Mein Auslandsjahr in Malaysia

Nach gefühlten Jahren….

22:09, 2.09.2009 .. 1 Kommentar(e) .. Link

 

… melde ich mich mal wieder in meinem Blog. Es tut mir sehr Leid, dass ich mich in der Vergangenheit so wenig gemeldet habe. Ich hatte einfach sehr viel zu tun. Seit dem ich meinen letzten Eintrag hier geschrieben habe ist schon sehr, sehr viel passiert und ich weiß nicht ob ich mich noch an alles erinnern kann. Ich gebe mein bestes und versuche mal an meinem letzten Bericht anzusetzen.

 Die Schule-  Das ist eine Zweiseitige Angelegenheit. Die Schule an sich ist nach wie vor sehr langweilig und jeden morgen quäle ich mich mit dem Gedanken warum ich mir das eigentlich immer antue. Doch nachdem ich unter der Dusche war überwiegt eigentlich die Vorfreude auf einen lustigen Tag. Denn der Grund, warum ich in die Schule gehe sind meine Freunde dort. Zum einen verstehen die mich, wenn ich Englisch spreche und zum anderen haben die ein (für Malaysia) guten Humor. Deswegen vergeht die Zeit in der Schule meistens recht schnell. Was auch nicht unwesentlich dazu beiträgt ist die Erlaubnis Handys mit in die Schule zu bringen.

In den ersten Wochen nach meinem letzten Eintrag ist nichts weiter Interessantes passiert, was erzählenswert wäre. Wir sind noch ins Kino gegangen und ich habe bei einem Freund übernachtet. Aber sonst ist bis zur Ankunft der neuen Gastschülerin nichts mehr passiert. Diese ist am 16 August angekommen und hatte dann auch ihren ersten Schultag. Unsere Klassen liegen direkt nebeneinander und ich verstehe mich mit ihr eigentlich recht gut. Das einzige was ein wenig seltsam an der ist, ist ihr Akzent. Aber damit komme ich schon zurecht! ;) Leider kann ich in der Schule mit der Sofia (das ist ihr Name) leider nicht wirklich viel machen, da wir sonst von jedem Schüler für ein Paar gehalten werden. Und dies wird auf Dauer sehr Nervig.  

Dann bin ich an einem Wochenende zusammen mit meiner Familie in ein altes Bergwerk gefahren, welches in Perlis (meinem Staat) sehr bekannt ist. Da wollte ich sowieso schon immer mal gewesen sein und deswegen habe ich mich da auch sehr drauf gefreut. Doch es war schon ein wenig mulmig alles da. Das hat auf mich einen nicht allzu vertrauenserweckenden Eindruck gemacht. In die Höhle ist man mit so einer kleinen Bahn reingefahren, die viel zu klein war und da ich meinen Kopf deswegen ein wenig aus der Bahn raus neigen musste, hätte ich mich mehrmals fast geköpft. Innen, in der Höhle war es dann ganz schön aber nicht wirklich überwältigend. Es war halt ein altes Bergwerk und man konnte noch einige der alten Werkzeuge und Werkstätten sehen. Doch es war keineswegs schön gemacht worden oder ähnliches. Aber es war angenehm kühl dort. Das hat vieles wieder gut gemacht.

Vor einigen Wochen war dann der Geburtstag meines Dad’s hier. Das habe ich jedoch erst am Abend des Tages mitbekommen. Da Geburtstage hier ja keine so große Sachen sind. Aber an diesem Abend haben wir sehr gut gegessen, eine Art Chinesisches BBQ und danach eine Sehr leckere Torte. Außerdem waren noch andere Familien Mitglieder, was alles dazu beigetragen hat, dass dies ein schöner Abend war.

Vor ungefähr 3 Wochen bin ich dann zusammen mit der anderen Deutschen in meinem Chapter und Vertretern aller größeren Schulen aus meinem Staat zu einem „1 Malaysia“ Camp gefahren. Dieses Camp, oder diese Art von Camp ist dafür da, die Verschiedenen Ethnischen Gruppen in Malaysia zusammen zu führen und so 1 Malaysia zu machen. Denn nach wie vor herrschen gewisse Spannungen in manchen Gebieten zwischen den Einzelnen Gruppen. Und diese Camps sind dazu da, Gerade die Teenager zusammenzuführen.                                           Das Camp war in Johor Baru, welches am südlichsten Zipfel Malaysias liegt. Von unserem Hotel aus konnten wir Singapur schon sehen. Nach  Johor Baru sind auch alle anderen Austauschschüler gekommen. Das Camp an sich war sehr voll, was heißt wir hatten Programm von 5 Uhr morgens bis 11 Uhr in der Nacht. Und darunter war alles von Gruppenspielen bis zu Universitätsbesuch. Da wir dort in Verschiedene Gruppen aufgeteilt wurden, war es sehr schwer während der Aktivitäten mit den andern Austauschschülern zu reden, doch dies wurde in jeder freien Minute nachgeholt. Auch wenn dieses Camp Teilweise sehr gut war, hatte es schon einen komischen Beigeschmack. Denn es hat in Manchen Zügen schon sehr an die Deutsche Geschichte erinnert. Es war zum Beispiel sehr seltsam dabei zu sein, wenn die Nationalhymne sehr euphorisch gesungen wurde oder die ganze Gruppe schwören musste, das Land, den König und die Religion zu ehren und zu achten. Das Camp ging bis zum Donnerstag. Gegen 15 Uhr haben wir dann unsere Rückreise angetreten und sind einmal durch komplett Malaysia gefahren. Gegen 1 Uhr morgens sind wir dann in Kangar angekommen. Die Nacht habe ich noch bei der anderen deutschen verbracht und wir haben uns noch bis ungefähr 5 Uhr unterhalten, doch da war ich dann so müde, dass ich schon zum Teil in meine Traumwelt verfallen war. Ich hatte dann Zeit bis 8 Uhr zum schlafen und bin dann zu meiner Hostfamilie gefahren. Dort habe ich meine Sachen nochmal neu gepackt und gegen 9.30 zu der Busstation gelaufen, da dort mein Bus um 10 Uhr nach KL abgefahren ist. Denn ich wollte habe für die Ferien dort einen guten Freund besucht. Das hat auch alles gut geklappt und ich hatte eine echt tolle Woche dort. Die Familie von dem ist super und es hat SUPER gut getan mal wieder eine Woche deutsch zu reden. Leider konnten wir in der Woche jedoch nicht wirklich viel machen, da wir Tagsüber ziemlich fertig waren. Denn wir haben schön mit der Familie mit-gefastet. Das war/ist eine sehr Spannende Erfahrung. Das Fast bei den Muslimen läuft folgendermaßen ab: gegen 4.30 steht man auf um zu Frühstücken. Danach kann man sich entweder wieder schlafen legen oder einfach aufbleiben. Den ganzen Tag über darf dann durch keine Körperöffnung etwas in den Körper. Die Regel ist: Nothing can enter! Das heißt man trinkt und isst nicht und wenn man es ganz streng nimmt, darf man noch nicht mal Zähne putzen oder Kopfhörer in die Ohren Stecken. Aber so streng haben wir das dann mal nicht genommen. Wieder Anfangen zu essen darf man gegen 7.20 abends. Das ist jedoch jeden Tag anders und verschiebt sich um ein paar Minuten. Die ganze Woche war dort viel los, da es das Haus des Chapterleaders ist und somit hatten wir fast Täglich andere AFS Studenten da. Vorgestern bin ich dann wiedergekommen, was jedoch nicht so einfach für mich war. Da es, wie gesagt eine verdammt gute und schöne Woche war. Aber jetzt hat sich das alles auch schon wieder gelegt und ich freue mich darauf diesen Sonntag schon wieder zum nächsten AFS Camp aufzubrechen. Es geht zu der Insel „Pulau Redang“ wobei Pulau malaiisch ist und Insel bedeutet! ;) Da dies unser Optional Trip ist, haben wir keine Sessions und ich hoffe wir werden sehr viel Spaß haben.

Sonst kann ich nur noch erwähnen, dass die Argentinische Austauschschülern Heimgefahren ist, weil sie schwanger war und ein Deutscher ist wegen Problemen mit der Schule nach Hause gefahren.

Die Songs des „Monats“ sind diesmal:

„I miss You“ von Blink 182:  Das ist zum einen ein sehr schöner Song und joa ich denk der erklärt sich im Namen schon selbst! ;)

„Ein Stück vom Himmel“ von Herbert Grönemeyer: Diese Lied spricht viele meiner Gedanken über Religionen aus. Auch wenn ich nicht gerade Gläubig bin.

“Through the Eyes of a Child” von Reamon: Denn vieles erscheint mir hier sehr schwer und fremd, biss ich es einfach durch andere Augen sehe.

Wenn sonst noch irgendwelche Fragen offen sind, fragt und ich werde mein bestes geben diese zu beantworten.

 

PS: EIn ganz großes SORRY das ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe! Es tut mir echt leid!

 

Euer Simon aus dem sonnigen Malaysia!

noch 4 Monate...


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still ruht der See

17:18, 22.10.2009 .. Geschrieben von Heinz Schäfers
Hi Simon,

wie schon per IGM angemerkt - es ist ziemlich ruhig um Dich geworden.

Welche Gründe kannst Du anführen?

privater Natur? (Ok, darüber schweigt der Gentleman).

zuviel Stress in der dortigen Schule? (dem widersprechen Deine Einträge im Blog).

immer noch on holiday (sei gegönnt, aber dann lass uns daran teilhaben)?

AOB? (wenn - was)

Bis dann

Heinz

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