Mein Auslandsjahr in Malaysia

Nach ungfaehr 6 Wochen...

18:51, 16.03.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

So, hier bin ich wieder! Heute bin ich sogar pünktlich. Ich gebe mir ja größte Mühe jeden Montag in meiner Zeit einen neuen Eintrag zu verfassen. Da ich heute Ferien habe ist das kein Problem für mich. Obwohl ich heute auch noch einige Dinge einkaufen und meine Sachen für meine kleine Reise packen muss. Ich fahre heute Abend um 8 Uhr mit dem Bus in das 10 Stunden Fahrzeit entfernte Melaka. Dort werde ich den Dienstag verbringen und dann am Mittwoch weiter nach Kuala Lumpur fahren. Dort werde ich weitere 2 Tage verbringen und dann am Freitagmittag von dort zurückkehren. Die komplette Reise mache ich zusammen mit meinem Gastbruder und 4 seiner Freunde. Diese müssen nach Melaka um dort ein Schulprojekt zu machen. In Kuala Lumpur sind wir dann aber nur zum shoppen und zum Vergnügen. Das zu meinen Plänen zu dieser Woche. Aber jetzt, bevor ich über meine letzte Woche berichte möchte ich erst einmal zu einem viel wichtigeren Thema kommen. Ich möchte mich ganz herzlich bei euch allen bedanken. Bei jedem, der mir in irgendeiner Weise geholfen hat oder irgendwas für mich arrangiert hat. Ich danke euch dafür, dass ihr mich in meinen schweren Zeiten helft und mir meine schönen Zeiten noch schöner macht. Ich weiß gar nicht was ich ohne jeden einzelnen von euch machen würde. Ich freue mich über jede noch so kleine Nachricht oder e-Mail, auch wenn ich vielleicht nicht so ausführlich antworte. Genau das gleich ist das mit Briefen, über die freue ich mich immer ganz besonders, doch es nimmt für mich sehr viel Zeit in Anspruch auf diese zu antworten, da ich nicht der schnellste Schreiber bin. Dazu kommt noch, dass ich nicht oft Zeit finde diese zu schreiben. Aber dies alles soll kein Zeichen dafür sein, dass ich das nicht zu schätzen weiß. Auch weiß ich sehr zu schätzen was es bedeutet hat für mich das Malaiisch Programm ins Internet zu stellen. Auch über jede noch so kleine „Spende“ freue ich mich immer. Auch wenn das für euch vielleicht kleine nichtige Sachen sind, die ihr für mich tut, das Gefühl zu haben, dass in Deutschland so viele liebe Menschen sind, die mich so stark unterstützen ist einfach wundervoll. Außerdem zeigt es mir, dass ihr mich nicht vergesst! ;) Dies ist etwas was ich hier bis jetzt schon sehr gelernt habe, nämlich für jede Kleinigkeit, auch wenn sie vielleicht noch so selbstverständlich erscheint, dankbar zu sein. Auch möchte ich denen danken, die mich in meiner Entscheidung unterstützt hat ein Auslandsjahr zu machen oder den Austausch mitfinanziert hat. Denn egal wie hart manche Zeiten sind, eine Sache weiß ich immer, nämlich, dass ich hier unglaublich viel dazu lerne. Obwohl mir das auch manchmal Angst macht, da ich Angst davor habe, dass ich mich so stark verändere, dass ich Probleme mit Freunden und Verwandten bekomme wenn ich zurück in Deutschland bin. Deswegen ist es für mich auch so wichtig in so „engem „ Kontakt mit euch zu bleiben, damit ich ein wenig das Gefühl habe es sei noch alles so wie vor dem Austausch. Also um es noch einmal kurz zu fassen:“ Vielen, vielen Dank für jede noch so kleine Kleinigkeit, ihr könnt euch glaube ich nur schwer vorstellen was das alles für mich bedeutet. Gut, aber jetzt komme ich zu meiner letzten Woche. Der Anfang der letzten Woche war sehr schwer für mich, da ich dort wieder in einem ziemlichen „Tief“ war. Es ist schwer oder fast gar nicht zu erklären, warum ich jetzt immer noch in solche Phasen „verfalle“, da ich selbst nicht so wirklich den oder die Gründe dafür weiß. Es liegt ziemlich sicher nicht an der Familie, mit der verstehe ich mich von Tag zu Tag besser. Und es dürfte eigentlich auch nicht an meiner Umgebung liegen, da in dieser eigentlich auch alles super ist. Das einzige, was immer noch ein wenig schwer für mich ist, ist die Schule, da es nach wie vor sehr lang für mich ist, bis 3 Uhr in die Schule zu gehen. Und in den 8 Zeitstunden, die ich dort verbringe, ist so gut wie gar keine Kommunikation zwischen mir und meinen Klassenkameraden. Und jeder, der mich aus der Schule oder auch sonst kennt, weiß wie wichtig es für mich ist zu kommunizieren. Auch wenn das vielleicht oft nur Blödsinn ist. Aber genau das fehlt mir hier auch ein wenig, da hier so gut wie keine Ironie verstanden wird. Auch viele Witze, die in Deutschland gut ankommen würden, werden hier nicht verstanden oder sind nicht passend für hier. Deswegen tut es mir jedes mal gut, wenn ich mit irgendeinem Deutschen zusammen lachen kann. Und ich habe auch ein wenig Angst davor, dass ich so ein wenig meine Witzigkeit verliere, da ich finde, dass diese mich in Deutschland sehr ausgezeichnet hat. Eine weitere Sache, die in dieses sogenannten „Tiefs“ sehr schwer für mich ist, dass mich jede Kleinigkeit an irgendwas oder irgendwen zuhause erinnert. Mal ist es nur ein Kommentar von irgendjemand auf das ich vergeblich warte, oder es ist eine Erinnerung die in mir wach wird und mich an Deutschland erinnert. Dann höre ich Musik und erinnere mich, wie diese auf dem Handy eines Freunds lief, als wir zusammen in der Rheinaue waren oder wie diese im Wohnzimmer von Mama oder Papa zu hören war. All dies macht es nicht gerade leichter aus so einem Tief rauszukommen. Aber nun bin ich wieder von dem Thema abgekommen und wenn ich so weiter schreibe, habt ihr ja alle das Gefühl, dass es hier total schrecklich ist und ich mich ständig mit schlimmen oder schlechten Gefühlen rumschlagen muss. Das wirft ja ein total schlechtes Licht auf Austauschjahre. Hier zwei Tipps von mir, an alle, die ins Ausland gehen. Zuerst einmal, wenn ihr eine Vorbereitung oder so etwas Ähnliches habt, nehmt ernst, was die Retournee‘s euch erzählen und geht nicht davon aus, dass euch sowas sowieso nicht passieren wird. Und zweitens macht euch darauf gefasst, dass es schwere Zeiten geben wird. Das mag in nicht Englisch sprachigen Ländern anders sein, als in Englisch sprachigen Ländern und ist auch von Person zu Peron unterschiedlich. Wenn ihr so eine Zeit nicht durchmacht, umso besser, aber seid darauf vorbereitet. So aber jetzt endgültig zurück zu meiner letzten Woche. Also den Montag hatte ich frei, da dort irgendein Muslimisches Fest war. Dann wurden von Dienstag bis einschließlich Donnerstag Prüfungen hier geschrieben. Das bedeutet, pro Tag wurden 4 Prüfungen geschrieben. Die Prüfungen an sich sind aufgeteilt in einen Multiple Choice Teil, der 2/3 zählt, und einen Teil, in dem man in Sätzen antworten muss. Dieser Teil zählt logischer Weise 1/3. Und ich glaub ihr könnt euch vorstellen, wie einfach Mathe ist, wenn man schon 4 mögliche Antworten zur Auswahl hat. Ich habe am Anfang nicht an den Malaiischen Prüfungen teilgenommen, doch dann habe ich aus Spaß die Lösungen von meinem Nachbar abgeschrieben. Ich bin mal gespannt, was die Lehrer dazu sagen, wenn die sehen, dass ich so gut bin. Und sogar in „Bahasa Cina“ (Sprache Chinesisch) habe ich teilgenommen, obwohl ich keins der Schriftzeichen entziffern konnte. Am Freitag war dann normal Schule danach bin ich zum Fußball Training der Schulmannschaft gegangen, in der ich ab jetzt Mitglied bin. Und da ich nicht mehr gewohnt bin in richtigen Schuhe zu laufen, habe ich mir dort 2 richtig schlimm Blasen geholt, die mittlerweile aufgeplatzt sind und ständig von neuem Anfangen zu bluten.  Am Samstagmorgen wurde ich von einem AFS freiwilligen ein wenig hier durch die Gegend gefahren und wir sind auch unter anderem zur Schlangen Farm gefahren. Das war schon eindrucksvoll, also die waren zum Teil 6 Meter lang und waren nur durch ein Gitter Zaun von den Besuchern getrennt. (Entschuldigung Omi ich weiß das ist nicht wirklich was für dich ;) ) Trotzdem haben mir die auch leidgetan, da die alle nur sehr wenig Platz hatten und mit Glück hatten die einen Ast, an dem die Hochklettern konnten. Aber davon berichte ich nochmal Ausführlicher wenn ich wieder zuhause bin! ;) Weil ich muss gleich noch mein Tagebuch über das Wochenende vervollständigen. Danach sind wir dann zu dem Freiwilligen nach Hause gefahren und von dessen Vater habe ich einen Malaiischen Namen bekommen. Der lautet: „ Mohamed Rafi“ :D ich finde den irgendwie cool. Danach bin ich wieder nach zurück zu meiner Familie und habe am Nachmittag noch was mit Freunden gemacht. Am Sonntag, sind wir mittags zu dem alten Dorf von meinem Vater gefahren und haben dort das Auto gewechselt. Wir sind auf einen Landrover umgestiegen und mit diesem in den „Jungel“  gefahren um dort die Kautschuk Plantage meiner Eltern anzuschauen. Das war sehr aufragend und auch sehr interessant. Danach bin ich mit dem Freiwilligen für eine halbe Stunde auf eine malaiische Hochzeit gegangen. Und die haben hier einen Brauch, der auch in Deutschland eingeführt werden sollte. Die Gäste dort bekommen als Dankeschön für ihr kommen jeder ein kleines Geschenk. Am Abend bin ich mit meiner Mutter und der 2. Mate einkaufen gegangen und dann am Abend relativ früh ins Bett gegangen. So das wars erst einmal, ich bin jetzt ja auch schon auf der 3 Seite. :P Ich hoffe es geht euch allen gut und ich freue mich jetzt schon auf unser wiedersehen. Euer Simon aus dem fernen Malaysia!

PS: was ich noch anfügen muss, ist eine Sache, die mir am Samstag aufgefallen ist, als ich eine Jugendzeitschrift durchblättert habe. Ich schau mir so die Bilder an und denk mir so:“ Was ist das denn? das sieht aber komisch aus, gehört das zum Kleid?“ und dann habe ich weitergeblättert und dann ist mir aufgefallen, dass bei jeder Frau der Ausschnitt wegzensiert wurde! Genau so wurde zensiert wen Frauen zu kurze Röcke anhatten. Das ist schon anders gehandhabt hier als bei uns.


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