Mein Auslandsjahr in Malaysia

Der Simon (mir fallen langsam keine Titel mehr ein)- Formel 1 Woche

22:46, 8.04.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Da bin ich wieder! J Ich weiß zwar nicht, ob ich diesen Eintrag schon heute am Montag fertig kriege, da ich nicht weiß, wie lange ich jetzt noch Zeit habe, aber ich gebe mir größte Mühe. Wie ich ja in meinem letzten Eintrag hier schon angekündigt hatte, bin ich am Sonntagabend nach Kuala Lumpur gefahren. Die Fahrt nach hier war richtig schrecklich, da der Bus total alt war und alles vibriert hat und man so nicht schlafen konnte. Außerdem ist uns so gegen 5 Uhr morgens mit ohrenbetäubendem Lärm noch ein Reifen geplatzt. Wie auch immer ich bin hier in KL sicher angekommen und habe am Anfang der Woche so ein wenig den Touristischen Teil von KL abgedeckt. Das heißt ich habe relativ viel besichtigt. Was dabei jedoch ein wenig schade war, war dass meine Kamera kaputt war und ich somit nicht wirklich vernünftige Fotos schießen konnte. Während der ersten 3 Tage haben wir bei der Schwester von unserer ehemaligen Chapterleaderin geschlafen. Das Haus war ganz okay, es war zwar sehr dreckig und unaufgeräumt, aber wir haben dort ja nur die Nacht verbracht. Deswegen war das schon okay. Diese Schwester war Malaiin. Und das eine, was ich sehr krass fand war, dass die (ich weiß nicht ob das ernst war oder nicht) der Franziska gesagt hat, sie solle sich um mich kümmern. Nicht in dem Sinne, dass sie auf mich aufpassen soll, nein in dem Sinne, dass es mir gut geht. Das ich immer zutrinken habe und mein Essen auf dem Tisch steht, wenn ich runter komme. Und was ich echt heftig fand, war dass die zu uns meinte:“Wenn ihr ein Taxi nehmt, passt auf, dass das ja ein Malaie ist. Ja nicht bei den Indern oder Chinesen einsteigen, die ziehen euch nur das Geld aus der Tasche. –Okay ich glaube ich mache jetzt mal ne Pause mit dem schreiben, „ `tschuldigung, aber ich schreibe heute Abend weiter. Und ihr kriegt ja dann am Ende sowieso die komplett Version-  So jetzt schreib ich weiter und seit dem ich den Anfang geschrieben habe, sind schon wieder 2 Tage vergangen. Naja ich habe aber echt ordentlich zu tun. Ich muss noch mein Tagebuch für die letzten 2 Wochen schreiben, diverse Mails beantworten und meine Fotos sortieren. Egal, ich mache das hier ja gerne. So da das dort oben sehr unsortiert war, fange ich jetzt nochmal von neu an. Tut mir leid, wenn ich immer so hin und her hüpfe, das habe ich am Anfang, also bei meinen ersten Einträgen irgendwie besser hinbekommen. Aber ich glaube das liegt daran, dass ich jetzt echt unendlich viel in meinem Kopf habe und ständig irgendwas anderes in den Vordergrund hüpft. Wie auch immer, ich versuche jetzt einmal eine mehr oder weniger gute Beschreibung der letzten eineinhalb Wochen abzugeben. Am Sonntagabend, ungefähr 20 Minuten, nachdem ich den vorherigen Blogeintrag abgeschickt hatte, bin ich von meiner Schwester und meinem Bruder zum Bus gebracht worden. Die „normalen“ Busse sind hier extrem schrecklich für große Menschen wie mich. Ich muss mich ungelogen hinter die Sitze klemmen. Das ist total ungemütlich und dazu kam noch, dass der ganze Bus vibriert hat. Dementsprechend schlecht habe ich geschlafen. Als ich dann so gegen 4 Uhr doch endlich eingeschlafen bin, konnte ich dies nicht lange genießen, da dem Bus um 5 Uhr morgens ein Reifen mit einem Ohrenbetäubendem knall geplatzt ist. Wie auch immer ich bin gegen 6.30 in KL gewesen. Dort habe ich mein Frühstück bei Mc’s genossen und bin danach von der anderen Austauschschülerin, die schon vor mir nach KL gefahren ist, an der Station abgeholt worden. Auf dem Rückweg haben wir uns ein wenig verlaufen, sind aber letztendlich doch gegen 9 Uhr sicher an dem Haus angekommen, in dem wir die ersten 3 Nächte verbracht haben. Die ersten 3 Tage habe ich nichts wirklich Spannendes gemacht, ich bin nur in der Stadt shoppen gewesen. Wenn ich davon ausführlich erzählen würde, würde das diesen Eintrag nur unnötig in die Länge ziehen, deswegen lass ich das lieber. Nur eine Sache muss ich unbedingt erzählen. Hier gibt es nämlich ein Mall, die für Jugendliche Markenfreaks (bei manchen gelte ich ja als solcher) ein Traum ist. Wie gesagt, dass ist nur ein Mall und dort gibt es: L’Oréal, Apple, Escada, Dunhill, Burberry, Giorgio Armani, Versace, Chanel, Gucci, Hugo Boss, Loewe, Louis Voitton, Prada, Calvin Klein, LG, Lacoste, Adidas, Quicksilver, Converse, Bilabong, Replay, Guess, Polo und noch so einiges! Aber wie gesagt ich möchte das nicht in die Länge ziehen. Die ersten 3 Tage bin ich um 8.30 in der Stadt gewesen und um 11 wieder zurück.  Am dritten Tag habe ich mich dann noch mit einer sehr netten AFS Freiwilligen getroffen und mit der zusammen im Kino einen sehr schönen Horrorfilm im Kino geschaut. Sonst habe ich an den Tagen nichts spannendes mehr gemacht. Am Donnerstag dann sind wir mit dem Taxi von unserer bisherigen Residenz abgeholt worden und mit diesem dann zu einer uns gegebenen Adresse gebracht worden. Uns ist vorher nur gesagt worden, dass die Person zu der wir fahren sehr bekannt ist. Der scheiß Taxifahrer hat uns dann ziemlich übers Ohr gehauen und uns für eine 10 Minuten Fahrt 20 Ringit aus der Tasche gezogen. Naja man lernt aus seinen Fehlern. Das Haus war richtig Hammer. Alles war grün und es war das erste Haus, welches ich hier gesehen habe, mit Garten. Das erste was von unserem neuen „Hoster“ kam war, eine Belehrung. Da Franziska und ich schon bei der Begrüßung unseren ersten „Fehler“ gemacht haben. Aber da wir beide nicht in Malaiischen Familien leben, hat der uns das verziehen und hat uns beigebracht, wie man sich auf Malaiisch begrüßt. Das heißt wie man „salam“ ‚macht‘. Aber all dies hätte er da und in den folgenden Tagen nicht besser machen können. Besonders Ich habe noch viele Fehler gemacht. Und der hat mir das jedes Mal in der perfekten Mischung aus Strenge und Witzigkeit mir gesagt. Also man hat nicht das Gefühl bekommen, dass der böse auf einen ist und genauso wenig konnte man den missverstehen. Und der war auch ein Reetournee von AFS und dementsprechend nett. Und der hat uns so viele Geschichten erzählt von seiner Zeit als Aktiver AFSler. Das heißt, der hat schon 14 Gastschüler „gehostet“ und hat schon einiges Erlebt. Der hat uns Tipps gegeben, von seinen Erfahrungen in seinem Jahr berichtet. Und von den heftigsten Geschichten, die der mit AFS erlebt hat, erzählt. Und um euch ein wenig zu beunruhigen erzähle ich von der heftigsten, was Malaysia betrifft. Dort hat er nämlich vor 10 Jahren einen Studenten Tod zurückbegleitet. Dieser ist an „Dengue-Fieber“ gestorben. Das fand ich dann schon krass, wie locker der davon erzählt hat. Wie auch immer, nachdem der uns das Begrüßen beigebracht hat, musst wir uns richtig gut anziehen, also richtig mit Lackschuhen und so, da wir auf eine 3 Stündige Fashion-Show mit dem gegangen sind. Das war echt krass. Über den Abend ist mir dann klar geworden, wie berühmt der überhaupt ist. Das war echt heftig. Während der Show durften wir dann dem Topmodel Nr.1 Malaysias die Hand geben und ein bisschen reden. Und der Dato (das ist der Titel den unser „Hoster“ trägt) hat die Show Moderiert. Die Mode dort war zum Teil gar nicht so schlecht, obwohl die Models zum Teil echt mies aussahen. Also  wir dann abends zurückgefahren sind, hat uns der Dato erzählt wen der alles schon gesehen hat. Und das war so krass, der kannte jeden, wirklich jeden. Der hat schon mit dem König gegessen und am Donnerstag hat der Geburtstag und da kommt die Königin. Alle Topsportler hatte der schon mal im Arm und was weiß ich alles noch. Das war echt beeindruckend, was der alles so erzählt hat. Am nächsten Tag hatten wir Tagsüber über „frei“. Das heißt ich habe den Tag genutzt um mich mit andern AFS Leuten zu treffen. Das war ganz lustig mal wieder unter so vielen „vertrauten“ Leuten zu sein. Ich kann leider nicht ganz so offen über diese Leute hier schreiben, da das hier öffentlich ist und ich keinen Stress bekommen will. Deswegen lasse ich das loben und das meckern lieber sein. Abends sind wir dann mit dem Dato in „Johns-Bar“ gegangen und haben dort Spagetti gegessen. Was sehr amüsant war, war dass John deutsch konnte. Der hatte für 5 Jahre eine Bar in Bayern, nahe München gehabt. Und das war sehr lustig dem zuzuhören, da der einen echt guten Humor, ein sau geiles Lachen und vor allem viele Deutsch Redewendungen hatte/kannte. Das war echt gut dort. Den nächsten Tag haben wir größten Teils relaxet, da wir ja am Sonntag zur F1 wollten. Abends sind wir dann noch mit einem andern deutschen Austauschschüler, dem Felix und der Clair, einer Französischen Austauschschülerin, essen gegangen. Das war echt cool. Doch der Vater vom Felix ist super streng. Das heißt vorsorglich wurde uns vom Dato gesagt, dass es ein „no-go“ ist deutsch zu reden. Und ich glaube jeder von euch kann sich vorstellen, wie seltsam es ist mit einem deutschen Freund, ernsthaft  2 Stunden lang auf Deutsch zu reden. Aber der Vater ist echt krass. Die krasseste Regel, die beim Felix im Haus herrscht, ist das der nur alle 2 Wochen einmal aus seinem Viertel alleine raus darf. Und was ich echt krass fand, war als wir am nächsten Tag nach der F1 dort essen waren. Mir ist nur eine Gabel runtergefallen und alleine das war mir schon peinlich genug, doch das Kommentar von dem Vater war dann zu krass. Der meint dann auf Englisch zu dem Dato:“ This ist a german boy!“ Das fand ich so krass. Aber ich habe echt Respekt vor dem Felix, wie der das meistert in dieser Familie, ich hätte sich nach 3 Tagen gewechselt. Obwohl das auch nicht so einfach ist, da seine Mutter die Chapterleaderin ist. Wie auch immer, das Essen war sehr schön. Ich bin an dem Abend um 3 ins Bett gegangen, da ich noch mit einer AFS Schülerin und in Argentinien gechattet hatte. Am nächsten Morgen, hat dann um 8.00 der Wecker geklingelt, da ich so lieb war und einem Anderen AFS Studenten das Ticket zur Station gebracht habe. Und da ich noch die Erlaubnis vom Dato dazu brauchte bin ich viel zu spät los, was heißt das ich die 4 Kilometer hin und zurück in ungefähr 20 oder 25 Minuten gelaufen bin. Danach war ich echt fertig. So gegen 13 Uhr sind wir dann los gefahren. Der Dato hat den Felix, die Franzi, die Claire, 2 Mates und mich zur F1 gebracht. Als wir da angekommen sind, hat es schon geregnet. Aber wir hatten ja ein Dach. Und schon gegen 3 Uhr fingen die ersten Rennen an, das heißt die Tieferen Klassen, nicht die Formel 1. Und da haben wir sogar 3 Unfälle gesehen :P. Das war super aufregend mal bei sowas richtig dabei zu sein, und es war richtig cool dass mit so vielen AFSlern zusammen zu, machen. Insgesamt waren wir so um die 15 AFSler plus noch 2 Freiwillige. Und ich kann euch sagen, wenn euch jemand sagt, die Formel 1 ist laut, dann hat der gelogen. Es ist nicht auszuhalten, so Laut ist das. Wir saßen sogar schon recht weit weg und trotzdem konnte man sich noch nicht einmal schreiend unterhalten. Und wen man vergessen hatte sich die Ohrstöpsel in die Ohren zu machen, hast du dir Reflexartig die Ohren so zugedrückst, dass es schon fast weh tat. Das ist so extrem. Und es richt total nach verbranntem Gummi. Aber es war eine richtig geile Erfahrung. Und was ich total cool an diesem Tag fand, waren die Unterhaltungen mit dem Felix. Da ich mich ein wenig mit dem Sebastian zerstritten hatte (Darüber schreibe ich hier nicht, weil ich da zu sehr von meiner Seite eingenommen bin). Aber mit dem Felix konnte ich so gut reden, das war echt der Hammer. Nachher sind wir dann noch zu dem Felix nach Hause gefahren und haben dort gegessen. Und die Eltern von dem haben so extrem Angst vor Einbrechern, dass jeder Raum unter CCTV stand. Das heißt in jedem Raum außer den Bädern waren Kameras. Das komplette Glas der Scheiben war Kugel sicher und was weiß ich noch alles. Ich wette die hatten auch Tretminen um das Haus rum. Und damit war der Sonntag dann auch schon rum. Über diese Woche berichte ich nächsten Montag, da ich jetzt noch einige Sachen hier machen muss und vor allem meine Sachen ausräumen muss. Für alle die sich meine Freunde oder Familie nennen dürfen, ich habe euch sehr lieb! Und ehm für alle andern… liebe Grüße oder so! ;) Euer Simon

 

PS: Achja, eine Geschichte muss ich noch erzählen. Es gab einen Japanischen Austausch Schüler, der in Amerika Halloween „gemacht“ hat. Also der hat bei dem Brauch „süßes oder Saures“ mitgebracht. Nur leider hat der Haus Besitzer gedacht, der Student sei ein Einbrecher. Das heißt der hat die Tür aufgemacht und den Schüler erschossen. Solche Geschichten finde ich schon echt krass. Und das ist natürlich in Amerika passiert.

 

 


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