Am Samstagmorgen wurde ich von einem AFS freiwilligen ein wenig hier durch die Gegend gefahren und wir sind auch unter anderem zur Schlangen Farm gefahren. Das war schon eindrucksvoll, also die waren zum Teil 6 Meter lang und waren nur durch ein Gitter Zaun von den Besuchern getrennt. (Entschuldigung Omi ich weiß das ist nicht wirklich was für dich ;) ) Trotzdem haben mir die auch leidgetan, da die alle nur sehr wenig Platz hatten und mit Glück hatten die einen Ast, an dem die Hochklettern konnten. Aber davon berichte ich nochmal Ausführlicher wenn ich wieder zuhause bin! ;) Weil ich muss gleich noch mein Tagebuch über das Wochenende vervollständigen. Danach sind wir dann zu dem Freiwilligen nach Hause gefahren und von dessen Vater habe ich einen Malaiischen Namen bekommen. Der lautet: „ Mohamed Rafi“ :D ich finde den irgendwie cool. Danach bin ich wieder nach zurück zu meiner Familie und habe am Nachmittag noch was mit Freunden gemacht. Am Sonntag, sind wir mittags zu dem alten Dorf von meinem Vater gefahren und haben dort das Auto gewechselt. Wir sind auf einen Landrover umgestiegen und mit diesem in den „Jungel“  gefahren um dort die Kautschuk Plantage meiner Eltern anzuschauen. Das war sehr aufragend und auch sehr interessant. Danach bin ich mit dem Freiwilligen für eine halbe Stunde auf eine malaiische Hochzeit gegangen. Und die haben hier einen Brauch, der auch in Deutschland eingeführt werden sollte. Die Gäste dort bekommen als Dankeschön für ihr kommen jeder ein kleines Geschenk. Am Abend bin ich mit meiner Mutter und der 2. Mate einkaufen gegangen und dann am Abend relativ früh ins Bett gegangen. So das wars erst einmal, ich bin jetzt ja auch schon auf der 3 Seite. :P Ich hoffe es geht euch allen gut und ich freue mich jetzt schon auf unser wiedersehen. Euer Simon aus dem fernen Malaysia!

PS: was ich noch anfügen muss, ist eine Sache, die mir am Samstag aufgefallen ist, als ich eine Jugendzeitschrift durchblättert habe. Ich schau mir so die Bilder an und denk mir so:“ Was ist das denn? das sieht aber komisch aus, gehört das zum Kleid?“ und dann habe ich weitergeblättert und dann ist mir aufgefallen, dass bei jeder Frau der Ausschnitt wegzensiert wurde! Genau so wurde zensiert wen Frauen zu kurze Röcke anhatten. Das ist schon anders gehandhabt hier als bei uns.



Eine weitere Woche

07:01, 10.03.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

So, komme ich nun zu meinem nächsten Eintrag in meinem Blog. Zu erst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich den hier nicht schon gestern verfasst und hochgeladen habe, aber ich denke dies wird in Zukunft noch einige Male der Fall sein und es kann auch sein, dass ich mal eine oder 2 Wochen gar nichts schreibe. Aber das versuche ich soweit es geht zu vermeiden, das heißt ich möchte, wenn es mir irgendwie möglich ist jede Woche einen Eintrag hier machen. Aber nun zum eigentlichen Eintrag, hier habe ich wieder lange nachgedacht, was ich schreiben könne. Zu aller erst möchte ich noch einen Nachtrag zu dem Eintrag über meine Gefühle machen. Denn ich habe bei Wikipedia mal nachgeschaut was sich unter dem Begriff „Kulturschock“ finden lässt. Und dort steht folgendes:

Der Begriff Kulturschock bezeichnet die Gefühle und Ängste die Menschen widerfahren wenn sie mit einer fremden Kultur zusammentreffen. Der Begriff wurde von Cora DuBois einer US-amerikanischen Anthropologin 1951 eingeführt [1]. Kalervo Oberg erweiterte diesen Begriff um ihn allgemeiner anzuwenden und führte die Theorie basierend auf vier Phasen ("Honeymoon Phase", Krise, Erholung und Anpassung) ein, was später zur U-Phasen Theorie weiterentwickelt wurde.

Symptome

  1. Stress aufgrund der Belastung, die notwendigen psychischen Anpassungsleistungen zu erbringen;
  2. ein Gefühl des Verlustes in Bezug auf Freunde, Status, Beruf und Besitztümer;
  3. ein Gefühl der Ablehnung, weil man sich von Mitgliedern der neuen Kultur abgelehnt fühlt oder diese selbst ablehnt;
  4. Verwirrung über die eigene Rolle, über die Rollenerwartungen anderer, über Werte, über die eigenen Gefühle und die eigene Identität;
  5. Überraschung, Angst und Empörung, nachdem man sich des vollen Ausmaßes der kulturellen Unterschiede bewusst wird;
  6. Ohnmachtsgefühl, weil man meint, mit der neuen Umgebung nicht zurechtzukommen.

Und ich glaube, wenn ich mir so die Symptome anschaue, habe ich echt den Klassischen Kulturschock erlebt. Manche dieser Symptome habe ich weniger Stark (5) andere dafür um so mehr (6). Aber ich glaube, dass ich von den verschiedenen Phasen die Krise schon hinter mir habe und mich im Moment in der Erholungsphase oder vielleicht schon zum Übergang in die Anpassungsphase befinde. Es ist nach wie vor so, dass ich kein stetiges Hochgefühl habe, aber wenn dieses nicht vorhanden ist, bedeutet dies nicht gleich, dass es mir richtig schlecht geht. Was mir in letzter Zeit sehr geholfen hat, ist das Gefühl der Gemeinschaft. Ich stehe hier in Kontakt mit dem einen oder anderen AFS Austauschschüler. Ich habe sogar Kontakt zu Austauschschülern, die nicht aus Deutschland kommen oder nicht in Malaysia sind. Und die allermeisten haben Mittlerweile schon Probleme gehabt. Das bedeutet, wenn man mit anderen Leuten von AFS redet oder schreibt hat man echt das Gefühl verstanden zu werden. Soviel zu dem Nachtrag, der ist ja doch ein wenig länger geworden, als ich gedacht hatte.

Komme ich nun zu dem „eigentlichen“ Eintrag hier. Ich erzähle euch hier einfach einmal von meinem Ausflug nach Penang am letzten Sonntag. Penang ist eine Insel hier in Malaysia und von hier wo ich wohne sind das ungefähr 2 Stunden Fahrzeit mit dem Auto. Und das erste was ich gemacht habe, als wir auf Penang waren, war dass ich die Entscheidung getroffen habe nicht ernsthaft krank zu werden, während meines Aufenthalts hier. Wir haben dort nämlich meine Großmutter besucht, die im Krankenhaus war. Das war ein privates Krankenhaus, also ein „gutes“, und ist das Beste im Umkreis von meinem Zuhause. Aber ich fand das dort sehr dreckig, überall war Müll und es hat echt gestunken dort. Auch die Toiletten waren angeputzt, obwohl die direkt im Nachbarzimmer von den Patientenräumen waren. Am coolsten fand ich, dass es da Wireless-Lan gab und alle 2 Minuten ein Handy am klingeln war. Für beides würde man bei uns aus Krankenhäusern hochkant rausfliegen. Meine Großmutter war dort, weil die irgendein Geschwür in der Leber hat und die Ärzte dort haben der geraten dieses zu entfernen, dass würde auch nur schlappe 28.000 RM kosten. Und die müssen Restlos von der Familie bezahlt werden. Danach bin ich mit meinem Vater zu einer Schmetterlingsfarm gefahren und das war auch echt super dort. Es war alles voll mit Schmetterlingen in allen Größen, Farben und Formen. Außerdem habe ich dort das erste mal in meinem Leben echte und lebende Skorpione gesehen. Was ich bei denen krass fand war, dass die nicht irgendwie durch eine Scheibe oder sonst was von den Besuchern getrennt waren, sondern die Begrenzung bestand aus einer 30 cm hohen Mauer und einem Schild, welches vor den Gefahren dieser Skorpione gewarnt hat. In dieser Farm haben wir ungefähr eine Stunde verbracht und sind dann noch zu einem Chinesischen Tempel gefahren. Das war ein sehr schöner Tag. Ich fange an mich richtig auf die Sonntage zu freuen, da wir da immer irgendwas Besonderes machen. Und was meine Familie hier angeht, ich verstehe mich mit jedem Tag besser mit denen und kann sogar schon richtige Späße mit meinem Bruder hier machen. Es tut mir leid ich muss hier jetzt auch so langsam Aufhören, da ich gleich zur Schule muss und wir heute Prüfungen haben. Da habe ich zwar nicht so wirklich Lust drauf, aber es hat ja auch keiner behauptet, dass ich mein Jahr hier nach dem Lustprinzip über die Runden bringe. Also wünscht mir ein wenig Glück für die Exams (auch wenn die Ergebnisse total unwichtig sind) und wir hören voneinander. Gibt es irgendwelche Neuigkeiten aus Bonn über die ich informiert werden sollte?       



nach ungefaehr einem Monat

21:27, 2.03.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link
So, da bin ich wieder mit einem neuen Eintrag für die letzte Woche. Ganz ehrlich, ich weiß schon wieder nicht so genau, worüber ich schreiben soll. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich so langsam das Austauschjahr-Gefühl bei mir eingestellt hat. Das heißt die Tage sind viel zu kurz. Also ich beschreibe am besten einfach mal das Gefühl, weil das schwer vorzustellbar ist, wenn man das nicht selbst erlebt. Also normalerweise ist das so, ich stehe auf, freue mich auf den schönen Tag und geh abends ins Bett und denke:“ Wow das ging heute aber schon wieder schnell vorbei!“. Und auch wenn ich so zurück denke wenn ich an die Zeit denke, denke ich, bin ich nicht erst vor einer Woche hier angekommen?“. Aber wenn ich dann daran denke, was ich hier alles erlebt habe werden die Wochen unendlich lang, dann habe ich das Gefühl, dass ich schon seit einem halben Jahr hier bin. Das ist ein total seltsames Gefühl. Und auch mein Sitznachbar meinte heute zu mir:“Wow du bist schon einen Monat hier?“ Und auch wenn ich in meinen Kalender schaue, sehe ich oh da machst du das, da machst du dies und wow da ist schon das „Mid Year Camp“ und dann ist kurz später ist schon das „End of Stay Camp“. Also alles in allem habe ich hier viel zu wenig Zeit. Aber das hat auch was, ich habe immer eine Ausrede warum ich keine Hausaufgaben habe(Mama und Papa, ihr habt das nicht gelesen ;)) So und naja also wie schon gesagt es ist zwar so wenn ich in zu großen Schritten denke, dass das dann schon wieder lange ist, aber wenn ich hier in der nahen Zukunft bleibe, ist das zack-zack vorbei. Diese Woche Sport Woche, danach die ersten Exams, danach eine Woche Ferien und dann ist schon fast der nächste Monat um, das geht echt dermaßen krass schnell. Ich weiß ja nicht wie das mit dem Zeitempfinden in Deutschland ist, also ob ihr das als lang empfindet, wie lange ich schon weg bin. Aber mit jedem Tag, den ich hier bin, fühle ich mich heimischer und heimischer. Und das heißt der eine Tag vergeht schneller als der andere. Jeden Tag versteh ich mich ein klein wenig besser mit meiner Familie und meinen Freunden. Das ist echt was ganz besonderes. Und mir wird auch immer mehr und mehr bewusst, was ich für übertrieben hohe Erwartungen hatte, als ich hier hingekommen bin. Ich kann ja nicht erwarten, dass mich eine Fremde Familie, von heute auf Morgen als Sohn akzeptiert. Und ich kann auch nicht davon ausgehen, dass die nur meinetwegen alle miteinander Englisch sprechen. Aber das alles musste mir hier erst einmal bewusst werden, glaube ich, damit ich mit meinem Anpassungsprozess hier beginnen konnte. Das zu meinem Momentanen Gefühlstand hier.
So dann sind mir gerade während des Schreibens noch 2 Sachen eingefallen, die ich unbedingt erzählen muss. Ich mache das mal Chronologisch. Die beiden Dinge waren gestern, also am Sonntag. Das erste war am Nachmittag, da bin ich nämlich mit meinen Eltern zusammen (ich schreibe immer Eltern und Familie, weil mir das „Gast-„ langsam zum Hals raushängt) zu dem Studio meiner Schwester gefahren. Die ist schon am Arbeiten und hat glaub ich von meinen Eltern ganz ordentlich Startkapital bekommen. Das bedeutet, die hat eine Beauty-Fitness-Relaxing Studio Ausstattung und alles was dazu gehört bekommen. Ich glaube auf jeden Fall nicht, dass die das irgendwie anders bezahlt hat. Wie auch immer das Studio gehört meiner Schwester und ich darf das nutzen. Das heißt ich hab gestern erst mal ordentlich Sport gemacht und danach die geilste Fußmassage bekommen, die es gibt. Ich bin eigentlich gar nicht so der Massage Typ, aber das war so end geil, dass ich dabei fast eingeschlafen bin. :P Und naja also ich darf das da alle umsonst nutzen, auch die Sauna und die Massagebadewanne. Also richtig geil. Und danach sind wir zum Fischmarkt am Meer gefahren. Und das sind da Hygienische Zustände, wie sie nicht Asiatischer sein könnte. Das bedeutet, die Fische fallen auf den dreckigen Boden, und werden einfach wieder eingepackt, keiner Trägt Handschuhe und naja alles super dreckig und unhygienisch. Aber das geilste was ich da erlebt habe, war als meine Eltern da Fisch gekauft haben Erst einmal hat meine Mutter mit den bloßen Händen in dem Fisch rumgewühlt und hat dann nach einer Tüte gefragt. Und dann hat der Verkäufer kurz einen Blick rundum geworfen und ist da 3 Schritte weggegangen und hat dort dann aus einer super dreckigen Pfütze ne Tüte gezogen. Die wurden dann 2 Mal geschüttelt, damit der gröbste Schlamm davon runterging, und darein wurden dann die Fische gesteckt. Da hab ich mich echt gedacht, ich möchte nicht wissen was mit meinem restlichen Essen schon alles passiert ist. Aber bis jetzt hab ich es ja überlebt. Schöne Grüße, an alle, die diesen Eintrag hier lesen und ein großes Sorry, wenn ich eure Mails nicht ganz so detailliert beantworten kann, dass tut mir sehr leid aber wie schon geschrieben ist meine Zeit hier echt sehr knapp bemessen, und für diesen Eintrag, muss ich morgen doppelt so lang an meinem Tagebuch sitzen! :D


MEine Gefühle und Eindrücke rückblickend über meinen Anfang hier

20:28, 23.02.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

So,

ich habe sehr lange darüber nachgedacht, worüber ich in diesem Blog Eintrag berichten soll. Jetzt gerade vor ungefähr 5 Minuten kam mir eine ganz gute Idee. Ich habe mich dazu entschieden jetzt mal einen rückblickend einen Eintrag zu meinem Anfang meinen Gefühlen und meinen Erfahrungen hier zu machen.

Also wie die meisten, die kurz bevor ich gefahren bin, wahrscheinlich mitbekommen haben, war ich bezogen auf mein Jahr hier im Ausland sehr entspannt und relaxt. Egal wie aufgeregt alle um mich rum waren, ich war der Meinung, dass das gar nicht so was Aufregendes wäre. Ich habe mir gedacht: Hey Simon, du musst dir hier gar keine Gedanken machen, du hast schon 2-mal an einem Austausch teilgenommen, warum sollte das jetzt beim 3 Mal ein Problem werden? Und auch wenn eigentlich sehr viele Austauschschüler davon berichten, dass der Anfang meistens nicht einfach ist, habe ich mir gedacht, dass die halt schwach waren und nicht so eine starke Persönlichkeit wie ich haben. Das klassische Phänomen der Selbstüberschätzung.   Bis zum Flughafen war ich immer noch sehr sehr relax und fand das aber auch schön, dass mir so viele gefolgt sind um mir auf Wiedersehen zu sagen. Und dann, als es wirklich hart auf hart kam, ist mir glaube ich erst wirklich klar geworden, was es heißt seine Eltern und Freunde ein Jahr lang nicht sehen wird. Und das kam so plötzlich, dass ich einfach nur geweint habe, ich habe geweint wie ein kleines Kind. Ich konnte auch nichts dagegen tun, dass kam von ganz in mir drinnen! Und dann die letzten Schritte auf denen ich dann noch allen gewinkt habe, waren noch sehr sehr hart für mich! Aber dann auf einmal war wieder alles wie weggefegt. Nur noch übertrieben Happy und Glücklich, dass ich nen Auslandsjahr mache. Und ich war ja zusammen mit all den andern tollen Leuten die mit nach Malaysia kommen. Trotzdem musste ich dann aus dem Auto nochmal den Papa anrufen und sagen, dass alles okay ist! Auf dem Flug hatte ich die ganze Zeit wieder nur Bomben Hochgefühl. Genau das gleiche war, solange ich noch in KL mit den Leuten von AFS zusammen war. Aber als ich dann hier bei meiner Gastfamilie angekommen bin, habe ich sehr schnell realisiert, dass das hier in keinster Weise so sein wird, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ganz andere Kultur, völlig fremde Sprache und naja soweit weg, vor allem von meinen Eltern. Und dann im Hinterkopf immer den Gedanken, dass ich das jetzt 1!!! Jahr lang aushalten muss! Dann der erste Schultag war sehr sehr hart für mich, ich glaube ich habe die kompletten 10 Schulstunden mit den Tränen gekämpft und den Kampf nicht immer gewonnen! Dazu kam noch, dass ich alle 400 min die Klasse gewechselt habe und ich damit nicht klar gekommen bin, soviel auf einmal aufzunehmen. Und als ich dann nach Hause gegangen bin hab ich mich unter die Dusche gestellt und einfach drauflos geheult! Und dann später habe ich über Skype mit dem Papa geredet, was auch ganz gut war, ich glaube ich hab 2 Stunden mit dem Telefoniert und bestimmt eineinhalb davon geheult! Das war sehr schwer für mich. Und in den nächsten Tagen habe ich alles nur danach ausgerichtet, mit meinen Eltern zu reden. Und dem immer entgegengefiebert und nicht nur die Tage sondern selbst due Stunden gezählt. Und Verabredungen und sonst noch einiges nur deswegen abgesagt. Nach 2 oder 3 Tagen haben wir uns dann dazu entschieden, dass wir immer morgens vor der Schule telefonieren. Was auch ne gute Idee war. Irgendwann habe ich mich dann auch noch dazu entschieden mit dem  Vertreter von meiner Organisation hier zu reden, der auch selbst vor 18 Jahren im Ausland war. Und das war, obwohl wir uns nur auf Englisch verständigen konnten Gold wert. Der konnte so gut reden, ich hab dem jedes einzelne Wort geglaubt, welches der gesagt hat und das war einfach nur geil! Also danach haben wir dann langsam die Abstände mit dem Telefonieren vergrößert, bis wir jetzt im Moment bei einer Woche sind! Und in dieser Zeit habe ich gemerkt, was ein auf und ab der Gefühle ist. Wenn man das erzählt bekommt, kann man sich das gar nicht wirklich vorstellen. Das geht von dem besten Gefühl dass man haben kann plötzlich in die tiefsten Depressionen über und wieder zurück. Und das war dann manchmal so, dass ich Angst hatte wieder in das nächste tief zu fallen.  Und jetzt ist es so, dass der Fall ins „tief“ immer kleiner wird. Und ich jetzt am Wochenende sogar schon mal das überhebliche Gefühl hatte, dass ein Jahr sogar zu kurz sei, um hier wirklich alles zu erleben!  Im Moment geht es mir hier echt super!  Und ich kann nur jedem Empfehlen, der die Möglichkeit dazu hat, so ein Jahr zu machen, oder es seinem Kind möglich zu machen.

UND nochmal eine Bitte zum Schluss, wenn hier jemand Kommentare reinstellt bitte den Namen dazu schreiben, sonst kann ich dem nicht Antworten. Ach ja und von dir Jochen bräuchte ich mal ne e-Mail Adresse! J dann kann ich dich auch in den e-Mail Verteiler aufnehmen. Bis dann mal

Euer Simon



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