Mein Auslandsjahr in Malaysia

schon 3 Monate...

08:23, 28.04.2009 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Mensch, jetzt schon 3 Monate vorbei. 3 Monate!!! Also ganz ehrlich, ich kann mir das gar nicht so wirklich vorstellen, dass schon 3 Monate vorbei sind. Also ich meine, natürlich habe ich schon super viel erlebt, doch 3 Monate, das ist ein Viertel Jahr. Solange fühle ich mich noch nicht hier.

Vor allem muss ich langsam echt Mal reinhauen, meinen Zielen was näher zu kommen. Also zum Beispiel muss ich mich Mal ein wenig mehr um meine Sprachkenntnisse kümmern.

Vor ungefähr einer Woche habe ich mich an das Chinesisch gewagt und auch schon das ein oder andere Wort gelernt. Doch das ist verglichen mit dem malaiischen nicht annähernd so einfach. Da ich Chinesisch nicht alleine lernen kann. Ich brauche dazu immer einen, der meine Aussprache verbessert, da die im Chinesischen das ein und alles ist. Die Grammatik ist ähnlich einfach wie im Malaiischen und von daher nicht wirklich schwer. Doch die aussprach der Wörter ist sehr schwer und erfordert sehr viel Training. Vor allem da ich so gut wie nie ein „positives Feedback“ wie im Malaiischen kriege, da man mich nicht versteht. Aber mit Durchhaltevermögen und viel Übung ist auch das zu schaffen. Und ich möchte wenigstens Chinesisch in Ansätzen verstehen können am Ende dieses Jahres. Das ist mir mit Malaiisch schon weitestgehend gelungen. Das heißt sofern meine „Gesprächspartner“ nicht einen zu heftigen Slang drauf haben, kann ich die schon voll verstehen. Ich kann nicht jedes Wort, doch ich kann mir aus denen, die ich kenne schon den Zusammenhang erschließen. Ich hätte es jetzt auch schon fließend könne, denke ich, denn es ist eine echt einfache Sprache, doch ich bin einfach was faul und habe nicht so viel Zeit. Aber nichts desto trotz, bin ich schon ganz gut voran gekommen. Es könnte nur schon besser sein.

In der letzten Woche sind wieder einige spannende und nicht interessante Dinge geschehen. Von Montag bis Donnerstag habe ich in der Schule 5 meiner Klassenkameraden dabei geholfen sich auf eine Debatte vorzubereiten. Diese Debatte hatten wir schon die Woche davor, das heißt ich wusste, wie das so ungefähr abläuft. Das ist ein Wettkampf von jeweils 2 Schulen, die normalerweise 6 Leute dahin schicken, von denen 3 aktiv am Wettkampf teilnehmen. Die anderen sind „nur“ Unterstützer(Das war ich auch). Und von den beiden 3er Gruppen, vertritt eine die Regierung und eine die Opposition. Und die müssen dann über ein Thema Debattieren welches schon vorher vorgegeben war. Und die mussten dann mit allen mündlichen Mitteln, außer der Beleidigung, das Publikum und die Juroren von ihrem Standpunkt überzeugen.                                                                      Und darauf haben wir uns die ganze Woche vorbereitet. Was noch ein wenig erschwerend dazu kam, war dass man Seite erst eine Stunde vor dem Wettkampf mitgeteilt bekommen hat. Was heißt, dass man sich auf beide Seiten vorbereiten musste.                                                                                                         Am Mittwoch habe ich das erste Mal 2 Menschen hier wirklich streiten sehen. Das waren 2 Mädchen aus dem Team, die ein paar Meinungsverschiedenheiten hatten. Und da das hier normalerweise alles sehr emotionsarm ist, war das echt eine Emotionsbombe. Ich hatte noch nie vorher jemanden wütend gesehen. Und diese beiden waren nicht nur wütend sondern wirklich sauer. Das heißt, die haben sich für Malaien echt auf härtestem Niveau beschimpft Türen geknallt und am Ende haben alle geheult. Und das alles einen Tag vor dem Wettkampf. Die Englisch Lehrerin, die uns dabei unterstützt hat, hat das dann so gut es ging wieder hingebogen. Doch es war halt nur hingebogen, dass heißt es war lange nicht so schön und gut wie vorher. Trotzdem war am Wettkampftag nichts von dem Vortag zu sehen. Das heißt, die beiden haben sich verstanden, als wären die schon seit Jahren Freunde. Trotzdem hatten wir nicht die geringste Chance gegen die andere Schule. Das ist die Hochbegabten Schule, und die beste davon im ganzen Staat gewesen. Und die haben unsere 3 Vertreter echt total gegen die Wand geredet. Und sogar zum Teil ihre Späße mit uns getrieben. Bis zum Samstag habe ich dann nichts großartig spannendes mehr gemacht. Am Samstag, bin ich dann zusammen mit der anderen Austauschschülerin mit dem Bus nach Penang gefahren. Dort angekommen wurden wir von einer AFS Freiwilligen abgeholt und sind mit dieser ein wenig durch Penang gefahren. Gegen 8 Uhr sind wir dann zu der Wohnung des Neffen gefahren. Dort haben wir dann gegessen und danach bin nur ich mit dem Neffen wieder losgefahren, da die andere Austauschschülerin krank war und so nicht mit konnte und auch nicht mit wollte. Auch wenn das Englisch des Neffen nicht wirklich gut war, haben wir uns ganz gut unterhalten können. Dieser hat mir dann noch ein wenig Penang gezeigt. Und so gegen halb 3 haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Und auf dem Rückweg haben wir noch etwas gesehen, wofür Malaysia auch sehr bekannt ist. Illegale Motorrad Rennen. In diesem Fall war das ein Kreisverkehr, um den die Fahrer gefahren sind. Und drum herum standen die ganzen Zuschauer mit ihren getunten Autos und haben die Fahrer von dort aus angefeuert. Praktisch mit uns zusammen ist jedoch die Polizei gekommen. Diese ist jedoch nicht wirklich darauf aus, die Fahrer zu fangen, sondern die machen schon von weitem sichtbar die Sirenen an, damit die Rennen aufgelöst werden. Dies war dann auch innerhalb von Sekunden der Fall. Das heißt es war auf einmal niemand mehr am Kreisverkehr und an den Ampeln war es voll mit Motorrädern. Fast jeder 3 hatte dort ein Funkgerät, womit die sich gegenseitig vor der Polizei gewarnt haben. Das war schon spannend da.

Am nächsten Tag sind wir dann alle zusammen zu der Opening Zeremonie von dem Penang Chapter gegangen. Das heißt an diesem Sonntag wurde das Chapter offiziell für Austauschschüler eröffnet. Das war ganz schön dort. Was ganz lustig war, war das da 4 Retournees aus Deutschland waren. Und die konnten alle ziemlich gut Deutsch. Mit einem dieser Retournees sind wir dann am Nachmittag noch durch ganz Georgetown (Der größten Stadt auf Penang) gefahren. Wir sind an den Strand und auf verschiedene Märkte gegangen. Das war echt schön. Das einzige was ein wenig komisch war, war dass die andere Austauschschülerin und ich keine „sichere“ Sprache mehr hatten. Das heißt wir konnten nicht so ohne weiteres über alles reden. Aber es war echt toll. Das war es soweit auch schon wieder heute, da ich jetzt zur Schule muss. -.- Naja, wird schon! ;) Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und eine schöne Zeit in Deutschland. Viele Grüße aus Malaysia von MIR ;)
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